Montag, 7. Dezember 2015

Unterschallwaffen und ihre Beschaffung durch den Überlebenskünstler

Schallgedämpfte Waffen bieten dem Anwender viele Vorteile wie unauffällige Nutzung, einfachere Herstellung sowie leichter selbst herzustellende Munition.

Ein Gastbeitrag von 61



1. Physikalische Grundlagen
Unterschallwaffen müssen sowohl den Schussknall unterdrücken als auch ein Geschoss verschießen, das eine V0 von weniger als 310 m/s hat. Dies wird durch die Erhöhung des Geschossgewichtes, der Verringerung der Treibladung und Montage eines Schalldämpfers erreicht.
Durch derartige Anpassung der Treibladung reduziert sich auch der Gasdruck in der Kammer erheblich, der z.B. bei einer .300 AAC 1500 bar nicht überschreitet. Der Gasdruck der selben Patrone im Überschallbereich beträgt 4300 bar. Durch die Reduzierung der Treibladung sinkt die Geschwindigkeit des Geschosses bei gleichbleibender Reibung im Lauf. Während die Laufreibung von Geschossen im Überschallbereich mit vollem Gasdruck vernachlässigt werden kann, ist es bei größerkalibrigen Unterschallgeschossen notwendig, die Lauflänge auf 20 bis maximal 25 cm mit einer Dralllänge von 20cm pro Umdrehung zu reduzieren. Dies dient nicht nur dazu, ein Feststecken des Geschosses im Lauf zu verhindern, sondern auch um Drallstabilität und daraus resultiernde Präzision der durch die notwendige Massenerhöhung verlängerten Geschosse zu gewährleisten. Der Schalldämpfer muss den Überdruck an der Laufmündung auffangen und an den Umgebungsdruck anpassen, um den Schussknall zu eliminieren. Beispielsweise beträgt der Mündungsdruck einer .300 AAC 250 Bar, was für eine Unterschallpatrone üblich ist und dem Heimwerker einen einfachen Eigenbau eines Schalldämpfers ermöglicht. Die üblichste Bauform für Schalldämpfer ist der Maximschalldämpfer; für weitere Möglichkeiten ist es empfehlenswert, die Monographie "Improvised Weapons of the American Underground" nachzuschlagen.


Durch Schalldämpfung reduziert sich der Schussknall auf 85 bis 120 Dezibel, je nach Art der Munition und verwendeten Waffe. Aufgrund des reduzierten Mündungsdruckes von Unterschallmunition dürfen auf keinen Fall Überschallpatronen mit einem Schalldämpfer verschossen werden, da er sonst zerplatzt!


2. Unterschallwaffen und mögliche Eigenbauten
Unterschallwaffen können als Selbstlader und Automaten konstruiert werden, allerdings erfordert dies recht komplexe Anpassungen an den Waffenmechanismus, der den alternativen Verschuss von Überschallpatronen unmöglich macht. Wenn der Überlebenskünstler eine schallgedämpfte vollautomatische oder halbautomatische Waffe benötigt, bleibt eigentlich nur noch die Verwendung von Maschinenpistolen wie z.B. einer Sten, die die Anforderungen an die Lauflänge und Drahl erfüllt und bei Demontage des Schalldämpfers auch Überschallmunition verschießen kann.
Da jedoch die Verschlussbewegung einer solchen Waffe ebenfalls Lärm verursacht, liegt die Verwendung von Repetierern und Einzelladern nahe. Diese Waffen sind auch am einfachsten selbst zu bauen.
Ein talentierter Waffenschmied könnte auf der Basis eines bestehenden Gasdruckladers ein Sturmgewehr mit Unterschallfunktion bei 20 cm effektiver Lauflänge konstruieren, das wahlweise Über- und Unterschallmunition verschießt, indem der Lauf durch einen neuen Lauf mit einem Drall von 20 cm oder 1/8 Zoll ersetzt wird. Die Gasabnahme wird durch eine neue erstetzt, die den Gasstrom durch einen Hebel völlig unterbrechen kann, wie bei einer Zastava M70. Dadurch kann Überschallmunition regulär automatisch oder halbautomatisch verschossen werden, während für Unterschallmunition aufgrund des zu geringen Gasdrucks für den Mechanismus mittels dem Ladehebel ein Geradezugrepetierer daraus wird. Sollte die ursprüngliche Lauflänge zu lang sein, kann man mit einer speziellen Reibahle die Züge der überschüssigen Lauflänge von der Patronenkammer her aufbohren, um die unnötige Laufreibung zu eliminieren. Hier muss allerdings mit genauen Toleranzen gearbeitet werden, um Gasdichtigkeit zu gewährleisten und den Gasdruckmechanismus bei Überschallmunition intakt zu halten. Die funktioniert jedoch nur mit Langwaffenmittelpatronen wie z.B. der .300 AAC oder der 7,62x39mm, da nur derartige Kaliber sowohl Überschallmunition als auch Unterschallmunition mit adequatem Geschossgewicht verschießen können und der benötigte Drahl beide Munitionsarten ausreichend stabilisiert.  


