Montag, 27. Juli 2015

Death Squads

Silendo Libertatem Servo

Ich selbst bin jemand dem es völlig fern liegt anderen meinen Willen aufzuzwingen und finde jeder hat das Recht in Ruhe gelassen zu werden. Leider bin ich damit in Deutschland schon Teil einer sehr kleinen Minderheit und dies scheint sich auch nicht zu ändern. Die meisten Bewohner dieses Landes implizieren gerne Gewalt gegen andere durch einen Proxy, weil sie sich zu fein sind die Hände selbst schmutzig zu machen. Vielen dieser Leute ist es dabei völlig egal wenn damit dein Leben zerstört wird. Oft wollen sie das sogar. Besonders wenn dein Einkommen über einer bestimmten Summe liegt, die sie für Gerecht halten, oder dein Betätigungsfeld nicht ihren ideologischen Vorstellungen entspricht. Diese Leute zu zerstören bevor sie das Leben von einem selbst zerstören, ist ein völlig legitimes Unterfangen.


Ausgangslage
Einen Wandel durch kritische Massen, Wahlinitiativen, Volksbegehren oder sogar Aufstände kann es in Deutschland nicht mehr geben, da dafür schlicht das Personal nicht geboren wurde. Die momentane demografische Situation lässt keine friedliche Entwicklung zu mehr individueller Freiheit mehr zu. Dinge wie die AfD, Pegida und dergleichen sind Phänomene einer bereits sterbenden Gesellschaft, die lediglich noch ein paar kleine Rückzugsgefechte zur Besitzstandswahrung austrägt. Diesen Leuten geht es nicht um Freiheit oder Deutschland oder sowas, sondern eher darum noch sein Stück vom Kuchen zu bekommen bevor man in die Kiste springt. Jeder der irgendwie für Freiheit und Selbstbestimmung ist, der gibt sich damit zufrieden 1000 Vorträge über Nichtigkeiten zu halten, klug daherzulabern und dabei schaffte es die FDP nicht mal in Bayern das Ladenschlussgesetz zu kippen.

Das einzige was noch einen Einfluß nehmen kann auf die politischen Realtiäten in Deutschland, in jedem Land mit einer demografischen und politischen Situation wie Deutschland, sind Todesschwadronen oder Death Squads.

Death Squads haben im Westen einen relativ schlechten Ruf, da die linksgerichtete Presse sie generell als psychopathische Mörder hinstellt, die in paradisischen sozialistischen Projekten der dritten Welt kleine Gewerkschafter und KunstlehrerInnen foltern und umbringen. Das Death Squad selbst, oder besser gesagt die Taktik, steht aber für sich alleine. Von den Sozialisten wird man manipulativ zusammen gestellte Fälle vorgesetzt bekommen über die Ermordung von anderen Sozialisten, nicht aber wird man von ihnen hören, dass ihr politisches Spektrum genau die selben Taktiken anwendet. Sieht man sich dieser Realtität gegenüber, so bleibt nur noch die Unterscheidung darin, wieso diese Dinge passieren. Und hier gibt es kein moralisches Equivalent. Es macht eben sehr wohl einen Unterschied ob für Sozialismus und Weltrevolution gemordet wird, oder man für Freiheit und Eigentumsrechte deren Feinde tötet. Der Vietcong hatte seine Todesschwadrone die extrem grausam waren, trotzdem galten sie bei den Linken im Westen als Freiheitskämpfer. Selbst auf so eine Taktik zu verzichten um Gruppen wie eben den Vietcong zu bekämpfen wäre, in Anbetracht der Umstände des Konfliktes, absolut wahnsinnig.

