Dienstag, 24. Juni 2014

Wir sind die Ausnahme

Von guten Gesellschaften und von schlechten

Mehr als ein Viertel der Menschheit lebt in sogenannten Entwicklungsländern, davon um die 1,4 Milliarden Menschen in extremer Armut. Von ihren Nachkommen sterben um die 5,6 Millionen jedes Jahr an Unterernährung bevor sie das Alter von fünf Jahren erreichen. Die westliche Zivilisation ist eine Ausnahmeerscheinung von diesem Zustand.



Die Menschen im Westen leben mittlerweile in einem mental hedonistischen Zustand inmitten einer urbanisierten Konsumgesellschaft. Damit stellen sie auf dem Planeten die absolute Ausnahme dar.
Der Rest lebt mit einem weitaus geringerem Lebensstandard und einer völlig anderen Lebensphilosophie.

Man muss dabei nicht mal in arme Länder im Süden schauen wo die Menschen dunklere Haut haben, es genügt ein Blick in den Osten wo die Menschen so weiß sind wie es geht. In vielen russischen Dörfern existieren Mängel seit Generationen wie man sie mit Dingen für 50 Euro aus dem Baumarkt beseitigen könnte. Also was ist der Unterschied zwischen uns und denen? Warum sind Menschen arm und andere nicht?

Wenn man sich arme Länder anschaut so existiert dort meistens ein Mangel an individueller Freiheit und eine daraus resultierende Ablehnung für das Gesetz. Ein Gesetz das mich selbst beschneidet wird wahrscheinlicher von mir als Ganzes verstoßen als eines, welches meine Rechte garantiert.
Ein Mangel an individueller Freiheit führt zu einem Mangel an Entwicklung, da er ein Individuum daran hindert Dinge zu tun. Dieser Mangel wird meistens versucht dadurch auszugleichen, dass der jeweilige Staat oder König den Leuten einfach Dinge verspricht. Sie bräuchten das ja auch gar nicht selbst zu tun, denn der gute König würde für sie das alles machen. So warten in Russland Leute lieber fünf Jahre auf die Regierung, die die alte Dorfstraße flicken soll, anstatt es einfach selbst zu tun.


The West is the best
Die westliche Kultur ist das beste auf dem Planeten seit dem wir Fleisch braten. Unsere Freiheit die wir heute haben, was davon übrig geblieben ist, haben wir nicht etwa Online Petitionen, Landtagswahlen oder Montagsdemonstrationen zu verdanken, sondern dem Fakt dass unsere Vorfahren die Leute getötet haben, die ihnen auf den Zeiger gegangen sind. Deutschland ist reich an historischen Beispielen für gestürmte Rathäuser und (gescheiterten) Beispielen für Revolutionen. In der Regel endeten die Bürgeraufstände mit einer Neuwahl des Stadtrates, der Abstrafung des alten und dann gingen alle wieder nach Hause bis zum nächsten mal. Größere Aufstände gingen für die Aufständischen in der Regel nicht gut aus sobald man auf richtiges Militär traf in einer Zeit vor der simplen Benutzung von Schusswaffen. Engländer und Niederländer hatten dabei schon mehr Erfolg und konnten ihre Forderungen gegenüber der Obrigkeit durchsetzen oder diese ganz auswechseln.

Der eigentliche turning point aber war die amerikanische Revolution, welche später jedes Land der Welt quasi in den Konkurrenzdruck des größtmöglichen Maß an Freiheit der damaligen Zeit brachte.


Europa und die USA
Das späte 18. Jahrhundert war im Westen von zwei sehr gegensätzlichen Modellen der Revolution geprägt. Auf der einen Seite das Modell der Intellektuellen Revolution in Amerika, auf der anderen Seite das der blinden Gewalt in Frankreich. Die amerikanische Revolution war etwas, das im Untergrund bereits Jahre vorbereitet wurde durch Zeitungen und Flugblätter. Die Kolonisten hatten wenig übrig für einen weit entfernten König Steuern zu zahlen und darum zeigen ihre Hauptforderungen nach Redefreiheit, Waffenbesitz und Unverletzlichkeit der Wohnung das Verlangen einfach in Ruhe gelassen werden zu wollen. Der Revolutionsführer George Washington lehnte es ab selbst ein König werden und es gab keine Massenhinrichtungen und Vergeltungsaktionen gegen die besiegten Briten. Man lies sogar den größten Verräter der Geschichte Benedict Arnold freies Geleit.

Die französische Revolution hingegen war kein vorbereitetes Unternehmen und die Revolutionäre sprangen quasi nur auf den Zug eines Hungeraufstandes auf. Sie kaperten einfach eine Bewegung die spontan entstanden war und drückten einer Masse von intellektuell und literarischen Analphabeten ihre frühsozialistischen Forderungen auf, von denen sie nichts verstand. Die Berufsrevolutionäre nutzen selbst die Ideenlosigkeit einer Bevölkerung für sich aus, die man eben nicht Jahre vorher bearbeitet hatte und wollten ihre Forderungen letztendlich mit Gewalt gegen diese selbst durchsetzen. Nach tausenden abgehackten Köpfen stand Napoleon der sich selbst zum Kaiser kröhnte und Europa mit Kriegen überzog. Die geistigen Vernarbungen die dieses Erbe einer schlechten Idee hinterlassen hat spührt man in Europa bis heute, besonders seitdem sozialistische Kräfte offen die Meinungshoheit beanspruchen. Noch heute ist Frankreich ein sozialistisches Land in dem Menschen ihre Forderungen mit Gewalt durchsetzen wollen und selbst nur wenig Gefühl für Recht und Unrecht besitzen.