3. Unterschallmunition
Unterschallmunition unterscheidet sich gravierend von Überschallmunition; um die Geschossgeschwindigkeit zu reduzieren, wird sowohl das Geschossgewicht drastisch erhöht als auch das Treibladugsgewicht gesenkt. Da das Geschoss mit niedriger Geschwindigkeit auf das Zielmedium auftrifft, erreichen konventionelle Teil- oder Vollmantelgeschosse nur eine sehr geringe Gewebezerstörung, da keine Deformation stattfinden kann. Munitionshersteller lösen dieses Problem durch die Verwendung von speziellen Fragmentationsprojektilen oder leicht aufpilzenden Kupfergattergeschossen. Als Treibladung muss ein offensiv abbrennendes Pulver sowohl für Langwaffen als auch Kurzwaffen verwendet werden, um bei einem entsprechend kurzem Lauf einen optimalen Abbrand und Präzision zu gewährleisten. Dazu gehören z. B. folgende Pulver wie N310, Red Dot, Rottweil 805 u.a.. Platzpatronen enthalten ein vergleichbar offensives Pulver in relevanten Mengen, allerdings sind Typ, Herkunft und Eigenschaften davon unbekannt. Sollte selbstgemachtes Ammonpulver verwendet werden, muss es entsprechend fein sein. Auch wäre es ratsam, einen Booster aus Nitrozelluloseopulver zu verwenden, da Ammonpulver nur schwer durch Zündhütchen gezündet werden kann. Unterschallpatronen verwenden oft Magnumzündhütchen mit verstärkter Initialladung. Es ist sinnvoll, das Innere der Hülse zu versiegeln, da Ammonpulver sehr korrosiv ist. Bei Unterschallpatronen darf die Ladedichte auf keinen Fall unter 40% liegen, da sonst Druckspitzen bei der Zündung enstehen könnten, die den Lauf mechanisch stark belasten. Das viel zu lose Pulver könnte außerdem bei Seitenlage nicht vom Zündstrahl erfasst werden. Um dieses Problem zu lösen, verwendet man entweder eine entsprechende Füllung, die bei der Zündung verpufft (wie z.B. Baumwolle), oder eine im Innenvolumen reduzierte Spezialhülse. Eine solche Hülse kann auch selbst hergestellt werden, indem man mit Papiermache oder einem Kitt die Hülse anfüllt und eine Lehre bis zum Zündhütchenloch eindrückt, so dass der Kitt an der Hülsenwand verteilt wird.

Aufgrund des zu großen Innenvolumens oder des zu geringen Geschossgewichtes lassen sich die Kaliber 7,62x51mm und 5,56x45mm NATO nicht effektiv schallreduzieren. 7,62x51mm NATO wird auch aus Waffen mit einem Drahl von  25cm oder mehr verschossen, womit entsprechende Waffen für Unterschall völlig inkompatibel sind.  
Für Unterschallwaffen wurde zahlreiche Munition entwickelt; für den Bastler mit eigener Wiederladeausrüstung sind insbesondere folgende Kaliber interessant:

9x19mm Parabellum: Für dieses Kaliber entwickelte Unterschallmunition verwendet üblicherweise ein 147 Grain schweres Vollmantel- oder Bleigeschoss, die Treibladung bewegt sich in einem Rahmen von 4 bis 7 Grain. Derartige Patronen können sowohl aus Faustfeuerwaffen als auch Maschinenpistolen bis 20cm Lauflänge verschossen werden, ohne dass der Rückstoßlademechanismus dadurch eingeschränkt wird.

.45 ACP: Diese amerikanische Patrone ist a priori eine Unterschallpatrone, sie muss nur noch aus einer schallgedämpften Waffe verschossen werden. Ihr Nachteil liegt in dem höheren Gewicht und Materialverbrauch, geringeren Verbreitung und der Nichtverfügbarkeit von effektiven panzerbrechenden Überschallpatronen, wodurch die Vielseitigkeit im Vergleich zur 9x19mm eingeschränkt ist.  

