Samstag, 6. September 2014

Counter Insurgency und Konterrevolution

 

Der kommunistische Block hat in der ganzen Welt Terrorgruppen aufgebaut um diese als Befreiungsbewegungen und Stellvertreterarmeen gegen die Gegner des Kommunismus zu benutzen. Auch in Westeuropa war und ist diese Gefahr real.
Was tun, wenn vom Ausland geförderte Aufstandsbewegungen das Land terrorisieren?

Der Oberbefehlshaber der Nato in Europa US-General Philip Breedlove sagte in einem Interview mit der Zeitung Die Welt, dass die NATO auf den Einsatz von "kleinen grünen Männchen" vorbereitet sein muss, also Kämpfern ohne Hoheitsabzeichen. Er spricht von einer "neuen Art der Kriegsführung", auch wenn das nicht stimmt. Diese Art der Kriegsführung ist sehr alt, aber einer Bevölkerung die von nichts eine Ahnung hat muss man ja alles noch mal vorkauen und ganz langsam erklären. Und diese Leute haben dann auch noch ein Wahlrecht, wenn sie nicht gänzlich geistig behindert im Kopf sind.


Kleine braune Männchen: Sudentendeutsches Freikorps 

Als Putin wegen sein Vorgehen in der Ukraine Krise mit Hitler verglichen wurde, da empörten sich reihenweise die Menschen im Westen, welche eine kaputte Schlampenmentalität haben und Putin gerne als ihren neuen, starken Pimp Daddy sehen würden. Dabei ist der Vergleich absolut berechtigt und die Parallelen groß. Putin geht vor wie Hitler, ist räuberisch und aggressiv wie ein Wolf. Währenddessen kauern westliche Politiker, die sich alle verhalten wie Neville Chamberlain und glauben, innere Sozialreformen wären genug um sich einen Platz in der Geschichte zu sichern. Sozialistisch regierte Länder innerhalb der NATO fordern zur Beschwichtigungspolitik auf und sabotieren damit das Bündnis.

Die NATO hatte während des kalten Krieges ein geheimes Netzwerk an Untergrundgruppen, die im Falle einer sowjetischen Invasion den irregulären Kampf gegen diese aufnehmen sollten. Das Gladio Netzwerk kennt mittlerweile fast schon jeder, da die linken Journalisten sich darauf stürzen und jeden Dreck auf irgendeine Verschwörung dieses Netzwerkes zurückführen wollen, während man sich über sozialistische Terrorgruppen in Schweigen hüllt. 
Da das natürlich alles geheim war und vor den Sozialisten in den Parlamenten verborgen werden musste, wussten die Untergrundkämpfer selbst nicht mal so genau, von wem sie eigentlich Befehle kriegen. Ich vermute der sowjetische Geheimdienst hat eine Schwachstelle in diesem Netzwerk gefunden und angefangen es zu kapern.

Beispielsweise erhielt eine italienische Gladio Zelle angeblich von der CIA das U.S. Army Field Manual 30-31B, sowie weitere Anweisungen für Terroranschläge unter falscher Flagge, unter anderem gegen die sozialistische Partei, welche sich dann hilfesuchend mehr den kommunistischen Block zuwenden soll.
Das Field Manual 30-31B ist eine Fälschung und jeder Depp kann sich als CIA Mann ausgeben. Ich vermute mit solchen Aktionen konnte der sowjetische Geheimdienst letztendlich das Netzwerk in die Irre führen und für seine eigenen Zwecke gebrauchen.


