Mittwoch, 21. Mai 2014

Post Collapse Detroit - Post Collapse Schattenwirtschaft

Die Bürger der ehemaligen Industriestadt Detroit in einer Post Collapse Wirtschaftssituation


Detroit ist pleite und die Stadt kann die grundlegendsten öffentlichen Leistungen nicht mehr bereitstellen, weshalb die Bürger nun auf sich alleine gestellt das beste aus ihrer Situation machen.




Das Bild der Stadt

Als der Stadt das Geld ausging hörte sie auf, sich um die öffentlichen Grünanlagen zu kümmern. Davon gibt es viele in Detroit. Entweder überwucherte Parks oder Brachen die einfach liegen gelassen wurden, nachdem die Häuser dort niedergebrannt und abgerissen wurden.


Tom Nardone fing eines Tages damit an den Rasen auf den überwachsenen Grünflächen zu mähen. Irgendwann schlossen sich ihm und seiner Idee Leute an und daraus wurde die "Mower Gang". Sie ist nur ein Beispiel dafür, wie Menschen in ihrer Freizeit mit kleinem finanziellem Spielraum anfangen ihre Umgebung zu gestallten.


Scraping und Schrotthandel

Der illegale Schrotthandel ist für viele Möglichkeit für Zuverdienst und für manche auch Lebensunterhalt.
In einer Stadt mit derartig vielen verlassenen Gebäuden wird mitgenommen was geht. Die Klassiker wie Kupferkabel und Aluminium Kücheneinrichtung genauso wie Türklinken und die Ketten an den Schaukeln auf dem Spielplatz.


Der Altmetall Abenteurer zieht alleine mit Rucksack und Hammer durch die Nacht, größere Gruppen zerlegen am helllichten Tag ganze Hallen.


Der Hauptabnehmer von Altmetall ist Rotchina. Es ist fast schon ironisch. Nach dem zweiten Weltkrieg demontierten die Russen Eisenbahnnetze und Fabrikhallen um sie in die Sowjetunion zu schaffen, heute verkaufen die Amerikaner den Rotchinesen alles was an Fabrikhallen noch übrig ist in Einzelteilen.


Nahrungsversorgung ist die Grundlage menschlicher Existenz. In Detroit bekommen 34,5% der Bevölkerung Lebensmittelmarken nach dem Stand von 2012. Von Dezember 2013 bis März 2014 sind dazu die Lebensmittelpreise laut Reuters um 2,5% gestiegen und für den Verlauf des Jahres wird ein Anstieg auf 3,5% erwartet

Urban Hunting mit Glemie Beasley

https://www.youtube.com/watch?v=A0jz2rc3zr0

Was also tun? Na selbst Essen finden! Glemie Beasley, Fernfahrer im Ruhestand, macht in seiner Nachbarschaft Jagd auf die lästigen Waschbären und lässt sie in den Topf wandern. Einen abgezogenen und ausgenommenen Waschbären verkauft er fertig für die Zubereitung für bis zu 12 Dollar. Ein Waschbärpelz für 10 Dollar. Zum Vergleich kostet ein Kaninchenfell in Deutschland bereits 10 Euro.

Urban Farming
Nachdem ein Drittel der Stadt verlassen wurde und leer stehende und ausgeplünderte Häuser oft niedergebrannt werden, entstehen Brachen und Gärten um die sich niemand mehr kümmert überwuchern.
Darauf reagierte man aus den Reihen der Lehrergewerkschaften und Sozialarbeitern mit romantisierten Ideen von Community Projekten wie Urban Farming, dass man Brachen in urbanes Farmland verwandelt um Lebensmittel anzubauen. Jetzt arbeiten auf solchen Gemeinschaftsfarmen die Freiwilligen. Der Niedergang der Stadt führte von General Motors zu Steckrüben und Salatköpfen die von Freiwilligen geerntet werden. Die Sozialdemokraten in Detroit versuchen das einem als Entwicklung zu verkaufen obwohl es genau das Gegenteil ist. Es ist der Abstieg einer Industriegesellschaft zurück zur Agrargesellschaft. Pol Pots Fantasien leben in Detroit auf.