.300 AAC: Diese Patrone ist mit der .300 Wisper fast baugleich und erlaubt es, .300 Wisper-Patronen aus Waffen für .300 AAC zu verschießen, allerdings nicht umgekehrt. Dieses Kaliber ist extrem interessant, da sowohl geeignete Unterschallpatronen herstellbar sind, als auch Überschallpatronen, die leistungsmäßig mit der 7,62x39mm M43 vergleichbar sein sollen. Diese Patrone ist außerdem völlig kompatibel mit Waffenplattformen im Kaliber .223/5,56x45mm NATO, es muss lediglich der Lauf ausgetauscht werden. Da auch Wiederladematrizen erhältlich sind und die Hülsen leicht aus .223 Patronen umgearbeitet werden können, könnte einer Beschaffung dieses Kalibers der Vorzug gegenüber der nicht schalldämpfbaren 5,56x45mm NATO gegeben werden, da weitverbreitete 7,62mm Geschosse problemlos verwendet werden können. Die Unterschallvariante verwendet ein Geschoss mit 200 bis 230 Grain Gewicht, die Treibladung schwankt zwischen 3 und 8 Grain.

7,62x39mm: Für das extrem verbreitete Kaliber des Warschauer Paktes wurden ebenfalls offiziell Unterschallpatronen entwickelt.  Sollte hier eine Unterschallpatrone selbst gebaut werden, kann man die Ladedaten der .300 AAC verwenden, allerdings sollte man umbedingt das Innenvolumen der Hülse reduzieren oder eine spezielle Reduzierhülse verwenden!! Diese Kaliberwahl macht allerdings nur Sinn, wenn man bereits eine kurzläufige AK, einen entsprechenden Eigenbau wie in Kapitel 2 beschrieben oder einen Einzellader/Repetierer besitzt, die für das Kaliber .300 AAC nicht konvertierbar sind. Es existieren im Internet auch offiziellere Ladedaten, die den Abschuss aus einer gewöhnlichen AK-Plattform mit Schalldämpfer erlauben, allerdings mit Einbußen in der Schalldämpfung.


Warnung!!! Die hier angegebenen Daten dürfen keinesfalls unkritisch übernommen werden!! Eigene Recherchen und Verifizierung sind unbedingt erorderlich!!


4. Fazit
Unterschallwaffen besitzen geringere technische Anforderungen und erlauben es dem Benutzer, ein niedriges Profil zu halten. Eigenbauten sowohl von Waffen, Schalldämpfern und Munition sind einfacher als von Überschallwaffen und mit legal erhältlichen Mitteln zu bewerkstelligen. Insbesondere kritische Komponenten wie Treibladung werden nur in einem geringen Umfang verbraucht, wobei hier die Herstellungskosten niedriger sind als von Überschallpatronen mit erhöhter Treibladung. Der Rückstoß ist geringer, das Gehör wird weniger belastet und die feindliche Aufklärung erschwert, wodurch die Nutzung von Unterschallwaffen durch geringfügig ausgebildete Kombatanten besonders erfolgsversprechend erscheint.


5. Quellenverweise

http://lutzmoeller.net/7,62-mm/300-Whisper-Patrone.php
http://members.shaw.ca/cronhelm/DevelopSubsonic.html
http://guns.connect.fi/gow/arcane1.html
http://www.akfiles.com/forums/printthread.php?s=f359a10df6b91a297b3cd8fa2cb8031b&t=44251&pp=35&page=2
http://members.shaw.ca/cronhelm/SubsonicBullet.html
http://castboolits.gunloads.com/showthread.php?259479-Ammonpulver-Project-Update&s=f16b6440987dbffa18afb32e98bca03a


Siehe auch:
Verwendung von Schalldämpfern bei einem Raid


Kommentare:

