Donnerstag, 8. Oktober 2015

Schneid dir die Haare!

Du Hippie!

In den frühen 1970er Jahren setzte die Bundeswehr für 15 Monate die Dienstvorschriften dafür aus, wie Soldaten ihre Haare zu tragen hätten. Was als Adaption an eine sich ändernde Gesellschaft verkauft wurde war in Wirklichkeit nur wieder Zersetzung der Wehrbereitschaft auf mentaler Ebene durch eine sozialistische SPD Regierung und das Einknicken stellte nur wieder eine unnötige Kapitulation seitens des Militärs da, das es anscheinend für eine Zumutung an die Wehrpflichtigen hielt ein solches Opfer zu bringen.


Haarschnitte erfüllen eine Funktion
Wie auf dem Teppich von Bayeux zu sehen hatten normanische Krieger einen sehr charakterischen Haarschnitt der sie bspw. von den Angelsachsen unterschied.
Diese Art von Haarschnitt hatte sich bei den Normannen ethabliert als Kettenhauben größere Verbreitung fanden, welche verglichen mit dem Alter des Kettenpanzers ein relativ neues Design waren. Um eine solche Haube auf und abziehen zu können wie eine Kaputze schnitt man lange Haare, die hierbei nur störend gewesen wären, und rasierte sich den Hinterkopf.

Nach dem Mittelalter kam dann erstmal eine lange Zeit nichts und Soldaten liefen teilweise so schwuchtelig rum wie die Musketiere von Ludwig XIV.

Lange Haare und Bärte sind aber auch ein Nistplatz für Läuse, weswegen es sich in den meisten Fällen auch um Perücken handelte.


Richtige Vorschriften gab es erst mit der Einführung von Stahlhelmen und Gasmasken, da unpassende Haarschnitte die Funktion dieser Dinge einschränken. Stahlhelme waren anders designt als heute, hatten nur einen zwei-Punkt Kinnriemen und das Innenfutter lag, wie bspw. bei den ersten deutschen Stahlhelmen, auf Polstern und wurde nicht durch Spannung gehalten. Es war damals aber aus gesellschaftlichen Gründen unangebracht den Leuten eine Glatze zu schneiden. Was diese Dinge an Konformität angeht war die Gesellschaft damals sehr viel strenger nach Innen als heute.
Der Haarschnitt aber hat sich dann in den 1920er Jahren auf den Rest der Gesellschaft abgefärbt und dann kamen erst wirklich solche Unarten hinzu wie sich Pomade und anderen Scheiss in die Haare zu schmieren.


Das was man heute als "Undercut" oder etwas veraltet als "Zupfer" bezeichnet hat dort seinen Ursprung.


Psychologische Aspekte
Ich bin kein Fan der Methode Rekruten die Haare vollkommen abzuschneiden wie es bspw. die US Army oder das russische Militär macht. Ich sehe eine gewisse Sinnhaltigkeit darin dieses als Ritual der Neugeburt zu tun, indem man die alten Zöpfe abschneidet und alle Rekruten damit erstmal vom Äußeren her auf ungefähr dieselbe Stufe setzt, doch eine ausgereifte Ausbildung und andere Rituale könnten das eigentlich ersetzen.




1 Kommentar:

  1. Undercut, Vollbärte, Flanellhemden... Hipster haben alles ruiniert.

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