Sonntag, 22. Februar 2015

Demografie: Raubmord

Die Methode von Unterwerfung, Versklavung und Genozid zur Ausmordnung anderer Völker, die Ernährung des eigenen und Erschließung von Lebensraum


Die meisten Gesellschaften der Geschichte bisher waren Raubgesellschaften die einen besseren Lebensstandard ihrer eigenen Bevölkerung dadurch sicherten, dass sie andere Gesellschaften ausplünderten.


Hedonismus und Gier
Eines der frühsten Beispiele für diese Praxis ist die älteste Demokratie der Welt, der Stadtstaat Athen. Athen war eine imperiale Kolonialmacht die kleinere Völker unterwarf um von ihnen Tribut zu erpressen. Die eigene Bevölkerung stimmte lediglich darüber ab welches Volk als nächstes in diese Sklaverei gepresst wurde und lies sich später vom athener Wohlfahrtsstaat sogar für das Wählen gehen bezahlen.

Der griechische Komödiendichter Aristophanes beschrieb diese parasitäre Praxis der Athener in seinem Stück "Die Wespen".
If they wished to assure the well-being of the people, nothing would be easier for them. We have now a thousand towns that pay us tribute; let them comand each of these to feed twenty Athenians; then twenty thousand of our citizens would be eating nothing but hare, would drink nothing but the purest of milk, and always crowned with garlands, would be enjoying the delights to which the great name of their country and the trophies of Marathon give them the right; whereas to-day you are like the hired labourers who gather the olives; you follow him who pays you.
- Bdelycleon ; The Wasps
Ich empfehle jedem das gesamte Stück zu lesen.

Demokratien sind, im Gegensatz zur heute verbreiteten Meinung, durchaus fähig zum Völkermord und auch dazu andere Demokratien anzugreifen. Die Stimmabgabe zusammen mit vielen anderen ist hierbei soetwas wie die Platzpatrone beim Erschießungskommando. Man hat ja mitgemacht, aber irgendwie nicht so richtig. Dadurch befreit man sich von eigener Schuld und es ist leichter überhaupt erst mitzumachen.
Der athener Stratege Thukydides berichtete später aus dem peloponnesischen Krieg dieselbe Geschichte über das aggressive Parasitentum des athener Pöbels.
Während des peloponnesischen Krieges stimmten die Athener darüber ab den demokratischen Stadtstaat Syracuse auf der Insel Sizilien zu überfallen, wobei sich auch die Soldaten beteiligten, welche in dieser Dienstzeit mit Sold und Beute rechneten. Das Ergebnis der Expedition war für Athen aber fatal. Die gesamte Streitmacht wurde aufgerieben, getötet oder in die Sklaverei verkauft. Die hedonistische Wohlfahrtstaatgesellschaft Athen konnte diese Verluste demografisch unmöglich verkraften und verlor bis Ende des Krieges ihr gesamtes Imperium. Später sah man das gleiche Muster beim Niedergang Roms. (Siehe auch: Sind wir Rom?)


Konkurrenz um Effizienz
Ich habe in Sex and Violence bereits beschrieben, wie sich primitive Völker gegenseitig abschlachten und Ressourcenmangel, ich zähle gebärfähige Frauen als Ressource, ein leitendes Motiv ist. Die amerikanischen Ureinwohner schlachteten sich gegenseitig ab im Konkurrenzdruck um Jagdgründe bis die weißen Siedler kamen. Diese fanden im Grunde Steinzeitvölker vor mit extrem geringen Kapazitäten in allen Bereichen. Es war für die Weißen klar, dass sie das Land besser und effizienter nutzen können als die Ureinwohner. Es ist egal seit wie vielen Jahrtausenden ein piss erbärmlicher Nomadenstamm über die Great Plains zieht und dabei ein riesiges Gebiet beansprucht, nur um diesen winzigen Stamm zu ernähren. Eine Koexistenz war ohnehin nie lange möglich, da die Indianer chronische Diebe und gerade die Stämme der Great Plains selbst in Maßstäben für primitive Völker absolute Wilde waren.

Von allen Beutetieren in den Great Plains die auf der Speisekarte der Indianer standen war der Büffel das mit Abstand dümmste. Die Great Plains bestehen aus einem gigantischen Nichts soweit das Auge reicht und es gibt hier keine Bäume, Sträucher oder irgendwas das Schutz bietet. An jedes Tier muss man sich mühevoll anschleichen während dies sein bestes tut, nicht gefressen zu werden. Nur der Büffel ist ein dummes Tier und die Erbeutung von Pferden revolutionierte die Fortbewegung der Indianer sowie die Jagd auf dieses Tier. Wenn man die Indianer loswerden wollte, so musste man den Büffel loswerden. Die Ernährungsgrundlage der Indianer zu zerstören war das Motiv hinter den Büffeljagden, nicht die Fleischgewinnung. Millionen von Büffelknochen die in der Prärie liegen geblieben waren wurden schließlich zu Düngemittel verarbeitet.