Nguyễn Văn Lém (referred to as Captain Bay Lop) (died 1 February 1968 in Saigon), a member of the Viet Cong, commanded a death squad targeting South Vietnamese policemen and their families during the Tet Offensive in Saigon. On February 1, 1968, Captain Bay Lop was arrested by South Vietnamese police while dumping the bodies of his unit's victims.
 - Wikipedia ,,Death Squads''


Art der Kriegsführung
Die beste Möglichkeit einen Menschen zu töten ist wahrscheinlich mit einem Knüppel, die schlechteste Möglichkeit ist ein Bombenteppich. Die Art der Konfliktführung durch Todesschwadronen, gezielte Tötungen und Entführungen, ist eine extrem schonende Art verglichen mit der regulären Kriegsführung. Es kommen weniger Unschuldige zu Schaden, es ist billiger und es werden weniger Sachwerte zerstört. Auch ist dieser Krieg von Gesellschaften führbar, die eben nicht über die Personalreserven verfügen einen regulären Krieg zu führen.

Ebenso zeigt sich diese Methode extrem effektiv im Kampf gegen politische Subversion. Keine Bombenteppiche konnten den Vietcong so zermürben und demoralisieren wie das Phoenix Programm. Kommunistische Guerillas in den Dschungeln von Südamerika haben keine Angst vor Armeehubschraubern, sondern vor der Zerstörung ihrer zivilen Infrastruktur. Die einzige wirkliche Tragik bei diesen Vorgehensweisen ist, dass sie meist zu spät angewendet werden.
If you have to kill someone, if you have to, is it somehow better to do it clean with a bullet through the head? Is it somehow worse to chop him up with an axe? What if you have to kill ten, or a hundred, or a thousand? What if it in doing it you save a thousand, or you spare ten? What if you save yourself? What is the measure of a man, or his murder? By what insane calculus can we answer questions like these, should we even try?
- The Jackal


Personelle Anforderungen
Der große Vorteil an der Operationsweise von Death Squads ist, also sofern man selbst auf der Seite der Death Squads steht, dass sie keine Anforderungen haben wie das reguläre Militär und einen Geheimdienstkrieg führen. Jeder kann nützlich sein. Homogenität in den Einheiten ist hier sogar eher ein Nachteil.

Der eigentliche Knackpunkt ist wieder mal ein psychologischer. Ein Death Squad hat meist nicht die moralische Legitimation der tapferen Heldenhaftigkeit des Kriegers auf dem offenen Schlachtfeld auf seiner Seite, da sie eher bei Nacht und Nebel ihre Feinde entführen oder im Schlaf ermorden. Man muss eine gewisse Hingabe aufbringen sich einer solchen Sache anzuschließen und ein moralisches Konzept besitzen dies vor sich selbst zu rechtfertigen. Im Prinzip ist Krieg legalisierter Mord, jedoch ist dieser Krieg nicht erklärt und der Mord erst recht nicht legal. Es braucht Menschen die das erkennen und damit umgehen können für diese Art der Kriegsführung.

In seinem Buch Serial Killers: The Method and Madness of Monsters beschreibt Peter Vronsky mehrere Kategorien von Serienkillern, von denen zwei für das Death Squad interessant sind.

MISSIONARIES 
Missionary killers feel compelled to kill a certain type of victim whom they believe is worthy of death. Often the choice of victim is somehow influenced by the killer’s past experience or current beliefs that lead him to conclude that a certain type of person is “undesirable.” Prostitutes, homosexuals, homeless people, and members of a specific race are the most frequent candidates for missionary serial killers. Missionary killers are highly organized, compulsively seeking out and stalking their victim type and killing them quickly. Usually no sexual offenses are associated with the crime, but there are exceptions, particularly in the murder of prostitutes. Missionary serial killers are often stable, gainfully employed, long-term residents of the geographical territory in which they kill. They are frequently intelligent and white-collar or professional workers. They usually refrain from posing or mutilating the corpse of their victim—the kill is the mission. The body is frequently found at the location of the murder, as the missionary killer has minimum contact with his victim because he is uncomfortable relating to the object of his hate in an attempt to lure the victim to another location. Missionary serial killers sometimes team up into groups and can be arguably also classified as “cult serial killers” when they do.
 - Seite 156

