Samstag, 7. März 2015

Taktik: Die Spähgruppe in der Bewegung


Ein paar Grundlagen zu kleinen Einheiten in der Bewegung


Ausrichtung der Waffe
Jedes Mitglied in der Gruppe hat die Mündung seiner Waffe immer nach seinem Sichtfeld auszurichten. Die Waffe ist im Anschlag der Hüfte zu halten bzw. in der Pirschhaltung. Sollte es zum Kontakt kommen kann so umgehend reagiert werden.

Negativbeispiel:

Positivbeispiel:

Abstände einhalten
Der Wirkungsradius von Handgranaten schwankt zwischen 5 bis 20 Metern. Ähnlich verhält es sich bei Spring- und Richtminen. Ein kleines Team sollte Abstände von 15 bis 20 Metern zueinander halten, damit im Falle von derartiger Feindeinwirkung nicht gleich das ganze Team draufgeht.

Wie auf der Skizze ebenfalls zu sehen sind Sichtfelder, wobei die Nachhut bzw. der Letzte immer nach hinten sichern und eventuell Spuren verwischen muss.

Pause und Rast
Wenn das Team rastet oder einen Lagerplatz für die Nacht einschlägt, so verlässt man den Pfad in eine Richtung und folgt diesem ein kurzes Stück zurück, um eventuelle Verfolger abfangen zu können. Ebenfalls auf der Skizze dargestellt sind zwei Schlafsäcke und zwei Gruppenmitglieder die dazwischen Sitzen, möglichst Rücken an Rücken, um Wache zu halten. Ist die Gruppe klein, unauffällig und mobil ist es nicht nötig einen Sicherheitsperimeter abzustecken.


Kontakt
< Gezeigte Manöver sind keine Patentlösungen >
Gerät die Gruppe in Kontakt mit dem Feind, so handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Hinterhalt. Der absolute Großteil aller Feuergefechte startet mit einem Hinterhalt. Von daher muss man davon ausgehen, dass der Gegner vorgeplant hat und einen eventuell versucht in eine bestimmte Richtung zu drücken. In die nächst mögliche Deckung zu stürzen kann einen direkt in eine Sprengfalle führen. Ein Manöver was ohne richtige Deckung auskommen kann ist das Peeling, wobei sich ein Mitglied nach dem anderen zurückzieht während die anderen Feuerschutz geben. Aus diesem Grund sind, wie in einem vorherigen Beitrag bereits erwähnt, Magazine mit höherer Kapazität als es der Standard ist sehr wertvoll, da die extra Patronen den Feind in Deckung zwingen und halten können, während dieser nachlädt. So wird der Kontakt zum Feind dann gebrochen. Wie auf der Skizze zu erkennen richtet das gesamte Team sein konzentriertes Feuer auf den Feind um ihn unten zu halten, während die Person am Anfang der Marschreihe das Signal gibt "Peeling one" um sich hinter den anderen Mitgliedern zurück zu ziehen, nachzuladen um am Ende der Reihe den Feuerkampf wieder aufzunehmen. Das gleiche ist es dann mit der Nummer zwei, drei und vier, bis man wieder bei eins/one angelangt ist.


Eine andere Methode ist das Flankieren. Bei dem Beispiel auf der Skizze begibt man sich unter Sichtdeckung durch Rauchkörper aus der Killzone des Gegners, um ihn anschließend mit Unterdrückungsfeuer zu belegen, während ein anderer Teil des Teams in der Flanke des Gegners eine eigene Killzone einrichtet, so dass die Ziele gleich noch möglichst nahe beieinander stehen. Als Rauchkörper kann man kaltbrennende Seenotsignalmittel oder Paintball "Granaten" verwenden, eventuell auch Eigenbauten. Rauch- oder Nebelgranaten dienen auch als Signalmittel. Mehr zu diesem Thema in Zukunft.

Fortsetzung folgt.


Siehe auch: 

Die Schützengruppe

Aufklärer
Den Rest vom Blog

Kommentare:

  1. Magazine mit größerer Kapazität....

    75er Ak 47 7,62x39 Trommelmags scheinen derzeit aus den Arsenalen aussortiert zu werden. Sind zwar nur phosphatiert, aber absolut ok und günstig ~ 80€.

    Die können im Gegensatz zu westlichen Beta Mags problemlos dauerhaft geladen gelagert werden, weil die Feder erst kurz vorm Einsatz per Aufzug gespannt wird.

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    1. Bevor ich ein voll geladenes Trommelmagazin mit mir rumtrage nehme ich lieber ein RPK Magazin. 40 Schuss für um die 30 Euro. Aus Bakelit sind die aber schwer zu finden.

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  2. Ich rat von den Trommelmagazinen ab...hab selber ein paar. Die laufen nicht regelmäßig Störungsfrei...vor allem bei schnellen Schussfolgen nicht...Trommeln haben sich nicht umsonst NICHT durchgesetzt...
    besser laufen die 40er Stangenmagazine. Die sind aber sehr lang und verursachen im liegend schießen einige Probleme wenn man seine Silhouette klein halten will. Auch bei Spähtrupp würd ich die 30er empfehlen und nen schnellen Wechsel trainieren...

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  3. Rauchgranate:

    45%KNO3 (kalisalpeter) +55% Zucker

    in heissen Wasser lösen,wieder eindampfen
    Gemisch kann jetzt heiss in Formen o.ä gegossen werden




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