Dienstag, 27. Mai 2014

Ernährungspsychologie für schlechte Zeiten



Heute finden sich alle möglichen Arten von Diäten und Ernährungsweisen welche bestimmt werden von teilweisen emotionalen Gründen, ideologischen Gründen oder davon, dass man sich einbildet sich gesund essen zu können. Was bedeutet das für Situationen in denen man nicht den Luxus der Wahl in einer funktionierenden Versorgungskette hat?



Vegetarier
Die vergleichsweise harmloseste Gruppe der Diatenanhänger sind Vegetarier. Wer kein Fleisch mag soll es halt nicht essen. Der Knackpunkt ist allerdings, dass sie öfter essen müssen als ihre allesfressenden Artgenossen. Vegetarier ist man entweder aus Luxus oder aus Not. Emotional motiviert sind viele von ihnen und kriegen das Heulen wenn man ein Schwein schlachtet oder Hühner in einem Käfig hält. Stattdessen macht man sich dann Ersatzschnitzel aus Tofu, was für mich so einen Beigeschmack von Erichs Krönung hat.


Veganer
Der nächste Level bringt uns zu den Nahrungssektierer, die daraus etwas pseudo-religiöses und politisches machen. Veganer ist man nur noch aus emotionalen Gründen. Hier geht der Schwachsinn über in Tierrechte und anderen Murks aus dem verdrehten Hirn von Menschen, die sich selbst irgendwie freiwillig am unteren Ende der Nahrungskette ansiedeln wollen. Auf Dauer sind Menschen mit dieser Ernährungsform nicht überlebensfähig, da es zu Mangelerscheinungen wie B12 Mangel kommt, wenn auch erst nach ein paar Jahren. Bis dahin sind die meisten sowieso erwachsen geworden. In ärmeren Ländern treten Mangelerscheinungen unter Bevölkerungsgruppen die sich rein vegan ernähren allerdings nicht auf, da sie ihr Grünzeug meist mit den eigenen Exkrementen düngen und der menschliche Darm B12 produziert. Ja, ich finde das auch ziemlich witzig. Veganer fressen ihre eigene Scheisse. Und habt ihr mal die Kinder von diesen Leuten gesehen? Wirklich, alle haben vorgeschobene Stirn und so Wasserköpfe. Freaks! Kinder auszuhungern ist grausam und in den meisten Kulturen auch verboten.


... und ihre Lügen
Menschen die auf Fleisch verzichten und unbedingt andere davon überzeugen wollen, dass dies genau das richtige ist, damit diese das ebenso tun, lügen einem meistens die Hucke voll. Da erzählt man dann zum Beispiel, dass der menschliche Darm zu lang für einen Fleischfresser wäre, da diese ihre fleischliche Nahrung ja viel schneller verdauen würden und sie fängt ja bereits an zu verwesen und so. Ja, Menschen haben einen Darm der zu lang für einen Fleischfresser ist. Der menschliche Darm ist aber auch zu kurz für einen Pflanzenfresser. Er ist eben ein Allesfresser. Dazu ist alles an Nahrung durch Enzyme zersetzt bevor es überhaupt anfangen kann zu verrotten.
Oder dass das Gebiss des Menschen gar nicht dem eines Pflanzenfressers entsprechen würde, weil er keine Reißzähne hat. Dabei haben sich die Zähne des Menschen in der Evolution verschmälert und sind zum schneiden von Fleisch eher ausgelegt als zum zermahlen von Pflanzen.
Auch Veganer fressen kein Gras wie Kaninchen sondern konsumieren für den menschlichen Verzehr geeignete Zuchtpflanzen wie Eisbergsalat, Lauch, Weizen, Mais und so weiter. Diese Pflanzen kommen in der Natur so gut wie gar nicht vor sondern sind von Menschen kultiviert worden, da diese sich für den Konsum eignen. Hey ihr Veganverschwulten, versucht doch mal vom rohen Klee zu leben. Das Zeug wird wieder ausgeschieden wie es eingenommen wurde. Dabei könnt ihr auch gleich versuchen wieder auf allen Vieren zu laufen um näher an der Nahrungsquelle zu sein. Ihr Deppen.


Rohköstler
Diese Gruppe von Leuten vertritt die Ansicht, dass Kochen unser Essen irgendwie abtöten würde und es deswegen weniger nahrhaft wäre. Hier wird nichts gekocht, gebacken oder gebraten. Eier gibt es genauso roh wie Weizen. Das kann ein großer Vorteil sein, aber jene die ich beobachten konnte mit dieser Ernährungsweise, müssen mindestens genauso oft essen wie Vegetarier. Hunger ist etwas was diese Leute keine paar Stunden aushalten bevor sie umkippen. Rohe Nahrungsmittel müssen dazu frisch verfügbar sein. Auch wenn bspw. Lebensmittel die nach der Verarbeitung sofort tiefgekühlt wurden, immer noch besser sind als das, was frisch gekauft wird und dann eine Weile herum liegt.
Dazu ist der Speiseplan ziemlich langweilig.


