Freitag, 12. September 2014

Warum Leute nicht kämpfen können

In dem Artikel People can't fight for shit hatte ich Beispiele aufgelistet, wie unfähig Leute mit Waffen sich letztendlich anstellen können. Warum sind manche Menschen bessere Kämpfer als andere?


Tribale Kriegsführung und Kultur

In vielen Ländern der dritten Welt wie auch in vielen Schwellenländern haben die Menschen immer noch eine sehr primitive Mentalität, wie die von Stammesangehörigen.
The focus of primitive tribesmen on posturing at the expense of fighting in times of war is usually blatant and obvious. Richard Gabriel points out that primitive New Guinea tribes were excellent shots with the bow and arrows they used while hunting, but when they went to war with each other they took the feathers off of the backs of their arrows, and it was only with these inaccurate and useless arrows that they fought their wars. 
- On Killing
https://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=fwp0vBaVgNo#t=322

Die primitiven Stammesleute von Neu Guinea führten in der Regel "Krieg" gegeneinander, bis einer verletzt war. Sobald dann Blut floss war der Kampf vorbei. Nichts von den erbärmlichen Dingen um die sie Krieg führen ist es für sie wert einer Familie den Versorger zu entziehen. Zudem sind sie mental nicht darauf vorbereitet einen Menschen zu töten.

They played at war, raiding each other, a little rape and pillage here, a little ransoming there.
- Edward Sallow ,,Caesar''   

Die rhodesische Armee hatte im Buschkrieg ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass die schlecht ausgebildeten Guerillas immer zu hoch schossen und nicht gezielt. Die rhodesischen Soldaten passten ihre Taktik entsprechend an, stürmten meistens auch direkt in das Feindfeuer und stellten rasch die Feuerüberlegenheit her. Man verlor nur sehr selten einen der eigenen Soldaten und die meisten Verluste gingen auf das Konto von Landminen und Sprengfallen. In Feuergefechten im Busch lag das Tötungsverhältnis für die rhodesischen Kräfte bei durchschnittlich 35 zu 1. Und das in einer Umgebung wo man weder Luftunterstützung noch Artillerie hatte.

Die Kriegskultur der primitiven Völker ist eine völlig andere. Längere Kriegszüge, Langfristiges Denken und die Kalkulierung von Verlusten, sind unbekannt. Überfälle sind die Regel.
Europäische Menschen mussten lernen über längere Zeit zu planen. Wer im Europa der Eiszeit nicht für den Winter planen und vorsorgen konnte, wer nicht längere Jagten auf sich nahm die mehrere Wochen dauern konnten, der sortierte sich selbst aus der Evolution aus. In anderen Teilen dieser Welt war dies nicht nötig, weshalb die Menschen dort traditionell anders denken. Die Kriegsführung nomadischer Reitervölker bspw. konzentriert sich auf Überfälle, nicht auf längere Konflikte. Es gibt keinen Grund für so etwas wie "strategische Punkte", wenn man ständig mobil ist. Das Wort "Razzia" stammt von dem arabischen Wort Ghazwa ab, womit die übliche Art der arabischen Reiterstämme beschrieben wird Überfälle als primäre Art des Angriffes zu betrachten.


Sprache
In der deutschen Sprache gibt es eigentlich dutzende Unter-Sprachen, Fachsprachen und Fachbegriffe. Alles kann irgendwie ganz genau beschrieben werden.
Afrikanische Sprachen dagegen haben oft keine Graduierungen ohne Möglichkeiten etwas in längeren Zeitabständen zu beschreiben. Es fehlt an Genauigkeit, an Details. Die europäische Sprache ist in jedes ihrer Zeitalter hinein gewachsen und passte sich immer wieder über längere Zeiträume an neue Gegebenheiten an. Die europäischen Sprachen sind evolutioniert, wohingegen andere Zivilisationen mit Fortschritt konfrontiert wurden, den sie nur sehr langsam begreifen konnten. Oft ist ihre Sprache auch durch ihre Kultur komplett anders geprägt als die europäischen. Vernunft, Logik, moralische Verantwortung oder Freiheit haben in anderen Kulturräumen ganz andere Bedeutungen, Auslegungen oder existieren gar nicht. Bspw. finden sich in der chinesischen Sprache viele Sprichwörter, die Individualismus ablehnen und eine anpasserische Art als Vernunft auslegen.


Mentale Einstellung
Das Wertvollste angesichts des Feindes ist die Munition. Der jenige, der unnütz schießt, nur um sich zu beruhigen, verdient nicht den Namen "Fallschirmjäger".
- Siebtes Gebot der Fallschirmjäger
Bereits im dreißigjährigen Krieg schrieben Befehlshaber von der schlechten Leistung und der Panik unter frischen Truppen, die des lauten Knallen und Platzens[der Schusswaffen] nicht gewöhnt waren. Wer nicht hineinwächst in Dinge die assoziierbar sind mit denen auf einem modernen Schlachtfeld, der reagiert fast zwangsläufig verängstigt. Dazu kommt letztendlich die wirkliche Motivation hinter dem Willen zu kämpfen. Die Meisten in der Scharen der enthusiastischen Freiwilligen lassen sich von der Euphorie der Gruppe anstecken und haben es eigentlich überhaupt nicht drauf. Nach kurzer Zeit sind sie bereits Kriegsmüde und wollen wieder Nachhause.




Siehe auch:
On Killing und On Combat von Lt. Col. Dave Grossman
Die Killologie Reihe auf diesem Blog



Kommentare:

  1. Militärische Schutzwesten und Helme ok, aber eben auffällig zumal in unserem Land auch post collapse.
    Lösungen sind z.B. Helme, die nicht auf
    den ersten Blick ballistische
    Schutzwirkung haben und entsprechend gefärbt als Fahrradhelm durchgehen (ops core half cut) oder in heissen Ländern hab
    ich ein paar mal bei Westlern eine zunächst mal interessante israelische Computertasche gesehen, die mit einem
    Handgriff aufklappte und eine Matte bildete, die immerhin Schutzklasse 2 (Vollmantel KurzwaffenGeschosse) bieten sollte.
    Leider kann ich nicht beurteilen ob sowas sinnvoll sein kann oder nicht.

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  2. Sorry sollte bei Körperpanzerung stehen

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    1. Dann poste es halt noch mal da. Verschieben geht genauso wenig wie editieren.

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