Montag, 15. September 2014

Insurgency: Der Unterstützerkreis


Sobald eine Insurgentenbewegung genug Unterstützer rekrutiert hat und sich stark genug fühlt ruft sie ihren eigenen Protostaat aus. Welche Infrastruktur benötigt sie dafür und wie wird diese aussehen?


Wie rekrutieren Aufständische?
Untergrundbewegungen rekrutieren meistens aus einem politischen Unterstützerkreis heraus ihr Bodenpersonal. Dies geschieht indem der politische Arm der Bewegung Demonstrationen und Veranstaltungen abhält, auf denen einzelne Mitglieder sich als besonders gewalttätig hervortun können. Das geschieht bewusst im Rahmen der Veranstaltung bei der Polizei anwesend ist. Es ist bewusst ein Schlachtfeld für Gewalt ausgewählt, bei dem derjenige der Gewalt anwendet verhaftet werden kann. Es wird damit gerechnet, dass er dafür ins Gefängnis wandert. Im Gefängnis findet dann die eigentliche Rekrutierung statt. Es ist ein Test von Loyalität und davon, was der Rekrut bereit ist auf sich zu nehmen.


Welche Personen rekrutieren Aufständische?
Für unterschiedliche Aufgaben gibt es unterschiedliche Anforderungen. Für die Schaltstellen der Bewegung werden so gut es geht Leute ausgewählt, die schon sehr lange fanatische Anhänger der eigenen Ideologie sind. Diese Leute sollen dann erst eine nützliche Karriere starten, wie Jura studieren, Anwalt werden oder anderweitig einen ,,Marsch durch die Institutionen'' antreten. Diese Leute in Schlüsselpositionen dienen als Schlüssel für die Bewegung sich in der alten Ordnung auszubreiten, weniger dazu die neue Ordnung zu etablieren.

Otto Schily und dahinter Hans-Christian Ströbele: Zwei der RAF Anwälte

Durch "Sozialarbeiter" und "Community Organizer" sickert man in die unteren Schichten der Gesellschaft ein. Dies kann dazu beitragen das politische Klima über den politischen Weg zu verändern durch Wahlen, dies kann aber auch dazu beitragen das politische Klima durch politische Unruhen zu ändern. In ärmeren Ländern bieten Slums dazu einen Rückzugsraum für Insurgentengruppen, da diese sehr unübersichtlich sind und die Polizei dort ohnehin unterrepräsentiert ist. Man kann heute auch ein Haus in einer Favela auf Google Maps sehe, weiß aber trotzdem nicht wer dort lebt. Oft hat die Straße in der es steht keinen Namen und die Adresse keine Hausummer.

Elisabeth Käsemann dachte sie kann Revolutionärin spielen und in Argentinien Subversion betreiben: Dumm gelaufen. Für sie ist die Sache ganz mies ausgegangen.

Dazu haben arme Menschen oft viele Kinder die sie nur schlecht versorgen können. Insurgentenbewegungen übernehmen Patenschaften für diese Kinder und machen sie zu loyalen Funktionären denen durch Geld der Universitätsbesuch ermöglicht wird, oder sie werden zu Fußsoldaten und Märtyrern.

https://www.youtube.com/watch?v=uv38sAkPNsQ

In der Mittelschicht ist es eher so, dass man hier die Zweitgenerationsler oder "Red Diaper Babies" findet. Die Eltern sind meist Salonsozialisten, Lehrer, kleine Beamte, "Akademiker" und anderes "Bildungsbürgertum", die ihre Kinder von Kindesbeinen an vollscheissen mit sozialistischem Dreck. 

Ortsvorsitzende der Jungsozialisten Hannover: Philip Le Butt ist so ein Zweitgenerationsler. Er will Schwimmbäder mit dem Blut der FDP füllen. Dummer PR Stunt oder Allmachtsfantasie eines pausbäckigen Lehnstuhlsozialisten?

Journalisten sind ebenfalls sehr begehrt. Fidel Castro soll einmal gesagt haben, dass für den Erfolg seiner Revolution es von größerem Nutzen ist einen amerikanischen Journalisten zu rekrutieren als 100 Partisanenkämpfer. In vielen Fällen ist Journalismus lediglich getarnte Subversion. In Deutschland geben viele "Journalisten" ihre politische Agenda als journalistische Arbeit aus um zu stören, zu zersetzen und als Kontaktpersonen mit Insurgentengruppen zu fungieren.
In Deutschland ist bspw. SED-Linkspartei Mitglied Nick Brauns bekannt dafür durch seine journalistische Arbeit Kontakte zur kommunistischen Insurgentenbewegung PKK zu pflegen. Die Linkspartei fordert seit jeher eine Aufhebung des PKK Verbots in Deutschland, so dass diese offen auftreten könnte.

