Montag, 19. Mai 2014

Schattenwirtschaft Teil 1: Der Markt entsteht

Wie organisiert sich ein Schwarzmarkt?

Schattenwirtschaft mit ihren schwarzen und grauen Märkten wird es immer geben, so sicher wie es immer einen Markt geben wird. In einer Post Collapse Situation wie in Deutschland nach dem Krieg ist für viele Leute der Schwarzmarkt und kleine Tauschgeschäfte die einzige Möglichkeit über die Runden zu kommen. Der kluge Überlebenskünstler kommt aber erst gar nicht in so eine Situation, sondern kann am Markt selbst aktiv werden. In dieser Reihe beschäftigen wir uns damit, wie sowas funktioniert.


Die momentane Situation des Schwarzmarktes in Deutschland ist hauptsächlich beschränkt auf extrem hoch besteuerte Güter wie Zigaretten, oder verbotene Güter wie bestimmte Drogen, Medikamente, Plagiate und Waffen sowie Schwarzarbeit, da Menschen nicht gerne auf ihre Arbeitskraft Steuern bezahlen.
Die Mehrwertsteuer beträgt momentan 19% und die Geschichte hat gezeigt, dass ab einer Steuer von 20% der Schwarzmarkt überhand gewinnt. Gleichzeitig steigen andere Steuern und die Genossen von der SPD haben in typischer Klassenkampfrhetorik bereits Spitzensteuersätze von 49% ab 100.000 Euro angekündigt sowie die Einführung einer Vermögenssteuer. Wo wird diese Steuer eingeführt? Genau, in deinen Arsch! Damit fickt dich der Transfergeldempfänger Vater Staat dann richtig durch, damit du dich auch immer daran erinnerst, dass du seine Bitch bist.

Jetzt werden die Staatsgläubigen wieder sagen, dass Steuern der Preis für unsere zivilisierte Gesellschaft wären. Ich sehe nur die Steuern steigen aber die Gesellschaft nicht zivilisierter werden. Dazu entbehrt es jeder Logik zu behaupten, man müsste Berufsschmarotzer die von dem parasitären Staatskonstrukt leben mit durchfüttern, damit Dinge erfunden werden wie das iPhone oder der 3D Drucker. Weder der Supermarktpionier Joe Albertson noch Appel Gründer Steve Jobs haben getan was sie getan haben weil ein staatlicher Beschluss oder ein Subventionspaket sie dazu gebracht haben.

Unter solchen Umständen, mit steigenden Lebenskosten, braucht man immer mehr Geld um ein komfortables Leben zu führen. Viele Steuern wird man letztendlich nicht vermeiden können. Selbst sehr clevere Leute sind nur minder erfolgreich damit Steuern zu vermeiden und müssen oft parasitäre Anwälte zu Rate ziehen, deren Gehalt ebenfalls wieder versteuert wird. Also warum nicht abseits der Buchführung wirtschaften und mehr Geld verdienen?

Der Staat sieht alles Geld grundsätzlich erstmal als seines an, weshalb auch in staatsnahen Medien oft von "entstandenem Schaden" durch den Verlust von Steuereinnahmen gesprochen wird. Der Staat ist eben wie so ein Versager und Neider, der nicht mit dem Haushalten kann was er tatsächlich hat, sondern immer träumt von dem was er haben könnte. Die Formulierung Damnum absque injuria, Verlust ohne Verletzung, wollen wir nun also auch voll ausspielen. Denn unter dem Gesichtspunkt betrachtet, dass man Berufsschmarotzer die es sich zum Beruf gemacht haben schmutziges Papier in Form von Gesetzen zu produzieren und ansonsten sich nur in Amtsstuben an dem Organ rumspielen oder Kokain auf der Bundestagstoilette ziehen, um ihren Lebensunterhalt bringt, macht das ganze gleich dreimal soviel Spaß!

