Dienstag, 18. März 2014

Plündern? Keine gute Idee!

Warum es keine gute Idee ist während einer Krise selbst zu einem Plünderer zu werden





Manche Menschen investieren selbst keine Zeit und Mühe, und schon gar kein Geld, in ihre eigene Krisenvorsorge. Aus Bequemlichkeit, oder warum auch immer, ziehen sie für sich selbst ernsthaft in Betracht, während einer Krise einfach zu plündern was sie brauchen.


Es widerspricht meiner eigenen Moral zu stehlen und jemanden zu berauben, da ich Eigentumsrechte achte und sie als fundamentalen Grundpfeiler unserer westlichen Zivilisation sehe. Doch gerade Krisen zeichnen sich dadurch aus, dass bisherige Moralvorstellungen an Gültigkeit verlieren.

Wenn Steine fliegen und Mülltonnen brennen, ist es für viele verlockend einfach einen Stein zu nehmen und sich nach ein bisschen zerbrochenem Glas die teuren Sportschuhe, oder den Breitbildfernseher einfach zu nehmen. In London konnte man während der Unruhen 2011 beobachten, wie lokale Gangs genauso wie angereiste Krawalltouristen die Läden ausräumten. Aber auch die britische Bevölkerung aus anderen Stadtteilen nutzte für sich die Möglichkeit um sich einzudecken mit dem, was sie abgreifen konnte. Manche waren so dreist, dass sie sogar auf Twitter veröffentlichten was und wo sie gerade geplündert hatten.


In diesem Fall ging es allerdings aus niederen Beweggründen um Sportschuhe und Unterhaltungselektronik und nicht um lebenswichtige Dinge wie Nahrung und Trinkwasser.

Sollte es irgendwann um diese Dinge gehen, konkurriert der langweilige weiße Mittelstandsauswurf mit größeren Bewerbern, die ihr ganzes Leben schon nichts anderes getan haben als sich zu nehmen was sie wollen, genauso wie mit denen, die selbst ihre lebenswichtigen Güter nicht aufgeben werden.


Gangs und Kriminelle

Gangs und Kriminelle haben keine Skrupel bei ihrem Vorgehen. Sobald es sich abzeichnet, dass bestimmte Güter knapp werden nach denen eine starke Nachfrage existiert oder existieren wird, werden sie versuchen diesen Markt genauso zu kontrollieren, wie sie illegale Schwarzmärkte kontrollieren.

Eine organisierte Gang die dann einen Supermarkt ausplündert wird sich nicht nur soviel nehmen wie sie selbst braucht, sondern sie wird sich alles nehmen. Wenn sie diese Lebensmittel kontrolliert kann sie von jedem der sie braucht verlangen was sie will. Wertgegenstände, astronomische Summen an Währung, Arbeitskraft, Sex oder was auch immer.

Als einzelnes Individuum kann man sich dagegen nicht durchsetzen, ganz besonders wenn man vorher so dumm und bequem war zu glauben, dass diese Beschaffungspraxis für einen selbst als dummes und bequemes Individuum in Frage käme.


Die Leute die man bestehlen will

Sind die Supermärkte leer geräumt, was sehr schnell innerhalb von wenigen Stunden passiert, bleiben nur noch andere Individuuen die man bestehlen kann. Dann ist die Situation jedoch bereits soweit voran geschritten, dass diese selbst ihre Vorräte als etwas absolut essentiell überlebenswichtiges begreifen und diese eben verteidigen werden wie ihr eigenes Leben, denn das ist es auch.

Will man Jemanden um seine Vorräte berauben, so muss man ihn höchst wahrscheinlich dort angreifen, wo er seine Vorräte lagert, in seinem Zuhause. Hier hat er den Heimvorteil und kann sich verteidigen. Wer sonst keine Vorbereitungen getroffen hat für sich selbst, der wird auch in der Regel nicht wirklich die Konsequenzen seiner dummen Attitüde hinterfragt oder die Möglichkeiten durchgespielt haben. Haben Leute die für sich selbst vorgesorgt haben entsprechende Sicherheitsmaßnahmen getroffen? Haben sie vielleicht einen Hund? Haben sie Schusswaffen? Haben sie Fallen aufgestellt?

Du plünderst - wir schiessen

Von den ganzen praktischen Hürden abgesehen, wer würde bspw. einen Familienvater vor oder mit seiner Familie umbringen wegen ein paar Konserven? Nur ein absoluter Vollpsychophat.


Man setzt sich einem extrem hohem Risiko aus

Wer meint plündern zu müssen, der muss dafür selbst seine sichere Unterkunft verlassen, sofern er noch eine hat. Während man weg ist kann der nächste Plünderer einem die Bude ausräumen oder einfach einen Hinterhalt legen um selbst nicht mehr Läden oder wehrhafte Gruppen von Personen ausrauben zu müssen, sondern einfach einen anderen Plünderer der von den Strapazen der Aktion geschwächt ist.

Dazu kommen die äußeren Faktoren die zu einer Krise geführt haben. Polizei und Militär gehen gegen Plünderer vor, Umweltkatastrophen können die Gefahr sein.

Bild: Plündern in New Orleans während Hurrican Katrina. Durch Abwasser, Fäkalien, Öl und Leichen verseuchtes Wasser waten für ein paar Tüten Reis. Sieht das so toll aus?



Fazit:

Es ist eine dumme Idee und Menschen die sowas für sich in Betracht ziehen sind voll mit Scheisse.

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