Donnerstag, 8. Mai 2014

Löwen und Lämmer


Zivilisationen werden oft Opfer ihres eigenen Erfolges. Meistens werden sie nicht von Barbaren überrannt, das passiert später, sondern sie werden träge und schwach.

Im Westen gibt es einen gigantischen Wohlstand und Luxus der jedes Jahr neue, der Menschheit vorher unbekannte Ebenen erreicht. Trotzdem werden Existenzängste und psychologische Defizite immer größer. Das führt dazu, dass sich die Gesellschaft in zwei Untergruppen des modernen Menschen aufteilen wird.


Die eine Gruppe wird die der räuberischen, aggressiven aber selbstständigen Menschen sein. Die andere Gruppe wird die der pazifisierten, emotionalen und unselbstständigen Menschen sein die ihr Leben nicht selbst bestimmen aber glauben, das jedes anderen bestimmen zu können.

Die stolzen und freien Menschen des Westens werden sich durch ihre eigene Bequemlichkeit zu Herdentieren degenerieren lassen.

Wenn ein Bär die Möglichkeit hat auf der einen Seite eines Tals im Wald zu leben und aus den Flüssen frischen Lachs zu erbeuten und auf der anderen Seite des Tals in einer menschlichen Siedlung aus Mülltonnen Abfall zu fressen, dann entscheiden sich die meisten Bären dafür den Abfall zu fressen. Weil es einfacher ist.



r/K Selektionstheorie und Fortpflanzungsstrategie

In der Tierwelt unterscheidet man zwischen zwei Arten der Fortpflanzungsstrategie. Die r-typische Gruppe von Tieren, die sich durch viel Nachwuchs mit kurzer Aufbringungszeit sowie einem breiten Spektrum an verwertbarer Nahrung auszeichnet. Die andere Gruppe ist die der K-typischen Tiere, die begrenzte Nahrungsquellen haben, geringere Vermehrungsraten und mehr Zeit investieren in die Aufzucht von Jungtieren.

Ein r-typisches Tier ist beispielsweiße das Kaninchen. Das Kaninchen frisst Gras, frisst fast alles was grün ist, vermehrt sich schnell und investiert wenig Zeit in Aufzucht von Jungtieren bis diese wieder den Bau verlassen um das ganze wieder von vorne anzufangen. Es gibt unter diesen Tieren auch kein Konkurrenzverhalten bezüglich ihrer Nahrungsquellen. Kaninchen Männchen boxen sich im Konkurrenzkampf um Weibchen, kümmern sich aber nicht um andere Kaninchenkolonien wenn diese ihre Nahrungsgründe aufsuchen. Es ist genug Gras da, es ist genug Grünzeug da, es gibt keinen Grund darum zu konkurrieren, wenn man in der Zeit einfach mehr Gras fressen könnte. Zudem leben diese Tiere in Rudeln um ihre eigene Chance eines Überlebens zu erhöhen, im Falle dass ein Raubtier sie entdeckt.



Ein K-typisches Tier dagegen ist der Wolf. Der Wolf frisst in der Regel andere Tiere deren Verfügbarkeit geringer ist als die von Grünzeug und deren Verwertung als Nahrung für den Wolf aufwendiger ist. Wolfsrudel haben ein ausgeprägtes Konkurrenzverhalten nach außen und innen und ein Revier das sie verteidigen. Die Aufzucht von Jungtieren ist Zeitintensiver und diese Tiere sind Konfliktfixiert. Die tragen Konflikte untereinander aus, um die Alpha Position im Rudel und üben das Kämpfen bereits als Jungtiere.
Sie konkurrieren darum welches Männchen sich vermehren darf und schließend ist das erlernen von kämpfen und jagen für den Wolf schwieriger, als für ein Kaninchen das fressen von Gras.


Wir sehen Parallelen bei den Menschen.

Menschen wechseln sich je nach Situation ab in ihrer Überlebensstrategie. Der Zustand der Welt jetzt zeigt uns aber, dass nicht der Mensch der sich am stärksten vermehrt erfolgreicher ist, sondern der Mensch welcher sich am effizientesten vermehrt. In unserer westlichen Zivilisationsblase finden wir dennoch Parallelen zu diesen zwei Gruppen von Tieren.

Ein typischer r-Mensch beispielsweiße ist der Sozialist. Für ihn ist Wohlstand nur etwas, das verteilt werden muss. Wohlstand wächst für ihn auf Bäumen und wird nicht erst erschaffen. Er investiert keine Mühe in die Aufzucht der Jungen sondern überlässt dies einer anderen Institution, in der Regel der Schulen mit staatlichen Lehrplänen. Der Sozialist mag keine Konkurrenz und keinen Konflikt. Für ihn ist Konkurrenz im Kapitalismus etwas Gemeines, etwas das ihm Unbehagen bereitet und emotional verstört.