Die Kommunisten haben ihre eigenen Netzwerke in Westeuropa geschaffen. Sie verfügen, Unterlagen zufolge die von dem Überläufer Vasili Mitrokhin stammen, selbst über versteckte Waffenlager und Möglichkeiten, im Westen bewaffnete Aufstände anzuzetteln, Chaos zu generieren und ihn Sturmreif für die Rote Armee zu machen.

http://www.focus.de/politik/deutschland/vorwuerfe-gegen-die-linke-geheimnisverrat-vorwuerfe-linkspartei-verraet-geheimnisse-an-militante-gruppen-1_id_3569407.html

Durch parlamentarische Anfragen erschleicht sich die SED/Linkspartei sensible Informationen über Polizei, Militär und Geheimdienst. Diese werden dann an Operationsgruppen im Inland und aller Wahrscheinlichkeit nach auch an das Ausland weitergegeben. 


http://www.welt.de/politik/deutschland/article110088734/Russisches-Agentenpaar-spioniert-die-Nato-aus.html

Wirtschaftsspionage findet ebenfalls statt. Die Feinde des Westens wollen stehlen was zu stehlen ist und den Rest vermutlich möglichst intakt übernehmen. Wirtschaftsspionage ist selbst ein sehr riskantes Spiel, da oft falsche Pläne platziert werden die zu nutzlosen Produkten führen.

Zu allem Übel wird aber das, was nicht durch Sabotage lahm gelegt wird an Klienten Moskaus und kommunistische Proxy Gruppen im Ausland verschenkt, wie momentan die kurdischen Kommunisten der PKK.

Im Westen werden zudem genug Dumme, Neider und Gescheiterte rekrutiert um eine Infrastruktur für Insurgenten zu schaffen. Das Essay L’Insurrection qui vient (z.Dt. Der kommende Aufstand) und seine rasche Verbreitung in mehreren Sprachen lassen zudem vermuten, wo die Reise in der Vorstellung dieser Leute hingehen soll. Abseits von der romantisierten Wortwahl des Autonom werdens und anderem postmarxistischen Dreck wird dann die Realität sein, dass die Insurgenten sich ausländische Hilfe und vermutlich russische Berater holen werden, die ihnen helfen sollen eine neue Ordnung durchzusetzen, wo aber nicht leere Häuser besetzt werden und von der Kolchose oder aus dem Konsum geklaut wird. Bis das aber passiert braucht der Insurgent ein Unterstützernetzwerk in der Bevölkerung. Während es früher noch in Studentenkreisen hieß "Ich würde Mitglieder der RAF bei mir Zuhause verstecken" sind es heute Sprüche wie "ich bin Putin-Versteher". Es gibt in Deutschland genug Ephialtes Gestalten die auf Hilfe aus dem Osten hoffen und meinen, wenn sie sich diesem als Bitch andienen und die Zugbrücke dem Feind herunter lassen, dann werden sie später belohnt mit einem Kommissarsposten für Information oder einer Stelle als Gauleiter. Aus verlachtem Abschaum ohne Freunde kann mit ein paar Waffenlieferungen schnell ein tyrannischer Kriegshaufen werden, der sich rächen will, an allen die nicht so verdreht im Kopf sind wie er selbst.

Also was tun wenn eine freiheitsfeindliche Revolution angezettelt wird? Für den Survivalisten, der sich nicht in einem Umerziehungslager wiederfinden will, bedeutet das Konterrevolution und Counter Insurgency.


1. Anzeichen erkennen für Subversion
In Deutschland ist das noch relativ problemlos, da es genug Dumme gibt, die sich offen als Kommunisten bezeichnen und auf der Rosa Luxemburg Konferenz laut sagen was sie vorhaben. Diese Trottel zu erkennen ist einfach und vermutlich sind die offenen Kommunisten bereits bei einigen Behörden auf Listen geführt. Beim FBI heißt diese Liste Security Index. Im Kriegsfall werden alle Kommunisten und Agitatoren umgehend verhaftet um zu unterbinden, dass sie als Fünfte Kolonne tätig werden können.

Man sollte aber nicht nur bei den Altkommunisten und bekannten Genossen nach Agitatoren Ausschau halten, auch viele im rechten politischen Spektrum sympathisieren mit Putin und wollen einen Bruch mit dem amerikanischen Verbündeten. 

