Donnerstag, 27. November 2014

Pest Control

Wenn es draußen kälter wird verkriecht sich das Ungeziefer gerne in den Häusern der Menschen, wo es allen möglichen Schaden anrichten kann.


Gerade für einen Prepper können Mäuse und Ratten großen Schaden anrichten, wenn diese sich in die Vorräte fressen.

Auf diesem Bild sieht man den Schaden, den eine Maus an einer Packung "Panzerplatten" Kekse angerichtet hat. Die Maus hatte sich in den Cordura Rucksack gefressen und anschließend in die Packung. Die Bug-Out Bag wurde danach von dem Schädling vollgeschissen, die angefressene Packung Kekse fing natürlich an zu schimmeln.


Auch eingeschweißte Langzeitnahrung wie Kompaktweizenriegel und dergleichen sind nicht vor diesem parasitären Ungeziefer sicher. Deshalb sollte jeder Survivalist, gerade wer in ländlicher Gegend wohnt, ein paar Fallen bereit halten oder selbst anfertigen können, womit er diese Viecher fangen und töten kann. In Deutschland ist das alles ziemlich pussyfiziert wegen der Tötung von Wirbeltieren und so, weswegen man rein theoretisch für jeden Dreck den Kammerjäger rufen müsste. Leute die solche Gesetze allerdings machen, die müssen sich selbst mit solchen Problemen nicht herumschlagen. Die haben extra Personal, dass das für sie erledigt.
Den ungewaschenen Massen der Normalbürger sei daher geraten diese Brut am besten selbst zu erledigen, sobald sich die Chance dafür ergibt.

Gewöhnliche Mausefallen reichen oft aus um die dümmsten Exemplare der Spezies aus dem Gencode zu sortieren. Man kann sie später auch, sofern sie aus Holz und Kupfer bestehen und nicht wie auf dem Bild einen metallischen Untergrund besitzen, als Auslöser für elektronisch gezündete Sprengfallen benutzen.


Wer die kleinen Schädlinge allerdings lebend fangen will, um sie als Köder für größere Schädlinge zu verwenden oder fett zu füttern für den eigenen Verzehr, der kann auf Lebendfallen setzen. Populär sind hier Käfigfallen, wie sie in unterschiedlichen Größen auch für größere Schädlinge verwendet werden.


Als Eigenbau empfehlen sich Reusenfallen.

Eine solche Falle lässt sich leicht mit einem Holzkasten und ein paar Nägeln selbst anfertigen. Es gibt auch die ganz faulen Leute, die einfach ein Brett mit Nägeln durch über einen Eimer legen, wo der Schädling dann rein springen, aber nicht mehr rauskommen soll.



Größere Schädlinge
Zu Ratten und Mäusen kommen dann noch größere Schädlinge wie Marder und Fuchs hinzu, die im Fall von Selbstversorgung sich auch an den kleineren Nutztieren vergreifen können. Eine Methode diese drecks Viecher dran zu kriegen, ist sie mit einem Lebendköder zu locken, wie bspw. einer Maus die man vorher gefangen hat.
Für größere Schädlinge würden sich Tellereisen empfehlen, deren Verwendung in Deutschland aber verboten ist. Heute fängt man bei solchen Fallen mit um die 50 Euro an, in Krisenzeiten dürfte der Wert rasant steigen.
Hierbei sollte man dran denken, dass Tellereisen, wie auf der Skizze, irgendwo zu befestigen, so dass das Tier welches die Falle auslöst, diese nicht weg schleppt und dann irgendwo verendet, nur um noch mehr assfressende Schädlinge anzulocken. Wer will, der kann gezahnte Bügel zusätzlich mit Harz und Salz oder Rattengift bearbeiten, was beim Eindringen in Wunden zu einem schnelleren Verbluten führt, sollte ein größeres Tier wie bspw. ein Fuchs nicht sofort von der Falle getötet werden.

Besonders in Hessen haben sich in den letzten Dekaden Waschbären verbreitet. Diese kleinen Biester sind eine absolute Plage und werden vom Hundefutter, zum Hühnerstall, bis zu den Obstbäumen alles anfressen was sie finden. Fühlen sie sich in die Enge getrieben können sie auch Menschen angreifen.

