Dienstag, 1. Juli 2014

Kampfsport ist Schwachsinn

Der kommerzialisierte moderne Kampfsport ist zur Selbstverteidigung ungeeignet


Mit zunehmender Kriminalität und gefährlicheren Straßen wächst das Bedürfnis der Bevölkerung nach Sicherheit. Wo ein Bedürfnis existiert entsteht immer auch ein Markt, der versucht dieses tatsächlich zu erfüllen oder auch einfach nur die Illusion einer Lösung zu verkaufen. Eine dieser Illusionen ist der kommerzialisierte Kampfsport.



Angst Management, aber keine Selbstverteidigung

Sieht man Fernsehberichte über Dojos und Kampfsportschulen, so fixiert sich der Bericht meistens auf die eine Frau die dort mitmacht und zeigt sie wie sie gegenüber Schlagpolstern oder einem imaginären Bösewicht Schläge und Tritte austeilt. Danach sagt sie meistens, dass sie sich schon viel sicherer fühlt.
Das ist aber auch alles.

Leuten wird die Illusion verkauft sich in Gefahrensituationen wehren zu können, was aber nicht stimmt. Was beigebracht wird, sind in der Regel unrealistische Kampfsituationen und Reaktionen darauf, die für den Verteidiger in der Regel sehr ungünstig ausgehen. Die erste Regel um einen Kampf und damit Verletzungen oder Tod zu vermeiden lautet immer dem Kampf aus dem Weg zu gehen. Das bedeutet Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Funktioniert das nicht ist die erste Regel immer die Flucht. Live to fight another day, oder versuch den Helden zu spielen und krieg einen Schraubenzieher in den Hals gerammt.


If you see a stranger, stabbing a stranger
Dont get involved that shit'll be stranger
When your in danger, of your life being taken
Over, something that wasn't a major concern of yours
Now your in surgery, cause an artery got cut with a razor


- The dispensation of life and death


Mein Kind hat den gelben Gürtel!

Karate- und Judokurse sind etwas wo genervte Mütter ihre Jungs hinschicken damit die sich irgendwie austoben. Mütter haben meist keinerlei Konzept von irgendwelchen Dingen wie man einen Jungen erzieht aber davon, wie man das Geld seines Mannes ausgibt. Kombiniert man jetzt Mütter die ihre tobenden Jungs abladen wollen mit einem Dojomeister der diese Aufgabe übernimmt, hat man den perfekten Zirkus. Ein Zirkus der unsägliche Dinge hervor gebracht hat wie das System der Gürtel die das eigentliche Produkt der kommerzialisierten "Martial Arts" sind.

Als Kind von vielleicht acht Jahren begleitete ich einmal einen Freund zu einem Karatekurs. Es war genau der typische Zirkus den ich gerade beschrieben habe und der Großteil der einen Stunde(!) "Karate" für die Kinder bestand aus körperlichen Übungen die nichts mit Selbstverteidigung zu tun hatten. Es wurde absolut gar nichts brauchbares vermittelt und nicht mal gerade Tritte und Schläge wurden irgendwie gefordert, bevor der "Trainer" am Ende der Stunde ein paar gelbe Gürtel austeilte.
Teils mit Entsetzen und teils mit Belustigung stellte ich später fest, dass das Training für die Erwachsenen genauso abläuft.

Im schlimmsten Fall ist ein Dojo eine esoterische Sekte mit Meditationsritualen, in der sich jeder Schüler völlig freiwillig dem Meister unterwirft in der Hoffnung in seine übermenschlichen Fähigkeiten eingeweiht zu werden.



Ich hab den schwarzen Gürtel und kann Bretter zerschlagen!

Es gibt Weltweit eigentlich keine einheitliche Regelung für die Graduierung der Ränge welche die Farbe der Gürtel repräsentieren soll. Auch in Deutschland ist das Graduierungsrecht immer noch ein Streitobjekt zwischen den Verbänden und daher bedeutet das alles einen Dreck.

Genauso wie die diversen Kunststückchen die gerne aufgeführt werden vom Bretter und Backsteine zerschlagen. In der Regel werden Bretter verwendet aus dem weichen und leichten Holz der Strobe bzw. Pinienholz. Dieses Holz ist sehr grob, die Harzkanäle sind groß und in der Verarbeitung gilt das Holz als wenig dauerhaft. Bei Vorführungen wird dieses Holz dann entlang der Faser zerschlagen und bricht, was für dein Laien schon stark aussehen mag. In Wirklichkeit ist es ein billiger Trick bei dem sich selbst die "Experten" und Dojo Meister Verletzungen zuziehen können.


