Dienstag, 18. März 2014

Überleben in der Stadt - Flutkatastrophen

Krisensituationen, Auswirkungen und Überleben in urbanisierter Umgebung


Städte sind der zivilisatorische Motor jeder Nation und jeder Bevölkerung. Hier sind wirtschaftliche Zentren, Industrie,Verkehrszentren und die größten Ansammlungen von Bevölkerung. Wer die Städte kontrolliert, kontrolliert das alles.
Für den normalen Bürger ist die Stadt ein Markt- und Vergnügungsplatz wo das nächste Angebot von Konsum und Ablenkung nur wenige Meter entfernt ist. Dafür ist allerdings ein riesiges Versorgungsnetzwerk nötig das darauf angewiesen ist, dass Infrastruktur aller Art problemlos funktioniert. Funktioniert dies nicht mehr, wird es ge- oder zerstört, dann herrscht in der Stadt bald Mangel. Mehr Menschen bedeuten dann mehr Probleme, mehr potentielle Feinde und stärkere Konkurrenz um vielleicht extrem knappe Ressourcen.


Bedrohung durch Umwelteinflüße - Der urbane Sumpf Teil 1

Bei einer Umweltkatastrophe wie einer Flut sind Metropolregionen genauso wie ländliche Kleinstädte gleichermaßen bedroht.

Fluten können ausgelöst werden von schmelzendem Schnee im Frühjahr, heftigen Regenfällen oder durch Stromausfälle, da viele Städte die an Flüßen gebaut wurden, auf kleinere Staudämme und Pumpen angewiesen sind um den Wasserspiegel zu regulieren.

Eine Flut kann einer Stadt gefährlicher werden als ein Brand, da die Langzeitschäden durch Wasser in Fundamenten und Häusern enorm sein können. Sofern man keine befüllbaren Sandsäcke auf Lager hat um das eigene Haus zu schützen lässt sich gegen die Natur selbst nicht viel machen.



 Flut in Deggersdorf, Region Passau. Bayern 2013

Die Behörden reagieren:
Die Supermärkte sind geschlossen und die Behörden stellen in der Regel den Strom ab. Während der Flut in Bayern wurde dazu weniger Strom erzeugt, da Treibgut und Müll, der den Flußläufen weiter durch die Überflutungsgebiete folgte, die Einlaufbauwerke der Wasserkraftwerke verstopfte.

Werden Ortschaften evakuiert, dann sperrt die Polizei alles ab und man selbst wird eventuell mit seinen Angehörigen ein paar Kilometer weiter in einer Turnhalle auf einem Feldbett untergebracht.


"In Fischerdorf darf über Nacht noch niemand drin sein, wir sperren um 9 Uhr zu. Die Bundespolizei kontrolliert, dass es keine Plünderungen gibt. Wir haben in Fischerdorf auch noch keinen Strom. Den können wir nicht anschalten. Das muss erst überprüft werden. Da muss jedes einzelne Haus von einem Elektroinstallateur freigegeben werden."
Christian Bernreiter, Landrat in Deggendorf, CSU gegenüber dem bayerischen Fernsehen.


Die anderen Menschen als Gefahrenquelle:
In kleineren Gemeinden führen Umweltkatastrophen in der Regel nicht zu irgendwelchen Konflikten. Man hat eher die Einstellung, dass man gemeinsam durch diese Krise gehen muss, da die Natur jedem gleichermaßen geschadet hat. Zumindest in dieser kleinen Gemeinschaft, aber es gibt auch noch andere.

Menschen haben mir gegenüber berichtet, dass während der Flut 2002 in Brandenburg, teilweise Leute aus bedrohten Dörfern in Schlauchbooten nachts die Dämme sabotiert haben, so dass das tiefer liegende Nachbardorf überflutet wird. Anschließend bediente man sich an dem zurück gelassenen Besitztümern.

Plünderungen sind bei Flutkatastrophen besonders verlockend, da das Wasser für den Menschen so gesehen erstmal keine Gefahr darstellt, dafür aber alle anderen Menschen geflohen sind.

 New Orleans 2005 - Ein Mann hält mit einem FN FAL Gewehr bewaffnet Wache



 Einzelne Plünderer oder Leute die nur nach etwas zu essen suchen, werden schnell wieder verschwinden wenn sie auf Gegenwehr treffen, organisierte Banden sind dagegen gefährlicher.


Diese Banden können wie im Fall von der Flut in New Orleans aus gewöhnlichen Kriminellen bestehen die eine Chance wittern sich zu bereichern, oder sie können wie im Fall von der Passauer Flut 2013 ideologisch motiviert sein um die Rettungsmaßnahmen zu sabotieren und den Schaden zu vergrößern.


http://hallespektrum.de/nachrichten/politik/bekennerschreiben-antifa-droht-mit-deichzerstoerung/49783/

Gefahr durch Behörden:
Genauso wie sie versagt haben und es erst zu einer Krise kommen haben lassen, greifen sie nun durch um diese in den Griff zu kriegen.
Zuerst wird die Feuerwehr Leute evakuieren, mit dem Schlauchboot und einer freundlichen Bitte mitzukommen, anschließend kommt die Polizei und ihre Radpanzer um auch die letzten davon zu überzeugen, dass es besser für sie ist, in einer Turnhalle mit einem Haufen fremder Leute die Krise auszuharren, getrennt von ihrem Besitz.
Die Polizei wird mit Hubschraubern über die betroffenen Gebiete fliegen um sowohl hilfsbedürftige aufzugreifen und in Turnhallen und Schulen zu evakuieren als auch um Plünderer und einzelne Überlebenskünstler, die keine Hilfe wollen, aufzuspüren.


In New Orleans ging in den von Flut und Sturm nicht betroffenen Wohngegenden die Army von Haus zu Haus um Waffen zu beschlagnahmen. Der Polizeichef von New Orleans verkündete bei einer Pressekonferenz, dass es niemanden erlaubt wäre bewaffnet zu sein und man alle Waffen beschlagnahmen würde.


Zuerst versagen Behörden um anschließend jene zu bekämpfen, die sich trotzdem helfen können, auch wenn es nur eine alte Dame ist mit ein paar Konserven und einem Revolver.


Als Survivalist oder Prepper ist man in der Krisensituation für die Behörden, die diese Krise nicht verhindern konnten, gefährlicher als jede Flut, Krankheit oder Bande von Plünderern. Man ist das lebende Beispiel dafür, dass Menschen keine Regierung brauchen die sie im Gegensatz für Sicherheit bevormunden will. Sehen andere Menschen dass man für sich selbst sorgen kann, dann beginnen diese sich ebenso zu fragen, wozu sie kostenintensive Behörden und deren Dienstleistungen eigentlich brauchen.


Die Folgen:
Die Folgen einer Flut sind neben dem eventuellen Verlust von Menschenleben und offensichtlicher Schäden an weggespühlten Autos die Langzeitschäden an Gebäuden, eventuell verseuchte Straßen da Chemikalien, Abfälle und Abwasser überall hineingeschwemmt wurden und Brutstätten für Insekten wie Stechmücken, die auf überschwemmten und versumpften Wiesen entstehen.

Bild: Ein Haus im Kreiß Passau wird nach der Flut abgerissen. Gut zu erkennen die Algenbildung an der Hausfassade.


Im nächsten Teil erfahren sie wie sie sich auf so ein Szenario vorbereiten und darauf reagieren können.


Lesen sie jetzt Teil II.

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