Also gehen wir nun von den politischen Aspekten weg, denn in einer Untergrundwirtschaft geht es nicht darum, irgendein Argument zu gewinnen, sondern Geld für sich selbst und seine Familie zu machen und dabei unauffällig zu bleiben.


Was tun?

Das einfachste wäre natürlich genau das zu tun, was man ansonsten auch tut. Wer also lieber Germanistik, Geschichte und Soziale Arbeit studiert hat anstatt zu klempnern oder Fliesen zu legen und auch sonst zwei linke Hände hat, der hat sich selbst ins Knie gefickt. Doch auch wenn man mit handwerklichen Dingen bessere Chancen hat lauern hier die Langeweile des Arbeitsalltags und die Gefahr, bei einem beständigen Muster aufgespürt zu werden. Wer viele Dinge tun kann, der vermeidet Langeweile und den Ausfall seines Zubrotes, sollte eine Beschäftigung zu riskant werden oder anderweitig verhindert werden. Es sollte einem aber immer bewusst sein, dass alles riskant ist. Es gibt die Leute, die ihr ganzes Leben lang Existenzängste haben und sich in Luftschlössern verstecken wollen wie "einem sicheren Arbeitsplatz" und Rentenversicherungen und Bausparverträgen um später mal in der Kreditburg den Lebensabend zu verbringen.

Waren
Beispiele wären simple Dinge wie Feuerholz machen, besonders in ländlichen Gegenden. Wer älteren Jahrgangs ist und einen Holzofen hat, der sieht es vielleicht ganz gerne, wenn er ein Angebot bekommt Holz billiger, da steuerfrei, als vom Händler zu erwerben. Beim Händler kosten 300kg Buchenholz gespalten um die 150 Euro, wenn man keine Möglichkeit hat größere Mengen selbst abzuholen kommt noch der Transport hinzu.

Woher kriegt man Holz? Wenn sie im Baumarkt nicht fündig werden, dann bleibt wohl nur der Wald übrig. Wälder in Deutschland sind entweder im Besitz des Bundeslandes, des Staates, Gemeinden oder Städten und Privatpersonen. Je nachdem geben diese mal mehr oder weniger auf ihren Wald acht, das Bundeswaldgesetz gilt aber für sie alle und dazu das jeweilige Landeswaldgesetz. Die legen fest, dass sie im Wald eigentlich gar nichts machen dürfen. Weder Downhill fahren noch Feuerholz mitnehmen, kein Zelt aufstellen, noch irgendwas konstruieren.

Dank der Technologiefeindlichkeit der deutschen Trottel hat das archaische Heizen mit Holz irgendwie seinen Weg zurück in unsere Gesellschaft gefunden, weshalb sogar schon Neubauten errichtet werden, die mit Holz geheizt werden. Mit Holzpellets und so einem Schwachsinn. Weil Öl ja nicht so billig sein darf wie es eigentlich ist. Indes erhebt der Staat Anspruch auf jeden beschissenen Ast der im Wald liegt, denn selbst für das aufsammeln dieser benötigt man in Deutschland einen ,,Leseschein'', für den man um die 20 Euro hinlegen darf. Der Staat und seine ihm nahe stehenden Presseorgane sprechen gerne von "moderaten Preisen" für Feuerholz, aber es geht immer billiger. Und es geht vor allem billiger ohne Staat. Waren nur gegen Bargeld abseits der Buchführung zu handeln bietet sich am ehesten an.

Ein weiteres Beispiel wäre die eigenständige Produktion von Gütern, ohne ein Risiko einzugehen wie eventuell Holz schlagen in einem Wald, der nicht der eigene ist. Der kluge Überlebenskünstler kennt saisonbedingte Trends und Nachfragen in seiner Gemeinde und kann diese bedienen. Wer beispielsweiße Tabak anbauen kann und verarbeiten, der hat ein Konsumgut das auch als Tauschmittel sehr beliebt ist. Wer Alkohol herstellen kann hat ein Konsumgut, ein Tauschmittel und eine medizinische sowie industrielle Ressource anzubieten. Auch wenn diese Dinge ohne die Segnung des Paten Staat absolut verboten sind wie das illegale Sammeln von Feuerholz, so sind sie doch genauso lohnenswert. Gerade ja deswegen.

