Mittwoch, 15. Oktober 2014

Wehrsport für Krisenzeiten Teil 1


Die russische Aggression in der Ukraine und die immer deutlicher werdenden Anzeichen dafür, dass die Sowjetunion niemals untergegangen ist, sondern nur getarnt wurde, belebt in Osteuropa wieder die paramilitärischen Wehrsportverbände.


In Lithauen, Estland und Polen hat die Situation in der Ostukraine viele Menschen dazu gebracht in die nationalen Schützenverbände einzutreten. Diese Schützenverbände sind nicht wie in Deutschland lebensleere Trachtenvereine, sondern es steht das militärische Schiessen im Fokus. In diesen Ländern, die unter der sowjetischen Besatzung sehr gelitten haben, gibt es über die Legitimität dieser Aktivitäten überhaupt keine Debatte. Anders als in Deutschland, wo alles einfach Scheiss unmännlich gemacht wurde und Kalle nicht mehr Krieg spielen darf, ohne dass die Erzieherin die Eltern verständigt.


Allein das Wort "Wehrsport" hat in Deutschland vor allem durch die Aktivitäten der Wehrsportgruppe Hoffmann ab 1973 einen extrem negativen Klang bekommen und gilt seitdem auch als geächtet, was mich nur weiter in meiner Annahme bestärkt, dass es sich bei dem aus der DDR rüber gemachten Karl-Heinz Hoffmann von Anfang an um einen Stasi Agenten gehandelt hat, der genau dies als Missionsziel hatte. Andere Mitglieder der WSG wurden bereits als Inoffizielle Mitarbeiter der Staatssicherheit enttarnt.


Seit dem Terror der Roten Armee Fraktion ist dem vorausgehend seit 1972 das Waffengesetz immer weiter angezogen worden, was man vor allem von den zu der Zeit herrschenden SPD Regierungen voran getrieben wurde. In Hamburg machte 1968 diesen Vorstoß bspw. Siegfried Schiller, für den jedes private Waffenarsenal per se eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellte. Auf Bundesebene folgten strengere Regulierungen durch die Regierung Willy Brandt, der eigentlich Herbert Ernst Karl Frahm hieß und auch durch seine unterwürfige Politik gegenüber dem sozialistischen Ostblock Deutschland für Subversion geöffnet und geschwächt hat. Diese Gesetzesänderungen und die Verwehrung der deutschen Bürger sich zu bewehren ist nicht etwa die Reaktion auf den RAF Terrorismus gewesen, sie war mit diesem abgestimmt. Die SPD, die SED, die RAF, alle diese sozialistischen Gruppierungen und Verbrecherbanden verfolgen das gleiche Ziel und arbeiten zusammen Hand in Hand. Waffengesetze wurden nicht zum Schutz der Bevölkerung erlassen, sondern um die Verteidigungsfähigkeit zu untergraben und der Roten Armee ein einfacheres Vorgehen in Westeuropa zu ermöglichen. 

Schusswaffen sind aber auch nur ein Aspekt und nehmen im Kriegsalltag sogar eine relativ geringe Rolle ein. Meistens schleppt man ein Gewehr eh nur mit sich herum.
Aber zurück zum Wehrsport. Auch wenn dieser in der Bundesrepublik geächtet sein mag, verboten ist es nicht. Zumindest solange man keine Waffenbesitzkarte hat, denn dann darf man nicht mal an Paintballspielen teilnehmen.


Wie sinnvoll ist es also als Vorbereitung auf Krisenzeiten militärisches Training zu praktizieren? Die Antwort lautet: Sehr sinnvoll. Die Frage ist nur, wie man dieses gestalten kann.

In Österreich und der Schweiz ist dies noch wesentlich einfacher und ist nicht mit so einem  gesellschaftlichen Stigma belegt wie in Deutschland. In Deutschland wird zwar noch eine Art Wehrturnen von Sport- und Reservistenverbänden praktiziert, man nennt dies Militärischen Fünfkampf, aber sowas ist nicht sonderlich verbreitet im Vergleich zu anderen Ländern. Disziplinen sind hier Schiessen, Hindernislauf, Hindernisschwimmen, Werfen und der Geländelauf. Körperliches Training welches kampforientiert ist, denn Sport für eine Post Collapse Situation muss kampforientiert sein.