Lebensraum
Der Drang nach Osten der deutschen Stämme als systematisches Vorgehen lässt sich zurückverfolgen bis zu den Anfängen des heiligen römischen Reiches deutscher Nation. Heinrich von Sachsen professionalisierte mit der Merseburger Legion die Menschenjagd auf die slawische Bevölkerung an den Ostgrenzen seines Reiches. Nachdem die Ungarn von Otto dem Großen geschlagen wurden und von diesen keine Gefahr mehr für das Reich ausging, machte sich der erste deutsche Kaiser daran die Elbslawen zu unterwerfen, die selbst immer wieder auf ihren Raubzügen in das Reich einfielen. Diese slawischen Stämme hatten sich in den Gebieten niedergelassen, aus denen germanische Stämme einige Jahrhunderte zuvor vor den Hunnen geflohen waren. Jetzt kamen die Germanen mit Feuer, Schwert und Bibel zurück um die slawischen Stämme zu versklaven, zu vertreiben oder auszulöschen. In den nächsten Jahrhunderten eroberten und unterwarfen die deutschen Stämme  slawisches Gebiet, siedelten sich selbst an der Ostseeküste an und verpflichteten die Überlebenden zu Tributzahlungen.

Vor diesem Hintergrund ist es also nicht überraschend, dass es im letzten Jahrhundert vielen Deutschen nur logisch erschien im Osten für sich selbst neuen Lebensraum zu schaffen, nachdem man es bereits Jahrhunderte zuvor getan hatte.

Motiv aus einem germanischen Leitheft für Angehörige der SS. Das Motiv und was es ausdrücken soll ist klar. Ähnlich wie römische Legionäre sollten Hitlers Fußsoldaten später Haus, Hof und Weib erhalten um den Osten zu besiedeln. Den Nazis fehlte aber von Anfang an das Menschenmaterial und diverse Aufrufe sollten dafür sorgen, dass ausgewanderte Deutsche wieder ins Reich zurückkehren sollten, damit die Nazis mit ihnen den Osten besiedeln konnten. Dazu kam es aber nie und viele der "Heimkehrer" gingen aus den Umsiedlungslagern direkt in die Flüchtlingstrecks gen Westen. Heute ist die Ostseeküste wieder besiedelt von den Slawen.


Islam
Eines der erfolgreichsten Beispiele für die Unterwerfung eroberter Völker ist der Islam. Von der unwirtlichen arabischen Halbinsel aus unterwarfen die Krieger Allahs Nordafrika, Kleinasien und Persien. Die Moslems versklavten und vergewaltigten die Frauen, töteten die Männer, zwangen den Besiegten ihre Sprache auf und lebten einige Jahrhunderte ganz gut von Kriegsbeute und Substanz der an sie gefallenen Gebiete. Letztendlich war es eine Mischung aus Todessehnsucht, höheren Geburten und blanker Gier die es den Moslems erlaubte die im sterben liegenden Überreste des römischen Reiches und Persiens zu überrennen. Ob sie diese Völker nun alle im Kampf besiegt haben, oder ob die Moslems nur Hilfstruppen der Byzantiner waren, die in demografisch abfallenden Gebieten gesiedelt haben, ist dabei von zweitrangiger Bedeutung. Realitäten wurden geschaffen, das ist alles was zählt.
Ironisch ist dabei auch, dass viele Juden aus dem Europa des Mittelalters ausgewandert sind, weil sie eher im Orient die Jizya zahlen würden, als in Europa den Pogromen ausgesetzt zu sein.



Was bedeutet das für die heutige Zeit?
Irgendwo im südamerikanischen Urwald werden weiterhin unbekannte Indianerstämme ausgerottet werden wenn sie den Regierungen dort im Weg stehen bei Entwicklungsprojekten wie Kanälen, Staudämmen und dergleichen.
Europäische Völker untereinander konkurrieren heute nicht mehr um Lebensraum. Es leben heute in Deutschland mehr Menschen auf weniger Land als im alten Reichsgebiet, aber keiner der nicht völlig beschädigt im Kopf ist wie der zurückgetretene Vorsitzende des Bund Naturschutz in Nürnberg(Ausgerechnet Nürnberg), spricht heute mehr von Mangel an Lebensraum. Das ist einfach eine Frage von effizienter Nutzung und die gibt heute kein Motiv mehr. Zumindest für uns.