Dann gibt es da noch die Schläger, die Ganoven und "Feuerspucker". Diese Menschen sind psychopatische Irre und dienen der Insurgentenbewegung indem sie die Drecksarbeit erledigen und als aggressive Anführerfiguren fungieren. Andreas Baader wird oft beschrieben als ein arrogantes Arschloch der sich viel mehr für die aggressiven, gewalttätigen Aspekte des revolutionären Kampfes begeisterte, als für die ideologischen.

Bilder: Der selbst erklärte Gouverneur Pavel Gubarev des Insurgenten Proxystaates Volksrepublik Donetsk als Mitglied er Organisation Russische Nationale Einigkeit welche von dem Neo-Nazi Alexander Barkashov 1990 gegründet wurde. So ziemlich alle Funktionäre der russischen Separatisten in der Ostukraine sind Mitglieder von Neo-Nazi Organisationen oder aus dem Milieu der organisierten Kriminalität. Es mögen junge Arbeitslose und fette alte Weiber sein die bei Pro-Russland Veranstaltungen sowjetische Fahnen schwenken, für die eigentlichen Aufgaben braucht der russische Staat allerdings skrupellose, fanatische und belastbare Funktionäre. Belastbar werden Funktionäre oder Assets durch eine kriminelle Vergangenheit oder ähnliches, was ihnen die Rückkehr ins alte Leben verunmöglicht und so weiter an die Insurgentengruppe bindet.

Denis Cuspert: In Deutschland arbeitsloser, gescheiterter Rapper, in Syrien und dem Irak mittlerweile Field Commander in der Insurgentenbewegung Islamischer Staat, welche bereits einen Protostaat führt.

Rekrutierung im Ausland geschieht über politische Organisationen, religiöse Vereinigungen, Expatriaten oder staatliche Stellen. Insurgentengruppen die in Schwellenländern oder der dritten Welt aktiv sind suchen vor allem die materielle Unterstützung aus Ländern mit höherem Entwicklungs- und Lebensstandart, da hier die Wechseldifferenz der Währung es Leuten ermöglicht mehr geben zu können.

Sven Lau brüstet sich damit Krankenwagen in das syrische Krisengebiet zu bringen. Salafistische Vereine sammeln unter ihren Unterstützern Geld um damit im Ausland Terrorgruppen zu unterstützen. Dies kann dadurch geschehen, dass direkt Terrorgruppen mit Geld finanziert werden, dies kann aber auch dadurch geschehen, dass von dem Geld Medikamente u.ä. gekauft werden, die im Krisengebiet teuer auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden.

Karl-Heinz Hoffmann, der aus der DDR stammende Neo-Nazi und Führer einer Wehrsportgruppe in Bayern, lieferte ausgemusterte Bundeswehrfahrzeuge an die von Moskau gestützte palästinensische PLO Bewegung. Zeitweile richteten sich er und seine Gruppe im Libanon ein.

Bodenpersonal wird im Ausland erst ab einer gewissen Größe des dortigen Angebots rekrutiert oder wenn es keine Sprachbarriere zum Einsatzgebiet und der Insurgentenbewegung gibt. Wer vor einer Dekade noch als Taliban in Waziristan kämpfen wollte, der brauchte Sprachkenntnisse und oft familiäre Kontakte in die Region. Entsprechend gering war die Anzahl ausländischer Freiwilliger bei den Taliban, die selbst sowieso keinen Mangel an überzähligen Söhnen als Kanonenfutter haben. Einzelpersonen welche aber eine mediale Figur abgeben können dienen der Insurgentenbewegung oft als Lobby und Werbeschild und sollen sich gezielt daran richten ausländische Kämpfer zu locken.

Es können allerdings auch staatliche Akteure Soldaten "auf Urlaub" wie die Legion Condor beauftragen eine Insurgentenbewegung zu unterstützen. In Ausnahmefällen kann die Insurgentenbewegung im Ausland bzw. dem Unterstützerland offen werben. Die Insurgentenbewegung im Osten der Ukraine hat mittlerweile Rekrutierungsbüros in Moskau und St. Petersburg eröffnet, die von der russischen Regierung nicht nur geduldet, sondern auch unterstützt werden. Politische Bewegungen in Land A können auch ihre Mitglieder als Kämpfer nach Land B schicken um diese zu trainieren und Kontakte zu knüpfen für spätere Aufstände in Land A.

Bild: Deutscher Neonazi im Einsatz verwundet in einem kroatischen Krankenhaus im Herbst 92, daneben ein Jahr später auf einer Veranstaltung in München.


Wie finanzieren sich Aufständische?
Aufständische finanzieren sich im Untergrund über organisiertes Verbrechen, Geldwäsche, Tarnfirmen, Spendensammlungen und Revolutionssteuer in den besetzten Gebieten.

