Dienstag, 24. Mai 2016

Die Ironie des Untergangs

Wie das letzte Jahrhundert noch mit dem Nihilismus begonnen hat, beginnt dieses Jahrhundert mit der Ironie. Im Westen herrscht das Imperium des Nichts, dessen populärste Subkultur Gruppe sich als Anti-Gruppe versteht, die sich für viel Geld versucht zu kleiden wie die weiße Unterschicht, die Armut und Resignation simulieren will und dabei, ironischerweise, wieder zu einer Gruppe wird die ein stärkeres Gemeinschaftsgefühlt lebt als andere, wenn sie viel Geld dafür ausgibt um regionale Bioprodukte zu konsumieren oder handgefertigte Schuhe kauft von örtlichen Kunsthandwerkern.
Etwas kontroverses versucht man nicht mehr. Es gibt kein Grund mehr für etwas Risiko einzugehen, wenn der Staat einem Unterhalt und eingeschränktes, aber garantiertes Lebensglück verspricht. Die Babyboomer Eltern der heutigen Hipster Generation trauern den versterbenden Popkünstlern ihrer Jugend hinterher während jede dieser Künstler, die noch nicht ins Gras gebissen haben, aus Senilität den Rock n Roll vergessen.

Während des kalten Krieges hat die kitschige Geheimagent James Bond das Vereinigte Königreich noch vor Kommunisten und den Bösewichten geheimer Kabalen gerettet, während es heute von russischen Oligarchen und den verzogenen Söhnen reicher Ölscheichs aufgekauft wird.

Deutsche Neonazis sind zu besoffen und blöde linke Politiker mit Bowiemessern abzustechen und bomben zu bauern, wobei sie versuchen Schrapnelle um als Polenböller bekannte Silvesterkracher zu binden. Währenddessen stechen 15-Jährige Mädchen inspiriert vom Islamischen Staat deutsche Polizisten nieder und 16-Jährige Jungs legen Sprengsätze in den religiösen Einrichtungen konkurrierender Kulte. In einem ironischen Akt von umgekehrten Kulturparasitismus basteln Dschihadisten ihren eigenen Sekundärsprengstoffe aus Kaliumchlorat und Schwarzkümmel, ohne eigentlich richtig zu wissen wie es funktioniert.

Dem angeblich so kultursensiblen Europäer ist es wochenlang Meldungen wert, wenn Dschihadisten die Ruinen römischer Bauwerke sprengen und nachgebildete Artefakte zerstören, als hätten über 1000 Jahre alte Trümmerhaufen irgendeine wirkliche Bedeutung. Das was uns wirklich von den vorherigen gescheiterten Zivilisationen überliefert ist, Werke wie Satyricon, werden aber verschmäht und würden sowieso nur seine Gefühle verletzen.

Ängstliche Menschen wollen aus Deutschland auswandern weil sie eine Verschlimmerung der sozialen Zustände durch Flüchtlinge bzw. illegale Einwanderer befürchten, wobei sie in Länder wie Brasilien auswandern wollen, in welchen längst solche Zustände herrschen.

Ironie ist alles was übrig bleibt.





Kommentare:

  1. Ironie und Munition.

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  2. Wie gehts eigentlich mit eurem Buch voran?

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    1. Mir ist das Menschenhautpergament ausgegangen. Ich schreib weiter wenn ich wieder welches habe.

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    2. Such dir ein paar VIP Loser aus dem Bundeshauptslum und nimm deren Haut.

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    3. Damit das Buch dann voller Arschgeweihe und Che Guevara Tattoos ist? Aus denen mach ich vielleicht noch eine Brieftasche. Die sind ja jetzt schon gut darin anderer Leute Geld reingesteckt zu bekommen.

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  3. Auswandern hat nichts mit Angst zu tun sondern einem bessren Kosten/Nutzenfaktor anderorts. Wozu sollte ich 50% Steuern in ein sterbendes System zahlen wenn ich anderswo wertbeständig investieren kann? Außerdem gehöre ich zu der Fraktion: die Kinder sollen es besser haben, nicht im von hirnlosen Mitmenschen verursachten Sauhaufen sterben.

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    1. Das glaube ich denjenigen Leuten die wirklich mit Familie und Agenda in Länder auswandern die besser gestellt sind als Deutschland, aber das ist meistens nicht der Fall. Meistens will eben irgendein Rentner im kanadischen Hinterland noch seine letzten Jahre vor einer eingebildeten Krise aussitzen. Verglichen mit vergangenen Krisen ist die Welle von Illegalen die jetzt kommt ein Witz. Zu dem Thema habe ich mich schon genug geäußert du fauler Erstleser.

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    2. "Auswandern hat nichts mit Angst zu tun"
      Blödsinn.
      Sieht man gerade in der Krisenversorgerszene und jetzt mit den Flüchtlingen, wo es nur darum geht nicht mehr in Deutschland sein zu wollen, aber nicht darum in bspw. Amerika sein zu wollen wegen Amerika und wegen den Werten in Amerika.

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    3. Die linken Penner die ich kenne haben sowieso Angst vor den USA (hauptsächlich wegen Waffen) und würden niemals dorthin auswandern.

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  4. Ich hab die letzten Jahre auf den Big Bang in der Zukunft gewartet. Aber das dauert garantiert noch 20-30 Jahre. Jetzt bin ich 28 Jahre,und damit die letzte Generation die glaube ich noch mal alles genießen kann. Nach mir die Sintflut. Etwas noch aufbauen zu wollen ist völlig sinnlos. Durchmogeln ist angesagt.

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    1. "Durchmogeln ist angesagt."
      Gangs gründen ist angesagt du Spasti. Diese scheiss Durchmogelei, dass ist was für Leute die keine Integrität besitzen und hier mal und da mal ein bisschen mitlaufen, Geschäfte machen, Hobby suchen. Solchen Leuten kann man nicht trauen und die kotzen mich an. Die stehen am Ende auch alleine da und Menschen die bisher integer waren werden sie versklaven, zwangsrekrutieren oder töten.

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    2. Big Bang? Ist ne Uhr für neureiche Prolls.
      Auf den Untergang kannst warten bis du grau wirst. Wenn du selbst jetzt die Weichen nicht richtig stellen kannst und dich lieber mit hohlem Hedonismus begnügst, dann gehst du später sowieso unter.

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