Der erhoffte soziale Status

Kampfsport ist umgeben von diversen sozialen Aspekten die von der Kameradschaft im Vereinsleben reichen bis zum Bedürfnis einzelner Teilnehmer irgendeine krasse Bruce Lee Kampftechnik praktizieren zu wollen, weil sie als Kinder von den älteren Jungs verhauen wurden. Ich hab es erlebt dass auf Kirchweihfesten Leute betrunken auf mich zukommen denen mein Gesicht wohl nicht gefallen hat um mir zuerst mit der Phrase "Ich bin Kickboxer" drohen zu wollen, nur um sich anschließend in ihrem eigenen Gesabbel darüber wie krass sie doch wären zu verlieren. Dies ist bisher zweimal vorgekommen und jedes mal hatte ich eine Flasche in der Hand, die von einer Sekunde auf die nächste eine Waffe sein kann. Beide Situationen liefen jedoch gewaltfrei und ohne weitere Vorkommnisse ab.

Diese Art von Leuten, die etwas praktizieren und bewerben wollen nur um sich dabei selbst größer zu machen, findet sich im organisierten Kampfsport zuhauf.


Nahkämpfe haben hohe Verletzungsraten

Genau wie viele andere fehlerhafte, aber sich gut anfühlende Konzepte, hat Kampfsport den Effekt, dass Leute sich mit einem falschen Gefühl von Sicherheit für fähiger halten als sie sind und dabei selbstsicher die Gefahr suchen, anstatt sie zu vermeiden. In der Regel gehen Prügeleien oder Messerstechereien für beide Beteiligten nicht ohne Verletzungen aus.


Verteidigen

Im Falle von Überfällen sollte man überlegen sich einen falschen Geldbeutel mit etwas Geld anzuschaffen, was immer noch billiger ist als nutzlose Unterrichtsstunden im Karate Dojo oder eine Krankenhausrechnung für mehrere Stichverletzungen.
Rechnen sie damit dass ihr Leben bedroht sein könnte, dann benutzen sie verdammt noch mal eine Waffe. Wenn der Staat nicht da ist um sie zu beschützen ist er auch nicht da um sie zu belangen, wenn sie sich verteidigen. Tote Einbrecher und Straßenräuber sind heutzutage ein seltenes Lebenszeichen einer Zivilgesellschaft.


Siehe auch:
Ratgeber für den waffenlosen Nahkampf
Verhalten vor, während und nach einem Kampf
Ratgeber über bewaffneten Nahkampf


Kommentare:

  1. Wo soll ich anfangen:

    Natürlich ist die Grundaussage eventuell richtig: Es gibt im Kampfsport wie auch woanders unfähige Leute die nur schnell Geld verdienen wollen.

    Aber:
    - wenn man einen guten Lehrer findet, wird er immer empfehlen wegzulaufen, wenn es möglich ist.
    - der Weg des Karate wird einen aufmerksamer werden lassen für eventuelle Gefahren, so dass man sie umgehen kann
    - ein guter Lehrer bringt seinen Schülern immer Selbstverteidigung bei
    und bespricht mit seinen Schülern, was sie tun sollten in einer Gefahrensituation
    - er wird auch nicht den starken Max markieren, sondern sagen, dass er selbst wegläuft, wenn er kann

    Außerdem kann einem eine Waffe abgenommen werden, Wissen nicht und ruhiges Selbstvertrauen schreckt die meisten Täter ab. Man sollte hier gut auswählen, von wem man lernt, wie immer also!

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  2. Also sorry, dieser Beitrag ist nix. Schon die Überschrift ist Käse. Es gibt viele Gründe die einen bewegen könnten Kampfsport zu machen, einer davon ist eine gewisse Fitness auf zu bauen. Kampfsport heißt auch nicht gleich Verteidigung. Das sind verschiedene Kampfkünste, das ist Kultur usw usw usw. Es kommt immer drauf an warum man sich für eine bestimmt Kampfkunst entscheidet. Und wer seine Kampfkunst Jahre lang richtig trainiert ist sehr wohl auch verteidigungstechnisch im Vorteil, heißt aber nicht das man gleich gegen jeden Angreifer gewinnt. Man gewinnt ja auch nicht gegen jeden der die gleiche Kampfkunst praktiziert.

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    1. Glaub das alles wenn du willst. Ich halte davon nichts.

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  3. Aus diesen Gründen betreibe ich (2. Dan) auch seit Jahren kein Karate mehr, weil zu sehr auf den Wettkamfpsport ausgelegt
    Wing Tsun und Kra Maga sind da eindeutig besser geeignet. Praxiserprobt und sehr effektiv.
    Was evtl. auch nocht geht, ist Aikido oder Ju Jutsu.

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    1. "Funktioniert das nicht ist die erste Regel immer die Flucht"
      Es ist schön wenn man weglaufen kann, wenn man weglaufen muss...
      Wenn man weglaufen müsste, aber nicht kann dann hat man aber ein Problem wenn man sich seiner Haut nicht zu erwehren weiß. Wer angreift oder einen auch nur verprügeln will weil ihm grad der Sinn danach steht, der sucht sich in der Regel keine Stärkeren sondern irgendwelche "Bitches".