Währenddessen kauft China fünf Prozent der Gesamtfläche der Ukraine für Agrarkultur, damit es seine steigenden Anfragen der eigenen Bevölkerung nach Fleisch decken kann. Wenn in China weniger Hunde aber umso mehr Schweine gegessen werden, dann steigt der Getreidepreis. Für viele islamische Länder wie Ägypten, welches um die 50% ihres Nahrungsmittelbedarfes importieren, ist das eine Katastrophe. Wenn die Menschen dann zu arm sind sich das Getreide leisten zu können, dann werden die atheistisch, kommunistischen Schweine in China den Moslems das Essen wegfressen. Es ist dann die Frage wie diese Länder sich verhalten werden. Wird man versuchen sich nach Afrika auszubreiten? Wird man effizientere Wege der Nutzung finden? Werden Menschen einfach vor dem Hungertod fliehen und versuchen in Europa zu kolonisieren?
Europa wird eventuell selbst wieder in solchen Zuständen versinken, wenn sich herausstellt, dass die zugewanderten Fachkräfte wieder Richtung USA ausreisen werden, wenn sie herausfinden, dass sie nur als Leistungsträgerklasse für die alten weisen Europäer gedacht sind, die meinten einen Anspruch auf Sozialversicherung, Rente und andere Arbeitsleistungen anderer Menschen zu haben.

Was auch gerne geraubt wird neben Arbeitsleistung, früher war es eben die manuelle Arbeit der Sklaven, ist Industrie. Russland überfällt die Ukraine und versucht aus den Gebieten die Schwer- und Rüstungsindustrie zu stehlen (Siehe hierfür auch die Reihe Insurgency), indem man sie wahrscheinlich demontiert und in die Lastwagen der russischen Hilfskonvois verladen hat. Gleichzeitig betrachtet man in Russland die Ausbreitung der Chinesen dort als Bedrohung. Im Gegensatz zu China kann Russland keine Industrie anlocken und nicht mal mehr Dinge einigermaßen kopieren. Diese sterbenden Großmächte werden dadurch gefährlich, dass sie genau so wie jeder andere wissen, dass sie untergehen.


Post Collapse
Je nachdem wie der Kollaps aussieht, was verloren geht und wer überlebt wird sich entscheiden, ob die übrig gebliebenen Menschen wieder bei dem vorherigen Technologie- und Zivilisationsstand anschließen können, oder ob sie in Verteilungskämpfe um die Reste der alten Welt verfallen. Sollte letzteres der Fall sein, so werden Menschen zurückfallen in die Muster des gegenseitigen Ausrottens im Kampf um Ressourcen.


One village! And it brought stability to the region. Which means that no one chops off their arms because their grandmother's grandfather belonged to a different tribe.  They like us down there, boy.  This is a country where the Secretary of Defense can go on TV and tell the American public, oh, that "This is about freedom! It's not about oil!"  And nobody questions him, because they don't want to hear the answer because it's a lie!
- Shooter

Siehe auch:
Die Reihe Demografie Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4.
Sind wir Rom?
Sex and Violence
Hitlers Volksstaat von Götz Aly


1 Kommentar:

  1. "Je nachdem wie der Kollaps aussieht, was verloren geht und wer überlebt wird sich entscheiden, ob die übrig gebliebenen Menschen wieder bei dem vorherigen Technologie- und Zivilisationsstand anschließen können"

    Entscheidend für Hochzivilisationen sind Städte.

    Schafft es eine Post Collapse Gesellschaft technische und organisatorische

    Voraussetzungen für Städte zu bewahren oder zu schaffen kommt es zu einem "Urban Scaling"

    Zitat:
    "Eine im Jahr 2013 erschiene Studie hat erstmals belegt, dass unsere modernen Städte nach einem Prinzip wachsen, das die Forscher „urban scaling" nannten. Demnach bilden Stadtbevölkerungen eine Art „sozialen Reaktor", wodurch eine derartige Effizienz und Produktivität entsteht, dass die Gemeinschaft schließlich ein Überangebot an Infrastruktur, Waren und Dienstleistungen hervorbringt. Das bietet wiederum mehr Menschen Lebensmöglichkeiten und so wächst eine Stadt. Dieses Prinzip weist ein erstaunliches Maß an mathematischer Regelmäßigkeit und Vorhersagbarkeit auf, berichteten die Forscher."
    http://www.wissenschaft.de/kultur-gesellschaft/archaeologie/-/journal_content/56/12054/5834086

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