Freitag, 3. Juli 2015

Ein Waffenlager anlegen


Wie man Material vor Dieben und Behörden versteckt

Es gibt in der Bundesrepublik jede Menge Leute die dazu neigen sich illegal Schusswaffen und Munition zu beschaffen. Die meisten sind dabei ziemlich talentiert, umso weniger aber wenn es darum geht diese sicher aufzubewahren. Ich spare mir hier auch die Notwendigkeit solcher Verstecke und Methoden für den Verteidigungsfall zu erklären, da die Behörden heute bereits die gleiche Auftragslage haben wie Besatzungstruppen, auch wenn diese einen nicht Foltern oder die Familie verschleppen werden.

Mich persönlich kotzt das an. Das ist Verschwendung und tolle Sachen, wie bspw. das AR-18 auf diesem Bild vom Zoll Frankfurt, landen in einer Asservatenkammer oder werden zerstört. Es wäre eigentlich sinnvoller, diese alten Deppen strengen ihr Resthirn vorher ein bisschen an und machen sich Gedanken über die Aufbewahrung ihrer Waffen, anstatt diese halt einfach in der eigenen Wohnung liegen zu lassen. Wer macht sowas? Drogendealer machen sowas nicht. Den Spruch "Man scheisst nicht wo man isst" schon mal gehört? Aber wie gesagt sind so ziemlich alle diese "Waffennarren" welche hierzulande hochgenommen werden über 40 und geistig wohl nicht mehr die fittesten. Junge Leute haben nicht das nötige Kapital um große Mengen an Waffen zu sammeln, oder sind bei dem was sie beschaffen klever genug um sich nicht erwischen zu lassen.


Waffen verstecken
Das erste was Leuten dabei einfällt ist Waffen im Wald zu vergraben. In den USA werden extra dafür sogenannte Burial Tubes oder Storage Container verkauft, die speziell dafür gedacht sind Gewehre darin zu vergraben. Es gibt sie auch ausgemustert aus Beständen der US Army.
In Deutschland sind solche Container aufgrund der Vorschriften zur Aufbewahrung von legal besessenen Schusswaffen nicht im kommerziellen Umlauf, oder zumindest bin ich so einem Angebot noch nie begegnet. Deshalb improvisiert man hier indem man bspw. PVC Rohre mit breitem Durchmesser aus dem Sanitärbereich verwendet. Dazu eben Verschlüssstücke bzw. Endstopfen und Panzertape.

Um ein rosten von eingelagerten Schusswaffen zu verhindern schmiert man diese für gewöhnlich mit Cosmoline ein, das ist aber in unserem Fall nicht nötig. Die Einlagerung in diesem fettigen Zeug ist eher notwendig, wenn man Waffen in Holzkisten aufbewahrt die nicht sonderlich feuchtigkeitsbeständig sind.
In den USA werden für eine vakuumverschlossene Aufbewahrung extra Gun Storage Preservation Bags verkauft wie von ZCORR , aber ein normaler Vakuumbeutel tut es auch. Überhaupt werden die Tacticool Industrie und diverse Trittbrettfahrer Geschäftemacher darum immer dreister habe ich den Eindruck. Auf eBay werden für fast 150 Dollar PVC Rohre verkauft und als spezielle Behälter für Waffenverstecke vor der US Bundesregierung angepriesen.

Um Munition aufzubewahren geht man ähnlich vor. Es macht durchaus Sinn diese in Müllbeuteln doppelt zu verpacken und anschließend in einer dichten Munitionskiste, die man auch selbst nochmal verpacken kann, zu vergraben. Die Box kann dafür auch aus Kunststoff sein. Modernere Munitionskisten sind mittlerweile aus Kunststoff. Was an Restfeuchtigkeit in den dem Beutel in dem sich die Munition selbst befindet noch enthalten ist kann mit zuhilfenahme von Kieselgel entzogen werden, indem man das da einfach mit reinpackt. Packungen mit Kieselgel werden auch mit Elektronikartikeln verpackt, damit diese von Feuchtigkeit nicht beschädigt werden. Einen solchen Beutel kann man auftrennen, die Kugeln auf einem Backblech im Ofen bei um die 200 Grad für 15 Minuten erhitzen um die Feuchtigkeit wieder zu entziehen, damit man sie anschließend wieder verwenden kann. Man kann sie dafür in Kaffeefilter einwickeln. Homegrower sind mit dieser Anwendungstechnik zum Trocknen ihrer Ernte bereits vertraut.


