Sonntag, 1. Juni 2014

Kriminalität bei Ausbruch einer Krise



Bei Ausbruch einer Krisensituation wie einem landesweiten Stromausfall, einer Lebensmittelknappheit, einer Hyperinflation und Ähnlichem werden nicht nur viele normale Menschen aus Not kriminell werden, es gibt auch noch die Kriminellen, die es schon vorher waren.



Die Ausbreitung in der Krise

In einer Krise in der Mangel herrscht werden Alltagskriminalität und speziell Eigentumsdelikte zunehmen. Auch wenn Kriminalität nicht mit Armut zu entschuldigen ist, so führt Armut und Mangel oft dazu. In der westlichen Welt, und den Ländern in die sie exportiert wurde, existiert eine Form von Armut, die im Rest der Welt ein geradezu fürstlicher Lebensstil wäre.

Wir unterscheiden hier aber speziell zwischen der opferlosen Kriminalität, welche damit keine ist, und der Kriminalität, die anderen bewusst schadet um sich an ihnen zu bereichern. Der Status der opferlosen Kriminalität wird im Bewusstsein der Leute schnell verschwinden, wenn die allgemeine Armut steigt. Wer wird sich schon darum kümmern ob die TÜV Plakette am Auto echt ist, der Tabak versteuert wurde oder Medikament XY in Deutschland nicht zugelassen ist, wenn die Alternative dazu lautet, nur weiter zu verarmen.
Auf der anderen Seite steht die Kriminalität die davon lebt zu rauben, zu plündern, zu erpressen und zu entführen. Diese Dinge werden bei knapperen Ressourcen ein zunehmendes Problem. Während man heute dem Straßenräuber noch seine Geldbörse, eventuell eine nur für diesen Zweck vorbereitete, hinwirft, kann der Verlust von Ressourcen im Angesicht von ,,Geld oder Leben'' sowieso den Tod bedeuten.

Ausbreitungsgebiete werden die Gegenden sein, die an Gebieten mit niedrigerem Wohlstand grenzen sowie die Gegenden, wo es richtig was zu holen gibt. Im Verlauf der Krise kann sich Kriminalität aber überall hin ausbreiten während sie in den von Kriminellen fest kontrollierten Gebieten zurückgehen kann. Man scheisst nicht da wo man isst.

Besondere Arten der Kriminalität die auftauchen werden, sind die Rückkehr der (nichtpolizeilichen)Wegelagerei sowie die massive Zunahme von Entführungen. Diese Dinge deken für den Kriminellen in Notzeiten seine laufenden Kosten. Wegelagerei wird auftauchen in Form von Checkpoints oder überraschenden Hinterhalten, wo irgendwelche Typen in Masken und eventuell mit Schusswaffen eine bestimmte Summe an Bargeld verlangen werden. Diese Summe wird für den Betroffenen meist als "entbehrlich" akzeptiert werden und die Polizei, falls noch vorhanden, wird diese Art von Kriminalität nicht oben auf ihre Prioritätenliste setzen.


Eine Entführungsindustrie wird sich vor allem in Städten bilden, in denen die Lebenskosten durch die Decke gehen. Der Entführer wird dabei nicht so dumm sein wie Entführer heute, die denken wenn sie den Sohn vom Milliardär entführen kriegen sie dabei ein paar Millionen raus. Entführung ganz normaler Leute gegen überschaubare Summen wie bspw. einem Monatsgehalt werden verbreitet auftreten, damit die Entführer selbst ihre laufenden Kosten abdecken können.


Die Goblins
Einzelne Kriminelle oder kleine Banden von Räubern und Plünderern sind die Goblins. Sie haben kein wirkliches Netzwerk im Hintergrund und ziehen nomadisch von einer Gegend in die nächste, wo sie ihren laufenden Lebensunterhalt durch Kriminalität bestreiten können. Das kann von Einbrüchen, Diebstählen, Raubüberfällen bis zu Entführungen gehen. Die Kriminellen aus denen sie sich zusammensetzen können stark variieren. Gescheiterte, Landfremde, Asoziale genauso wie abtrünnige Soldaten oder Polizei. Kommt auf das Szenario an. Von vier desertierten Soldaten mit Geländefahrzeug geht natürlich eine größere Gefahr aus als von ein paar Junkies mit Baseballschlägern.


Die Gangs
In Deutschland gibt es wie überall auch Gangs und Kartelle. Auch wenn der staatsgläubige deutsche Steuerzahler sich selbst einreden will, für seine Steuergelder mache die Polizei schon gute Arbeit und so was gäbe es ja nicht bei uns, "hier in Deutschland".
In Wahrheit wachsen und verbreiten sich kriminelle Strukturen unter der bürgerlichen Fassade wie Schabenkolonien unter Marmorfliesen.


