Freitag, 4. April 2014

Detroit ist die Generalprobe für den Kollaps

Der Niedergang der Industriestadt Detroit ist die Generalprobe für den Kollaps der Industrieländer


Der Zustand der Stadt Detroit ist nach seiner nun offiziellen Horrorpleite auch im deutschen Sprachraum bekannt, aber wie es soweit gekommen ist erzählt man den Leuten nicht.



Die Stadt Detroit wurde seit 1961 durchgehend von Stadtpräsident der demokratischen Partei regiert. Die Demokratische Partei hat eine sozialdemokratische Agenda von Sozialstaat und sozialer Gerechtigkeit.
Unter der Präsidentschaft von Lyndon B. Johnson wurden Bundesweit mehrere Sozialreformen verabschiedet wie unter anderem Great Society Reform, das Model Cities Program. Zudem traten mehrere Reformen die noch unter seinem Vorgänger, dem ermordeten John F. Kennedy, verabschiedet wurden in Kraft wie die Affirmative Action Quote für die Anstellung schwarzer Amerikaner. All dieser soziale Scheiss hatte zur Folge, dass nicht vom Staat geformte Gesellschaften entstanden, sondern vom Staat abhängige. Detroit war die Industriestadt der drei großen Automobilhersteller im Land: Ford, Chrysler und General Motors. Sie hatte zeitweiße das größte Pro-Kopf-Einkommen in den USA. Heute gibt es keine Arbeitsplätze mehr, ein Drittel der Stadt ist verlassen und Kinder die in Detroit zur Schule gehen, ungeachtet dessen dass die Schulen hier pro Schüler mehr Zuschüsse erhalten als der Landesdurchschnitt, haben eine bessere Chance ins Gefängnis zu gehen als einen Abschluss zu machen. Die Prozentzahl der Schüler die einen Abschluss machen liegt unter 25%.

Model Cities Program
Das Model Cities Program hatte in Detroit zur Folge, dass die Stadt für jede dumme und unwirtschaftliche Entscheidung weiterhin jeden Zuschuss, jeden Kredit und jeden Bailout bekam.
Gleichzeitig konnte die Stadtverwaltung bestimmen wo was gebaut werden konnte und wo welche Geschäfte eröffnen konnten. Im Gegenzug zur vollkommenen Kontrolle über die Entwicklung und Ausbau der Gemeinschaften in Detroit versprach die Stadtregierung den üblichen sozialistischen Scheissdreck von kostenloser Bildung und Gesundheitsversorgung. Dieses Denken der Subventionierung von Verschwendung hat sich soweit hin gezogen, dass GM und Ford Hybridwagen bauen, bei denen sie bei jeden Verkauf eigentlich Verlust machen, wenn sie überhaupt welche verkaufen würden. Die Stadt hat quasi keine Steuereinnahmen mehr und sich in den letzten Jahren mit mehreren Milliarden Dollar verschuldet, um Pensionen ausbezahlen zu können. Jetzt ist im Gespräch Pensionen zu streichen.

Gewerkschaften
Industrieller Entwicklung wird meist ihr eigener Erfolg zum Verhängnis und eine gute Versinnbildlichung dieses Dramas sind Gewerkschaften. Der Wohlstand der Industrie zieht sie an wie die Geier, die aus einem großen Stück Fleisch immer größere Stücke raushacken wollen. Indem die Praktizierung von erpresserischem Vertragsbruch gesellschaftlich akzeptiert wird, setzen sie immer neue Forderungen und Vorteile für ihre Mitglieder gegenüber dem Arbeitgeber durch, bis es sich für diesen nicht mehr lohnt einen Job zu schaffen. Mitglieder der United Auto Workers Gewerkschaft haben bspw. sieben Wochen bezahlten Urlaub garantiert sowie diverse Leistungen die vom Arbeitgeber getragen werden. Auch wenn diese Bedingungen die Fabrikanten aus der Stadt treiben, manchmal auch nur auf die andere Seite des Flusses Detroit nach Kanada, zeigt man sich nicht bereit neue Kompromisse zu finden. Auch die öffentlichen Gewerkschaften klagen einen furchtbaren Katzenjammer seitdem im Februar 2014 offen davon geredet wurde, Pensionsleistungen zu streichen, da dafür kein Geld vorhanden ist.

Affirmative Action
Die Quote bei der Anstellung von Arbeitnehmern fordert von Arbeitgebern, dass ein relativer Prozentsatz der Arbeitnehmer Frauen und Angehörige ethnischer Gruppen sein müssen. Die Schwachsinnigkeit dieser Idee mal außen vor gelassen führt es zwangsläufig zu Misswirtschaft, da ein Arbeitgeber nicht die am besten qualifizierten Leute einstellen kann, sondern nach dieser Quote entscheiden muss.