In Bayern gibt es zudem im Bayerischen Versammlungsgesetz unter Artikel 7 ein Militanzverbot, welches auch bei nichtöffentlichen bzw. privaten Veranstaltungen das Tragen von Uniformen verbietet. Das verkompliziert das ganze natürlich für denjenigen, der sich an das Gesetz hält. Aus diesem Grund scheinen auch die allermeisten Survivalkurse, bei denen man vom Veranstalter Kleidung erhält(zb. gebrauchte Bundeswehr Felddienstkleidung), außerhalb von Bayern statt. Müssten dann eigentlich nicht auch Heavy Metal Festivals, bei denen alle Schwarz gekleidet sind und Springerstiefel tragen, auch verboten sein? Völliger Quatsch dieses Gesetz. Schwachsinn, wie die meisten.

Körperliches Training und Survivaltraining im Freien sind aber nur Teilaspekte. Die Aneignung von praktischem Wissen, taktischem Wissen und strategischem Denken gehört ebenfalls dazu. Bei diesen Aufgaben bieten Bücher und virtuelle Mittel große Hilfe.


Lesen sie über virtuelles Training in Teil 2



Siehe auch:

Kampforientierte Fitness
Wie man eine Miliz organisiert Teil 1 und Teil 2

Kommentare:

  1. Warum sollte man als Inhaber einer WBK nicht Paintball spielen dürfen?

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  2. Verteidigungschiessen und das üben desselben sind in Dummland verboten und gefährden die öffentliche Ordnung. Als auch die Waffenrechtliche Zuverlässigkeit. Keine 'Zuverlässigkeit', keine WBK...

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    1. Diese Schlussfolgerung halte ich für falsch.

      Nach §15 Abs. 1 Waffengesetz (WaffG) sind Schießübungen des kampfmäßigen Schießens, insbesondere die Verwendung von Zielen oder Scheiben, die Menschen darstellen oder symbolisieren, im Schießsport nicht zulässig. Nach §27 Abs. 7 WaffG ist das kampfmäßige Schießen auf Schießstätten nicht zulässig.

      Ein Paintballmarkierer ist zwar gem. WaffG zwar als Waffe (F < 7,5 J) eingestuft,
      Paintball spielen an sich ist gem. WaffG jedoch keine Form des Schießsports.
      Spielfelder für Paintball unterliegen zwar behördlichen Auflagen der Gestaltung (Einfriedung), sind gem. WaffG jedoch keine Schießstätten.
      Daher findet das Verbot des o.g. kampfmäßigen Schießens auch keine Anwendung bei Paintball.

      Es heißt nicht umsonst Paintball spielen und nicht Paintball schießen.
      Wer Paintball spielt kann daher gar kein kampfmäßiges Schießen betreiben.
      Somit macht man sich weder strafbar noch begeht man eine Owi (Einhaltung sämtlicher rechtlichen Auflagen bzgl. Paintball vorausgesetzt). Somit kann auch die persönliche Zuverlässigkeit und somit die WBK nicht in Frage gestellt werden!

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  3. Sehr interessant, aber vielleicht sollte man bedenken das man als Zivilist immer zwischen den Fronten steht und sich eher auf die passiven Strategien fokussieren sollten (Tarnung, waffenloser Kampf, Psychologie). Konflikte werden heutzutage anders geführt als vor 70 Jahren. Ob solche Gruppen dabei helfen können, kann ich nicht einschätzen.

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    1. Vielleicht werden heute die Konflikte anders/digital/medial geführt, aber schon morgen kann das 'gestrige' Wissen wieder gefragt sein. Denn es hat sich bewiesen und bewährt. PC!

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  4. Wenn der Mob in dein Haus will bin ich auf den
    waffenlosen Kampf und Psychologie gespannt ; )

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