  1. Oh je, technischer Müll eines Cyber Warriors...
    Einige Highlights:
    "...Unterschallgeschossen notwendig, die Lauflänge auf 20 bis maximal 25 mm mit..." soll wohl "cm" heissen und was soll das mit "...Dralllänge von 20cm pro Umdrehung zu reduzieren..."? Der Drall ist von Geschossdurchmesser und -gewicht abhängig, wenn du wissen willst, was nötig ist, ein Geschoss zu stabilisieren, hier ein Rechner:
    http://goo.gl/u1KYO6
    "...Aufgrund des reduzierten Mündungsdruckes von Unterschallmunition dürfen auf keinen Fall Überschallpatronen mit einem Schalldämpfer verschossen werden, da er sonst zerplatzt!" Auch Schwachsinn, bereits Selbstbauten vom Maxim-Typ halten die 500-700 bar Mündungsdruck einer 7.62x39mm aus. Die Dämmung ist dann halt schwächer, da ich den Überschallschlag zusätzlich zu den anderen Geräuschquellen habe.
    Nächster Bug: "... Ladedichte auf keinen Fall unter 40% liegen..." das soll wohl 90% heissen, da sonst nämlich aus dem Abbrand eine Detonation wird und deine Knarre zur Rohrbombe verkommt.... Den Rest der Hülse füllt man üblicherweise auch mit Griess oder Reis auf. Schau mal in ein Wiederladerhandbuch unter Kurzbahnmunition oder reduzierte Ladungen, war meines Wissens vor kurzem auch ein Artikel zu im "Visier".
    Und so geht es weiter...
    Nachdem ich mich jetzt über den Unfug genug ausgelassen habe, hier zwei Vorschläge, welche wirklich funktionieren und nur Gewindeumsetzer von 1/2" UNF auf 3/4" UNF bzw. von 1/2" UNF auf 28mm PCO (Nachschlagen, hier gibt's Handbücher für)benötigen:
    1: Kauf dir einen Ölfilter z.b. MANN Filter W71930 UNF 3/4 und einen Gewindeumsetzer 1/2" UNF auf 3/4" UNF von hier:
    https://goo.gl/D3sLfO
    Schraub den Filter mit dem Umsetzer auf den Lauf, fertig ist. Funktioniert sogar mit gebrauchten Filtern, wenn man das alte Öl ein paar Tage abtropfen lässt.
    Für alle Fantasielosen guckst du hier:
    https://goo.gl/N12wWE

    2:Kauf dir eine PET-Flasche, z.B. Coca-Cola 1.5 L, extra dick (die mit Pfand). Schäume das Ding komplett mit Bauschaum (z.B. Ceresit M120)aus. Wenn der durchgehärtet ist, mit einem langen Bohrer mit 12mm vom Boden her komplett bis durch den Verschluss der Flasche durchbohren. Das Ding wird dann mit einem Gewindeumsetzer 1/2" UNF auf 28mm PCO an den Lauf geschraubt (habe hier noch keine neue kommerzielle Quelle, die alte ist leider versiegt...d.h. redet mit euren Freunden mit einer Drehbank, die können sowas herstellen).
    Kalibermässig ist für den Survivalisten eh nur 9mm und .45 ACP relevant. Und hier gibt's kommerziell gute Unterschallladungen bzw. wie beschrieben für 9mm schwere Geschosse.

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    1. Bei der Lauflänge habe ich mich verschrieben und es beim Korrekturlesen übersehen, 20 cm sind korrekt.
      1. Der Zusammenhang des Dralls mit dem Geschossdurchmesser und der Länge ist mir klar. Unterschallwaffen müssen aufgrund der inneren Reibung einen kurzen Lauf besitzen. Unterschallwaffen wie die Vintores, Sten, Sterling Mk5 und andere besitzen eine Lauflänge von 20 cm oder weniger. Du wirst sicher zustimmen, dass zur Stabilisierung des Geschosses mindestens eine Umdrehung im Lauf nötig ist. Daher die Angabe zur Dralllänge. Und deswegen funktionieren Unterschallwaffen mit einem Kaliber von 7,62 bis 9mm am besten.
      2. https://www.youtube.com/watch?v=-ssAuPUV8sQ
      https://www.youtube.com/watch?v=hSTzRHTxYRw
      Den Mündungsdruck einer Langwaffenpatrone sollte man nicht unterschätzen. Es ist sicherlich möglich, einen Schalldämpfer zu bauen, der so einem Druck standhält, erfordert aber höhere Materialstärken. Ich ging z.B. von einer Wandstärke von 3mm und Außendurchmesser von 30mm aus, ein derartiges Edelstahlrohr ist nur für 256 Bar ausgelegt. http://www.ehm-edelstahl.de/pressure.asp
      3. http://members.shaw.ca/cronhelm/DevelopSubsonic.html
      https://www.youtube.com/watch?v=Fq4CxMQoov8
      http://lonestarboars.com/threads/subsonic-7-62x39.868/
      Solange die Ladedichte 40% nicht unterschreitet, können auch Patronen mit Ladedichten von unter 90% sicher sein.
      Daher auch die Baumwolle zur Fixierung der Treibladung und zum halbwegs sicheren Abbrand. Reis und Gries brennen sicher nicht sauberer als Baumwolle ab (falls überhaupt), außerdem würde die Füllung Lauf und Schalldämpfer stärker verschmutzen.
      "Oh je, technischer Müll eines Cyber Warriors..."
      Ich hab mir das nicht ausgedacht, meine Quellen sind amerikanische Wiederladeforen und genannte Seiten deren Betreiber solche Munition wiederladen. Leider ist der erste Link offline, von dort stammen die meisten meiner Angaben.