Dazu gibt es dann noch diverse andere Verrückte, Verschwörungstheoretiker und Versager, die Putin und sein Russland als die Erretter feiern wollen. In der Regel sind diese Menschen aber am untersten Ende der Gesellschaft angesiedelt, gesundheitlich angeschlagen, haben weder Freunde noch Netzwerke und stellen keine realistische Gefahr dar als fünfte Kolonne aktiv zu werden. Darum melden sich auch keine Russlandfans in Scharen um im Donbass für Eurasien oder gegen Faschismus zu kämpfen, sondern posten lieber irgendeinen Dreck im Internet und verschicken Hassmails an Journalisten.

Man sollte hier auf Schlagwörter und standardisierte Sätze achten. Bei den offenen Kommunisten ist es eben der gleiche Scheiss wie schon seit 50 Jahren, der sich immer noch als hip und modern geben will. Mittlerweile sind gerade bei den Internet Clowns vom anscheinend anderen Spektrum, aber nur anscheinend, Slogans wie "Kriegshetze gegen Russland", "NATO Aggression" und "Einkreisung Russlands" gängig. 


2. Subversive Gruppierungen und Personen erfassen
Wer sind die Agitatoren im Einzelnen? In welchem Umfeld verkehren sie? Organisieren sie Demonstrationen oder Veranstaltungen, die zu einer Abrüstung im Westen aufrufen um den neuen Bündnissen der Kommunisten, wie der Shanghai Cooperation, einen strategischen Vorteil zu verschaffen? Sind sie Mitglieder in Parteien, öffentlichen Vereinen, Stiftung, einer Kirche, Gewerkschaft oder anderen Art von Vereinigungen? Sind Journalisten oder Presseleute dabei? Sind Angehörige des Militärs darunter? Befinden sich in ihrem Umkreis zwielichtige Personen mit Verbindungen zum organisierten Verbrechen? Gibt es Verbindungen zu Unternehmen die als Tarnfirmen fungieren könnten?


Es ist keine AK die hier zerbrochen wird.

Neuerdings gründen sich in Deutschland auch Foren und Aktionsbündnisse, die sich offen zur Doktrin des "Community Organizing" des Agitatoren Saul Alinsky bekennen. Lesen sie sein Buch Rules for Radicals um einen Einblick in die Strategie marxistischer Agitation zu gewinnen.

Wer Lust auf ein bisschen Abenteuer hat, der kann sich ja selbst in eine solche Gruppe infiltrieren. Besser die Haare färben und einen falschen Hintergrund zur eigenen Person erfinden.


3. Kritische und strategische Standorte
In welchen Regionen werden subversive Gruppen am ehesten Aktiv? Nicht automatisch in den Regionen wo verarmte Landbevölkerung oder unterdrückte Arbeiter fristen, sondern in denen wo es etwas zu holen gibt.
In der Ukraine war es nicht nur die Nähe zu Russland hin die hier eine von Moskau geförderte Revolution aufkommen lies, sondern auch ein höheres Durchschnittseinkommen dank der vielen Schwerindustrie in der Region. Die Ukraine ist ein großer Waffenproduzent und Russland auf viele Komponenten von dort angewiesen. Zudem steht in der Region auch das Luhanskteplovoz Werk, welches fast alle GUS Staaten mit Zügen und Lokomotiven beliefert. Was weiter im Norden ist interessiert den Kreml nicht, denn da gibt es nichts zu holen. 
Wohlstand zieht parasitäre Diebe eben an. In Donetsk gab es zudem ein weit ausgebreitetes Netz an organisiertem Verbrechen, welches für Geheimdienste immer Interessant ist und als Vehikel benutzt werden kann. Viele Anführer der Separatisten in Donetsk sehen aus wie primitive Verbrecherfressen, weil es primitive Verbrecherfressen sind mit Goldzähnen. Kleine wie große Gangster träumen davon unantastbar zu werden, irgendwann selbst ein Staat zu sein wie es die UCK im Kosovo gemacht hat.
Letzten Endes wird man diese aber über die Klinge springen lassen und selbst stehlen was man stehlen kann. Der Hilfskonvoi der weißen LKWs war nie als humanitäre Hilfe gedacht, die Fahrzeuge waren zum großen Teil leer. Sie sollten nichts IN die Ukraine bringen, sie sollten Dinge dort heraus schaffen.


