Freitag, 16. Mai 2014

Rechte als Überlebensstrategie



Rechte die Menschen innerhalb einer Gesellschaft haben sind eine Überlebensstrategie. Je nachdem welchen zivilisatorischen Stand diese Gesellschaft hat und in welcher Situation sie sich befindet, so variieren diese Rechte und ihre Auslegung. Wie würden Menschenrechte innerhalb einer ,,Post Collapse'' Gesellschaft aussehen?


Ein Mensch genießt in einer Gesellschaft so viele Rechte wie sie ihm überlässt um selbst zu funktionieren und dabei nicht die Gemeinschaft zu gefährden. Menschen sind kollektivistische Herdentiere und die meisten Angehörigen dieser Spezies haben kein wirkliches Bewusstsein für so etwas wie naturgegebene, oder wer will auch gottgegebene Rechte.


Wir als moderne Menschen sind in den letzten zweihundert Jahren von einer Agrargesellschaft zu einer urbanisierten Gesellschaft geworden. Unsere Auslegung von Rechten und die Regierungsformen änderten sich damit. Die Agrargesellschaft in den USA hatte vergleichsweiße viele Rechte. Die Rolle der Regierung war darauf beschränkt die Straßen frei von Banditen zu halten, die Indianer abzuhalten und die Briten. In so einem Szenario ist es beispielsweise völlig natürlich Waffen zu besitzen und mit den Menschen in seiner Umgebung ein Netz sowie Familienbande zu formen, da man auch keine andere Wahl hat.

Vor ungefähr hundert Jahren wurde diese Agrargesellschaft dann zu einer urbanisierten Gesellschaft und die Menschen leben heute überwiegend in Städten. Hier läuft die Organisation und Auslegung von Rechten ganz anders. Hier ist es anonymer und seltener freut man sich über andere Gesichter, nimmt diese aber öfter als Störfaktor wahr. Wenn der Nachbar zu laut Musik hört, dann denken sich schon viele, das es Jemanden geben muss der hier einschreitet.

Städte sind meistens bevölkert von Menschen mit r-typischer Psychologie. Besonders in der deindustrialisierten Moderne ist man so weit entfernt von den eigentlichen Entstehungsprozessen der Grundlagen dieses modernen Lebens, das hier alle möglichen dummen Ideologien entstehen. Es gibt in den Kaufhäusern Nahrung und Konsumgüter im Überfluss, es gibt Unterhaltung die nie weit entfernt ist und viele potentielle Sexualpartner sind verfügbar. Wer hier aufwächst und nie anders gelebt hat, für den ist das der Dauerzustand der Welt. Diese Menschen haben eine völlig andere Auslegung von dem was ein Recht ist, als eine Agrargesellschaft.

Sozialisten leben meistens in den Städten und da sie vom Schaffungsprozess von Gütern entfernt sind, ist es für sie in ihrer isolierten selektiven Wahrnehmung nur logisch, dass das was da ist nur richtig verteilt werden müsse. Städte sind voll mit linken Traumtänzern die irgendwie gegen Klimawandel sein wollen, weil sie sowieso kein leistungsfähiges Auto brauchen, da Bus und Straßenbahn Co2 neutral ja sowieso nie mehr als 200 Meter entfernt sind. Merkwürdige Gedankenkonstrukte werden hier ausgebrütet, die Ansprüche zu Rechten erklären und eigentliche Rechte abschaffen wollen. In Berlin, welches selbst nicht Lebensfähig ist und seine Parasitenkolonien der oberen und unteren Bevölkerungsschicht mit Transfergelder anderer Bundesländer versorgen muss, wollen die Zersetzer von der Piratenpartei bspw. die S-Bahn allen irgendwie kostenlos zur Verfügung stellen. Waffenbesitz hingegen geht in der Stadt aber mal gar nicht, denn da werden ja Leute gefährdet. Große Autos braucht auch keiner, weil die gibt es ja nur wegen der großen, bösen Erdöllobby und die machen die ganzen Strände und Wälder kaputt, welche man ohne moderne und auf Erdöl basierenden Fortbewegungsmittel sowieso nie zu Gesicht bekommen würde.

Kommt dann eine Krisensituation ändert sich alles.

Leute werden sich aufteilen in diejenigen, die auf eigene Faust sich helfen werden (wobei die Betonung auf Faust liegt) und in diejenigen die bis zum verrecken den Anweisungen einer zerbrechenden Regierung gehorchen werden wie das ältere Paar in "Wenn der Wind weht". Und dann die Opportunisten, welche eigentlich alles tun werden was ihnen wer auch immer sagt der es ihnen ermöglicht, noch ein bisschen länger oder einfach komfortabler zu leben.