Der Schummel mit Bio
In den letzten Jahren wurden die Bioläden von kleinen Hippieläden zu Ladenketten. Mittlerweile raschelt es auch nicht mehr im Müsli und das Gemüse waschen sie sogar vorher. Leute investieren viel Geld in Bioprodukte in dem Glauben, sie würden sich dadurch gesünder ernähren. Momentan verpachten wir an einen Biobauern, der trotzdem genauso sprüht gegen Schädlinge und Pilze. Der staatliche Biostandart ist einfach ein Beschiss, der gefährlich klingende Pestizide durch irgendwas harmlos klingendes, aber genauso schädliches ersetzen lässt. Der Ertrag ist geringer und die kleinen Zwiebeln geben eine Ahnung davon, wie unsere Landwirtschaft ohne moderne Dünger und Pestizide aussieht. Pestizide sind übrigens eine klasse Sache. Die grüngespühlten Bürger dagegen hören nur "Pest-" und dann muss es etwas schlimmes sein. Pest heißt in diesem Zusammenhang aber nichts anderes als Schädlinge und nicht etwa der schwarze Tod oder so. Ich mache übrigens mein eigenes Pestizid aus Olivenöl und Wasser. Mischt man winzige Mengen Öl in Wasser mit dem man Pflanzen besprüht, so reicht der winzige Anteil von Öl immer noch um die Atemwege kleiner Milben und Blattläuse zu verstopfen. Die kleinen Ficker ersticken dann und können meine Pflanzen schon nicht mehr anknabbern. Alles ganz ökologisch und so.
Doch selbst unser "schlechtestes" Essen heute ist um Längen besser, als das was Menschen früher gegessen haben. In ärmeren Ländern kann man sich ansehen, was Menschen dort für eine Keimresistenz brauchen, nur um das Abendessen zu überleben. Wir haben diese Resistenzen nicht mehr.


Fettphobiker
Denkt ihr euch auch manchmal bei Werbung, die damit werben will, dass Produkt XY nur 0,0005% Fett enthält, wie dumm Leute eigentlich sein müssen? Fett ist eigentlich der Energielieferant für den Menschen überhaupt. Worum sich die Steinzeitjäger noch geschlagen haben schneiden wir heute vom Schinken weg. Ein Fettmangel führt in der Regel, gerade bei der Ernährung mit magerem Fleisch, zum so genannten Kaninchenhunger. Wer also im Wald von Kaninchen und Eichhörchen leben will und diese noch so abzieht, dass die wenige Fettschicht mit verloren geht, der hat dann spätestens dieses Problem. Ich bin selbst kein Fan von Schweinebauch und diesem fast reinen Fett, in Notsituationen wird das aber wieder wichtiger werden. Unser Ernährungsplan wird sich generell ziemlich umstellen...


Kannibalismus
In der Notsituation oft der letzte Ausweg um nicht zu verhungern. Dabei dauert es gar nicht mal so lange, bis diese Notsituation erreicht ist. Kannibalismus unter Menschen ist in der Geschichte nicht so selten, wie man meinen könnte. Manchmal passiert es nur aus Hunger, manchmal aus religiösen Gründen. Momentan häufen sich die Gerüchte, dass in Syrien Menschenfleisch auf den Märkten verkauft wird, nachdem dort mehrere Schlachthäuser entdeckt wurden voller menschlicher Leichen, aus denen Stücke heraus geschnitten wurden. Krankheiten wie Kuru oder Prior treten im Zuge von Kannibalismus unter Menschen auf. Dem Thema werden wir uns in Zukunft noch genauer widmen.
Und ja, das auf dem Bild dort oben sind Menschenknochen.


Ich-esse-alles Überlebensmechanismus
Die Menschen in Indien und China sind zusammen 36,4% der Weltbevölkerung. Obwohl es beide sehr große Gruppen sind, unterscheiden sie sich traditionell stark voneinander. Die Inder sind traditionell am verhungern, wohin gegen die Chinesen, solange sie die jeweilige Regierung nicht zu Tode hungert, prosperieren.

Der Unterschied liegt vor allem darin, dass die Inder einen Speiseplan haben, der ihnen von ihrer zurückgebliebenen und primitiven Hindu Religion vorgegeben wird. Je nach Kaste gibt es unterschiedliche Stufen was gegessen werden darf und was nicht. Keine der Kasten darf Rindfleisch essen.

Die Chinesen im Gegensatz dazu essen alles. Wirklich alles. Schweine, Rinder, Hunde, Katzen, Schlangen, Krokodile, tausendjährige Eier, Insekten und Schwalbennestersuppe. Alles und die Genitalien davon. Sie haben einfach alles gegessen was gerade da war und sich erfolgreich eingeredet, das seien Delikatessen.

Bild: Chinesische Darstellung einer Buddha Figur. Ein chinesischer Buddha ist von allen anderen darin zu unterscheiden, dass er fett dargestellt wird. Fett und zufrieden.


Unsere Vorfahren waren instinktiv darauf ausgelegt alles zu fressen oder zu ficken was sie kriegen können. Heute kann man schon daran zweifeln, dass ihre Nachfahren überhaupt erkennen würden, was essbar und was wirklich fickbar wäre. Der durchschnittliche Homo Sapiens Sapiens kann zwar keine Kartoffelpflanze mehr erkennen, würde sich aber mit Megan Fox und ihren Klumpdaumen vermehren. Ernsthaft, verstehen die nicht wie essentiell wichtig Daumen für uns sind?


 Mindless Earting: Essen ist immer noch eines der größten Mysterien für die Wissenschaft.


Siehe auch:
Ernährungspsychologie für schlechte Zeiten II: Was Hungrige alles essen
Ernährungspsychologie Teil III: Immer schlechte Zeiten 
Ernährungspsychologie für schlechte Zeiten IV: Friss oder stirb

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