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Deutschlandkarte der linken Gewalttaten: Hamburg ist durch Handel groß und wohlhabend geworden, weswegen es für die Stadt lange bequemer war die linke Szene mit Sozialleistungen ruhig zu halten, anstatt ihre besetzten Drecknester zu stürmen. Vermutlich werden sich die Aufständischen auf urbane Zentren als Operationsraum konzentrieren.
Mittlerweile ist die Stadt im Minus und kein Einzahler mehr in den Bundesländer Finanzausgleich, sondern ein Empfänger. Im Hamburger Hafen kommen am Tag mehr als 10.000 Container an, die sich unmöglich alle kontrollieren lassen. Genauso könnte aber auch das Airbus Werk bzw. wichtige Komponenten in den Containern verschwinden. 
Eine Stadt wie Hamburg mit seinen 1.8 Millionen Einwohnern sowie sehr unterschiedlicher Gesellschaftsschichten ist im Trend der Urbanisierung und Littoralisation, welche auch die Zukunft von Konflikten entscheidend prägen werden.

 Out of the Mountains: The Coming Age of the Urban Guerrilla

Aufständische werden sich hier nicht nur an der Bevölkerung, den Geschäften und Banken bedienen um ihre Kriegskassen zu füllen, vermutlich wird man auch eine Parallelwirtschaft aufziehen indem man in den Rest des Landes Schmuggelware verkauft. In Hamburg phantasiert die Szene der Genossen mittlerweile offen darüber ihre antifaschistischen Drecknester gegen die Polizei mit Sturmgewehren zu verteidigen. Glücklicherweise sind Menschen aus dem ideologischen Fußvolk sehr irrational und keine besonderen Leuchten was Taktik oder Waffentechnik angeht.



4. Der Ausbruch des Aufstandes
Es kann ein einziges Event sein, das zu einem Aufstand führt. Der Tod eines Jugendlichen bei einer Demonstration gegen die Plattmachung eines Parks oder alten Plattenbaues, ist bei Agitatoren als Ausgangspunkt recht beliebt. Schon die Stasi unterwanderte die Westdeutschen Polizeibehörden um genau solche Fälle zu schaffen.
Eventuell wird es dann zu weiteren Ausschreitungen bei Demonstrationen kommen, eventuell auch mehr Toten. "Demonstranten" können sich auch gegenseitig umbringen und es dann der Polizei in die Schuhe schieben.
Es ist weniger wahrscheinlich, dass der bewaffnete Aufstand dann unmittelbar im Rahmen einer Demonstration erfolgt, obwohl auch dies passieren könnte.

 
5. Taktik der Aufständischen
Welche Taktik die Aufständischen verfolgen werden hängt von ihrer Größe und ihrem Ziel ab. Sollten Aufständische in kleinen Terrorzellen wie die RAF operieren, so werden sie nirgendwo offen in Erscheinung treten und sich auf Bombenanschläge und Attentate konzentrieren. Die RAF oder generell die linken Studenten in Westdeutschland hatten niemals das Potential zu einer größeren Guerillabewegung zu werden, weil es verweichlichte, feige, emotional schwache Labersäcke waren und immer noch sind. Unter Abiturienten findet man in der Regel keine widerspenstigen Kämpfernaturen.

Sollten sie eine gewisse Größe haben, so werden sie vermutlich wie die IRA operieren. Keine offenen Kämpfe, in der Regel Bombenanschläge, Ermordung politischer Gegner und einzelne Hinterhalte in welchen Polizei und Militärfahrzeuge aus dem Hinterhalt beschossen werden. Öffentlich wird man aber Präsenz zeigen bei Demonstrationen, anderen Massenveranstaltungen und Beisetzungen. Gebiete werden markiert durch Graffitis, werden aber nicht offen gehalten mit einer Flagge auf einem Hauptquartier oder so.