Er bringt als Beispiel für so einen Serienkiller Kult die Death Angels, ein Todesschwadron innerhalb der amerikanischen Nation of Islam, welche sich darauf spezialisiert hatten Menschen nach dem einen Kriterium von Rasse zu ermorden.
Membership, or “wings,” in the Death Angels was open to anyone who killed (“stung”) at least nine white men, five white women, or four white children.
 - 157

Diese Kategorie von Killer eignet sich perfekt für ein Death Squad, doch leider posten solche Menschen diese Kredenzen nicht bei Facebook. Es ist auch eine Frage in wie weit diese Menschen motiviert werden durch ihre Taten durch die vorherrschende Situation in einer Gesellschaft, oder ob sie lediglich einen Sinn, einen Grund suchen dies zu tun. Zu unserem Segen suchen Männer auch in weitestgehend konfliktbefreiten Gesellschaften weiterhin einen Sinn, einen Zweck um ihre evolutionären Attribute ausleben zu können. Die meisten Vietcong waren weniger vom Kommunismus als Motivation angetrieben, als durch Nationalismus. Wird auch der evolutionäre Druck groß genug, so steigert sich die Bereitschaft des Einzelnen Dinge zu tun die getan werden müssen, damit er weiterhin einem Zweck folgen kann. Das Death Squad will sich ja gerade in einer existenziell bedrohlichen Lage sehen und wissen, wenn auch nur für sich selbst, dass es keine andere Möglichkeit mehr gibt.

Eine zweite Kategorie die Interessant ist, auch in Anbetracht einer Post Collapse Situation, sind die hedonistischen Killer.
HEDONIST COMFORT KILLERS
Hedonist comfort killers are perhaps the oldest recognized and simplest type of serial killer. They kill for profit and gain—for comfort. They were highly prevalent in previous centuries in times of anarchic disorder or in frontier territories where the institutions of justice were weak and the value of life was low. Pirates, bandits, urban slum landlords, baby-farm matrons, black widow husband poisoners, bluebeard wife murderers, landlady killers, innkeeper murderers, medical cadaver harvesters—all these categories dominate the descriptions of nonaristocratic serial killers from the past. These types of crimes continue to occur in rural areas or in economically depressed urban communities, where victims are often transients who are not missed. Organized-crime contract killings likewise unfold in a type of underworld anarchy and the victims, often other criminals, are not missed or valued.
- Seite 163

Auf diese Kategorie von Killer zielte das Provincial Reconnaissance Unit Programm innerhalb des Phoenix Programmes ab, was im Prinzip nur ein geschönter Name für bezahlte Killer war.
They brought back a Body they got paid for it. They brought back a gun they got paid for it. If they brought back a Prisoner they got paid for it. If they didn't bring back the whole Prisoner, they used to get paid for bringing back identifiable parts. I didn't set these rules up, these are the rules that they played by. When you try to change those rules, you meet resistance. I didn't want people bringing me back ears and me having to pay em for it. I don't want that, i want live people. Dead people don't talk.
- Dick Pearson, Navy Seal, PRU Advisor

Solche hedonistischen Killer finden sich vorallem in "ideologiefreien", primitiven Gesellschaften wo jeder von knallharten Eigeninteressen getrieben wird und Loyaltiät etwas ist das gemietet wird.


Unterstützerbasis in der Bevölkerung
Moralische und materielle Unterstützung ist nicht zwangsläufig erforderlich, vereinfacht aber vieles. Das kommt ganz darauf an welche Auftragslage das Death Squad hat. Wenn es darum geht Offizielle zu ermorden, also Politiker, Beamte und andere die mit dem Staat assoziiert sind, dann ist ein komplexes Informationsnetzwerk nicht notwendig. Man weiß wo sich diese Leute aufhalten, wo sie wohnen, geht dort hin und bringt sie um, da sie meistens auch keine brauchbaren Informationen haben und ihre Person als Funktion das Problem darstellt.
Etwas komplexer wird es bei der bekämpfung von verdeckten Strukturen wie eben Terrororganisationen und subversiven Gruppierungen. Da muss man rausfinden wer ein Mitglied ist und sich von da aus durch die Organisation fressen. Dazu später mehr.