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    2. Hallo Cyber Warrior, deine Quellen sind mir egal. Der von mir genannte Ölfilter hält 7.62x39 mm für mindesten 40 Schuss aus. Habe ich nicht gelesen sondern probiert. Wenn du bei YouTube "Oilfilter Silencer" eingibst, kommt ein hübsches Video in dem eine 30-06 durch den Filter geschickt wird (OK, der Hersteller sagt, nach 10 Schuss zeigt der Filter Materialermüdung, ober bei Kosten von ein paar EUR, who cares?) Der Druck an der Mündung ist ungleich Druck in der Patrone. An der Mündung bringt selbst eine 7.62x51 Nato aus 500mm Lauf nur mehr 500 bar Druck. Da der SD das Volumen des Gasraumes zusätzlich massiv vergrössert sinkt der Mündungsdruck sofort weiter sehr stark ab. Daher reicht auch ein dünneres Rohr vollkommen aus, das von dir zitierte Edelstahlrohr ist bereits Overkill.
      Weder Schwarzpulver noch Nitropulver mag abgebrochene Ladungen (d.h. es bleibt leerer Raum in der Hülse bzw. zwischen Geschoss und Pulver). Abhängig von der Phlegmatisierung (unempfindlich machen des Pulvers durch Zuschlagstoffe)kann besonders Nitropulver vom Abbrand zur Detonation übergehen, was keine Waffe aushält.
      Was das auffüllen der Hülsen angeht: Mir ist das Geschreibsel in Foren egal. Ich habe für meine Kurzbahnmunition Griess verwendet. Das Zeug funktioniert anstandslos.

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    3. @anonymer Experte
      Schreib was, schicks ein und überlasse es dem Mob.

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  2. Bei Bauschaum musst, denke ich mal noch ein paar seitliche Löcher bohren. Weis nich ob der Schaum den Dampf aufnehmen kann. Mit Colaflasche und Mineral Dämmwolle funktioniert das aber auf jeden Fall.

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    1. Seitliche Löcher im Schalldämpfer? "Dampf" ?

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    2. Dampf = Pulvergase.
      Ich glaube nicht das der Bauschaum von seiner Konsistenz her in der Lage ist die Pulvergase aufzunehmen und zu entspannen. Deshalb bin ich der Meinunung um eine Verwirbelung und Entspannung herbeizuführen das die PET 1,5 L Coca Cola Flasche ausgeschäumt mit Bauschaum im rechten Winkel zur 12 mm Bohrung von mir aus in konzentrischen Kreisen perforiert wird um eine Entspannung des Dampfes ( Pulvergase ) durch die Löcher herbeizuführen. Wie gesagt, selbige Flasche mit Mineralwolle füllen und auf das Schiesgerät aufmontieren und beim schiesen dann das Loch im Flaschenboden machen, von mir aus auch vorher wenn die Flasche ordentlich zentriert wurde. Bei 22lfb langt Panzertape zum befestigen. Das funktioniert.

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    3. Hier schreiben grad wieder Blinde über Farbe. Der von mir aufgeführte Bauschaum ist nicht der billige Müll aus dem Obi, sondern industrieller Schaum mit hoher Dichte und guter Hitzebeständigkeit. Schaum zeichnet sich durch seine grosse Oberfläche (die Löcher sind schon drin!)aus. Daher muss ich keine weiteren Löcher in die Flasche Bohren, die, welche drin sind reichen. Ich muss nur noch ein Loch in den Flaschenboden machen, weil mir sonst das Geschoss zuviel vom Boden aus dem spröden PET reisst. Die PET Flasche ist nicht so druckbeständig wie der Ölfilter, daher muss bei dieser Methode das Kaliber auf Faustfeuerwaffen (9mm oder .45 ACP) Munition beschränkt werden.
      Ach so, noch zum Schluss, die Idee ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern stammt aus dem "Caliber" Ausgabe Mai 2008. Wer mir also nicht glaubt, der Artikel ist online für 1 EUR verfügbar. Beim Googeln der Artikelquelle ist mir auch gerade ein neuer Anbieter für die Gewindeumsetzer aufgefallen, guckst Du:
      http://goo.gl/fmWyEm
      So und jetzt "Good night and good fight".