Sollten die Aufständischen sich bereits schon ganz sicher oder besonders fanatisch sein, so tritt man offen auf und besetzt Gebiete ganz offen. Dies ist in der Ukraine mit russischer Unterstützung passiert. Ein paar Bewaffnete haben mit der Hilfe russischer Handler Polizeistationen, Kommunikationseinrichtungen, Verkehrsknotenpunkte besetzt. Ich spreche hierbei von der Region Donbass, nicht von der Krim. Das hier das reguläre russisches Militär einfach übernommen hat ist völlig offensichtlich.
Wie bereits erwähnt werden sich die Aufständischen auf urbane Zentren als Operationsraum konzentrieren.
Städte sind eigentlich keine bevorzugten Operationsräume für Insurgenten. Man kann keine größeren Treffen abhalten ohne das jemand es mitbekommt, man kann keine Ausbildungslager führen und so weiter. Der entscheidende Punkt ist aber, dass der Insurgent durch Aufstände in den Städten das Militär weglocken und binden kann, weg von Rückzugsräumen auf dem Land. 
Zudem romantisieren gerade die kommunistischen Kräfte die Stadtguerilla und verachten in Wahrheit die Landbevölkerung. In den ländlichen Regionen Deutschlands sind linke Parteien sagen wir mal, auffallend unterrepräsentiert. Der Durchschnittsidiot der in Deutschland als Verdächtiger für den kommenden Aufstand in Frage kommt ist nämlich kein bodenständiger Arbeiter oder Bauer, sondern ein Sozialschmarotzer im urbanen Umfeld, der gegen Gentrifizierung Autos anzündet und für bezahlbaren Wohnraum ist.




6. Counter Insurgency

Als Counter Insurgency bezeichnet man das Vorgehen gegen Aufständische und in unserem Fall die Konterrevolution. Diverse Handbücher der US Army sowie Fachliteratur und Positionspapiere von Think Tanks können dabei helfen selbst eine Counter Insurgency Operation aufzubauen. Auch wenn konterrevolutionäre Gruppen nicht über Ressourcen wie ein Staat verfügen, so bleiben die Grundlagen doch dieselben.

- Wie operieren die Aufständischen und welche strategischen Ziele haben sie?
Was die Aufständischen letztendlich im Einzelnen wollen kann mir total egal sein, denn was sie glauben zu wollen ist meistens nicht das Ziel ihrer Förderer. Ich muss lediglich ihre strategischen Ziele einschätzen können um sie am erreichen dieser Zeile zu hindern und effektiv Störaktionen durchzuführen.

6.1 Zusammenarbeit mit Bevölkerung und Polizei
Die Bevölkerung welche nicht mit den Aufständischen auf Linie ist sowie die Polizei sind in der Regel die ersten, auf welche es Insurgenten abgesehen haben und gleichzeitig auch die ersten, die von der Regierung im Stich gelassen werden. In Deutschland reagiert man auf Bedrohungen meist damit, dass man das "nicht so gut" findet und dann eine Telefonhotline einrichtet.
Es ist von großem Vorteil wenn man sich der betroffenen Bevölkerung als legitime Hilfe im Widerstand gegen Aufständische anbieten kann und ihnen dabei hilft, oder diese auch nur dazu ermutigt, selbst Sicherheitsräte in ihren Nachbarschaften zu organisieren, wie man Checkpoints operiert sowie generell Augen und Ohren offen zu halten.
Die Polizei ist ein strategisches Ziel für die Aufständischen, da man hier nicht nur die staatliche Struktur angreift, sondern dabei auch Waffen erbeuten kann. Der Polizist wird zudem außerhalb seines Dienstes bedroht und eingeschüchtert, eventuell erpresst um die Aktionen der Aufständischen zu decken. Der Dienstweg bringt ihn in so einer Situation oft nicht weiter und wer sich hier als legitime Hilfe anbieten kann, der kann mit diesem Verbündeten Zugriff zu der Informationsinfrastruktur der Polizei erlangen. In Ländern, in denen es diese Arten von Problemen gibt, sind es auch oft Polizisten, welche nach Dienstschluss sich in Milizgruppen organisieren.

