Montag, 13. April 2015

Persönlichkeiten: Joel Skousen


Joel Skousen ist Politikwissenschaftler, politischer Kommentator und Survival Autor. Er hat in diesen Bereichen viel Rat anzubieten.


Joel Skousen kommt aus einer konservativen Mormonenfamilie und flog im Vietnamkrieg Jagdflieger für das Marine Corps. Eine seiner zentralen politischen Thesen ist, dass der Fall des Kommunismus in Osteuropa eine sorgfältig geplante und inszenierte Täuschung war und die russische Bedrohung für den Westen weiterhin existiert. Dies ist auch der Kern seiner Survivalstrategie, die eben vor dem Hintergrund eines russischen Erstschlages stattfindet.

In seinem Buch Strategic Relocation listet er daher mögliche Zufluchtsorte in den Vereinigten Staaten auf, welche bei einem Angriff mit Nuklearwaffen die besten Chancen haben diesen und die Folgen zu überstehen. Militärische Ziele stehen im Vordergrund, für Ballungszentren und zivile Einrichtungen geht primär keine Gefahr aus. Dies sei aber auch nicht nötig, da die Folgen des Erstschlages und die Post Collapse Situation ohnehin bereits furchtbar sein werden und man keinen Nuklearsprengkopf braucht um größere Städte im Chaos versinken zu lassen. Ein wichtiger Teil seiner Arbeit bezieht sich deshalb auf den Bau von Fallout Sheltern bzw. Atombunkern.

Mit seiner These von der russischen Perestroika Täuschung bringt er bei vielen Gelegenheiten ordentlich Wirbel in die alternativen Medien, die gerade in den USA stark mit dem Thema Survival vernetzt sind. Dort fixiert man sich zunehmend auf die Korruption der eigenen Regierung und entwickelt schnell einen Tunnelblick, der dazu führt das in Nachbars Garten das Gras immer grüner aussieht und die Feinde meines Feindes vielleicht doch nicht so böse sind, wie sie aber nun mal sind. Wenn man den Westen kritisieren will schreibt man dann gerne mal von iranischen und russischen Publikationen ab, die deren Regierungen nahe stehen und natürlich den Westen schärfer kritisieren, als westliche Medien. Es braucht dann Leute wie Skousen mit einem starken antikommunistischen Hintergrund um diesen Leuten dann vor den Kopf zu stoßen und wichtige Fakten zu nennen.

Aber es gibt auch bei Skousen Licht und Schatten. Als Mormone folgt er natürlich der Joseph Smith Version von Christentum und viele Motive müssen vor diesem Hintergrund betrachtet werden. Die Mormonen glauben u.a. an die White Horse Prophecy, wonach die Mormonen die USA und die Verfassung aus einer großen Krise retten werden. Die Gemeinschaft der Mormonen ist seither sehr tribal in Klans organisiert und Prepping wird dort seit den Utha Kriegen gegen die US Zentralregierung praktiziert.

Zudem äußert sich Skousen in seinem World Affairs Brief Newsletter gelegentlich etwas abfällig über Islamkritiker, welche er als getäuschte Christen und dergleichen betitelt. Man muss hier fragen wen ein Mormone als getäuschte Christen bezeichnet und woher die gemäßigte Einstellung gegenüber dem Islam kommt. Skousen bezeichnet den Islamischen Staat als ein Mossad Projekt, welcher ohne dessen Lenkung nicht handlungsfähig wäre. Solche Äußerungen stoßen natürlich bei Moslems auf positive Ressonanz, für die alles Schlechte was mit dem Islam in Verbindung steht immer eine zionistische/Mossad/CIA Verschwörung ist. Persönlich vermute ich hier die starke Ähnlichkeit der Mormonensekte und dem Islam. Nach dem Mountain Meadows Massaker bezeichnete sich Joseph Smith sogar als zweiter Mohammed. Von daher behalte ich mir in diesem Themenbereich ein gewisses Misstrauen vor.



Siehe auch:
Ratschläge von Skousen



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