Freitag, 24. April 2015

Killer

Wie Kriegerkultur und Männlichkeit sich von der Zivilisation entfremden und die Zivilisation von ihnen

Tommy in dem gleichnamigen Gedicht von Rudyard Kipling ist eine arme Sau. Als Soldat verachtet ihn der Rest der Gesellschaft, schaut auf den Rohling herunter der seine Seele verspielt hätte und nirgendwo will man ihn haben. Aber wenn es dann Ärger gibt, dann solle doch Mr. Atkins das tun, wofür man ihn ansonsten so verachtet.

Die Wahrheit ist, dass man genau solche Typen wie Tommy braucht für eine schlagkräftige Armee. Die Idee, dass der Bürgersoldat/Milizangehörige/Wehrpflichte/Nationalgardist, der die meiste Zeit im Leben Zivilist ist, in einem klimatisierten Büro arbeitet, übergewichtig wird und in seinem eigenen Haus im sitzen pinkelt weil seine Frau ihm das sagt, genau so einen Kampfwert hat wie Tommy Atkins ist absurd. Ich habe in vergangenen Einträgen einige Beispiele aufgezählt, in denen dieses Konzept der jeweiligen Gesellschaft, die es angewandt hat, um die Ohren geflogen ist.


Wenn ich in der Presse Berichte zu Augen bekomme, wo Amateure über die Tauglichkeit des G36 Sturmgewehrs der Bundeswehr schreiben, dann mach ich mir weniger Gedanken über das Gewehr selbst, sondern wer da am Abzug ist und wer ihm sagt was er zu tun hat.

Vor 100 Jahren hat die deutsche Armee Belgien überrannt. Heute überrennt eine Belgierin die Deutsche Armee und verwendet dafür sogar noch deren eigenes Material. Menschen die nirgendwo, in keiner organisch entstandenen Gemeinschaft, irgendwas zu sagen hätten, werden durch das Negativausleseverfahren des demokratischen Prozesses an die Spitze von Nationen und Militärs gesetzt, die von ihnen damit ruiniert werden. Versteht das nicht falsch. Die höchste Instanz über das Militär müssen Zivilisten sein und keine Typen mit Schulterklappen und Sonnenbrillen, wie man es in anderen Teilen der Welt sieht. Aber es dürfen keine Illusionen darüber toleriert werden was das Militär ist und was Krieg bedeutet. Krieg ist legalisierter Mord. Dafür braucht man Menschen die diese Tatsache akzeptieren und damit arbeiten können.

Was wir stattdessen bekommen sind Menschen, für die Tragik komplett aus dem Leben verschwunden ist und für die das Militär kein Mittel mehr ist um unseren Feinden Angst einzujagen und wenn nötig Hackfleisch aus ihnen zu machen, sondern eine Art bewaffnetes THW, das in fremden Ländern Schulen baut, Seenotrettung betreibt und natürlich auch den Weibern eine Willkommenskultur bietet mit geschlechtsneutralen Toiletten und Panzerkampfwagen, in denen auch eine Hochschwangere fahren kann. Man versucht mit immer absurderen Bequemlichkeiten die immer weniger werdenden Söhne der Deutschen in die Armee zu locken. Mit Geld und flexiblen Arbeitszeiten will man Personal finden, was Menschen töten und draußen schlafen soll? Und was werden die wenigen Krieger sich denken, die sich trotz allem wirklich zur Bundeswehr verirrt haben, wenn ihnen eine Frau Quotenfeldwebel sagt was sie tun sollen? Was werden die denken, wenn sie eine Kultur verteidigen sollen, die ihre Werte nicht teilt? Soll man für Euro Rettung, Bundesliga und Sozialstaat tapfer vor dem Feind sein? Vielleicht sind diese Fragen etwas für die PR Abteilung und ganz besonders die Social-Media RedakteurInnen der Bundeswehr. Tolles Thema für den Girls Day.


Ich glaube Tommy Atkins hat sich mittlerweile in Tumar Al-Akbar umbenannt und ist dem Islamischen Staat beigetreten. Allahu Akbar.


Siehe auch:
Krieger und Kriegsvolk
Tommy von Kipling
Sir, i will not obey that order!

*** 200 Einträge Post Collapse ***

Kommentare:

  1. Glückwunsch zu euren 200 Einträgen! Ich hätte ohne den Blog und die neuen Betrachtungsweisen wahrscheinlich längst aufgehört mich mit dem Thema überhaupt zu befassen.

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  2. Gratis Nutten und Bier-Flatrate für tüchtige Soldaten. Ich könnte mir keine bessere Motivation vorstellen.

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