In Zukunft werden wir noch detaillierter in einzelne Produktionsprozesse eingehen.

Dienstleistungen
Dienstleistungen sind für den Dienstleistenden gegen Bargeld oder Tauschmittel in der Regel ein gutes Geschäft. Das kann von Reparaturen im Haus bis zu medizinischen Dienstleistungen reichen. Wichtig hier ist allerdings, dass man Güter die man dafür benötigt, selbst auch immer bar bezahlt. Keine Kreditkarten und kein Papier und vor allem kein Bankkonto. Dazu muss man einen Aufgabenbereich finden, den Kunden dieser Art von Dienstleistung nicht sowieso steuerlich absetzen können. In Deutschland kann man die Haushaltshilfe bis zu einem Betrag von 20.000 Euro steuerlich absetzen, Handwerker bis zu einer Summe von 6.000 Euro. Wer als Untergrund Unternehmer sich unter diesen Summen bewegt, der konkurriert mit Pimp Daddy Staat der für seine gehörigen kleinen Bitches einen neuen Pelzmantel oder ein Paar fake Titten verschenkt, wenn sie tun was ihnen gesagt wird und alles legal und langweilig bleibt.

Ein Beispiel wäre hier der Barbier, da ich mich weigere das feminisierte Wort Friseur zu verwenden. In der Regel braucht er wenige Ressourcen und kann einfach über Mundpropaganda und sowieso im Freundeskreis konkurrieren mit Läden, die Wartezeiten haben und ihren gesamten Unterhalt plus Abgabenlast auf den Endkundenpreis aufschlagen. Für mich ist es zwar unergründlich wie man ernsthaft Termine ausmachen kann für einen Haarschnitt und dafür noch derartige Summen bezahlt, da ich in meinem ganzen Leben noch nie zum Friseur gegangen bin und mir die Haare selbst schneide, seitdem ich 12 Jahre alt wurde. Das sind übrigens wieder alles Kosten, die nichtmal so entstanden sind und von denen der Staat niemals einen Cent gesehen hat. Nur einmal war ich bei einem Barber um mir für fünf Dollar den Bart stutzen zu lassen. Auch wenn es mir wegen diesem Hintergrund nicht verständlich ist, so sollte man aber niemals abfällig über die Businessideen anderer denken. Man erinnere sich nur an Erfolge wie Hula Hoop Reifen oder die Marke Star Wars. Zudem kann man egal in welcher Wirtschaftslage als Friseur und Hair Stylist immer auf etwas zählen, was uns begleiten wird bis der letzte unserer Spezies krepiert: Die Eitelkeit der Frauen.



Der Untergrund Markt

Wie findet man Abnehmer für seine Waren und Dienstleistungen? Man muss den Markt kennen. In Deutschland ist dieser so von Bürokratie verwurstelt, dass die Regierung damit den Einstieg in vielen Bereichen für die Untergrund Unternehmer lukrativer macht. Eine Gesetzesänderung von 2004 erlaubt die Selbstständigkeit von Zulassungsfreiem Handwerk mittlerweile auch ohne Meisterbrief, aber Zulassungen interessieren uns ja sowieso nicht. Es sei denn, sie halten den Markt geschlossen und die Preise oben. Die anderen können dann ihren Abschlüssen nachlaufen wofür die Berufsgenossenschaft im Anschluss die Hand aufhält. Mittlerweile soll dann durch EU Normen der Meisterbrief ganz überflüssig gemacht werden und das Kartell der Handwerkskammer sieht damit seine Felle davon schwimmen. Kleine Aasfresser zittern wenn große Raubtiere auf den Plan treten.