In einem solchen Unternehmen sollte der Konterrevolutionär aber verständlich machen, dass er hier nicht das Recht auf Spitzensteuersätze und Schulpflicht verteidigt.

6.2 Nachrichtendienstliche Methoden um Insurgenten zu stören
Aufständische Gruppierungen verhalten sich mal mehr und mal weniger verschwörerisch. Infiltration ist unter einem gewissen Alter noch relativ einfach. Technologischer Fortschritt hat auch dazu geführt, dass linke Hipster nun auch während sie im Starbucks Kaffee sitzen ihr iPhone nutzen können um sich über das Übel des Kapitalismus auf Facebook zu posten. Gerade die Aufstände und Unruhen der jüngsten Zeit haben gezeigt, wie elektronische Mittel die eigentlich als Konsumgüter gedacht waren Aufständischen dabei helfen miteinander zu kommunizieren. Vermutlich werden auch die Aufständischen der nächsten Zeit wieder Facebook und Twitter benutzen. Wahrscheinlich added dieses Pack sich gegenseitig auf Facebook und Instagram, wo man ihre Location-based Suchanfragen und Tweets abfragen kann, wenn sie sich wieder bei irgendeiner "Kapitalismus überwinden", "kein Mensch ist illegal" oder "Friedensdemo" tummeln.

Wer die einzelnen Verdächtigen und ihre Bewegungsmuster kennt, der kann mit etwas Know-how leicht in ihre elektronische Kommunikation eindringen. Man kann selbst falsche Internetplattformen für politische Aktionen gründen, die den Anschein erwecken irgendein Infonetz zu sein für Updates zu Demonstrationen und Versammlungen, während man über falsche Apps und Updates lediglich nur "PlaceRaider" Malware versendet, welche über das Smartphone die Umgebung des Benutzers ausspioniert. 
Man kann auch dort, wo ihre "Aktivisten" sich versammeln, falsche Akkuladestationen aufstellen um so Software auf ihre Geräte zu schleusen. Alles für alle und umsonst. Eventuell hängt das Pack sich sogar in das McDonalds WLAN Netz ein.

Natürlich ist es auch möglich, dass die Aufständischen Funkgeräte verwenden, die vermutlich kommerziell beschafft wurden, nicht lizenziert und nicht verschlüsselt sind.

6.3 Personelle Strukturen der Insurgenten stören
Es ist ein großer Vorteil wenn man bereits im Voraus einen Index an Verdächtigen hat und in welchen Kreisen, mit welchen Organisationen sie verbandelt sind.
Man hat hier mehrere Möglichkeiten. Will man das Fußvolk dezimieren und demoralisieren? Das Gefühl verbreiten, dass keiner von ihnen sicher ist? Will man die Anführerfiguren ausschalten? Will man die Anführer diskreditieren? Will man sie in ihren Operationsräumen abwehren oder in ihren Rückzugsräumen verfolgen? Operieren Ziele heimlich oder offen?

Hier stehen folgende Optionen offen: Überfall, Störaktionen, Jagd, Gegenorganisation und Pseudo-Operationen.

6.3.1 - Der Überfall
Ist der Aufenthaltsraum der Insurgenten bekannt, so kann man ihn dort einfach direkt angreifen um seine Kämpfer zu töten oder zu entführen und dabei möglichst viel Nachrichtenmaterial, wie Mitgliederlisten, zu erbeuten. Ist sehr laut, ist sehr auffällig und wird von dem Rest der Aufständischenorganisation schnell zur Kenntnis genommen werden, worauf diese ihre Pläne und ihr Vorgehen ändern wird.

