Donnerstag, 22. Januar 2015

Kill em all


We must kill them. We must incinerate them. Pig after pig... cow after cow... village after village... army after army...


Was den modernen Westen oft daran hindert Kriege zu gewinnen sind die natürlichen Hemmungen davor Menschen zu töten, ganz besonders wenn es sich dabei um Nicht-Kombattanten handelt. Der Schlüssel dazu einen Feind niederzuringen liegt aber genau darin. Erst wenn die Angst eines Feindes, seiner Gesellschaft als ganzes, größer vor einem selbst ist als die vor den eigenen Feuerspuckern und Antreibern, dann kann man sie besiegen. Dazu kommt, dass viele Menschen im Westen einen Mangel an Selbst- und Identitätsbewusstsein haben und nicht in der Lage sind überhaupt zu argumentieren, wieso der Westen besser ist als andere Kulturen. Für sie ist es ein moralisches Äquivalent wenn per Drohnen die Familien von Terroristen getötet werden und Terroristen Familien von Unbeteiligten töten. Diese Leute schreiben dann in Zeitungen Artikel darüber wie ungekannt Grausam die Krieger des Islamischen Staates doch seien und versuchen jeden mit ihrer Entrüstung und emotionalen Schwäche anzustecken. Sie sind zu schwach den Horror des Bösen zu ertragen und auch viel zu schwach es zu bekämpfen. Dies wäre auch nicht wirklich problematisch, würden sie denen, die wissen was zu tun wäre, damit nicht im Weg stehen.

If the people raise a great howl against my barbarity and cruelty, I will answer that war is war, and not popularity seeking.
- William T. Sherman
Wenn moderne Armeen in Ländern wie Afghanistan operieren, dann werden sie von ihrer Führung dazu angehalten auf die Gebräuche und Sitten, auf religiöse Gefühle der Einheimischen Rücksicht zu nehmen. Für die Einheimischen bedeutet das allerdings nur, dass die Ausländer nicht von einer Position der Stärke sprechen können.

Als General Patton allerdings in Deutschland einmarschiert ist hatte er keinen Kulturattaché dabei. Es wurde nicht auf religiöse Gefühle Rücksicht genommen und es wurde auch nicht versucht mit den guten Nazis zu verhandeln, dass man nur die bösen Nazis erwischt. Dresden wurde nicht aus Versehen bombardiert, sondern es wurde mit voller Absicht in einem Feuersturm aufgelöst. Die Bombardierung diente dazu den Menschen einzuprügeln, dass sie mehr verlieren als sie gewinnen können in diesem Krieg. Jeder der mit der Nazi Partei assoziiert war wurde verfolgt und getötet, bis es 1945 in Deutschland auf einmal keine Nazis mehr gab. Anscheinend sind die Nazis spurlos vom Erdboden verschwunden oder haben sich alle nach Neuschwabenland aufgemacht.

War is cruelty. There is no use trying to reform it. The crueler it is, the sooner it will be over.
- William T. Sherman

General Sherman soll gesagt haben, dass in den Südstaaten bzw. der Konföderation 300.000 Fanatiker leben die nichts können als jagen, trinken, spielen und sich duellieren, eine Klasse die von der Sklaverei lebt und eher sterben würde als einem ehrlichen Unterhalt nachzugehen. Diese 300.000 Fanatiker müssten alle sterben. Sherman hat selbst in den Südstaaten gelebt und wusste, dass die Mentalität dieser Leute nur in einem Meer aus Blut ersäuft werden könnte. Er verstand dass es nicht darum ginge bestimmte Gebiete zu besetzen sondern um Bodycount, darum die richtigen Menschen zu töten. Während das eigentliche große Töten (und Sterben) von der Armee von Ulysses S. Grant erledigt wurde aber keinen nennenswerten Effekt hatte, so verstand es Sherman besser die Konföderierten zu flankieren, verlustreiche direkte Konfrontationen zu vermeiden und eher im Süden das Eigentum der herrschenden Oberschicht zu zerstören, was gleichzeitig die Armee aushungerte. Am Ende beliefen sich die Todesopfer in der Armee der Konföderation auf 289,000 Mann, nur 11.000 weniger als es Sherman gefordert hatte.

Gut möglich, dass es diese 11.000 Mann waren, die dann den Klu Klux Klan gegründet haben, Polizeihunde auf schwarze Bürgerrechtler hetzten und den Civil Rights Act votierten. Genau so wie Kindergeld, Sozialgesetzgebung, Anschluss- und Benutzungszwang und Schulpflicht das Ergebnis davon sind, dass in Deutschland nicht genug Nazis getötet wurden.



Siehe auch:
Die Reihe Killologie
Mehr Leichen, bitte
Demografie 3 - Konflikt
Genozid
Produktempfehlung: Leichensack


Kommentare:

  1. Na ja, das weinerliche Agieren des Westens in den derzeitigen Kriegen ist eine Seite der Medaille.

    Die andere Seite ist die erstaunliche Tatsache, dass es Gauleiter Koch gelang, die Ukraine 1941 innerhalb eines halben Jahres von einem fast verbündeten Land, das die einmarschierenden deutschen Truppen mit Blumen empfing, in einen brodelnden Partisanen- Hexenkessel zu verwandeln.

    Oder ein aktuelles Beispiel: Der IS kommt nach seinen ersten Raids nicht mit dem sich versteifenden Widerstand klar.
    Schlichter Grund sind die übertriebenen Grausamkeiten. Da ergibt sich vernünftigerweise niemand.

    Letztlich aber werden Kriege zumeist(!) unreflektiert ökonomisch entschieden und nicht durch partielle Grausamkeiten.

