Dienstag, 8. Juli 2014

Post Collapse Situation: Die wandernde Flinte




Motherboard, eine Sparte von VICE Magazin, produzierte in den letzten mehrere Clips zum baldigen Filmbeginn von Planet of the Apes: Revolution, der die Vorgeschichte zum Klassiker Planet der Affen erzählen soll und dabei der Nachfolger des 2011 erschienenen Planet of the Apes: Rise ist.

Zu sehen ist in "Story of the Gun" die Geschichte einer Schrotflinte, wahrscheinlich einer Mossberg 500, wie sie von Hand zu Hand wandert.

Zuerst ist sie ein Geschenk von einem Vater an seinen Sohn der ihm damit das Schießen beibringt. Dann wird der Vater krank und der Junge lässt die Flinte bei einem Pfandleiher um Medikamente zu kaufen.

Von dort aus wird sie von einer bereits erkrankten Mutter mitgenommen in ihre Motel Wohnung, während draußen die ersten Unruhen ausbrechen bewacht sie damit den Schlaf ihrer beiden Kinder. Die Spurensicherung bzw. die Seuchenschutzbehörde finden anschließend die Leichen und der Umstand, dass die Flinte immer noch dort ist verrät uns, dass die Mutter und ihre Kinder durch die Seuche und nicht durch Fremdeinwirkung verstorben sind.

Anschließend findet sie sich in den Händen eines US Marshal der sich in einem Auffanglager wohl um eine Landstreicherin und Herumtreiberin kümmert, die keine Familie mehr hat. Der Umstand dass es sich um einen US Marshal handelt, einem Agenten des Justizministeriums, verrät uns dabei, dass Bundesbehörden die Kontrolle über die lokalen Einrichtungen übernommen haben und vermutlich der Ausnahmezustand oder sogar das Kriegsrecht herrscht.

Während des Wechsels zur nächsten Szene sprechen Stimmen aus dem Radio und den Nachrichten davon, dass die Nahrungsreserven wohl in drei Tagen aufgebraucht sein werden.

Jetzt sehen wir den US Marshal die Schrotflinte benutzen um in ein Haus einzudringen und eine spanisch sprechende Familie zu bedrohen, von denen er Wasser, Essen und Medikamente verlangt. Dabei sagt er immer wieder wie sehr es ihm leid tut das zu tun, aber er habe einen kranken Sohn und irgendwie ist sich ja jeder selbst der nächste. Als der Vater der Familie mit einem Messer auf ihn losgehen will erschießt er ihn.

Der Lauf und der Kolben der Flinte sind zu lang, was sie in engen Räumen unhandlich macht und ihn fast das Leben gekostet hätte, worauf hin er den Lauf und Kolben absägt. Einen Moment lang sehen wir durch seinen leeren Blick ins Nichts, wie sehr ihm das was er getan hat zu schaffen macht. Wo ist denn jetzt der kranke Sohn?

In der nächsten Szene, er trägt nun nicht mehr die blaue US Marshal Jacke und dringt in einen abgesperrten Supermarkt ein. Dort wird er auf der Suche nach etwas Verwertbarem von einer Gruppe andere Plünderer überrascht. Wer zum Teufel sucht ausgerechnet in einem Supermarkt noch nach etwas essbaren? Ich meine, wie viele Jahre nach dem Kollaps soll das jetzt schon sein? Zehn?

Jedenfalls gelingt es ihm nicht sich davon zu schleichen da die Plünderer wohl einen Bewacher am Hinterausgang platziert haben der ihm in den Hinterkopf schießt.

Jetzt gehört die Flinte einem Redneck aus der Gruppe der Plünderer, der sich während der Autofahrt darüber auslässt, dass die Affenseuche in Wirklichkeit ein von der Regierung designter Virus ist um die Menschheit auszurotten. Donald Trump, die Araber, Konigsfamilien und Obama würden alle davon profitieren. Ob die Gruppe nur durch die Gegend zieht oder ein Safehouse hat wissen wir nicht.

Dann sieht man den Redneck wie er durch die Sonne läuft und einen Monolog führt während er ein totes Kaninchen trägt. Obwohl er die Flinte bei sich trägt ist es anzunehmen, dass das Kaninchen aus einer Falle ist. Das würde auch bedeuten, dass die Gruppe bereits seit einer Weile an ein und demselben Ort ist lange genug um Fallen aufzustellen. Er bringt seine Beute allerdings nur zurück zur Gruppe um festzustellen, dass alle tot sind und bereits eine ... deutlich veränderte Gesichtsfarbe haben. Genauere Todesumstände werden nicht erläutert. Vermutlich aber starben sie ebenfalls an der Affenseuche. Obwohl es ungewöhnlich ist, dass sie dann so verteilt in einem entkernten Haus herum liegen. Das erste Seuchenopfer welches uns gezeigt wurde starb noch in seinem Bett, diese Typen liegen einfach herum als wären sie von einem Moment auf den nächsten tot umgefallen.

