Mittwoch, 28. Januar 2015

Verhalten der Polizei in der Krise - Teil 2


Wie wird sich im Falle einer plötzlichen und einer langfristigen Krisensituation die Polizei verhalten? 


Im plötzlichen Krisenfall
Kommt es zu einem plötzlichen Krisenfall wie einer Naturkatastrophe oder einem Blackout, so wird die Polizei sich vermutlich aufteilen in jene die weiterhin ihre Pflicht erfüllen und jene, die einfach abhauen.
Naturkatastrophen sind meist regional begrenzt und die Regierung wird Polizei von anderen Bundesländern als Unterstützung abziehen. Ein regionaler Blackout hält meist nur kurz an, schon deswegen weil Blackouts meist das Resultat von überlasteten Netzen sind, weshalb die Kraftwerke einzelne Orte oder Stadtteile kurzzeitig vom Netz nehmen. Geht irgendwann das Licht mal aus, so wird die Polizei erstmal ihrem Einsatzmuster für den Fall folgen und eben Verkehr regeln bzw. einigen administrativen Aufgaben nachgehen. Erst wenn sich abzeichnet das Chaos ausbricht werden Polizisten ihren Posten verlassen. Von der Polizei selbst geht in diesem Fall für den Survivalisten keine Gefahr aus.


Im langsamen Krisenfall
Geht die Zivilisation langsam zugrunde, wird das Land ärmer, dann wird die Polizei korrupter. Sehen wir weiterhin leere Kassen und Schuldendruck der in ein paar Jahren von der Herrschaftsebene auf die unteren Gesellschaftsschichten durchsickern wird, dann werden Polizisten versuchen ihr Gehalt aufzubessern. Bereits heute ist eine der Hauptaufgaben der Bundesdeutschen Polizei für die Regierung Geld zu machen, nicht wirklich Verbrechen und Verbrecher zu bekämpfen.

Ist der Täter der Polizei bekannt? Ja? Tut mir Leid, aber dann müssen Sie selbst aufs Revier kommen und Anzeige erstatten. Nur so zum Schein natürlich. Wir werden ihnen dann in ein paar Monaten mitteilen, dass das Verfahren eingestellt wird, da gegen Karrierekriminelle meist mehrere Anzeigen laufen von denen einige mehr Chancen haben auf eine Verurteilung als andere.

Braucht der Staat aber Geld, so hat man an einem Tag schnell mal 3500 Polizisten auf der Straße. Diese Praktiken werden auch zunehmen, da die Polizei und ihr Arbeitgeber natürlich konkreten Nutzen von Bußgeld und Beschlagnahmungen haben. In Zukunft, und mit Verbreitung von virtuellem Zahlungsverkehr, wird vermutlich jede größere Menge an Bargeld im Verdacht stehen Drogengeld zu sein und beschlagnahmt werden. Die Grenzkontrollen werden zwar abnehmen, gleichzeitig werden andere Arten von Kontrollen zunehmen. Fährt bspw. ein junger Typ in einem Leihauto von Holland nach Deutschland, so kann man ihn entweder kontrollieren und Drogen finden, oder man wartet eine Weile bis er die Drogen weiter verkauft hat, kontrolliert ihn dann und steckt das Geld ein. Polizisten werden eher versuchen einen günstigen Platz in einer besseren Einkommensgegend zu finden um Verkehrskontrollen zu machen, als tatsächlich Kriminelle zu verfolgen. Sie sind ja selbst welche. Viele Polizisten in Deutschland haben falsche Namen in ihren Dienstausweisen stehen, da sie schon wissen, warum man sich besser selbst schützt in so einer Rolle.

Die Toleranzgrenze der Bevölkerung gegenüber soetwas wird extrem hoch sein, zumindest die der Deutschen. Ein bisschen Schmiergeld zahlen bringt einen ja nicht um und es ist immer noch zu früh die Bastarde zu erschießen. Auch wenn eine materielle Bedrohung, dass der Staat Besitzrechte gefährdet, immer extrem gefährlicher ist als jeder Angriff auf politische Freiheiten.