Organisierte Gangs werden bei Ausbruch einer Krise wahrscheinlich schnell Initiative ergreifen und versuchen, strategische Vorteile zu erlangen durch die Ausplünderung oder Besetzung von Supermärkten, Lebensmittelverteilungsstellen, Tankstellen, Apotheken und Lagerhäusern.

Findet ein Zusammenbruch nicht von Heute auf Morgen statt sondern kommt schleichend, werden sie sich verbreiten wie sie es jetzt auch schon tun. Gangs werden sich einfach einkaufen in die Gesellschaft, da man immer auf der suche nach passenden Möglichkeiten ist, über die man Geld waschen kann. Das heißt, dass Gangs entweder offen oder viel eher Verdeckt über Advokaten kleinere Unternehmen aufkaufen werden, um Schwarzgeld über den sauberen Cashflow einer Schreinerei, eines Nagelstudios oder eines Landgasthofes zu waschen. Hat man sich dann weit genug in eine Gesellschaft eingekauft, macht man dem Rest Angebote die er nicht ablehnen kann.

Dazu rekrutiert man gerne Mitglieder aus der Gesellschaft, die als Fassade ein gewisses Ansehen oder auch nur Verharmlosung des Image bringen können. Richtige Karrierekriminelle rekrutiert man für die Drecksarbeit und kleinere Führungsposten. Bodenpersonal rekrutiert man als logistische Unterstützung, welches meist abgespeist wird mit Beschaffungsaufgaben und Kurierdiensten, bis es sich selbst als Karrierekrimineller bewiesen hat.


Veteranentreffen in Berlin: Motorradclubs rekrutieren
gerne unter Menschen mit militärischer Erfahrung

Oft haben Gangs auch eine Langzeitstrategie oder zumindest diejenigen, die sie kontrollieren. Gangs können tatsächliche Zusammenschlüsse von Kriminellen sein die dicke Autos und große Häuser wollen, oder sie können Proxygruppen von Staatsakteuren sein. Der Verdacht liegt besonders nahe, wenn sich im Aktionsradius ihrer Niederlassungen strategisch wichtige Einrichtungen und Infrastruktur finden. So könnten sie in Wirklichkeit die fünfte Kolonne eines anderen Staates sein, oder vorhaben selbst nach der Krise zu einem eigenen Staat zu werden.

UCK: Die Mafia die zum Staat wurde

UDA: Gangland in Belfast

Während sich heute Gangs untereinander bekämpfen bei der Konkurrenz um den Schwarzmarkt, so kann dies sich stark ändern, wenn es keinen Unterschied mehr gibt zwischen legal und illegal. Dann wird jeder Markt zum Ziel von Gruppierungen, die sich als Alleinherrscher und Monopolisten betrachten.

Gleichzeitig werden sich kriminelle Fraktionen als die neue Schutzmacht präsentieren. Entweder vor dem Rest-Staat, anderen Gangs oder auch sich selbst.


Gegenmaßnahmen?
Kriminalität und Gegenmaßnahmen werden während einer Krisenzeit Extreme erreichen.

Kriminelle Gangs deren Mitglieder aus Landfremden bestehen und das kriminelle Geschäft zu einer Großfamilienangelegenheit machen sind keine Verbrechenswelle, sie sind feindliche Besatzung. Gegen Besatzungsmächte führt man keine Ermittlungen, man führt Krieg. Wer nicht um ihren Markt konkurrieren will und nach Ziel und Motivation seine Ressourcen anders einteilt, der agiert im Bandenkrieg vollkommen anders als die Gangbanger. Eine eigene Bürgerwehr zu gründen um den eigenen Wohnort vor Kriminalität zu schützen ist das eine, die Initiative zu ergreifen das andere. In einem Belagerungszustand kann man sich auch nur eine begrenzte Zeit lang verteidigen. Irgendwann wird es notwendig sein Gegenschläge auszuführen.







Kommentare:

  1. http://www.welt.de/politik/deutschland/article152291068/Wir-kommen-und-uebernehmen-das-ganze-Land.html#disqus_thread

    ein recht interessanter Bericht über eine "neue" Gang in D. Das wird dann PC noch interessant, besonders wenn ich daran denke, dass "der Normalbürger" aktiv (An/Gegen)Schläge gegen solch eine Gruppe verüben sollte.

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    1. Defätismus wird bei Euch pfundweise verkauft, oder?

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    2. Alle paar Monate gibts ne neue "Gang" oder irgendeinen Haufen mit Patches auf dem Rücken die meinen sie können in einem überfüllten Markt mitmischen.

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