Mittwoch, 22. Oktober 2014

Ebola

Die Seuche Ebola, ihre Verbreitung und warum ich das Ganze für wenig bedeutend halte



Seit ein paar Monaten ist überall von Ebola die Rede und wie verheerend sich diese Krankheit ausbreiten könnte. Ich kann das alles nicht mehr hören und es hängt mir echt zum Hals raus. Die einzige Seuche die sich hier wirklich breit macht ist Angst.

Bedrohungen durch Seuchen sind immer etwas besonderes um Angst auszulösen. Die Bedrohung, der Virus, ist unsichtbar und der Mensch hat das Gefühl, die Krankheit besitzt die Initiative. Dazu ist Ebola eine besonders üble Krankheit, bei der die Wände der Blutgefäße zerfallen und der Betroffene quasi innerlich verblutet, während sich überall Beulen bilden wie bei der Pest. Was aber das wirklich entscheidende ist um eine Bedrohung einzuschätzen ist die Reproduktionsrate des Virus.

Ebola ist ein relativ simpler Virenstrang mit einer sehr niedrigen Reproduktionsrate. Ist diese Reproduktionsrate größer als R0>1 so breitet sich die Krankheit aus, ist sie kleiner R0<1 so verschwindet das Virus mit der Zeit.

http://en.wikipedia.org/wiki/Basic_reproduction_number
Die Reproduktionsrate von Ebola ist allerdings mit 1-2 sehr gering und die Art der Übertragung ist auch eine absolut überschaubare Gefahr. Masern dagegen sind ein richtiger Killer, wenn sich Erwachsene damit anstecken.

In Deutschland sterben durch Grippe jedes Jahr bis zu 15.000 Menschen. Jeder fünfte Todesfall bei Kindern ist mittlerweile Krebs. Durch Ärztefehler und falsche Medikamentierung sterben im Jahr um die 10.000 bis 15.000 Menschen. Um die 10.000 Menschen sterben durch Stürze. Sollte ich mir darüber Gedanken machen, dass Ebola jetzt auch noch einen Platz auf der Liste der Top Killer in Deutschland haben will?

Um sich mit Ebola anzustecken muss man im direkten, physischen Kontakt mit einer erkrankten Person oder einem Trägermedium, bzw. etwas infiziertem, sein. Und selbst dann kann der Virus nicht durch das intakte Hautgewebe eindringen, sondern nur über Schleimhäute und offene Wunden. Der einzig wirklich kritische Punkt ist, dass das Virus lange außerhalb eines Wirtskörpers existieren kann. Die Überlebensdauer soll mehrere Tage betragen und bisher ging man auch davon aus, dass in Westafrika Fledermäuse und ihre Exkremente die Hauptüberträger für den Virus sind.


Afrika
Die hohe Verbreitung in Afrika hat nicht viel mit der Ansteckung durch den Virus zu tun, sondern das diese "Menschen" dort dumm sind wie der Dreck in dem sie Leben. Nicht alles was zwei Beine hat und sprechen kann ist dabei auch ein Mensch.

In Liberia gibt es bereits mehr als 2500 Tote durch den Virus und das Land ist, wieder einmal, am Kollaps. Das ist überhaupt nicht verwunderlich, denn das ganze Land ist eine scheiss Kloake. Die Hauptstadt Monrovia ist ein riesiges Slum und jeder scheint seine Notdurft am Strand zu verrichten, denn fließendes Wasser gibt es so gut wie gar nicht.

Dazu sind diese Menschen extrem ungebildet und abergläubisch. Beerdigungsriten erlauben ihnen nicht die Toten zu verbrennen und oft entsteht durch das ritualisierte Vorgehen unnötiger, direkter physischer Kontakt mit einem infizierten Körper.

Der Aberglauben bringt dann auch noch Leute dazu zum Hexendoktor zu gehen, der ihnen entweder nutzlosen Scheiss erzählt wie Salzwasser zu trinken oder den Ärzten die Schuld an der Krankheit gibt. In Guinea wurde von Einheimischen ein Ärzteteam und Journalisten zerhackt und mit durchgeschnittenen Kehlen in einer Kloake gefunden. Das wirklich Dumme an der Sache ist, dass seit der Verbreitung von Cholera durch UN Truppen in Haiti solche Befürchtungen nicht mal ganz aus der Luft gegriffen erscheinen.
Es ist bereits mehrere Male vorgekommen, dass Angehörige von Ebolapatienten mit Gewalt in die Krankenhäuser und Quarantänestationen eingebrochen sind um ihre Angehörigen, die hoch infektiös waren, wieder nachhause zu holen. In so einem Klima von Aberglauben und wahrlich beschissenen hygienischen Verhältnissen hat diese R01-2 Verbreitungsrate eine ganz andere Bedeutung als im Westen.


Der Westen
Die Pest hat in Europa einen Haufen Menschen umgebracht, welche durch schlechte Ernten und Nährstoffmangel bereits geschwächt waren. Hinzu kamen andere Seuchen und Krankheiten, die eine Pesterkrankung begünstigt hatten oder deren Opfer zu den Pesttoten hinzu gezählt wurden.
Die Pest ebbte aber in der Regel in den Wintermonaten rapide ab und ein Ebola Virus hat im Klima von Westafrika ganz andere Überlebenschancen als in Europa, auch wenn der Winter bisher recht milde ist. Die hygienischen Verhältnisse sind natürlich auch besser und die Menschen haben ein besseres Immunsystem.

Dazu haben wir keine derartigen Probleme mit Aberglauben, zumindest nicht wie in Afrika, und Leute werden eher versuchen den Ärzten zu helfen anstatt diese anzugreifen. Eigenquarantäne ganzer Orte ist in der Vergangenheit bereits vorgekommen, siehe das Pestdorf Eyam.