Wer einen Hühnerstall hat, der sollte besonders hier Vorsichtsmaßnahmen treffen. Kein offenes Wasser, kein Futter einfach verstreuen. Das lockt Ratten an die alles kontaminieren. Gifte sind in der Umgebung von Nutztieren zu gefährlich. Es verspricht mehr Käfigfallen und dergleichen um den Hühnerstall herum so zu verteilen, dass sie für einen räuberischen Schädling nach einem Eingang dort hinein aussehen könnten, bspw. auch nur unter einem angelehnten Brett verborgen.

Wer einen größeren Garten besitzt und dort bereits eine Feuerstelle hat, der kann diese benutzen um bspw. Füchse zu fangen. Diese meiden menschlichen Geruch und in der eventuell noch warmen Asche lassen sich Tellereisen so verstecken, dass sie von einem Fuchs auf Nahrungssuche in den Resten eines Grillfeuers ausgelöst werden können.

Man kann die Felle von Waschbären, Mardern und Füchsen in Krisenzeiten auch als Ressource nutzen, wobei man hier allerdings vorsichtig sein sollte. Es empfiehlt sich vorher die erlegten Schädlinge in eine Wanne Wasser zu legen oder gleich darin abzuziehen, wegen eventuell umher fliegender Bandwurm Sporen, die in menschliche Atemwege eindringen und sich überall sonst absetzen können. Caniden und Katzen werden von Bandwürmern befallen, Waschbären von Spulwürmern. Diese nehmen diesen Parasiten durch Zwischenwirte wie Mäuse auf. Im Fleisch lassen sich Bandwurmeier bereits durch Kochen auf 60° für wenige Minuten abtöten. Ich würde aber grundsätzlich bis zum Siedepunkt von 100° gehen.



PS: Es handelt sich nicht um mein Inventar welches hier Schädlingsbefall hatte.


Kommentare:

  1. Vorsicht auch bei Raubtieren/Fleischfressern in Sachen Trichinen!
    Ein Mikroskop gehört u a auch deshalb in einen gutsortierten Prepper Haushalt.

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  2. Nachtrag: Ein guttrainierter Jagdhund (Foxterrier) räumt unter solchen Viechern von Mäusen bis Fuchs ordentlich auf, ist ein guter Jagdbegleiter und verschafft auch gegen zweibeinige Räuber ein paar entscheidende Vorwarnsekunden.

    Ausserdem ist er wenn keine Frau verfügbar ist, eine zwar stinkende, aber brauchbare Wärmflasche im Notfall (vgl Tolstoij Krieg und Frieden dort die Gefangenschaft Pierres)

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    1. Ein Jagdhund hat aber auch den Nachteil, dass er (sofern er nicht geschlachtet wird) ein zusätzlicher Konsument ist, und in einer Verstecksituation den Prepper verraten kann.
      Außerdem benötigt ein guttrainierter Jagdhund tägliches Training, für das der Prepper sehr viel Zeit aufwenden muss.
      Lohnt sich meiner Ansicht nach nur, wenn jemand sowieso schon Jäger ist.

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    2. Stimmt so nicht ganz. Wenn ein Hund schon von Anfang an im Training hart rangenommen wird ( und nein, damit meine ich keine Gewalt meine lieben vegetarischen Tierschützer), wirst du später keinerlei Probleme haben da Hunde gelerntes nicht wirklich verlernen nur weil sie es nicht jeden Tag trainieren.
      Abgesegen davon dass meiner als Wachhund fungiert, kann er sehr gut Enten aus dem See holen oder Katzen in unserem Garten zertrampeln :-)

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  3. Du kannst einfach davon ausgehen, dass ein Hund, der Deinem speziellen Anforderungsprofil entspricht und entsprechend ausgebildet wurde sein Futter und den Schutz, den Du ihm geben kannst absolut wert ist, wenn er es sich nicht sogar mit oder ohne Deine Hilfe selbst organisiert.
    Unsere Vorfahren haben in Gesellschaften, die einer Post Collapse Gesellschaft in weiten Teilen entsprach, nicht umsonst Hunde und Katzen integriert.

    Allein diese Tatsache entscheidet die Kosten/Nutzen Betrachtung.

    In meiner Region lernen Schäfer z.B. gerade wieder, welchen Wert Herdenschutzhunde (das sind keine Hütehunde) gegen Wölfe haben.