6.3.2 Störaktionen
Störaktionen bedeuten die Verbindung und Kommunikationswege der Insurgenten untereinander zu stören. Dies können ganz simple Sachen sein wie ihre Fahrzeuge zu manipulieren oder Handy-Störsender aufzustellen. Solche Störsender werden momentan nur in Gefängnissen eingesetzt. Geheimdienst und Armee lassen in vielen Fällen hingegen die Mobilfunknetze offen, da sie so selbst mehr Informationen abgreifen können.

6.3.3 Jagd
Die Jagd hat zum Ziel Einzelpersonen, welche als High Value Target (HVT) eingestuft werden, zu erfassen und auszuschalten, entweder durch Entführung oder Attentat. Solche HVTs halten wichtige Schlüsselfunktionen bei den Aufständischen, wie Schatzmeister, Personalchef, Verteidigungsminister.


Personen aus der Parallelregierung einer Aufstandsbewegung, wie Bürgermeister oder Vorsitzender des Politbüros, sind oft nur symbolische Posten und die Leute dienen lediglich als Sockenpuppen.
Die Führungsfiguren einer Aufstandsbewegung auszuschalten kann aber auch dazu führen, dass diese Positionen sofort mit Kadern aus dem Ausland besetzt werden.
We spent months uncovering and accumulating evidence. When absolute proof was completed, we acted, we acted like soldiers. The charges are unjustified. They are in fact, under the circumstances of this conflict, quite completely insane.

6.3.4 Gegenorganisation
Wenn die Aufständischen bereits eine Regierungsstruktur gebildet haben, dann kann man innerhalb dieses Struktur Gegenorganisation betreiben. Ob man sich hierfür noch fanatischer und verrückter geben muss als der Revolutionär um ihn als Inkonsequent hinzustellen, oder ob man für eine andere politische Strömung innerhalb der Ideologie wirbt: Das Ziel ist die Bewegung zu verunsichern und zu spalten.
 
6.3.5 Pseudo-Operationen
Als Pseudo-Operation kann man groß angelegte Ablenkungsmanöver bezeichnen. 
Sie können den Aufständischen herauslocken und dort seinen Operationsraum binden, wo man eine solche Operation durchführt. Dies können schwach wirkende strategische Ziele für Aufständische sein wie Polizeistationen oder Kontrollpunkte, oder aber auch ein inszenierter Politischer Gegner, der zum Angriff verleiten soll. Im Falle der linken Sozialisten könnte man diese provozieren, indem man irgendwo die Gründung einer National befreiten Zone als reaktionäre Konterrevolution inszeniert. Man kann aber auch selbst als der Gegner posieren, indem man bspw. selbst eine Revolutionäre Zelle erfindet, welche gegen andere Revolutionäre Zellen kämpft wegen Meinungsverschiedenheiten über die revolutionären Methoden der emanzipatorischen und dialektisch durchgeführten sozioökonomischen Wandlung der Gesellschaftsordnung.
Denn jede anti-imperialistische Gruppe muss eine solche Interessendivergenz innerhalb ihrer Machtbasis reflektieren.


 Happy Hunting.


Aus dieser Reihe
Der Unterstützerkreis
Der Protostaat
Hinter feindlichen Linien
Initiative ergreifen


Siehe auch:

Guerrilla Warfare Tactics in Urban Environments
U.S. Army Guerrilla Hunter Killer Smartbook
Hunter Killer Teams
Out of the Mountains: The Coming Age of the Urban Guerrilla von David Kilcullen
Pseudo Operations and Counterinsurgency: Lessons from Other Countries
Der kommende Aufstand



1 Kommentar:

  1. " ... werden sie später belohnt mit einem Kommissarsposten für Information ..."

    ja, ja der Elsässer ... ^^

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