Das einzige was hier wirklich zum Problem werden kann ist der politisch korrekte Umgang mit der potentiellen Gefahrenquelle von Dritte Welt Staaten. Einreiseverbote aus diesen Gegenden werden wir genauso wenig sehen wie eine Frontex die ihren verdammten Grenzsicherungsauftrag erfüllt oder dass die Küstenwache wirklich die Küsten bewacht, anstatt Gefahren noch die letzten hunderte Meter selbst ins Land zu schippern. Wir werden es in Zukunft noch mit anderen Seuchen zu tun haben, deren Inkubationszeit länger ist und die von Flüchtlingen in die Länder getragen werden, deren Bevölkerungen in den letzten Hundert Jahren viel Geld investiert haben um diese auszurotten. Aber wir können es ja gar nicht erwarten jetzt auch noch Ebolapatienten zu behandeln und ein extra Flugzeug zu beschaffen, bei dem ein einzelner Flug um die 200.000 USD kosten wird.

Wer jetzt meint ich präsentiere hier nicht den Apokalypse Porno den er aus Rachegelüsten her sehen will, der kann sich ja stattdessen den Trailer für Tom Clancy's The Division ansehen.




Was bedeutet das für den Survivalisten?
Ich gehe davon aus, dass in Afrika noch mehr Menschen sterben werden. Für den Westen sehe ich keine Gefahr und ehrlich gesagt langweilt mich das ganze seit Tag drei. Vielleicht sterben auch noch ein paar westliche Ärzte und Krankenschwestern, wenn man mehr Ebolapatienten in den Westen schafft oder aus der Seuchenzone zurückholt, weil sie den richtigen Pass besitzen.

Ich denke es wird auch weiterhin unnötig Panik gemacht werden. Einerseits von Forschern und Ärzten die mehr Geld für Projekte sehen wollen, andererseits von Geschäftemachern die eine Katastrophe an die Wand malen wollen. Diese Panik wird auch zu jede Menge Fehlalarmen führen, gerade wenn im Herbst die Grippesaison wieder anfängt, die garantiert mehr Tote fordern wird als Ebola.

Persönlich halte ich Seuchen nicht für eine wirkliche Bedrohung und gehe eher von einem atomaren Schlagabtausch aus. Hierbei sorgt man mit ABC Ausrüstung aber auch gleich für dieses Problem vor. Von der Nationalen Volksarmee gibt es immer noch billig ABC Anzüge, von der Bundeswehr ebenso und auch ABC Masken und Filter sind zu haben, sollte man denn wirklich mit einem "Morgen wach ich auf und der Pestkarren kommt durch meine Straße" Szenario rechnen. Ich tue es nicht. Mir geht diese SARS, Schweinegrippe und XY Panikmache auch ziemlich auf den Sack.


Siehe auch:

How to Survive the Coming Plagues

Kommentare:

  1. Die Frage ist, warum will man Angst in der Bevölkerung erzeugen?
    Selbst Leute, denen ansonsten alles am A... vorbei geht, reden plötzlich über Ebola!

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    1. Angst sorgt dafür das Adrenalien ausgeschüttet wird. Adrenalien wiederum unterdrückt und blockiert Denkvorgänge. Ob man nun mit Absicht Angst schürrt um die Bevölkerung dumm zu halten kann ich nicht beurteilen.

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  2. Wem nützt es? Könnte es sein, dass Ebola ähnlich wie die Schweinegrippe "erfunden" wurde um damit glänzende Geschäfte zu machen? Ebola als Grund, um die US-Armee in den Staaten Westafrikas zu positionieren, weil es dort viele Bodenschätze gibt?

    Tatsache ist, dass an Malaria täglich rund 2000 Menschen sterben, viel mehr als an Ebola. Malaria ist für die Menschen eine viel grössere Bedrohung. Trotzdem beherrscht Ebola die Medien. Und wenn die USA Truppen schicken, dann hat das bestimmt einen anderen Grund als irgend eine Krankheit.

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    1. Malaria ist immer noch ein großes Problem weil Ökos wie Rachel Carson Lügen über DDT verbreitet und ein Verbot bewirkt haben. Von Theorien über Kolonialisierungspläne halte ich nicht viel, da es im Vergleich nicht Ansatzweise genug zu holen gibt, was den Aufwand ausgleicht.

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  3. Kolonialismus war immer ein Zusatzgeschäft. Deshalb gab es auch kein Revival im 3 Reich trotz intensiver Bemühungen der Lobbies.
    Afrika ist wie die islamische Welt ein korrupter Müllhaufen, in dem es nicht lohnt herumzustochern.

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  4. Wenn Schafe Angst vor den Hütehunden haben, verstecken sie sich hinter dem Schäfer.

    Sind halt blöd, die Schafe.....

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  5. Interessant im Kontext Seuchen. Nach der Mittelalterpest konnte man noch mehrere Generationen feststellen, dass das Lebensalter und die Vitalität der Überlebenden signifikant gestiegen war und dass diese Vitalität an die Nachkommen weitergegeben wurde.
    Das Aufbrechen von innovationshemmenden Strukturen wie Zünfte und Landadel durch das Massensterben führte zur Renaissance und zum neuzeitlichen Wissenschaftsbetrieb.
    Und zuletzt noch, in der letzten großräumigen muslimischen Expansion 1405 unter Timur Lek galt das durch die Pest verwüstete Europa als im Vergleich zu China uninteressante Beute.
    Irgendwie hat der alte Kontinent damals richtig profitiert von der Pest. Hat bloss keiner gemerkt:).
    Die justinianische Pest war allerdings eine echte zerstörerische Geissel.

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