Eine leergezogene Stadt
Detroit war einmal die Stadt mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen der USA während sie heute nicht mal mehr unter den Top 100 ist. Dagegen führt Detroit die Stadt prozentual mit der höchsten Mordrate und der höchsten Rate an Gewaltverbrechen. Bundesweit liegt sie auf Platz vier bei Einbrüchen. Seit seinem bevölkerungsreichsten Höhepunkt 1950 mit 1,8 Millionen Einwohnern bis heute hat die Stadt eine Abwanderung von 61% ihrer Bevölkerung gesehen. Von den ungefähr 713.000 Einwohnern die noch in der Stadt geblieben sind, sind 23.1% arbeitslos. Rund ein Drittel des Stadtgebietes ist verlassen. Die leerstehenden Häuser werden genau wie leerstehende Fabrikhallen für ihr verwertbares Material geplündert oder angezündet. Die detroiter Feuerwehr meldet ungefähr 30 Feuer jeden Tag, die überwiegende Zahl davon ist Brandstiftung. In der Stadt stehen derzeit um die 7750 Häuser zum Verkauf, aber nicht einmal für nur 500 USD finden diese einen Käufer. In der Stadt soll es Rudel von verwilderten Hunden geben und Bären.

Um das alles in einem Satz zu erklären: Detroit ist total abgefuckt.




Detroit hat keinen Bürgerkrieg gesehen, keine Umweltkatastrophe, keine Alieninvasion oder Zombiehorden. Es brauchte diese Katastrophenszenarien nicht um eine ehemals blühende Industriestadt komplett zu ruinieren, es brauchte nur ein paar wahlberechtigte Vollidioten die jeden sozialen Scheiss vergöttern der ihnen vorgesetzt wird.

Wenn sie das nächste mal also einen dieser sozialen Deppen sehen mit seinem Ver.di T-shirt oder Aufkleber am Auto der ihnen schon beim hinsehen erzählen will, der öffentliche Dienst könnte mehr und sie seinen Mehrwert, dann denken sie an Detroit. Diese Deppen sind gefährlicher als Zombiehorden.


Im nächsten Teil widmen wir uns der Post Collapse Situation in Detroit, wie die Bevölkerung sich selbst aushilft und wie die Stadtregierung ihnen weiter das Leben schwer macht.:

Post Collapse Detroit - Schattenwirtschaft


Kommentare:

  1. So ein Blödsinn, dieser Artikel.

    Das mit Detroit ist natürlich bedauerlich, hat aber NICHTS, rein gar NICHTS mit Verdi zu tun! Sechs, setzen Herr Autor!

    Allein die Staaten Amerikas, die eine so hohe Verschuldung hohen, die auf absoluter Rekordhöhe sind, sind dafür verantwortlich, dass es so weit kommen könnte. Amerika hat rund 100 Billionen- nochmal HUNDERT BILLIONEN DOLLAR- SCHULDEN! Soviel wie kein Staat dieser Welt. Soviel Geld existiert gar nicht dass man es je zurückzahlen könnte. Nichtmal in 1000 Jahren würde man das schaffen, selbst wenn man pro Jahr immerhin 0,1 Billionen (das sind immer noch 100 Milliarden) Dollar zurückzahlen würde, würde es nicht reichen, weil die ZINSEN alles wieder zu Nicht machen...

    Fazit: Der Autor hat scheinbar keine Ahnung. Wäre nicht der erste.

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    1. Dem Kommentar von Pointer kann ich nicht zustimmen. Selbstverständlich lassen sich 100 Billionen Dollar mit Zinsen, in welcher Höhe auch immer, in Sekundenbruchteilen zurückzahlen, nämlich indem man sie elektronisch generiert.
      Herr Draghi hat das letzten Donnerstag meines Wissens nach für 400 Mrd. EUR angekündigt und das wird nicht das Ende sein.
      Ich habe mir die Artikel dieser Seite in den vergangenen Tagen angesehen. Es wird völlig richtig dargestellt, wie kleine Schritte zum großen Ergebnis führen werden. Und dann wird es richtig eng. Dazu zählt auch die Tätigkeit solcher staatsnahen Gebilde wie VERDI, die in allererster Linie ein Selbstversorgungsinstitut des Systems auf Kosten aller darstellt.
      Ich sehe vor deren Bürogebäude am Hackeschen Markt in Berlin regelmässig ihre E-Klassen und A8 stehen und erinnere mich noch gut daran, wie Herr Bsirske in seiner Funktion als Lufthansa-Aufsichtsrat (für ihn kostenneutral) in die Südsee flog...
      Das ist alles für den selbstbestimmten Menschen solange ohne Belang, wie der Glaube an das Fnanzsystem und andere Illusionen (Energiewende,soziale Marktwirtschaft,Sozialsysteme usw.) die Schnittstellen zwischen der virtuellen Welt und der Realität für eine genügend große Masse an Leuten erreichen. Diese Schnittstellen sind Geldautomat/Scheckkarte und die Steckdose! Fällt eine von beiden aus, wird es in dieser "Gesellschaft" ganz finster und dann braucht man gute (und vor allem vorbereitete) Freunde!
      In diesem Sinne: Macht weiter so!