Im günstigsten Fall hat sich eine Gruppe oder Gemeinschaft bereits vorher für so einen Fall organisiert. Im günstigsten Fall hat man einen gemeinsamen Konsenses, der der einzigen logischen Definition von Rechten folgt. Ein Recht ist etwas das ich tun kann und dabei niemanden anderen schade. Was ein Recht ist klärt sich schnell mit der Frage danach, ob ich es von mir aus selbstständig wahrnehmen kann ohne die Beihilfe einer zweiten Person zu benötigen.
Im günstigsten Fall hat diese Gemeinschaft dieses gemeinsamen Konsens, ist pragmatisch und besteht aus Individuen mit gesunder Psyche und ohne körperliche Gebrechen, die den anderen zur Last fallen. Grundlagen menschlicher Zivilisation wie Waffenbesitz und generell Besitz stehen außer Frage, der Überlebenswille ist stark und die Motivation die Krisenzeit zu überstehen klar.

Das ist aber der günstigste Fall und dieser wird auf die aller wenigsten zutreffen.

In der Regel werden sich vermutlich die Reste der ideologischen Missgeburten von Kollektivismus und Kontrollwahn während und nach der Krise halten wie Herpes. Die meisten Gesellschaften die sich formen fallen vermutlich zurück auf einen archaischen Level, auf dem das Überleben der Gemeinschaft als gesichtslose, aber existierende Masse alles ist was zählt.

Ein starkes Gruppendenken wird sich hier entwickeln das unterscheidet zwischen innerhalb der Gruppe und außerhalb. Was außerhalb liegt ist potentielle Beute oder Gefahr. Jedes Mitglied ist in erster Linie der Gruppe verpflichtet, mit seiner Leistung wie mit seinem Eigentum.

In ironischer Weise ist die archaische Gesellschaft damit modernen "Überflussgesellschaften" wie der Bundesdeutschen sehr ähnlich. In Deutschland ist man als Bürger in erster Linie Steuervieh was dem Kollektiv verpflichtet ist. Es werden Pseudo-Rechte konstruiert, wie bspw. das Recht auf eine Krankenversorgung um den Menschen ein Anspruchsdenken gegenüber der Gemeinschaft mit zu geben und gleichzeitig, um sie zu verwalten. Ein Recht was die Zuarbeit eines anderen verlangt, wie dem eines Arztes der einen verarzten muss, ist kein Recht sondern ein Anspruch. Gleichzeitig beginnt eine Rationalisierung innerhalb der Verteilerstruktur, da ein Patient nicht mehr Kunde, sondern Belastung ist. Rationalisierung führt dann zu diversen Bedingungen an den Patienten, wie dass er keine Drogen konsumieren darf oder sich gesundheitlich schädigen, da er sonst zur Belastung für die Krankenkasse wird. Ein Pseudo-Recht schafft durch die Hintertür echte Rechte ab.
Ich vermute das sich die meisten Post Collapse Gesellschaften um so etwas herum konstruieren werden, beeinflusst von falschen Anführerfiguren, deren Minus-Charakter bereits schon heute zuviel Einfluss auf die geistig Schwachen hat.


Wie wird der Staat vorgehen?

Kommt es zu einem Krieg, einen Währungszusammenbruch oder einem anderen Krisenfall sind alle die schönen Rest-Rechte die wir noch haben über Bord. Für den Staat sind wir bereits jetzt ziemlich entrechtete Nutztiere die nur verwaltet werden, tritt der Ernstfall ein wird das Ganze ein paar Nummern härter. Das wars dann mit Demonstrationsrecht, Streikrecht, Freizügigkeit im Bundesgebiet und Eigentumsrechte. Viele Menschen werden Dinge wie die Beschlagnahmung von Kraftfahrzeugen und Verhängungen von Ausgangssperren akzeptieren, solange sie das Gefühl haben es würde zu ihrem Schutz passieren. Sollten sie dann das Gefühl kriegen, dies passiert nicht mehr zu ihrem Schutz, wird es zu spät sein. Ein Recht auf Arbeit wird im Ausnahmezustand ausgelegt als Arbeitszwang, denn der Staat wird ihnen nur helfen wollen dieses Recht wahrzunehmen. Sozialleistungen zu denen man angeblich berechtigt ist werden sowieso vom Tisch sein, da es keine Banken mehr geben wird die dem Staat Geld dafür leihen werden und keine Läden in denen man sich von der staatlichen Währung etwas kaufen kann.

Die organisierten Überlebenskünstler werden sich deswegen von staatlich kontrollierten Gebieten und seiner angeblichen Großzügigkeit, die er jedem Menschen aufzwingen will, fern halten. Genauso wie von Gruppen die sich um kollektivistische Ideologien herum aufbauen.





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