Der Redneck fängt daraufhin an zu weinen, wohl realisierend, dass er unter den Umständen bereits zum Tode verurteilt ist. Entweder waren die Typen in seiner Gefolgschaft bereits erkrankt an dem Affenvirus, was für ihn bedeutet dass er wahrscheinlich ebenfalls infiziert ist, oder diese Typen waren wirklich seine Freunde, oder ist davon überzeugt sich nicht alleine durchschlagen zu können.
Also steckt er sich vor dem Haus die Flinte in den Mund und erschießt sich.

Als nächstes sehen wir ein Kind welches das Haus durchstreift und daraufhin einen Mann, der den Toten die Stiefel abnimmt. Durch die Anrede "Hey Kid" und die offensichtlichen ethnischen Unterschiede können wir davon ausgehen, dass es sich nicht um Verwandte handelt. Eventuell ist das Kind auch stumm oder hat gar keinen Namen, da der Mann das Kind nicht mit einem Namen anspricht. Nachdem sie das Haus durchsucht haben übernehmen sie das Auto der Gruppe Plünderer, wobei der Mann die Flinte, die davor neben der Leiche des Rednecks liegt mitnimmt.

Kurz darauf breiten sie irgendwo in einem Wald ihre Beute aus und sind wohl dabei den Bestand durchzugehen, als sie in der ferne Affengeschrei hören. Als dann wohl klar ist, dass irgendwelche räuberischen Affenviecher Jagd auf sie machen, rennt er in Panik davon. Der Kurzfilm endet wohl mit der Vermutung, dass ihn die Affen erwischt und richtig abgefuckt haben. Warum begibt man sich auch gerade in den Wald, wenn man weiß, dass mutierte und verseuchte Affen einen jagen. Wo ist das Auto hin? Die Straße zu gefährlich wegen der menschlichen Raubtiere? Wie zum Teufel kann ein Mann, der dazu noch eine Schrotflinte hat, sich von Affen abfucken lassen? Wenigstens endete das ganze mit etwas Dramaturgie und Spannung.

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Motherboard hat noch andere Kurzfilme produziert quasi als Einleitung zum Post Collapse Szenario von Planet der Affen. Story of the Gun ist dabei ein besseres Beispiel, da Motherboard genauso schlechtere Pseudo-Dokumentationen produziert hat mit schlechten GDI Effekten, die irgendwelche Mutantenaffen in Liberia zeigen sollen. Ganz miese Nummer Motherboard, ganz miese Nummer.

Im übrigen ist der Kurzfilm auch das beste, was ich bisher rund um die Neuauflage von Planet der Affen gesehen habe. Planet of the Apes Rise war totaler Scheissdreck. Vielleicht bin ich auch einfach durch meine Affen hassende Haltung vorgeprägt. Ernsthaft, ich hasse Affen fast so sehr wie die Menschen, die mir dauernd erzählen "Das ist unser nächster Verwandter" und "Affen sind intelligent".


Affen sind dümmer als der dümmste Mensch und können nur darauf hoffen, dass menschliche Bigotterie weiterhin ein Vergnügen darin findet ihnen Hosen anzuziehen, Puzzle legen oder Feuer machen beizubringen. Kein Wunder, dass die berühmtesten Affenforscher diese drei kaputten Weiber sind die keine Kinder haben. Wer sonst sollte einen Dreck auf Affen geben. Das sind hässliche Viecher die sich gegenseitig fressen wenn sie die Chance haben und keine Haustiere.

Es gibt echt einen ganzen Haufen von schwachsinnigen Untergangsszenarien, aber dazu ist ja Unterhaltung auch da. Diese Affen in Rise könnten jedenfalls niemals so die Menschen abfucken wie es da gezeigt wird. Buschmenschen im Urwald jagen Affen mit Blasrohr, Bogen, Speeren und Fallen. Selbst die primitivsten Menschen mit Stöcken und Steinen machen Affen fertig. Völlig egal wie intelligent der Affe mal werden wird. Weder gibt sein Schädel den Platz für ein großes Gehirn her, noch taugen seine Pranken dafür effektiv ein Werkzeug zu benutzen. Affenklauen haben keinen Greifdaumen, also ist auch nichts mit Speere werfen und so was. Da ist die Seuche allein ja eine bessere Erklärung, wenn auch keine besonders gute. Sobald das Sterben in den Metropolen vorüber ist und größere Distanzen zwischen kleineren Gemeinden liegen verschwinden Seuchen in der Regel.

Momentan soll es wieder Ebola in Westafrika geben, obwohl das genauso ein Schwindel der dortigen Regierung sein kann um internationale Gelder zur Seuchenbekämpfung abzustauben. Wenn man nicht grade wie ein Tier lebt, rohes Buschfleisch frisst und zum Hexendoktor geht brechen auch nicht dauernd Seuchen aus.





Kommentare:

  1. Hi, grundsätzlich großes Kompliment für deinen Blog, der hilfreich und knackig geschrieben ist.

    Den Sinn dieses Eintrags hier habe ich aber nicht ganz verstanden - wozu der Vergleich mit Affen? Außer im Film stellt sicher niemand infrage, dass Menschen intelligenter sind. Gruß Christian

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  2. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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