    Und an einem Wachhund, der darauf trainiert ist nur Futter zu fressen, das von Dir freigegeben ist, musst Du auch erstmal vorbeikommen..Das dauert zumindest ein paar lange und recht laute Sekunden.

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  4. ... und gegen kleinere Schädlinge wie Ameisen, Kakerlaken, Flöhe, Läuse und Milben (z.B. Krätze bei den ach so armen affrikanischen Flüchtlingen) hilft das Ameisengift Permethrin. Das tötet so ziemlich alles ab.

    Eine handelsübliche Permethrinlösung kann auch gebraucht werden um die Hosen zu imprägnieren, damit Zecken abgehalten werden. Habe es getestet und kann diese Wirkung bestätigen. Sogar als Mittel gegen Mücken wurde es schon empfohlen. Das habe ich aber noch nicht ausprobiert.

    Ein paar Liter permethrinhaltiges Ameisengift als Notvorrat ist immer gut.

    Ein Hund dürfte nicht nur im Notfall als Begleiter, Beschützer und für Streicheleinheiten einer Frau vorzuziehen sein. Hunde sind ehrlicher, treuer, geduldiger, zuverlässiger, liebenswürdiger und günstiger als eine durchschnittliche Frau.

    Gruss Roland

    ... der keinen Scheiss am Stecken hat :-)

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    1. Sollte der Kommentar nicht besser unter dem Frauen-Artikel stehen ;-) ?

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    2. 1. Permethrin ist ok, auch Hosen imprägnieren gegen Zecken. Aber niemals Katzen damit traktieren! Für die ist das seltsamerweise giftig.

      2.Hunde stinken nun mal und haben keine Titten ; (

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  5. Ich könnte nicht mal ne tote Ratte aufheben, geschweige eine lebende und du sagst wir sollen Waschbären das Fell abziehen :()
    Meine Mutti musste früher auch immer die Spinnen in meinem Zimmer mitnehmen! Das ist soooo eklig!

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    1. Tagaktive Waschbären??

      Da wäre ich aber extrem vorsichtig!

      Tollwut ist die übelste Möglichkeit. ...

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    2. Waschbären sind nachtaktiv. Wenn ich tagaktive Tiere sehe ist das ein klares Indiz für schwere Krankheiten.
      Die geschossenen Tiere kommen deshalb bei uns nicht mal auf den Luderplatz sondern werden vergraben.

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    3. Papa, da sitzt ne riesige Spinne bei mir an der Wand.
      Total eklig!

      Kannst Du die wegmachen....bitte!!

      Papa?

      Papa!


      Papa ist tot. Du bist die Nächste!
      Gruss Spinne

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    4. Meine Tante hatte mal beim Kellerputzen drei Mäuse in den Staubsauger gesaugt.

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    5. Bei uns im Garten und in den umliegenden Feldern hat es ziemlich viele ausgewilderte Kaninchen welche wegen alten Omas ohne Beschäftigung völlig verfettet sind. Ziemlich ärgerlich, denn die scheiss Viecher zerstören den ganzen Garten. Glücklicherweise werden die fast wöchentlich spontan mal von Hund und Kater angeschleppt. Alle sind glücklich ;)

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    6. Luftgewehr + "Exportfeder" ist aber verboten, falls Dir jemand in dem Zusammenhang solche Tips geben sollte.

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    7. Hab noch ein 16 Joule Luftgewehr (5,5mm) aus den 70ern. Reicht jedenfalls locker aus um Vögel vom Dach zu holen oder Ratten zu erledigen. Heute ist ja leider fast alles verboten.

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    8. Luftgewehre sind wirklich nützlich wenn sie ordentlich verbaut und stark genug sind. Glücklicherweise gibt es in der Schweiz keine Stärkebegrenzung wie in Deutschland

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    9. Echt jetzt, verboten?? Muttu halt nicht rumerzählen:).
      Aber, ich sag Dir mal, was erlaubt ist....nämlich ein F-Schalldämpfer an Luftgewehren, der wiederum an Kk Waffen verboten ist, obwohl er dort super funktionieren soll, wie man hört.
      Also, lass Dir ein UNF Gewinde an Dein Luftgewehr schneiden und schraub Dir den Dämpfer dran! Oder auch nicht :)

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