Was verstecken?
Man sollte sich vorher im klaren darüber sein wofür man Waffen versteckt. Auftragsorientiert oder als Investment? Ist es ersteres, so ist es ratsam mehrere Verstecke anzulegen die in ihrer Größe variieren. Verstecke für den persönlichen Gebrauch beinhalten eben eine Langwaffe, Magazine, Reinigungszeug, Munition und eventuell Trageausrüstung.


Eine Stelle finden
Hier ist es von Vorteil selbst auf dem Land zu leben oder sich zumindest in bestimmten Gegenden gut auszukennen. Vorher den Platz durch eine Wildkamera zu beobachten kann nützlich sein um herauszufinden, ob die Stelle eventuell durch Jogger, Hundebesitzer oder Jäger gut besucht wird, die einen beim durchführen der eigentlichen Aktion stören könnten.


Wie vergraben?
Hat man eine Stelle gefunden, dann sollte man in abwechselnden Spaziergängen das nötige Material dort hin schaffen. Ich würde dazu raten einen Klappspaten zu verwenden, der sich auch unauffällig unter der Kleidung tragen lässt. Es wäre auch gut wenn man einen extrem vertrauenswürdigen Freund hat, der einem dabei hilft. Aber wieviele von euch haben schon Freunde.

Ein Loch gräbt man am besten indem man den Erdboden quadratisch aussticht und anschließend die bewachsene Seite auf die bewachsene Seite legt, damit die Stücke am Ende wieder so auf das Versteck gesetzt werden können. Die Erde vom Ausheben schauffelt man am besten auf eine Plane oder einen Poncho, trägt sie etwas weiter weg und verdeckt sie mit Gestrüp.

Ob man den Container längs der Achse oder senkrecht eingräbt muss jeder selbst entscheiden.


Für Zuhause?
Jetzt werden einige von euch sagen: was nützt mir das ganze im Wald wenn ich zuhause bin und aufeinmal der SHTF Fall kommt?
Für diesen Fall kann es natürlich schon Sinn machen Waffen zuhause zu lagern. Vorrausgesetzt natürlich das eventuell anwesende Weib hält die Schnauze, wessen man sich nie sicher sein kann. Sowieso besser man verschweigt es ihr komplett.

Waffen die man für den Bug-out zur Hand haben kann sind Handfeuerwaffen zur Selbstverteidigung wie Pistolen oder vollautomatische Maschinenpistolen, die sich zudem auch leicht verbergen lassen. Alles andere macht keinen Sinn.

Für Ratgeber zu Verstecken im Haus lest Bücher wie The Construction of Secret Hiding Places von Charles Robinson und How To Hide Anything von Michael Connor.


In der Stadt?
Wer weiß schon was in diversen Mietgaragen alles liegt, in vollgemüllten Keller Departments oder in Schrebergärten unter dem Blumenbeet? Der Vietcong hat vor der Tet Offensive in Saigon diverse fake Beerdigungen inszeniert um so in den ansonsten leeren Särgen Waffen auf den Friedhöfen zu deponieren.




Siehe auch:
Fluchtrucksack Bug-out Bag
Modern Weapons Caching von Ragnar Benson


Kommentare:

  1. Bei uns im Baumarkt gibt es Lebensmittelfässer (120 Liter), die sind hervorragend dafür geeignet. Ist nur immer eine elendige arbeit die Dinger zu vergraben...
    Wenn ich cache's anlegen will, mach ich das immer parallel mit Bauarbeiten am Haus/Garten, so fällt das ganze auch nicht auf.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wenn du für den Zweck eine Langwaffe zu vergraben ein Lebensmittelfass nimmst, dann machst du das gleiche wie die NASA mit ihrem scheiss Kugelschreiber. Aber hauptsache was gesagt.

      Löschen
    2. Eigentlich verbuddelt man Sachen nicht auf dem eigenen Grundstück. Die Sondentechnik ist sehr gut und am besten zu überlistenm indem der Cache weit außerhalb aller möglichen Suchgebiete ( Garten!) liegt.

