Freitag, 7. August 2015

Why we fight: Fight Club


Der ritualisierte Kampf innerhalb einer Gang ist oft Aufnahmeritual, dient der Beilegung von Konflikten, oder ist auch einfach nur zum Spaß. Kämpfe zum Spaß dienen auch oft als Bestätigung der Kämpfer, dass man selbst kein Feigling ist, bereit ist für die Gruppe Schmerzen zu ertragen und Schmerzen zuzufügen und berstärkt dabei das Vertrauensverhältnis zwischen den Kämpfern. Es ist eine Charakterprüfung für alle Beteiligten. Freundeskreise in denen dieser ritualisierte Kampf untereinander fehlt reagieren in Konfliktsituationen ganz anders als ein Rudel, bei dem der ritualisierte Kampf praktiziert wird und welches so den Umgang mit Gewalt erlernt hat.


Die Regeln des Fight Club
Die acht Regeln des Fight Club aus dem gleichnamigen Buch, wobei die Verfilmung hier bekannter sein dürfte, dienen am besten um den Kampf untereinander in geordneten Bahnen zu halten und geben ein passendes Rahmenwerk in welchem ein ritualisierter Kampf ablaufen kann. Der Autor von Fight Club hat diese Regeln aber genau so wenig erfunden wie Adam Smith die Marktwirtschaft erfunden hat, sondern es handelt sich eher um Beobachtungen von generell auftretenden Phänomenen.
The first rule of Fight Club is: You do not talk about Fight Club.
The second rule of Fight Club is: You do not talk about Fight Club.
Third rule of Fight Club: Someone yells stop, goes limp, taps out, the fight is over.
Fourth rule: only two guys to a fight.
Fifth rule: one fight at a time, fellas.
Sixth rule: no shirts, no shoes.
Seventh rule: Fights will go on as long as they have to.
And the eighth and final rule: If this is your first night at Fight Club, you have to fight.

Die Art des Kampfes ist natürlich jedem selbst überlassen. Boxen, Ringen, mixed martial Arts oder der Kampf mit Waffen; alles erfüllt den selben Zweck.


Pauktag
Die in Deutschland bekannteste Art und bis heute noch älteste praktizierte Form des Fight Club ist die Mensur unter Studenten. Die Mensur ist kein Duell und keine Konfliktbeilegung, sondern ritualisierter Kampf als Aufnahmeritual und eben zur Unterhaltung. Die Mensur hat ja gerade das Duell ersetzt, als der Kampf selbst als Unterhaltungsfaktor und Mutprobe wichtiger wurde als mit dem Duell verbundene Ausgleichung von Ehrabschneidereien. Außerdem hassen es die Linken wie die Pest. Die Ironie dabei ist, dass erst der Marsch durch die Institutionen und die Subversion der Linken der akademischen Kaste einen schlechten Ruf gegeben hat und man heute bei Studenten meist an verzogene SozPäd Dummschwätzer denkt, die von Bafög schmarotzen leben und sich in ihrem Anspruchsdenken noch bitterlich über eine Beteiligung an Studiengebühren beschweren, oder darüber dass es in der unter trendigen Hipstern anvisierten Stadt keine billigen Wohnungen gibt. Dies war aber nicht immer so. Die schlagenden Verbindungen sind ein Relikt aus dieser vorherigen Zeit, als es sich bei Akademikern noch wirklich um eine Art Elite gehandelt hat, die sich trotzdem noch nach den fundamentalsten Werten einer von Männern dominierten Gesellschaft eben bewerten lassen musste. Was weißt du schon über dich wenn du noch nie gekämpft hast? Und was kannst du schon über den Rest der Welt wissen?
Burschenschaften sind letztendlich aus den Kriegerbünden der Freikorps während der Befreiungskriege hervorgegangen, an denen sich um die Hälfte aller deutschen Studenten damals beteiligt hat. Deshalb tragen Verbindungsstudenten am Thomastag auch heute noch Kleidung die polnischen Kavallerieuniformen nachempfunden ist, auch in Verbindungen die erst später gegründet wurden.

Die Verbindung als Institution kanalisiert und ritualisiert hier das Gewalt- und Geltungsbedürfnis der jungen Männer, welches zuvor eben auch den Alltag an Universitäten geprägt hatte. Das Ritual der Mensur, der genaue Ablauf und die rituellen Narben, reduzieren das Verletzungsrisiko und verhindern, dass die Konkurrenzkämpfe der jungen Männer die soziale Ordnung gefährden. So wird dieses Potential in einem Ritual aufgefangen, bei dem es weder Gewinner noch Verlierer gibt, im besten Fall jeder mit einer rituellen Narbe hervorgeht und es sich dabei auch nicht um einen Kampf der Fähigkeiten, sondern um eine Mutprobe handelt. Die linken Aktivisten, die gegen Burschenschaften als Hort irgendwelcher rechter Gesinnung heute protestieren gehen, sind selbst zu dämlich um dies zu erkennen. Eher geht es ihnen darum, dass Kriegerbünde, die eben rein männlich sind, sich der sexuellen Verschmutzung durch Frauen verweigern, die wie Molly Hatchet überall herumlaufen, den Männern ihr Spielzeug kaputt machen und ihnen wie ein narzisstisches Kindermädchen vermitteln wollen, sie dürften keine schönen Dinge haben die Spaß machen. Dabei weiß eigentlich jeder Mann, der selbst einmal mit einer politisch links gerichteten Frau im Bett lag, welche kranken Fetische diese in Richtung Gewalt haben, wie groß das Bedürfnis ist dominiert zu werden und die ganzen anderen Sachen, die sie öffentlich in ihrer verlogenen Art bestreiten und verdammen. (Wir wissen alle, warum linke Weiber die in linken Bewegungen und mit anderen Linken verkehren chronisch unzufrieden mit der Welt sind.) Aber egal wie viel Kritik es gegen moderne Kriegerbünde und ihre Rituale geben wird, sie werden weiterhin existieren und ihre Rituale praktizieren. Und das ist ein großer Segen für uns alle.




Siehe auch:

The Professor in the Cage: Why Men Fight and Why We Like to Watch

Kriegerbünde
Why we fight: Duelle
Facial scarring enhances men’s attractiveness for short-term relationships
(Frauen stehen auf Narben und Männer, die Schmerzen austeilen und Schmerzen einstecken können.)



Kommentare:

  1. Besonders wichtig sind "Fight Clubs" in der Jugend.
    Als wir den Film mit 14/15 Jahren gesehen haben, wollten wir sofort einen eigenen "Fight Club". Das war auch das erste mal das ich so richtig auf die Fresse bekommen hab, was besseres konnte mir nicht passieren! Da lernt man schon einiges über sich selbst und für den Rest des Lebens. Später waren wir es die nicht zitternd rumstanden wenn die action abging. Ob man sowas in den Schulunterricht integrieren kann? :D

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    2. @Fudge: Volle Zustimmung. 1:1 ist eher selten, auf dem Pausenhof gab's auch Gruppendynamik :) Pädagogisch wertvoll

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