Mittwoch, 7. Oktober 2015

Entleere dein Gefäß


I just shit my pants!
                                                                                                    - Sicko

Vor einem Kampf sollte man seine Därme entleeren. Was passiert wenn man das nicht tut könnt ihr hier sehen, wie ein "MMA Kämpfer"(hö, hö, hö) die Scheisse aus dem Leib geprügelt bekommt.

In den früheren Zeiten von Speer und Axt war es wichtig, dass die Kämpfer vor einer Schlacht ihre Gedärme entleeren, da ansonsten auch kleine Verletzungen in dieser Gegend sonst sofort zur Sepsis und zum Tod führen. Man kämpfte auch nackt, da die Kleidung ohne Persil oft dreckig war und damit zu Infektionen beitrug, wenn der schmutzige Stoff in frisch geschlagene Wunden gelangte.

In moderneren Zeiten führt der Drang zum Stuhlgang dann auch dazu, dass der Betroffene den Feuerkampf unterbricht oder sich besudelt, was schlecht für die allgemeine Truppenmoral ist. Es ist nicht unüblich für ungefähr 10% der sich im Kampf befindenden Soldaten sich zu besudeln.
A Northern civilian who walked the Antietam field shortly after the battle said the Rebel lines could be traced “by the thickly strewn belt of green corn husks and cobs,” with “a ribbon of dysenteric stools just behind.”
- Living Hell: The Dark Side of the Civil War, p.43

Some have soiled themselves through fear and excitement, or simply because dysentery refuses to take a holiday during combat.
-  p.69

Liegt man über mehrere Tage in Stellung wird dies zudem ein hygienisches Problem und lockt das Ungeziefer an, was Notrationen und Verwundete anfressen kann.

Der ehemalige Fallschirmjäger Johannes Clair, der seine Erlebnisse im Afghanistaneinsatz in einem Buch veröffentlicht hat, berichtet in einem Vortrag an Universität der Bundeswehr in München:
Mit 30 Mann auf engstem Raum in dieser kleinen Schonung, nach drei Tagen konnte man konnte man da kaum noch einen Meter gehen ohne auf einen Haufen Klopapier zu stoßen. Diese Ergebnisse unseres Daseins waren halt auch überall zu finden.
Das ist einfach ein Mangel in der Ausbildung. Deswegen schreibe ich auch man soll Frischhaltefolie einpacken.


Aus dem Russlandfeldzug sind schon diverse Geschichten überliefert worden, was für eine Belastung es darstellte die Notdurft zu entsorgen während man in Stellung lag und es keine Latrinen gab. Oft verrichtete man diese in leere Konservendosen und warf diese dann über den Graben ins Niemandsland. Wenn zwei Landser 100 Meter Frontlinie absichern, dann kann man das auch eine Weile machen bevor es bei entgegenkommender Windrichtung wieder zur Belastung wird. Heute kann man wie gesagt Frischhaltefolie benutzen und das ganze, wie wenn man mit 30 Mann auf engstem Raum liegt, in einem schwarzen Müllsack sammeln. Das bringt dabei aber auch das Risiko, dass diese Gefahrengut-Deponie von einer verirrten Granate getroffen werden könnte.



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