Gleichzeitig ermöglichen es die dumm-naiven Linken die Gärtner spielen wollen, mit der Bewerbung von Dingen wie dem Garden Resource Program, Konzerngruppen wie Hantz Farms der Hantz Gruppe in Detroit billig Land aufzukaufen


Sicherheit

In Detroit kommt die Polizei mittlerweile nur noch bei Mord. Die Reaktionszeit liegt dabei über dem fünffachem des Landesdurchschnitts. Ist Sicherheit nicht vorhanden, so ist keine menschliche Gesellschaft vorhanden die Investoren und Händlern einen Markt bieten kann. Niemand wir an einem Ort leben oder investieren, der nicht sicher ist.


Firmen wie Threat Management nehmen die Lücke ein, welche die Polizei hinterlassen hat. Der Grundlegende Unterschied zwischen der Polizei und einem Sicherheitsdienst ist hierbei, dass der Sicherheitsdienst Verbrechen verhindern muss. Polizei kann keine Verbrechen verhindern und ein Urteil des obersten Gerichtshof im Fall Warren v. District of Columbia hat entschieden, dass die Polizei auch keine Pflicht hat Individuen vor Verbrechen zu schützen. Im Klartext heißt das, dass es völlig okay für die Polizei ist nach dem Verbrechen mit Stift und Notizblock aufzutauchen und ein Absperrband um den Platz zu ziehen wo deine zerstückelte Leiche gefunden wird, solange die Statistiken nicht zu katastrophal ausfallen.

Der Privatanbieter muss seinen Kunden davor bewahren, dass so etwas passiert, allein schon weil tote Kunden keine Rechnungen zahlen.


Der Immobilienmarkt

Der Immobilienmarkt ist total am Boden. Ein Drittel der Stadt ist verlassen und 7750 Häuser stehen zum Verkauf, die nach und nach geplündert und abgebrannt werden. In manchen Vierteln gibt es bereits Häuser, bzw. das was mal ein Haus war, für einen Preis von einem Dollar.


Ein Investor mag sich vielleicht im ersten Moment denken, dass es ja ein gutes Geschäft sei diese Häuser für einen Dollar zu kaufen und dann alles abzureißen, um etwas neues darauf zu bauen. Die Stadtverwaltung und das Finanzamt bewertet diese Häuser aber typisch realitätsfremd immer noch mit einem Wert, den sie vor 20 Jahren vielleicht einmal hatten und dementsprechend fallen die Steuern darauf aus.

Dazu quartieren sich überall Obdachlose und Drogensüchtige ein. In vielen der leer stehenden Häuser wird Meth gekocht und teilweiße werden ganze Kartons voller Spritzen sowie große Mengen Frostschutzmittel entdeckt, wenn man leer stehende Häuser betritt.

Die andere Seite der Hausbesetzer sind junge "Künstler" die dort eine Fantasiegesellschaft leben und eine Gegen-Wirtschaft aufbauen wollen, die an der von der Stadt und dem Finanzamt kontrollierten Wirtschaft vorbei operiert.


Das Projekt Free Detroit ist eines davon, aber wahrscheinlich eher das einzige. Das ganze ist aber ein Luftschloss von Anarcho Kapitalisten und eher eine Woodstock Hippie Kommune mit Geld, oder zumindest dem Befürworten von Geld. Eine wirkliche Produktion oder irgendetwas zum präsentieren gibt es nicht. Den ganzen Tag beschäftigt man sich eher mit der anarchistischen Rhetorik und wie schlecht doch die Regierung ist, anstatt selbst eine funktionierende Schattenwirtschaft aufzubauen. Künstler sind immer die selben wässerigen Charaktere. Man malt halt lieber Wände an und redet den ganzen Tag Dummfug. Die, die in der Theorie die größte Fresse haben, machen praktisch am wenigsten.


Die Regierung

Die Regierung klammert sich weiterhin an die Beherrschung der Post Collapse Landschaft und versucht damit weiterhin, den Leuten das Leben schwer zu machen.

