Donnerstag, 2. Oktober 2014

Der letzte Einsiedler

Im Bundesstaat Maine lebte Christopher Thomas Knight fast für 30 Jahre lang unendeckt als Einsiedler in den Wäldern.



Seit 27 Jahren wird die kleine Gemeinde von North Pond, Maine, von Einbrüchen heimgesucht. Doch nie wurden Wertsachen gestohlen, nur Nahrungsmittel, Küchengegenstände, Bücher und Kleidung.
Gerüchte kamen auf. Manche Menschen glaubten schon verrückt zu werden, als Batterien aus Elektronikgeräten verschwanden und Kühlschränke sich leerten. Manche hinterließen Zettel für den mysteriösen Dieb, er möge ihnen doch einfach sagen was er brauchen würde. In manche Häuser wurde bis zu 50 mal eingebrochen.
Einige lokale Gesetzes- und Wildhüter hatten sich zur Aufgabe gemacht dem Rätsel auf den Grund zu gehen, haben aber nie etwas gefunden.
 
Warum Christopher Knight vor 27 Jahren mit 19 sein Zuhause verlassen hatte und in die Wälder ging weiß nur er. Seine Eltern hatten ihn nie als vermisst gemeldet. Laut Knight würden seine Eltern "sich nicht gegenseitig emotional vollbluten".

Ganze 27 Jahre hatte Knight in den Wäldern um North Pond, einem großen See, gelebt. Als Behausung dienten ihm Tarp Planen, ein Feuer hatte er aus Vorsicht vor Entdeckung nie gemacht. Nach eigener Aussage war er in den Jahren seiner Einsiedlerschaft nie auch nur ein einziges Mal krank gewesen. Nur ein einziges mal soll er in der Zeit einem Menschen begegnet sein, einem Wanderer auf einem der Waldpfade.

Während einem seiner nächtlichen Raubzüge durch ein Haus lief er in einen Bewegungsmelder. Daraufhin wurde er von einem Sicherheitsmann gestellt.

Die Winter in Maine gehören zu den härtesten in den USA und in der Nacht kann die Temperatur bis um 14 Grad unter Null fallen. Knight ist kein Survivalist der Wurzeln kaut, sondern einer von denen die sich bequemlich in der Wildnis einrichten können. Er hatte einen ganzen Gasherd und Propangasflaschen in den Wald geschafft. Sein Camp war nur temporär und er verlagerte es nur in der Dunkelheit.
Über die Diebstähle selbst äußerte er sich reuig, aber er hätte es tun müssen um zu überleben. Wohlgemerkt ,,Überleben'' nachdem er bereits selbst freiwillig in die Wildnis gegangen ist. Knight hat es trotzdem geschafft auszusteigen, bugging-out, unentdeckt zu bleiben, Spurensucher auszutricksen und dabei 27 Jahre lang die selbe Brille zu tragen.





Kommentare:

  1. Er war nie krank in den letzten 30 Jahren und hatte nur einmal Kontakt zu einem Menschen? Das wird sich ja jetzt ändern, wahrscheinlich krepiert der wie die Indianer nach ihrem ersten Kontakt zur Zivilisation.
    Der wäre der perfekte Kolonist für eine Marsmission.. ;-)

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  2. So einen ähnlichen Typen gab es auch bei uns in der Schweiz

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Seine-Waldhuette-war-ein-Bunker/story/18407403

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  3. Es gibt jetzt auch einen neuen Film über Post Collapse Zeit da geht es auch um einen Typen der 7 Jahre alleine im Wald lebte bis 2 Frauen seinen weg kreuzten
    https://www.youtube.com/watch?v=aH66dngiW0Y

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    1. Und ich soll glauben dass der da auf seiner Lichtung mit wenigen Sonnenstunden am Tag Gemüse heranzieht von dem er sieben Jahre lang seinen Ernährungsplan ergänzt?

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  4. Wenigstens hat er ne halbwegs brauchbare Flinte :). Die echte Survival Selektion bei den Amis hat im 17/18.Jahrhundert stattgefunden. Wirkt bis heute nach, selbst bei der Fettsucht.:).
    Wenn der Hype sich gelegt hat, kann man sich durchaus mal "The Revenant" reinziehen. Allein der Bärenangriff ist sehenswert.
    Und man ahnt bei aller unrealistischen Übertreibung und Indianerpamperei, was das damals für Typen waren, die in die Wildnis mit Steinschlosswaffen vordrangen.

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    1. "The Revenant" war langweilig. In die Länge gezogen, im englischen habe selbst ich Probleme gehabt das Geraune zu verstehen und eben die Indianerpamperei. Böse Kavallerie, böse profitgierige Weiße. Scheiss Indianer sind menschlicher Abfall. Den Bärenangriff hätte ich fast verstörender finden können als die Schlachtungsszene in "Bone Tomahawk"[13te Krieger im Wilden Westen, kann man ansehen], wäre ich nicht so ein abgebrühter Bastard. Der Anfang von Revenant hatte noch fast eine Stimmung von "Blood Meridian" aber dann gehts Berg ab. War echt eine Enttäuschung.

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    2. PS: Fett sind die Amerikaner weil sie einen Haufen Corn fressen und pflanzliche Fette die der Organismus nicht abbauen kann und Zucker. Die sind eher ein Beispiel für die natürliche Selektion und weniger für das Fettfressen im Winter. Fettes Fleisch wie Schweinebauch usw. essen vergleichsweise nur wenige Amerikaner.

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