Um nicht selbst von Behörden in eine Falle gelockt zu werden muss man online Angebote sowie online Auftragsannahme vermeiden. Viele Schattenwirtschaftler haben angefangen im Familienkreis, wo Waren und Dienstleistungen sowieso steuerfrei getauscht werden. Viele haben in der Nachbarschaft angefangen, im Freundeskreis, haben sich empfohlen im Bekanntenkreis und wurden so zu einer echten Empfehlung. Empfehlungen sind wichtiger als Abschlüsse.

Genauso wie beim Kauf von Drogen ist es am Ende so, dass ich jemanden kenne, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der hat einen Bruder der handelt mit Drogen. Für viele ist der Einstieg in die Schattenwirtschaft in jüngeren Jahren Drogenhandel im kleinen Maßstab gewesen mit Produkten, die wie Marihuana leicht zu produzieren sind und die Strafen vergleichsweiße gering. Zudem ist die Droge an sich bereits ein Beweißmittel gegen den Untergrundunternehmer und das Konkurrenzverhalten des Marktes ein ganz anderes. Der kluge Untergrundunternehmer wendet sich einem nachhaltigerem Geschäftsmodell zu bei dem die Strafen bei Entdeckung auch geringer sind.

Sollte man dann über seinen Freundeskreis hinaus aktiv werden, so ist es empfehlenswert unter Pseudonym zu agieren und ein paar Wegwerfmobiltelefone und SIM-Karten bereit zu haben.

Von Tauschgeschäften ist eher abzuraten, sie bieten sich aber in manchen Fällen an. Wer Beispielsweiße mit dem Besitzer eines Computerfachladens einen Deal gemacht hat, der kann auch einen neuen Computer angeboten bekommen. Wer keine Verwendung dafür hat, der kann ihn selbst wieder zu Geld machen. Hier ist eher zu Kleinanzeigen zu raten deren Kontakt unter Pseudonym über Handy vermittelt wird als zu online und zurückverfolgbaren Dingen wie eBay.

In meinem Bekanntenkreis gab es da diesen einen Schattenwirtschaftler, der bei einer größeren Heizungsbaufirma angestellt war. Er hat aus dem Lager die defekten und äußerlich beschädigten Rückläufer gestohlen. Zuhause hat er die eventuellen Schäden ausgebessert um die Dinger anschließend auf eBay zu verkaufen, oft genug per Überweisung. Nachdem er bereits einmal erwischt wurde und eBay sein Konto gesperrt hat, hatte jeder in seiner Verwandtschaft auf einmal ein eBay Konto und verkaufte Heizungsteile. Mittlerweile sitzt er im Knast deswegen. Die Gier war zu groß und die Ausführung zu schlampig. Wäre er vorsichtiger gewesen und hätte er mehr Mühe in die Verschleierung und Tarnung der Ausführung investiert, so könnte er heute noch auf freiem Fuß sein und sich an seinem Zusatzverdienst freuen.

Denn hier geht es nicht darum wie man Geld macht ohne Arbeit, hier geht es darum wie man Geld macht ohne registrierte, versteuerte und sozialversicherungspflichtige Arbeit.


https://www.paladin-press.com/product/Ragnars-Guide-to-the-Underground-Economy/Financial_Freedom


Im nächsten Teil der Reihe ,,Schattenwirtschaft'' geht es um die Situation während einer Krise und die Zahlungsmittel.


Siehe auch:
Schattenwirtschaft Teil 2: In der Krise 
Schattenwirtschaft Teil 3: Auf dem Marktplatz 
Post Collapse Detroit - Post Collapse Schattenwirtschaft
Post Collapse Economy: Neustart
Wie sinnvoll ist Gold und Silber zur Krisenvorsorge?
Edelmetallpreise fallen
Post Collapse Zahlungsmittel


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