Viele Unternehmer scheissen einfach auf Lizenzen und Zulassungen und eröffnen einfach einen Laden. Es macht keinen Sinn wirtschaftlichen Schaden für den Segen des Paten hinzunehmen, wenn dieser sowieso zu fett und unfähig ist einen dabei zu erwischen. Nun hat die Stadt eine eigene Sonderkommission eingesetzt diese Leute aufzuspüren und abzukassieren.


Das muss man sich einmal geben. Konfrontiert mit dem kompletten Bankrott und einem massiven Abwandern der Bevölkerung versucht die Regierung immer noch jenen das Leben schwer zu machen, die geblieben sind. Und das obwohl sie selbst komplett auf dem Rückzug ist.

Forts im Indianerland
Die Polizei in Detroit will mit Tankstellen "kooperieren" um "Safe Havens", also Zufluchtsorte, in den gefährlichsten Gegenden aufzubauen, in denen Bürger Schutz suchen sollen bei Überfällen und Gefahren. Tankstellen werden im Ghetto notorisch heimgesucht von Gangs und Überfällen. Project Lighthouse klingt nach etwas, dass die US Army sich in Vietnam hat einfallen lassen um ihre strategischen Hamlets und Special Forces Lager zu sichern, dabei passiert das in einer amerikanischen Stadt. Vielleicht müssen sich die Leute auch vor Rudeln von wilden Hunden oder Bären retten, die in der Stadt gesichtet werden. Das ist dann die Dienstleistung der Polizei und deine Steuergelder bei der Arbeit. Grüne Lichter die dich retten sollen bei Gefahr. Surreal und geisteskrank ist Regierung mal wieder für die Mülltonne.


Lesen sie hier wie es dazu gekommen ist.






1 Kommentar:

  1. Präcollapse Vorbereitungen für einen Detroit Fall.

    1. Wasserversorgung
    Wer kann, sollte sich einen unauffälligen stromunabhängigen Brunnen/Zisterne und einen Wasserfilter zulegen.
    Brauch ich wohl nicht zu begründen und wie sowas gemacht wird, kann man in unzähligen Veröffentlichungen im Netz nachlesen. Ich konzentriere mich hier einfach mal darauf, wie man als Selbstständiger mit Wirtschafträumen im eigenen Haus den Staat an dieser Übung per Steuervermeidung beteiligen kann.

    Ich gehe mal von dem Klassiker der Finanzverwaltung aus, der ab und an für Heiterkeit sorgt, nämlich dem Swimmingpool des Arztes, der als "Feuerlöschreservoir" deklariert wird.

    Geht natürlich gar nicht, aber der Versuch ist erstens nicht strafbar und zweitens ausbaufähig sofern der Vertrag zur Feuerversicherung für die Gewerberäume getrennt geführt wird.
    .
    Und das geht so:

    Der lokale Feuerwehrchef, zu dem man ohnehin guten Kontakt halten sollte, setzt nach Übergabe eines Kasten Bier für die Mannschaft ein Schreiben auf, dass er löschtechnische Probleme bei eurem Haus sieht, da der nächste Hydrant zu weit entfernt sei und/oder der Druck aufgrund noch nicht verifizierter Gründe stark schwankt.

    Er empfiehlt sich umgehend mit der Brandschutzversicherung in Verbindung zu setzen.

    Das tut man, und der freundliche Versicherungsagent schreibt einem nach einem 4 Augen Gespräch einen netten Brief in dem er die Aufhebung des Vertrages ankündigt, sofern nicht in einer bestimmten Frist die Wasserversorgung für den Brandfall gesichert ist und ihm dies ein Schreiben der Feuerwehr bestätigt.

    Beide Schreiben in den Steuerordner/Betriebsausgaben und es kann los gehen

    Wenn dann noch, wie in meinem Fall , der Feuerwehrchef zu allem Überfluss auch noch Brunnenbauer ist sind eigentlich alle ganz zufrieden.

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