Unterstützung aus der Bevölkerung gibt es dann, wenn diese ein direktes Interesse am Ausgang des Konflikts hat. Die bekannteste Version der Ereignisse ist ja, dass es immer fiese Großkapitalisten sind die kleine Gewerkschafter ermorden lassen, weil diese doch nur einen gerechten Lohn wollen.

http://www.telesurtv.net/english/news/Mining-Executive-Arrested-over-Two-Union-Deaths-in-Colombia-20150528-0046.html

Solche Geschichten ziehen gerade in Deutschland, wo die SPD es bereits für Argumente hält, wenn man die älteste Partei Deutschlands ist und im Dritten Reich verboten war. Die Ergebnisse ihren Treibens, welche für uns gelten, versucht man durch den Einsatz von Death Squads lediglich abzuwenden.
Was auf dem „Arbeitsmarkt” geschehen ist, hat nichts mehr mit Arbeit und nichts mehr mit Markt gemein (und das Arbeitsrecht schon gar nichts mehr mit „Recht”). Hier herrscht nurmehr die  blindwütige Raserei einer juristisch verbildeten und gewerkschaftlich- linkspolitisch verfilzten Paragraphen-Guerilla, deren Widerstandskampf gegen jegliche Arbeit nur noch Großkonzerne überleben können, deren Personalbudgets der Kriegskasse eines stehenden Heeres entsprechen.
 - Kreide für den Wolf, Seite 227-228

Großen Konzernen sind die Arbeitsmarktgesetze und Gewerkschaftsklüngel eines Landes relativ egal, da diese sich letztendlich mit der sozialistischen Regierung auf einen Deal einigen kann. So haben auch kubanische Truppen in Angola die Ölbohrstationen vor der Küste für westliche Konzerne bewacht.
Wenn auch in andere rechtliche und organisatorische Formen gekleidet, ist die Sowjetmacht nichts anderes als der natürliche geschichtliche Abschluß der gewerkschaftlichen Bewegung.
- Ludwig von Mises, Die Gemeinwirtschaft, a. a. O., S. 445.

In Wirklichkeit sind es eher die kleinen und mittleren Unternehmer auf denen sich die finanzielle Struktur von Death Squads stützt, damit diese ihnen den Gewerkschaftsführer vom Hals schaffen und auch den Steuereintreiber der nächsten Revolutionsbewegung für soziale Gerechtigkeit.

http://www.telesurtv.net/english/news/12000-Colombian-Business-People-Probed-for-Death-Squad-Funding-20150510-0012.html

Die Eliten sind in der Regel intellektuell eher faul und nicht existenziell am Ausgang eines Kampfes interessiert, da sie sich dann sowieso einfach ins Flugzeug setzen und das Land verlassen können. Lediglich die Leute die zurückbleiben werden unter den Konsequenzen von sozialistischer Politik leiden. Um das zu verhindern ist jedes Mittel der Selbstverteidigung recht.


Weiter zu Teil 2, Teil 3 und Teil 4 dieser Reihe



Siehe auch:
Initiative ergreifen
From the Ashes of the Phoenix: Lessons for Contemporary Counterinsurgency Operations
TC 7-100-3 Irregular OpFor
Insurgency Reihe auf PC Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4.

Kommentare:

  1. Ich weiß nicht wie viele verlogene Beschreibungen ich zu dem Bild mit dem Polizeichef von Saigon schon gehört und gelesen habe. Auf dem Subversionssender ARTE hat so ein "Journalist" den 34 jährigen VC Offizier sogar als "Jungen" bezeichnet, der kaltblütig ermordet worden wäre! Es ist zum kotzen!!!

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  2. Ein echt heißes Pflaster war übrigens Paris während des Algerienkrieges. Zwischen 1954 bis 1960 starben dort ein bis zwei Algerier am Tag weil sie ihre Revolutionssteuer nicht zahlen wollten. Heute würde man bei sowas natürlich sofort einen nationalsozialistischen Untergrund als Ursache ausmachen!

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