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    4. Ist mir scheissegal was Caliber oder sonstwer schreibt du Nasenbär. Wenn du selbst Erfahrung mit ausgeschäumter Flasche hast dann gib sie zum besten und es ist OK.
      Das Problem beim Schaum ist nach wie vor dass die Blasen im Schaum zwar zahlreich vorhanden sind, aber wie kommen die Pulvergase dorthinein ? Ich hab ziemlich viel mit Bauschaum zu tun gehabt, Bauschaum ist Bauschaum und das meist aus Polyurethan der durch Luftfeuchtigkeit aushärtet und je nach Sorte unterschiedlich große Blasen mit vorgebener Konsistenz ergibt. Wie kommen die Pulvergase dort hinein bei in sich geschlossenen Blasen ?
      Wenn du es selbst probiert hast und mir causal erklären kannst das es geht ist doch alles OK.

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    5. "Nasenbär" gefällt mir.Zur Physik: Das Geschoss passiert die vorgebohrte Öffnung in der geschäumten Flasche und wirkt in dieser wie ein Stopfen. (Daher sollte das gebohrte Loch auch nicht viel grösser sein als das Geschoss.) Die dem Geschoss folgenden Pulvergase machen im Schaum jetzt mehrere Dinge.
      1. Durch den Kontakt mit der Oberfläche kühlen sie ab und werden verlangsamt.
      2. Der Restdruck dehnt den Schaum und die PET-Flasche aus. Hierdurch reisen die dünnsten Stege zwischen den Blasen und geben den Weg für die Gase frei. D.h. der erste Schuss zerstört die Zwischenstege und macht den Weg frei für die Gase. Der Pulverdampf wird dann z.T. in den Blasen eingeschlossen, und abgekühlt. Das sieht man sehr schön nach dem Schuss, aus dem Schaum kommt nämlich noch relativ lange Pulverdampf.

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    6. OK, klingt plausibel. ;-)

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    7. nö...überhaupt nich....geschlossenzelliger schaum is dicht....offenzelliger schaum brennt an :-P

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  3. Weiss jemand welche Pulversorte in .22 Knall NC verladen ist? Hinweise erbeten.

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    1. Gemisch aus Schwarz- und NC-Pulver. Laut Internet.

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    2. Lol Quelle Internet. Da ist kein Schwarzpulver drin, dass kann man optisch unterscheiden. Die Frage ist welches NC Pulver, N310 oder welches ist es?

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  4. http://www.muzzle.de/N4/Schreckschuss/Munitionssorten/munitionssorten.html

    Es gibt noch andere Quellen die das gleich behaupten, selber suchen. Die Suche war relativ schnell erfolgreich. Suchbegriff: 22 knall nc pulver.

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  5. Hallo gerade die Antwort auf meine ewige Rätselei bekommen, warum die Viecher bei der Verwendung von Überschallmunition + Schalldämpfer nicht die Richtung aus der der Knall kam lokalisieren können...weil sie eben in kürzerer Entfernung als 330 m stehen und nur der Überschallknall ungedämpft bleibt.
    Ist auf jeden Fall ein wichtiger Effekt, der die Verwendung von Schalldämpfern auch auf schweren Gewehren sinnvoll macht.

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  6. Wieder der gleiche Vorgang: Zuviel gelagert, mit der Polizei kooperiert und sogar die Aufzeichnungen der Kameras übergeben und dann an edle menschenfreundliche Richter geraten, die genau wissen, wie reflektiert man bei einem Einbruch vorgeht.

    http://m.spiegel.de/panorama/justiz/a-1068411.html

    Verurteilung wg Totschlags 3 Jahre....Hätte er mal die Klappe gehalten der gute Bassam! Kann man nicht oft genug wiederholen.

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  7. Richter Rosenbusch. "Sie wären ein freier Mann, wenn Sie das verdammte Ding nicht im Safe gehabt hätten."

    oder samt Familie, im besten Fall, nur getötet !

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