Mittwoch, 1. Oktober 2014

Über Supermärkte


Seit dem Mittelalter gibt es in vielen Städten Marktplätze wo Menschen sich treffen um zu handeln. Seit den Marktständen hat sich vieles verändert.


Pre Collapse

Heute gibt es Einkaufsstraßen, riesige Malls, Discounter Ketten und das Internet. Alle von ihnen werden momentan noch mehr oder weniger von Neidern attackiert. Erst waren es die Tante Emma Läden die sauer auf die Einkaufsketten waren, jetzt sind es die Einkaufsketten die sauer auf das Internet sind. Viele Menschen heute romantisieren irgendwie Tante Emma Läden und Ma and Pa Stores, ohne jemals in einer von diesen Konzepten beherrschten Marktsituation gelebt zu haben. Diese kleinen Läden waren verglichen mit heute nicht billiger und das Angebot war kleiner.
Es kann auch jeder gegen Amazon schimpfen, dass diese alles so billig anbieten würden und ihre Konkurrenz damit kaputt machen würden. Bu-hu, die arme Konkurrenz. Irgendwie schon merkwürdig, dass Menschen hier irgendwie ein Unrecht erkennen wollen, während sie ignorieren können das der Preiskampf unter den Händlern mehr Menschen unterer Einkommensklassen den Zugang zum Markt ermöglicht.

Als Sears and Roebuck in den USA mit dem Versandposthandel von Waren angefangen hat, haben andere Händler dagegen demonstriert, dies wären gegenüber ihnen unfaire Geschäftsmethoden. Sears and Roebuck haben mit ihrem Versandmodell dabei den Farmern in den USA einen echten Segen erwiesen, die über diese Form der Endkunden- und Händlerfindung den Mittelsmann umgehen konnten für den Kauf von Dingen die sie benötigt haben und den Absatz von Waren die sie produzierten.
Als die Handelskette A&P (Atlantic and Pacific) in den USA eröffnet hat, hat man versucht Gesetze zu erlassen gegen sie, wie den Robinson–Patman Act. Das gleiche Theater sehen wir heute auch mit Walmart und eben mit Amazon. Dieses Neiden und Geheule geht nicht eben erst seit Amazon so, es ist aber noch nie eine Wirtschaft davon eingebrochen, es wurde sogar besser für alle.

Das muss aber dadurch passieren, dass solche Märkte organisch wachsen. Wenn man versucht einfach irgendwo eine Mall hinzustellen, dann wird das nicht passieren. Einkaufszentren wachsen organisch an Marktflecken heran und verdrängen andere Händler und Konzepte.

Heute sind auch die Hauptkonsumenten und die meisten Besucher dieser Marktkonzepte Frauen. Sie konsumieren mit 72% das meiste, was auf der Welt überhaupt gekauft wird. Die Konsumerkultur bedient das evolutionäre Programm im Kopf einer Frau. Forscher versuchen schon einer Weile der Frage auf den Grund zu gehen, warum Frauen es lieben zu shoppen und warum Männer es absolut hassen. Man geht davon aus, dass in der Steinzeit das Jagen Aufgabe der Männer war, während Frauen sich andere Nahrungsquellen suchen mussten. Weil Beeren und Wurzeln nicht so viele Kalorien haben wie Fleisch, mussten sie öfter auf Nahrungssuche gehen als Männer. Daraus wird eine Zwangshandlung, immer wieder für einen kurzzeitigen Gewinn etwas Neues suchen zu müssen. Deswegen sind die Weiber auch so gierig. Wären ihre Vorfahren es nicht gewesen, wären sie aus dem Genpool verschwunden.


Collapse

Im Falle dass sich ein großer Knall ankündigt, wie etwa einer Invasion oder einem Stromausfall, sind Supermärkte immer das erste Ziel um sich mit benötigten Dingen einzudecken. Es kommt auf die Situation an ob noch dafür bezahlt wird, oder ob die Leute es sich einfach nehmen.

Wegen den Gefahren in einer solchen Situation sollte der Survivalist sich fernhalten von Zentren die geplündert werden. Einkaufszentren und Supermärkte die geplündert werden sind sowieso innerhalb von ein paar Stunden leer. Supermärkte verfügen nicht über irgendwelche großen Lager, hinten werden nur noch die Kartons zerkleinert.

Wahrscheinlich werden sich auch organisierte Gangs an den Plünderungen beteiligen, die im Umkreis einfach andere Plünderer überfallen oder das Raubgut Lastwagenweise wegschaffen. Ob sich eine Gang in einem großen Einkaufszentrum festsetzen wird und die Sachen selbst verkauft kommt darauf an, ob und wann ein Ende der Krise absehbar ist, oder man zumindest glaubt es absehen zu können.

Wird der Kollaps in Zeitlupe passieren, durch langsame Verarmung, dann werden Supermärkte bewacht werden und zu kontrollierten Rationsvergabestellen. Venezuela hat vor ein paar Tagen ein neues Fingerabdrucksystem in den staatlichen Supermärkten eingeführt um zu kontrollieren wie viel von wem "gekauft" wird. Die Maßnahme soll natürlich Schmuggler und Hamsterer abhalten die staatliche Kommandowirtschaft zu schädigen. Viele linke Nachrichtenquellen schaffen es Berichte über den Verfall Venezuelas zu bringen, ohne dabei ein einziges Mal das Wort "Sozialismus" zu benutzen.
In der Werbung von Doritos Chips gab es mal den Slogan "Iss soviel du willst, wir machen mehr!". Gerät die geistesgestörte Sozialismusphantasie welche vielen Deutschen im Kopf rumspukt noch mehr außer Kontrolle, dann sehen wir vielleicht irgendwann auch staatliche Supermärkte in denen man nur mit Fingerabdruck "einkaufen" kann.


Post Collapse

In einem Post Collapse Szenario wäre es Möglich, das leere Einkaufszentren auch als Flüchtlingslager dienen. Wahrscheinlich werden Menschen auch dort freiwillig hinziehen, wenn es für Menschen ratsam wird wieder Gruppen zu bilden und näher zusammen zu rücken.

Eine Weile nach dem Kollaps könnten sie, je nach Lage, wieder als Marktplatz benutzt werden. Da wahrscheinlich auch nur die wertvollsten Dinge per Auto transportiert werden, wird sich in der Nähe zum Marktplatz die Produktion von einfacheren Dingen ansiedeln. Eventuell wird wieder eine Konsumerkultur entstehen.





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