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    2. @Pointer
      Das war schon klar, dass es nicht lange dauern wird, bis sich hier der bundesdeutsche Kleinbürger zu Wort meldet und oberlehrerhaft die Schablone der "Sozialen Errungenschaften" versucht auf die Realität anzuwenden. Schon klar, dass es in den USA nicht Ver.di gibt, habe ich auch nicht behauptet. Da gibt es halt United Auto Workers und Detroit Federation of Teachers und sowas. Ist aber der gleiche Abschaum wie hierzulande. Fette Bonzen die einen auf Arbeiterführer und Advokat der kleinen Leute machen.
      Wer bist du kleiner Niemand eigentlich hier Sechsen verteilen zu wollen? Sieht das hier vielleicht so aus, als ob ich das erst seit gestern mache und nur auf die wertlose Meinung von ein paar Zinskritikern warte? Du erzählst hier über Schulden und hast selbst keinen blassen Schimmer wie diese Schulden gemacht wurden. Setz du dich einfach wieder hin und halt die Schnauze.

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    3. und genau durch solche Vollpfosten wie Pointer sind wir in diese Scheiße gekommen. Die begreifen es nie.

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  2. Es sind die Pointers in diesem Land, die es durch Dummheit ruinieren.
    Wirtschaft funktioniert vollkommen banal: Niemand stellt jemanden ein, wenn er nicht daran verdient- ausgenommen die räuberische Staatin, die ihre Günstlinge und Wasserträger zu versorgen hat und wohin das nach mehr oder weniger kurzer Zeit führt, konnte man lupenrein am Sozialismus studieren, dessen langes Überleben hauptsächlich zwei mörderischen Kriegen zu verdanken ist.
    Die Kunst für die Arbeitnehmerseite ist, die Kuh zu melken ohne sie zu schlachten, was regelmäßig mißlingt, je sozialistischer das System wird. Die EU ist das Paradebeispiel: Es gelingt nur noch, das System aufrecht zu erhalten, indem es horrende Schulden auftürmt. Man frage doch die Verdi- Apparatschiks, was sie wollen: die Lohntüte ihrer Mitglieder kommt erst weit nach Frauenfrauenfrauen, Antidiskriminierung, Friedefreudeeierkuchen und Energiewende- alles neomarxistisch- ideologischer Kram, der langsam, aber sicher unternehmerische Aktivität (und NUR davon finanziert sich ein Staat) erdrosselt. Welchen Grund gäbe es für Norsk Hydro, ihre Aluminiumwerke hier weiterzubetreiben, nachdem hier der Strompreis 3x höher als anderswo war? Eben. BASF macht es gerade genauso- eine 7- MRD- Investition ging nach USA und nicht nach Sachsen- Anhalt. So kommt Stein zu Stein.

    Man sehe sich das Dreckloch Berlin genau an: Eine Hälfte der netten Multikultibevölkerung arbeitet nicht, die andere ist auf der dauernden Flucht davor. In Berlin meinen die Leute, die in irgend einer Ergotherapie- sprich 'Projekt' sind- sie arbeiteten. Die Stadt hat in zwei Jahrzehnten 60 Mrd Schulden aufgehäuft und versucht gerade, einen simplen Flughafen zu bauen, dessen Fehlplanung und Finanzkatastrophe jeder Beschreibung spottet. Alle leben auf Pump.
    Wenn die anderen Bundesländer auch nur einen Tag einen Cent weniger herausrückten, hätten wir sofort Detroit und nach zwei Wochen einen Alptraum und zwar genau den beschrieben.
    Den Rest hat Anderson schon dargelegt.

    Homo homini lupus.

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  3. Als Anmerkung noch ein Artikel der englischsprachigen Wikipedia, der über weite Strecken doch erstaunlich offen ist und auch teilweise die Situation in Europa beschreibt: http://en.wikipedia.org/wiki/White_flight

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