Drogenhandel bietet sich für viele Insurgentenbewegungen an. Doch nicht nur für die, die in den typischen Anbauregionen operieren. In Lateinamerika handelt man üblicherweise mit Kokain, die Taliban mit Opiaten und die Hezbollah mit Haschisch und Chemie. Auch für staatliche Akteure ist das Drogengeschäft eine lohnende Einnahmequelle. Dies funktioniert nur so effektiv wenn Drogen in dem Absatzland unter Prohibition stehen und der Schwarzmarkt höhere Preise verlangt. Im Grunde sind es lausige Agrarprodukte die so eine Menge Geld abwerfen können.

Das Gastronomiegewerbe ist immer eine beliebte Geldwaschanlage. Kleine Betriebe bei denen wenig digital nachvollziehbar ist, bei denen viele falsche Kassenzettel produziert werden können, bieten sich für die Insurgentenbewegung an. Zudem können sie oft von loyalen Unterstützern aus dem eigenen Kulturkreis der Insurgenten geführt werden. Bei Geldwäsche entfällt allerdings immer ein gewisser Betrag an Steuern, bis das Geld dann "sauber" bzw. "gewaschen" ist. Der Staat kassiert sein Schweigegeld.

Die Gegner der Insurgenten können diese illegalen Aktivitäten und finanzielle Infrastruktur leicht stören, indem entweder Teams privat ermitteln und dies an die staatlichen Stellen des Gastlandes weitergeben. Bleiben diese untätig, weil sie geschmiert wurden oder einfach feige sind, können Hit Teams direkt einwirken und dies als Milieukriminalität tarnen.

Spendensammlungen kommen dazu, finden meistens im religiösen oder politischen Sympathisanten- und Expatriatenkreisen statt.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-2746885/Jihadist-flag-goes-auction-Liverpool-mosque-Western-Sydney-Teen-posts-hate-fueled-photos-featuring-IS-flag.html
In einer Moschee in Liverpool wird eine Dschihadi Flagge versteigert. Die schwarze Flagge mit Shahada und dem Siegel des Propheten Mohammend, alayhi as-salām, bereichert nun die Kultur der Stadt Liverpool. Das meiste womit hier Dschihadi-Kitsch bezahlt wird, wird vermutlich Sozialkohle des britischen Steuerzahlers sein.

Sozialkohle ist generell eine willkommene Hilfe westlicher Wohlstandssozialisten an Insurgentenbewegungen der dritten Welt, besonders wenn die Westler dann noch xenophile Toleranzneigungen haben und die ganze Welt mit dem Geld anderer Leute durchfüttern wollen.

Russland Anhänger demonstrieren im Bundeshauptslum Berlin anstatt ihre Koffer zu packen. Der russische Staat hat sich in Deutschland einen kleinen Sympathisantenkreis geschaffen aus Altkommunisten, Neuen Rechten, Neonazis, Arbeitslosen die schlechte Blogs lesen und anderen verwirrten Menschen die sich nach einem neuen Herrchen und Beschützer sehnen.
Geht demnächst Geld aus Deutschland an die Insurgentenbewegung in Donetsk oder findet das bereits statt? Neben Freiwilligen aus Russland, Tschetschenien, Ossetien und Serbien gibt es unter den Insurgenten bereits einige Franzosen und mindestens eine Deutsche. Finden sich Ausländer bei der Konterrevolution sind es Söldner, finden sich Freiwillige bei den Sturmtruppen der Weltrevolution sind es Interbrigadisten und Internationalisten.

Noch mal die Anwälte: Hans-Christian Ströbele und Otto Schily haben 1968 gesammelte Gelder von West- nach Ostberlin gebracht, welche dort der Nordvietnamesischen Botschaft übergeben wurden um die Insurgenten- und Terrorbewegung FNL "Vietcong" zu unterstützen.
Später sammelte Ströbele als Gründer der linken Tageszeitung taz mit der Kampagne "Waffen für El Salvador" Geld für die kommunistische Guerillabewegung FMLN. Später meinte er, das Geld wäre irgendwie anderweitig durchgebracht worden.

Dann gibt es da noch die Revolutionssteuer, welche die Aufständischen in ihren Einflussgebieten und besetzten Zonen eintreiben. Dies bringt aber in der Regel viele Menschen gegen die Insurgenten auf, besonders wenn sich Insurgenten und Regierung mit der Kontrolle eines Gebietes abwechseln und die Menschen so quasi doppelt belastet werden.

Tarnfirmen benötigt eine Bewegung wenn sie sensible Dinge wie Waffen mit einem geringeren Risiko als bei gewöhnlichem Schmuggel verschieben möchte. Beispielsweise findet oder gründet man ein Unternehmen in einem Zwischenland, oder man findet korrupte Behörden dort. In dieses Zwischenland werden sensible Dinge geliefert die der Ausfuhrkontrolle unterliegen, neu deklariert und weiterbefördert.



Siehe auch:

Counter Insurgency und Konterrevolution



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