Donnerstag, 23. Oktober 2014

Wehrsport für Krisenzeiten Teil 2 - Virtuelle Hilfsmittel

Wenn es an physischen Mitteln mangelt können virtuelle Hilfsmittel eine gute Ergänzung sein


Bevor man aber überhaupt plant sich in Krisenzeiten in irgendwelche militärischen Abenteuer zu stürzen muss man zuerst sich selbst kennen. Bevor man irgendwas in die Richtung Training unternimmt muss man sich zuerst selbst verstehen lernen. Lerne zuerst wie dein Kopf funktioniert, dann kannst du lernen wie eine Waffe funktioniert. Siehe hierzu die Reihe Killologie auf diesem Blog und generell alle Themen die sich mit der Psychologie des Überlebens befassen.


Waffen
Wer in Deutschland eine Waffe haben will muss das über den Schießsport oder den Jagdschein erreichen, wobei er die Sachkundeprüfung ablegen muss. Hinterher ist man zwar nicht viel schlauer als vorher, dafür aber um die zweitausend Euro weniger reich. Letztendlich ist doch jeder darauf angewiesen sich autodidaktisch Wissen anzueignen. 
Wer keine Schusswaffe zum üben zur Verfügung hat, wer überhaupt noch kein Verständnis für die Funktion von Schusswaffen hat, dem können Handbücher aus dem Internet, Programme und Youtube Videos weiter helfen und letztendlich eine Ausbildung gut kombinieren.

https://www.youtube.com/watch?v=aBRgIA2auqA 
Das Programm World of Guns: Gun Disassembly bietet die Möglichkeit diverse Waffen virtuell in Einzelteile zu zerlegen.

Dieses Wissen kann dann einfacher in der Praxis angewendet werden.


Taktik
Das Planen von Strategien und Taktiken wäre ohne virtuelle Hilfsmittel eine langweilige Stift-und-Papier Angelegenheit. Modellkarten anzufertigen, auf denen man dann Plastiksoldaten verschieben kann, ist sehr Zeitaufwändig. 

- Bohemia Interactive 

Das tschechische Entwicklerstudio Bohemia Interactive, bekannt geworden durch seine Titel wie Operation Flashpoint und den vergleichsweise hohen Grat an Realität in diesem Spiel, hat 2002 mit Virtual Battlespace 1 (kurz VBS1) ein virtuelles Trainingsprogramm für die US Army entwickelt. Die Spiele von BI sind weniger wirklich Spiele als Militärsimulatoren. Die Entwickler legen einen hohen Wert auf einen hohen Realitätsgrad und die Programme eignen sich gut zum virtuellen Training. Die erfolgreichsten Teams im Multiplayer sind hier nicht jene, welche schnellst möglich nach run&gun Prinzip alle anderen umnieten, sondern diejenigen, die taktisch und koordiniert vorgehen.


Die Militärsimulatoren Armed Assault bzw. ArmA, ArmA2 und ArmA3 können dabei helfen taktisches Vorgehen im Team zu trainieren, auch über längere Entfernungen auf offenen Karten. Der dritte Teil ist gerade der aktuellste. BI entwickelt momentan auch VBS3. Für das virtuelle Training ist die Grafik aber zu vernachlässigen. Es geht ja um das taktische Element, nicht um Spaziergänge in der virtuellen Landschaft. Diese Programme werden auch in Kombination mit einem Schiesskino verwendet.


Die Story von ArmA2 übrigens weist extreme Ähnlichkeit zur Situation in der Ukraine.

Siehe auch:



Kommentare:

  1. Was hälst du von diesem Buch: "Feuerkampf & Taktik: Taktischer Schusswaffengebrauch im 21. Jahrhundert"?
    Hast du evtl. noch weitere Buchtipps?

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  2. Die Nintendo Wii ist als Konsole technisch zwar obsolet, hat aber den Vorteil, gegenwärtig die einzige Lightgun-kompatible Konsole zu sein (für die xbox ist bis heute kein entsprechendes Produkt erschienen und für die PS ist es nicht mehr erhältlich). Von Big Ben ist eine Wiimote in Form einer P99 auf den Markt gebracht worden; außerdem kann eine Wiimote in eine Dekowaffe eingebaut werden, so wie hier: http://imakeprojects.com/Projects/wii-ak47/
    Spiele hat die Wii kaum, folgende Spiele erlauben die Einrichtung eines sehr rudimentären "Schießkinos": "Reload", in diesem Spiel werden Level gespielt, die an realen Schießübungen angelehnt sind.
    "Links Crossbowtraining", eher ein Spaßspiel für Kinder und Zeldafans, hat aber auch dynamische Schießübungen.

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