Im Bürgerkrieg
Polizisten sind auch nur Menschen mit ihren Makeln und jeder hat eine Weltsicht. Kommt es zum offenen Konflikt mit bspw. Islamisten oder Kommunisten, so werden vermutlich Leute aus der Polizei sich in paramilitärischen Einheiten organisieren.

Als Polizisten können sie die Infrastruktur der Polizei nutzen und dort weiter machen, wo sie von Rechtswegen her nicht tun können. Geht bspw. von einem kommunistischen Gewerkschaftsdemagogen noch mehr Gefahr für den Wohlstand und die Freiheit einer Nation aus als er bisher schon Schaden angerichtet hat, so macht es Sinn diesen zu ermorden. Bei diesen Horrorgeschichten die man im Westen über die United Fruit Company oder Coca Cola hört, diese Konzerne hätten sich Todesschwadronen bedient um arme Gewerkschafter zu ermorden, sollte man bedenken, dass es dabei immer zwei Seiten dieser Geschichten gibt. Es macht für Polizei und Militär irgendwann absolut keinen Sinn mehr eine Gesellschaft zu schützen, die ihre Werte nicht nur nicht teilt, sondern verachtet.


Beschlagnahmung
Tritt in Deutschland der Kriegsfall ein, so wird die Polizei das Militär dabei unterstützen das Bundesleistungsgesetz durchzusetzen. Alle eure angemeldeten und registrierten Prepperspielzeuge wie Geländewagen und Sportwaffen sind damit finito. Wenn die erst mal vor deiner Tür stehen, dann gibt es da keine Diskussionen über Grundgesetz und Eigentumsrechte, sondern da werden die Besitzverhältnisse geändert. Wenn man denen dann dumm kommt verschaffen die sich gleich selbst zutritt zur Wohnung, da man als Legalwaffenbesitzer auch das Recht auf die Unverletzlichkeit der Wohnung verloren hat. Wenn sie dann noch mehr Spielzeug finden wie Wasserfilter, Schlafsäcke etc. wird das auch gleich eingepackt. Diese Möglichkeit ist für den Survivalisten bzw. jene die sich dafür halten extrem gefährlich. Kommt es zu so einem Krisenfall muss man unbedingt aus einer Position der Stärke heraus verhandeln können, oder man wird alles verlieren.

Zur Landesverteidigung wird die Bundespolizei(nicht die Landespolizei) wahrscheinlich militarisiert und in derartige Aufgaben eingebunden, wie es bspw. während des kalten Krieges vorgesehen war.


Siehe auch:
Teil 1
Schattenwirtschaft - Auf dem Marktplatz


Kommentare:

  1. Habe ich das so richtig verstanden, dass es in Bezug zum Bundesleistungsgesetz am besten wäre keine angemeldeten Waffen zu besitzen, sondern unregistrierte, illegal beschaffte? (Also würde es sich auch als Jäger mehr oder weniger gar nicht lohnen angemeldete Waffen zu Hause zu haben, weil die mir ja weggenommen werden)

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    1. Ich hab das Gesetz als Text hier schon gefühlte zehn mal verlinkt. Jagd- und Zierwaffen sind ausgeschlossen. Wie man diese Gewährleistung von Seiten der Regierung bewerten kann bleibt jedem selbst überlassen.

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    2. Die Untere Waffenbehörde in Deinem Landratsamt ist da ein kompetenter Ansprechpartner, der Dir sachkundig und abschließend Auskunft erteilen kann.

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  2. Ist wirklich interessant wieweit das Vorstellungsvermögen betreffs Rechtssicherheit im PC Fall ausgeprägt ist. Wie schon geschrieben, Verhausschweinung und Pol. Cor. haben ihre Spuren hinterlassen. Ich finds einfach toll.

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  3. Als mein Grossvater (aktiver Jäger) starb, fand sich in seinem Nachlass ein Schreiben, dass er nicht nur das Betriebsvermögen mit diversen Geliebten durchgebracht hatte, sondern, dass er für dieses Hobby auch seine Waffen schwarz vertickt hatte.

    Jedenfalls hat man trotz intensiver Suche nichts mehr gefunden.

    Oma hat ihm jedenfalls post mortem sofort verziehen und sein Andenken immer in Ehren gehalten......

