Donnerstag, 16. April 2015

Eigenbau Körperpanzerung

Mehr Eigenbaukonzepte für Schutzwesten aus recyceltem Material



So schnell kann es gehen. Ein Splitter, vielleicht nur ein kleines Steinchen durchschlägt die Bauchdecke und im nächsten Moment ist man damit beschäftigt seine Gedärme mit den Händen im eigenen Körper zu halten. Sowas muss aber nicht sein!


Wie in vorherigen Teilen zum Thema bereits erwähnt(siehe unten), ist es von Vorteil in einer Post Collapse Situation zumindest vergleichsweise primitive Bodyarmor herstellen zu können. 


Beschusstestes mit Schneidbrettern aus hochverdichtetem Kunststoff. Bereits zwei Schneidbretter übereinander mit einer jeweiligen Dicke von 1,27cm können Kaliber .38 Kugeln aufhalten. Kunststoff ist zudem sehr leicht und Schneidbretter finden sich quasi überall.

Sind keine modernen Kevlar Einlagen und Nylon vorhanden, kann man Weichballistikeinlagen auch aus Leinentücher und andere Stoffen improvisieren, indem diese dann nach dem Vorbild der antiken Linothorax Leinenrüstungen verarbeitetet werden. Hierbei werden um die zwölf Lagen Leinen übereinandergelegt und miteinander verklebt. In der Antike verwendete man hier Glutinleim, in einer Post Collapse Situation wird verwendet was noch da ist oder selbst hergestellt werden kann.  
Diese Einlagen können auch schematisch als gesamte Rüstung aus einer Rolle gefertigt werden, wobei noch die Schulterstücke bzw. Tragegurte angebracht werden müssen und es zudem ratsam wäre, das ganze in eine wasserabweisende Hülle einzuarbeiten. Hauptsächlich dient diese Weichballistik dazu ein Ausbrechen von Splittern aus den Platten zu verhindern, weniger als eigenständige Schutzschicht.

Die Platten können auf verschiede Art angebracht werden, je nachdem welche Ressourcen man zur Verfügung hat.
Experimentelle T-64 bzw. M12 Veste. Die Fächer in denen die Platten eingelassen wurden sind gut zu erkennen.

Innen- und Außenansicht des Nachfolgemodells M-1952.

Beispiel für Fächer in welche kleine Stahlplatten eingelassen werden. Kleine Platten haben den Vorteil beim Tragen flexibler zu sein und im Falle der Ersetzung weniger Material zu verbrauchen.

Hierbei handelt es sich natürlich nur um Notlösungen.


Siehe auch:
Den ersten, zweiten und dritten Teil der Reihe Bodyarmor auf Postcollapse.

Den Is it Bulletproof?-Blog mit ballistischen Tests verschiedener Materialien, Bastelideen und einer Liste verschiedener Bodyarmor Patente.
Auf diesen Blog wurden wir durch die E-mail eines Lesers aufmerksam. Danke dafür! Wenn Sie interessantes Material haben welches sie verbreiten wollen, schreiben sie an Post Collapse.


Medical Department United States Army in World War II - Wound Ballistics 
Chapter 11 - Personnel Protective Armor



Kommentare:

  1. Für die Herstellung von Rüstungen aus Metallplatten und Blech empfehle ich folgendes Buch:
    http://www.amazon.de/Techniques-Medieval-Armour-Reproduction-Century/dp/1581600984
    Das Buch behandelt zwar mittelalterliche Rüstungen, allerdings werden Werkzeuge, Herstellungstechniken und Konstruktion genau beschrieben. Allein durch ein angepasstes Design sowie Verformung kann die Effizienz von solchen Platten gesteigert werden.
    Außerdem sind die mittelalterlichen Plattenröcke, die auf dem Schlachtfeld von Visby gefunden wurden, für die Aufrüstung einer SPlitterschutzweste interessant. Einfach mal Visby armor googeln.

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    1. Die Visby Rüstung ist eine Brigandine, das Konzept ist dem der frühen Splitterschutzwesten sehr ähnlich.

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  2. Meine Fresse sehen diese Typen mit Glatzen und Trikos asozial aus.

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  3. Fieberglas-SK1(2)-30Dollar-Weihnachtsbastelspaß
    https://www.youtube.com/watch?v=_7jiIQOgwtI

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