Mittwoch, 28. Januar 2015

Bunkermentalität - Einbunkern falsch gemacht

Manche Leute haben richtig komische Vorstellungen


Man hört ja oft Geschichten von Leuten aus der Krisenvorsorgeindustrie, dass zu ihren Kunden auch Banker, Geschäftsleute, Millionäre und eben diese Oberschicht gehört, die doch einen echten Einblick haben muss in das System und somit weiß, dass ein Crash ganz sicher kommt.


Es gibt viele Leute aus dieser High Society Schicht die Krisenvorsorge betreiben, dass muss aber nicht gleich was bedeuten. Der Gipfel von deren Unternehmungen sind dann kommerzielle Bunker Communities, wie bspw. The Citadel oder das "Luxury Survival Condo" in einem ehemaligen Raketensilo in Kansas. Letzteres ist noch deutlicher als ersteres Beispiel der Beweis dafür, dass Leute mit viel Geld nicht unbedingt intelligent sein müssen.

Für drei Millionen USD gibt es hier eine Bunkeretage zu kaufen.

In jeder Etage gibt es Bad, Küche, Schlafzimmer und sowas. Generatoren und Luftfilter, Fischbecken und Garten um Nahrung zu züchten und blablabla. Alles Quatsch.

Russische ICBMs brauchen 30 Minuten um von Russland die USA zu erreichen. Ich gehe davon aus dieser Luxusbunker ist Teil der ehemaligen Schilling Air Force Base und eines von zwölf Silos, die recht weit über die Prärie verteilt sind.
Allein die Autofahrt von der nächsten Kleinstadt zum Silo dauert schon über 20 Minuten. Die nächsten Kleinstädte sind Salina und Manhattan. Wer so viel Geld hat, der wird auch nicht in einer Kleinstadt in Kansas leben, die Arbeiter und Handwerker die das Silo hergerichtet haben aber schon. Für fünf Jahre in dem Bunker verbleiben ist auch unnötig, da der radioaktive Fallout einer Atombombe nach 14 Tagen abgeklungen ist. In Kansas befinden sich folgende militärische Ziele: Fort Riley süd-östlich von Manhattan, McConnell Airforce Base, Forbes Airforce Base und das Kansas Army Munitionslager. Sofern Schilling AFB von der gegnerischen Kriegspartei bereits als Inaktiv markiert und Ausgeschlossen wurde.


Das ganze Projekt zeigt mir eigentlich nur, dass man auch reiche Leute auch außerhalb der Wallstreet bescheissen kann. Im günstigsten Fall könnte das ganze ein Regierungsprojekt sein um irgendwelche sozialen Experimente mit den Bewohnern des Bunkers anzustellen, wie bei den Vault-Tec Bunkern von Fallout.


Abgesehen davon, was sollte den Bauherren Larry Hall davon abhalten, sich mit seiner Söldner Crew dort einfach selbst einzunisten? Wenn erstmal die Raketen fliegen und der Dollar stürzt, dann sind die Milliardäre schnell ohne Geld und Einfluss. Dazu ist das ehemalige Raketensilo in der Umgebung bekannt. Wenn es noch nicht von der Liste strategischer Ziele der strategischen Raketentruppen verschwunden ist, dann könnten ja ein Haufen Cowboys irgendwann entscheiden sich mit Thermit durch die Stahltüren zu brennen und eine Etage nach der anderen von Oben nach Unten abzuarbeiten. Die Rate der Gewaltverbrechen und Eigentumsdelikte in Kansas ist über Landesdurchschnitt. Die Aussicht auf Beute könnte mit der Möglichkeit ein paar reiche Säcke auszunehmen noch zusätzlich die Motivation anfeuern. Die Überlebensrate möglicher Feinde könnte durch die Verbreitung von Tornadokellern gesteigert werden, denn Kansas wird im Jahr von durchschnittlich 48 Tornados heimgesucht. Kansas City ist etwas mehr als 200km Entfernt und auf Rang 16 der gefährlichsten Städte der USA.
Richtige Krisenvorsorge sieht anders aus.


Wie immer; mehr zu dem Thema in Zukunft.


Siehe auch: 
Die Bombe



Kommentare:

  1. Als eingelegte Gurke zu enden muss man sich nicht antuen. Da reicht irgendein Loch um etwas Gas reinzulassen und es hat gehupt ohne Notausgang. Dann kannst in Ruhe die Fischbüchse mit Thermit öffnen.

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  2. Sehe ich auch so.
    Sind ja meist Stahltüren/Tore in selbigen Einfassungen, die lassen sich mit nem größeren transportablen Schweißgerät leicht verschweißen, Klappe zu so lange wie ich es will.

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