Aber je mehr Freiheit es in Amerika gab, relativ wachsend zur Unterdrückung im eigenen Land, je mehr Menschen gingen das Risiko der Überfahrt in die neue Welt ein. Wahrscheinlich war es die bloße Existenz der USA welche ein Aussterben der letzten Reste von Freiheit in Europa verhinderte genauso wie der Orangensaft im Supermarkt den Preis des Apfelsaftes senkt, einfach weil er existiert.


Schlechte Gesellschaften
Die meisten Gesellschaften in der Menschheitsgeschichte lebten eigentlich von Raub. In einer vorindustriellen Zeit gabes keine Möglichkeit wirklich schnell irgendwelche Dinge in großer Zahl zu erschaffen und so wurden sie von anderen Gesellschaften gestohlen. Viele Gesellschaften heute sehen das immer noch als legitime Methode den eigenen Wohlstand zu vermehren. Der Westen hat in seiner Auslegung des Christentums unter dem Einfluß altgriechischer Philosophie etwas wie eine Arbeitsattitüde entwickelt, die dazu aufruft erst selbst etwas zu tun bevor man Hilfe erwartet.

Die absolute Manifestierung auf der anderen Seite, der des Anspruchsdenkens, wird repräsentiert vor allem durch Kommunismus und Islam, zwei Philosophien die an den Narzismus ihrer Anhänger appelieren so das diese glauben sie seien dazu berechtigt etwas von anderen zu erhalten. Sobald Gesellschaften wie diese beiden keine Beute mehr von anderen Gesellschaften erhalten können gehen sie ein. Sie kollabieren weniger mit großem Knall, sie verarmen langsam.


Was ist ein Leben wert?
General William Westmoorland, Oberbefehlshaber der US-Truppen im Vietnamkrieg zwischen 1964 und 1968, sagte in einem Interview einmal folgendes: ,,Der Orientale misst dem menschlichen Leben nicht den hohen Preis zu wie es Menschen des Westens tun. Wir wertschätzen Leben und Menschenwürde. Sie kümmern sich nicht um Leben und menschliche Würde."
Das sagte er im Interview für den Dokumentarfilm "Hearts and Minds" welcher den gesamten Vietnamkrieg irgendwie den Amerikanern in die Schuhe schieben will und den linken Agitator Michael Moore nach eigener Aussage auch stark beeinflußt hat. Die linke Presse attackierte Westmoorland natürlich aus verlogenen Motiven heraus oder der Ermangelung es besser zu wissen.

Westmoorland galt bei seiner Truppe seit seinen Anfängen als ein fast schon zu fürsorglicher Befehlshaber. Er fuhr oft nach Dienstschluss in die Kneipen und Bars welche von seinen Soldaten aufgesucht wurden, wieso diese sich nicht auf dem Stützpunkt besaufen würden um da Risiko der Autounfälle unter Trunkenheit auszuräumen. Innerhalb eines Jahres hatten Autounfälle wegen Trunkenheit Ausfälle in Zugstärke verursacht. Genauso forderte er mehr amerikanische Truppen an für Südvietnam, was in seiner Logik das Risiko für den einzelnen Soldaten senken würde.

Sein Gegenspieler, der Nordvietnamese General Giap sagte 1969 einmal: ,,Das Leben und der Tod von hunderten, von tausend, zehntausenden von Menschen, selbst unserer Landsleute, bedeutet wenig." Diese Zitate werden dem Publikum in einem Schmierwerk wie "Hearts and Minds", einem wirklich sehr schlechten Dokumentarfilm, aber verschwiegen. Dieser Geisteshaltung sah Westmoorland sich gegenüber und bezeichnete Giap 1968 bereits als "Mitleidlos", als er dessen bereitwillige Opferung von Menschenmassen erlebte.

Die Geschichte zeigt uns das kein Kulturkreis dem Individuum mehr Wert anrechnet als der Westen.


Außerhalb der Blase
Die Welt jenseits der Blase westlicher Zivilisation wird dominiert von allen Möglichen Arten von Wahnsinn. Russland im Osten ist ein tolles Beispiel dafür wie Gesellschaften scheitern können, egal wie groß und ressourcenreich ihr Land ist, wenn sie geistig arm sind. Auf der anderen Seite steht Holland, ein winzige Nation welche durch Ideen und Freiheit ein gutes Leben bieten kann. Der Knackpunkt ist nur, dass eine Nation wie Holland durch ihren eigenen Luxus schnell, innerhalb von ein paar Generationen, antriebsleer wird und alles nur noch als gegeben betrachtet. Wenn Luxus dauerhaft präsent ist, vergisst man gerne woher er eigentlich kommt. Auf der anderen Seite sehen es arme Gesellschaften, die im Nachbargarten zu einer hedonistischen Konsumgesellschaft leben und denen es selbst an Innovation fehlt selbst zu einer zu werden, irgendwann als ihr Recht von dem Luxus der anderen etwas ab zu bekommen. Der Kampf läuft dann ab zwischen dem Hedonisten, der sich nicht mit dem Kämpfen und negativen Dingen in einer Zeit beschäftigen will, in der er sich vergnügen kann, und demjenigen, der diesen Luxus für sich selbst haben will und diesem Zweck seine Zeit opfert, die weniger Ablenkung bietet.




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