Gelegentliche Ausprägungen bei Sozialisten sind auch das Rudelverhalten bei dem es allerdings immer nur um "die anderen" geht, ihn aber niemals selbst betreffen könnte. Gleichzeitig gibt es auch kein Bewusstsein für das Innerhalb der Gruppe und dem Außerhalb, dem Bewusstsein für Bedrohungen von Außerhalb. Lockere Lebensformen von losen Strukturen wie Patchworkfamilien, hohe Trennungsraten und dergleichen kommen hinzu. Pazifismus ist auch oft anzutreffen, da man entweder einem anderen Militär als dem des eigenen kapitalistischen Landes einen Vorteil verschaffen will, oder tatsächlich Angst vor Krieg und Kampf und eben Konkurrenz hat. Der Sozialist hält sich am liebsten in der Stadt auf, in der Kolonie. Oft sind sie zudem auch reine Pflanzenfresser.


Dagegen findet man K-typische Menschen eher in konservativen, ländlichen Gegenden und natürlich unter Kapitalisten. Was sie haben ist das Resultat von Mühen und Arbeit, nicht etwas das vom Himmel gefallen ist. Sie geben Dingen wie der Familie großen Wert und investieren eher selbst in die Aufzucht ihres Nachwuchses als ihn abzugeben. Dem Militär werden die positiven Eigenschaften zugeschrieben das eigene Gebiet zu verteidigen und gegen Neuankömmlinge hegt man Misstrauen. Man schreckt nicht vor Konfrontationen zurück und lässt auch nicht zu dass das eigene Rudel, die Familie, zerbricht an Kleinigkeiten die eher ausgesessen werden.

Letztere Gruppe von Menschen wird immer seltener, weil es bequemer geworden ist nicht dazu zu gehören. Genauso wie es für den Bär bequemer geworden ist Abfall zu fressen.


Die Ironie dabei ist, dass in einer freien Gesellschaft, die getragen wird von den Werten der K-typischen Gruppe Menschen, Wohlstand und Frieden herrschen und damit erst die Lebensgrundlage für die r-typischen ermöglichen. Die r-typischen Menschen bzw. die r-typische Psyche verbreitet sich dann wie Kaninchen und die davon befallenen Menschen rekrutieren irgendwann die K-typischen Menschen die ernsthaft glauben, das sei eines der Opfer und nur eine weitere Entbehrung die man eben erbringen müsse.

Wenn die r-typischen Menschen dann eine Gesellschaft transformieren, hin zu der Vorstellung ihres sozialistischen Utopias wo es genug Gras für alle gibt, übernehmen dagegen wieder Raubtiere die Kontrolle. Keine K-typischen Menschen, richtige menschliche Raubtiere. Psychopathen und Sadisten besetzen die Funktionen in sozialistischen Staaten und unterdrücken die r-typischen Menschen deren labile und schwache Geisteshaltung eines Beutetieres die Unterdrückung erst ermöglicht.

In Gesellschaften in denen Psychopathen dominieren kommt Fortschritt zum erliegen und man kann sich nicht länger behaupten gegen Konkurrenten außerhalb des eigenen Einflußgebietes.

Derartig verrottete Gesellschaften fallen dann den Barbaren, Konkurrenten von außerhalb, anheim wie bspw. Rom geplündert wurde, die Spanier das Azteken Reich zerstörten oder die Vietnamesen Pol Pots Kambodscha innerhalb von ein paar Tagen überrannt haben.


Oft passiert es auch, dass die verkommenen Elemente aus solchen Gesellschaften die Barbaren geradezu einladen. Seltener sind es die unterdrückten Menschen, die auf ihre Befreiung hoffen. Roms Tore wurden von Sklaven geöffnet, doch auch von reichen Römern die bereits so lebensleer waren, dass die Angst vor dem Kampf und selbst Widerstand zu leisten größer war als die Angst vor dem, was die Barbaren tun könnten.

Für einen r-typischen Menschen macht es dazu aus evolutionsbiologischer Sicht absolut Sinn, das Kriegerklassen mit denen er nicht konkurrieren kann oder es sich nicht traut, sich gegenseitig töten.
Im Kriegsfall schicken Völker nicht ihre Krüppel und Schwächlinge an die Front, sondern die fittesten und besten Krieger um zu töten und zu sterben im Kampf mit der Kriegerkaste des Gegners.
Was sie allerdings nicht verstehen ist, dass sie damit die Ermöglichung ihrer Lebensweise zerstören.


Kommentare:

  1. Die im Artikel beschriebenen psychologischen Verhaltensweisen und deren Folgen dürften schon dem Führungskader der Alliierten bekannt gewesen sein.
    Aufgrund dieser Erkenntniss dürfte Rheinwiesen, auch andere Lager, seine Existenz zu verdanken haben.
    Je weniger K-typische Männer desto erfolgreicher die Umerziehung.

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