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    1. Kann auch laufen wie bei meiner dummen Sippe. Die haben Gewehre gefunden, Jahrzehnte nach dem Ableben von Opa, das Landratsamt hat das spitz gekriegt und sie wurden mit den Worten "Sei froh wenn die noch einer nimmt" verramscht. Da war ich vielleicht sauer. Hatte Opa sich sicher anders vorgestellt. Waren auch keine typischen Jagdgewehre.

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  4. Mein Vater hatte auch eine schöne dicke fette zuhause - aber seine dumme kleine Frau,übergab sie dem System

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  5. .....nach seinem Ableben natürlich .

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  6. Primäres Erziehungsziel für die Nachkommen sollte immer sein, den Wert von Dingen richtig einzuschätzen und schon als Kinder nicht zuviel zu quatschen.
    Ich habs gelernt, als mein Vater richtig gallig wurde, weil mein Kumpel und ich (11 Jahre) in einem Stollen im Harz Wehrmachtskisten mit nagelneuen MP 40 (noch in Ölpapier) + Handgranaten fanden und nichts besseres zu tun hatten als damit durchs Dorf zu latschen.... Na ja shit happens!

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  7. Ist immer ein Zielkonflikt, wie man mit Waffen in der Familie umgeht.

    Hält man die Klappe, entwickelt sich eine Scheu gegenüber Schiesseisen, die das Zeug später aus dem Haus haben will.

    Gewöhnt man Kinder und Frau daran, dass es zwar mit Vorsicht zu behandenlde aber dennoch alltägliche Werkzeuge sind, die im Alltag auch sichtbar sind, muss man damit rechnen, dass gegenüber Dritten gequatscht wird oder gar dass man bei einer Scheidung unter Druck gesetzt wird (Er hat mich und die Kinder mit seiner Waffe bedroht!")

    Die richtige Lösung hab ich irgendwie noch nicht.

    Habs bisher so gehalten, dass Waffen im Haushalt selbstverständlich sind und Vater die auch in der Wohnung reinigt. Weiss ohnehin jeder, dass ich Jäger bin.

    Sollte sich im Übrigen jeder klar sein, dass der Besitz von vollautomatischen Waffen oder anderem Kriegszeug zwingend Haft nach sich zieht, wenn man erwischt wird.

    Es sei denn, Opa hat....

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  8. Wie man so die Kavallerie ruft, dass sie (pre collapse ) auch wirklich kommt.
    Jeder von uns kennt doch die Situation , dass man die Polizei braucht und sie ist nicht da oder schlimmer noch umgekehrt .

    Wie motiviert man nun die Blauen wirkich und schnell zu kommen .

    Antwort : Indem man ein Waffenlager einrichtet.

    Wie richtet man sowas ein?

    Ganz einfach. Als Legalwaffenbesitzer steht man unter besonderer misstrauischer Fürsorge des Nanny Staates.
    Ist man ein "Waffennarr" also in meinem Fall ab 20 Langwaffen unterhält man ein "Waffenlager".
    Das bedeutet Spezialbehandlung für die etwa ein Juwelier ein paar Tausender hinlegen muss, nämlich eine Alarm Standleitung direkt zum nächsten Polizeirevier für schlappe 500€.
    In meinem Fall 5min Reaktionszeit und 10€/Monat, weil der Jägerjurist "enteignungsgleiche" Regelungen erfolgreich gecancelt hat.

    Hab ich schon mal gesagt , dass sich ein Jagdschein lohnt?

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    1. Ich könnte mir auch eine ISIS Flagge vor das Haus hängen womit ich dann von CIA, NSA und deutschen Cops rund um die Uhr beobachtet werde. Damit fühle ich mich dann sicher und spare mir die 10 Euro jeden Monat. ;-D

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  9. Hast wohl unter 20 Langwaffen, was?

    Würde ich mich aber an der Strandbar kleidungstechnisch unsicher fühlen :D

    Ja ja, ich weiss Cooper, beware of a man with only one gun....

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  10. http://www.mdr.de/sachsen/fragen-antworten-wachpolizei100.html

    3 monatige Ausbildung mit Schwerpunkt Recht und Kommunikation.
    Haben eine Dienstwaffe.
    Hoffentlich nutzen das die Neuankömmlinge aus.

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