      Die ganzen "superrealistischen" Military, antiterror etc. *ing*ung, McDojos die aus den Boden schießen sind meist alle so "gefährlich" das sie bei nem Sparring gegen den nächsten Assi-kickboxverein den kürzeren ziehen würden. In ner realen Auseinandersetzung wahrscheinlich auch...

      Die "gefährlichen" Leute haben es nicht nötig irgendwas vorzutäuschen.


      "Kampfsport" ist wie Schießsport.

      Mit der Trachtenjacke und Luftgewehr auf Papierscheiben schießen ist auch etwas anderes als verbotenes Combat-Shooting oder die Trainingsmethoden aktiver Menschen-Erschießer.

      Ähnlich verhält es sich mit "Martial Arts", Feierabendsportler die über Sportvereine organisiert sind wollen in der Regel ihr bisschen "Budozauber" haben und NICHT schwitzen, bluten und auch keine blauen Flecken.

      Und "die Illusion" von Selbstverteidigungs-Fähigkeit reicht auch, die meisten wollen nicht wissen wie man jemanden möglichst schnell einen Fall für Notarzt oder Leichenbestatter macht. Geschweige denn haben sie den Willen dazu.

      Den ganzen Breitensportbereich kann man in der Hinsicht knicken, übrig bleiben vielleicht 10% wo man was lernen kann, wie das nun heißt ist relativ egal.

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  4. Selten soviel Blödsinn gelesen.
    Beim Kampfsport geht es um den Sport:
    Festgelegtes Regelwerk und Vergleichbarkeit, Sportsgeist und Fairness.
    Das soll keinen verletzen.
    Hier spielt auch der Gesundheitsaspekt eine Rolle.
    Fitness, Bewglichkeit, Schnellkraft, Koordination
    Wenn man das als Do Sport betreibt geht das ein Leben lang.
    Selbstverteidigung ist hier allenfalls ein Abfallprodukt.

    Kampfkunst braucht vieles von dem vorgenannten, bis auf ds Regelwerk.
    Da zaählt nur effektivität und Überleben.
    Die Selbstverteitigung steht im Vordergrund. Verletzungen sollen im Training ausgeschlossen werden, sind aber im Notfall aber klar einkalkuliert, bishin zu lethalen Techniken. Dabei ist besonderes Augenmerk auf die Gesetzliche Grundlagen zu legen.
    Was darf man noch und was ist bereits Notwehrexzess.

    Du Siehst also die Anforderungen sind durchaus sehhr unterschiedlich.
    Ich habe eine fundierte Ausbildung im traditionellen Karate und traditionellen JiuJitsu.
    Wobei Karate mehr als Sport, das Jiu aber klar als SV Training betrachtet und begangen wird. Als Trainer habe ich mich auf Kindertraining (ab 6 Jahren) und die Zielgruppe 50+ spezialisiert. Bei der Gruppe 50+ geht es um Remobilisieren und Erhalt der Fitness, wobei auch hier die Möglichkeit zur SV nur als Nebeneffekt erzielt wird.
    Grundsätzlich muss man aber wissen: Der beste kampf ist der, den man vermeiden kann.
    Es geht auch nicht darum unbesiegbar zu sein, sondern handlungsfähig zu bleiben.
    Dabei sind ausgeprägte Nehmerqualitäten durch das jahrelange Training sicher hilfreich.

    Einen gut trainierten Kampfer haut man nicht einfach mit einer wischiwaschi Technik aus den Socken, der wird im zweifel sogar sehr schwer zu treffen sein...



    Da geht es um das

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    1. "Beim Kampfsport geht es um den Sport:
      Festgelegtes Regelwerk und Vergleichbarkeit, Sportsgeist und Fairness.
      Das soll keinen verletzen."
      Schwachsinn halt.

      Du kannst dir jetzt noch was drauf einbilden auf deine "traditionelle" Karate und JinJitsu Ausbildung. Im Ernstfall nützt dir das nichts. Damit brauchst du mich nicht volllabern. Hast du den Text überhaupt gelesen oder warst du schon nach der Überschrift in deinem komischen JinJitsu Credo so verletzt das du mir deine Meinung mitteilen musst?

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  5. Generell ist mir eine Schusswaffe lieber als eine Karateausbildung.
    Allerdings ist mir eine gute Karateausbildung lieber, als garnichts.

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    1. Karate ist garnichts mit einem Preisschild dran.

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  6. ein Karatekämpfer ist nur auf bestimmte Bewegungen konditioniert.
    kommen vom Gegner unerwartete Bewegungen beginnt die Irritation.

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