      Löschen
  2. http://www.welt.de/regionales/hamburg/article143408616/Weltkriegs-Panzer-in-Wohnhauskeller-gefunden.html

    Ein weiterer Sammler, der den Behörden zum Opfer fiel. Sein Panzer soll sogar legal gewesen sein, was zeigt, dass Behörden politischen Befindlichkeiten mehr Bedeutung beimessen als ihren eigenen Gesetzen. Es war noch weiteres historisches Gerät enthalten, schade darum. Der Sammler und seine Sammlung waren den Einwohnern bekannt; Diskretion und Horte außerhalb der eigenen Wohnräume sind wohl die besten Strategien des Waffenbesitzers.

    AntwortenLöschen
  3. MG3(?), M16s, AKs, FAL, AR-18, UZI mit Schalldämpfer und Scorpion. Also für den Post Collapse Fall wäre das echt ein brauchbares Arsenal gewesen. Schade drum. Muss man dann wohl die Asservatenkammern bei Polizei und Zoll ausnehmen wenn es sich ankündigt eng zu werden.

    AntwortenLöschen
  4. Wieder einer weniger:
    http://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article143757213/Waffennarr-hortet-90-Kilo-TNT-in-Einfamilienhaus.html
    "unklar wie die Frage, ob es sich bei dem Eigentümer um einen Waffennarren handelt oder ob es einen anderen, ernsten Hintergrund gibt."
    Was könnte damit nur gemeint sein?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es wird definitiv zuviel gelabert.

      Wenn man in Sachen Waffen unbedingt labern will, dann wenigstens mit falschen Ortsangaben für die Verstecke, damit die Büttel sich totsuchen und man selber im Ernstfall sagen kann, man habe sich wichtigtun wollen.
      Was ja dann auch nicht gelogen ist.
      Aber auch bei Steuerhinterziehung oder "Straftaten"....Was geht das andere Leute oder auch Frauen an? Was das für unnötige Risiken birgt, gerade für Legalwaffenbesitzer! Als wenn man ohne Heldentaten nicht interessant ist.
      Die halbe Steuerfahndung lebt vom Verrat von Frauen. Ist jedem klar, der halbwegs blickig ist...Trotzdem wird gelabert. .manchmal fass ich es nicht.
      Also Mädels, die mit Abstand wichtigste Eigenschaft eines Versteckes ist....

      Löschen
  5. Ich bin einige Presseberichte über illegale Waffenfunde durchgegangen. Der mit Abstand meiste Grund für die Entdeckung durch Behörden sind Nachbarn oder Angehörige, die petzen. Dicht gefolgt von Zufallsfunden durch Handwerker, Behörden u.ä., die die Wohnräume aus einem anderen Grund betraten und dort Waffen sahen. Gelegentlich werden Waffen im Rahmen anderer Ermittlungen wie Rauschgifthandel oder Ehe/Scheidungsstreitigkeiten gefunden, manche Sammler führen diese offen in Autos herum und leisten sich dann auch noch Verkehrsdelikte. Auch kam es vor, dass das Zollamt bei Bestellungen von rechtlich unsicheren Waren aus dem Ausland wie z.B Salutwaffen auf den Waffenbesitzer aufmerksam wurde. Ich habe allerdings bis jetzt noch keine Überführung gesehen, bei dem Behörden durch Onlineüberwachung Einkäufer von Wiederladeartikeln oder Militaria innerhalb Deutschlands durchsucht haben. Kennt jemand so einen Fall? Das Internet scheint noch relativ sicher zu sein, aber das könnte sich ändern.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dann bestell dir mal bei egun einen Feuerwahlhebel für die Glock 17. Nachdem du geS.W.A.T.et wurdest, kannst du nochmal über die Sicherheit des Internets nachdenken.

      Löschen
    2. Grad mal bei Egun versucht. Gibt's aber leider nicht im Angebot. Schade :)).
      Aber Du kannst davon ausgehen, dass man ganz legal viel mehr Blei/sec in die Luft bekommt als mit einer Glock 18. Näheres im Schrotflinten Artikel.

      Löschen
    3. Nicht Verfuegbar, satcadir, Sicko:
      Langzeitlagerung Munition (nicht vergraben).
      Reicht Munikiste + Silicagel oder
      Munikiste + Vakuumverpackt.
      Unterschied Haltbarkeit oder Scheißegal?

      Löschen
    4. @Anonym19. April 2016 um 18:36

      Macht 20 Euro Beratungsgebühr.

      Löschen