    Oder konkret:
    Fracking in den USA und der dadurch ausgelöste Preisverfall cancelt wirksamer Russland und die Teppichflieger, als alle militärischen Übungen der letzten Jahre. Aber reflektierte Strategie war das nicht.

    Im Übrigen bin ich ganz froh, dass die USA sich derzeit ihre Skalps meist per Drohnen holen, anstatt mit Bodentruppen in irgendwelchen muslimischen Müllhaufen herumzustochern und "nation building" zu betreiben.
    Muss man sich nicht antun sowas!

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    1. Da sind wir wieder bei dem moralisches Äquivalent. Was hat ein korrupter Erich Koch, den sogar Himmler ein Schwein genannt hat, der im Auftrag von Raub- und Rassewahn ein Land so ausplündert dass sich überall Widerstand erhebt, mit einem Sherman oder Harris zu tun? Warum gab es keinen Partisanenkrieg in der CSA? Es ist nicht das Gleiche.
      Im Übrigen haben die Deutschen selbst ganz gerne Partisanenbewegungen aufgebaut, egal gegen wen die dann gekämpft haben. Gerade in der Ukraine liefen viele Black Ops.

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    2. Es ist ein schmaler Grat zwischen sich ergeben um grösseres Unheil abzuwenden (Japan 1945) und der Einsicht, dass es schlimmere Dinge gibt als den Tod, um dann möglichst viel von den anderen mit auf die Reise zu nehmen.

      Die kriegsverlängernde Flankenwirkung Ostpreussens samt zigtausender eigener Verluste hätten sich die Russen 1945 sparen können, wenn sie auf die unnötigen Grausamkeiten Ende 1944 verzichtet hätten.

      Aber denen ist das natürlich sowieso egal.

      Im Übrigen waren Shermans Truppen eine ziemliche Schweinebande, die mit hochmoralinsaurem Anspruch (Sklavenbefreiung) ihren perversen Terror gegen wehrlose Zivilisten auslebten und immer wieder überrascht waren, wenn die zu befreienden Sklaven nicht selten mit ihren weissen Herren unter Einsatz ihres Lebens die Farmen verteidigten.
      Aber das ist nun wieder eine andere Geschichte der gutmenschlich hochgepuschten "Südstaatensklaverei".

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  2. Was hat ein Sherman mit einem Harris zu tun? So viel wie Äpfel mit Elephanteneiern...
    Als Dresden bombardiert wurde mußte man keinem mehr erzählen dass der Krieg gelaufen ist...
    Und das Argument mit Koch ist nicht schlecht, ob Himmler ihn mochte oder nicht spielt Null Rolle...
    Grausamkeit bringt nicht immer was...oft...aber nicht immer.

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    1. Für die Konföderation war es ab Gettysburg klar, dass der Krieg für sie gelaufen ist. Die Atlanta Kampagne und das niederbrennen von besagter Stadt fand aber erst ein Jahr später statt. Es ist nicht nur eine Frage OB der Krieg gelaufen ist, sondern auch wie schnell er vorbei sein wird. Hätten die USA auf Atombomben verzichtet wären bei der Invasion der japanischen Hauptinsel noch mehr Menschen gestorben. Genau so hat es für die Alliierten Sinn gemacht Dresden zu bombardieren, allein schon weil eine Millionenzahl von kämpffähigen Männern im Luftschutz und beim Trümmerbeseitigung gebunden sind.

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  3. Scheiss auf Moral, entweder du machst sie platt oder sie machen dich platt.

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  4. Gut ich geb Dir recht. Im Nachhinein muss ich sogar den Koch revidieren... Mann muss grausam gegen seine Feinde sein. Nicht gegen seine möglichen Verbündeten...

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  5. Letzlich ohnehin irrelevant .
    In Schland wird man allenfalls auf Dorfebene oder Stadteilebene agieren können , wenn überhaupt bei der grassierenden Verhausschweinung.
    In meinem Bekanntenkreis kenne ich genau zwei Leute, die nicht sofort einen runden Tisch für Kapitulationsverhandlungen einrichten -(auch wenn die Gangs mit den Frauen rumspielen ) sondern den Kampf aufnehmen würden.
    Kann mich natürlich auch täuschen. Bin schließlich auch als konfliktscheu und schüchtern bekannt :D.

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    1. irrelevant? Nach einer Weile PC hast du es nicht mehr nur mit Gruppen von Kombatanten zu tun die dir schaden wollen, sondern auch mit Gruppen die ihre eigenes Gesellschaftmodell haben und versorgen wollen. Also die Frauen und Kinder haben. Da ist dann der Punkt wo du es vor dir selbst und vor deinen Leuten rechtfertigen musst warum und wie man gegen diese Gruppen als Gesamtes vorgeht. Bei The Last of Us war es am Ende diese Gruppe in Silver Lake.

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  6. Die PC nimmt in selben Maße ab wie der Hunger zunimmt und du musst nichts mehr rechtfertigen. Und die, die es nicht raffen gehen sowieso vor die Hunde oder werden gegangen. Mir persönlich ist das auch echt scheissegal was mit denen passiert.Jeder hat und hatte genug Zeit sich mit dem was kommen kann auseinanderzusetzen.Irgendwann ist gut mit PC, bei mir schon lange.

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    1. In diesem Blog steht PC als Kürzel für Post Collapse, nicht für political correctness!

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    2. OK, hab es verrissen mit der PC. Ändert aber nix daran das die Pol.Cor. so in die Hirne eingebrannt ist daß das eben drin ist und nicht wieder raus geht was in einer PC Situation ausschlaggebend ist für den Zusammenhalt der Gruppe und die Ausrichtung auf ein Ziel.

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