Sonntag, 3. Juli 2016

Angry Birds

Filmreview über einen Kinderfilm
(SPOILER) du-hu))


Das Flashgame Angry Birds hat als kosmetisch überarbeiteter Ripoff von Crush the Castle vor kurzem den nächsten Merchandise Sprung hin zu einem Animationsfilm für Kinder geschafft und ich hab ihn mir angesehen; und ich war begeistert.


Der Protagonist in Angry Birds ist Red, ein sozialer Außenseiter mit Aggressionsproblem der sich von einem miesen Job zum anderen durchschlägt, die er wegen seiner Aggressionsprobleme immer wieder verliert und außerhalb der Community am Strand leben muss. Zu Beginn wird er uns auch gleich als Clown vorgestellt und muss wegen seines jüngsten Ausrasters eine Therapiegruppe mit anderen Außenseitern besuchen. Diese Nebencharaktere haben comichaft dargestellte und ziemlich postmoderne Störungen, wie ADHS und die Abneigung gegen Autorität, neigen zum "explodieren" was ich als Pyromanie zu erkennen glaube und der einzige andere rote Vogel außer des Protagonisten hat eine kriminelle Vergangenheit, von der nur suggeriert wird sie stehe mit Gewaltverbrechen in Zusammenhang. Diese Zusammensetzung von Charakteren richtet sich viel eher an eine neue Generation von Eltern als eine neue Generation von Kindern. Während einer Rückblende, in der die Hintergründe für die Anwesenheit eines Nebencharakters in der Therapiegruppe erklärt wird, läuft auch der Hip Hop Track von Nightcore Sound of da Police.

Der Humor der im Film geboten schafft es eine gute Mixtur zu bieten zwischen Dingen die sich an die Eltern richten, und eher den dümmlichen Dingen die sich an die Kinder richten. Die Eltern erkennen sofort die TherapeutIn der Therapiegruppe als die klischeehafte linksgrüne Diplompädagogin mit Doppelnamen, die eigentlich selbst jede Menge emotionale Probleme hat und eigentlich auf der falschen Seite vom Stuhlkreis sitzt.
Die gerichtliche- und Regierungsautorität wird als ziemlicher Schwindel dargestellt die sich im sprichwörtlich größer macht als sie ist.

Nachdem dieser Rahmen und die Hintergründe für den Protagonisten und die Nebencharaktere gesetzt wurde wird der Antagonist vorgestellt, das Schwein Leonard und seinen kleinen Gehilfen. Diese sind zu Anfang sehr freundlich und der einzige der ihnen misstraut ist eben Red, weil das Schiff der Schweine bei deren Ankunft sein Strandhaus zerstört hat. Sein Misstrauen bestätigt sich dann als immer mehr Schweine aus dem Schiff ströhmen deren einzige Aktivitäten es zu sein scheinen dauernt Party zu machen und TNT auszulegen, während ihr Anführer Leonard die Vögel um Sympathie bittet für seine viel einfacher gestrickten Artgenossen und Red politisch unkorrekt danach fragt, ob die Schweine jetzt eigentlich Entdecker oder Kolonisatoren sind, ob die Schweine auf der Flucht vor dem Gesetz ihr Zuhause verlassen haben oder warum es überhaupt wichtig ist, dass wir eben nicht alle gleich sind. Dazu wird er von den alten Helden enttäuscht, die mittlerweile genau so fett, hedonistisch und homoerotisch auftreten wie der Feind, gegen den sie eigentlich helfen sollten.

Nachdem die Schweine dann nach einer länger geplanten Aktion alle Vogeleier stehlen und verschwinden muss die Community der restlichen Vögel eingestehen, dass Red die ganze Zeit Recht hatte und bittet ihn um Hilfe. An dieser Stelle wird es unübersehbar wie Konflikte von hedonistischen und bequemen Gesellschaften immer verlaufen. Wenn es ärger gibt, dann werden die Außenseiter gefragt, die unter normalen Umständen als psychisch labil gelten und deren in der eigenen Gesellschaft destruktiv wirkenden Talente nun produktiv eingesetzt werden können, indem sie sich destruktiv gegen die andere Seite richten. Oder um es mit den Worten von Hunter S. Thompson zu sagen: When the going gets weird, the weird turn pro. Der Zivilversager Red ist William Sherman.

Die Vögel werden also von Red mobilisiert der ihnen klar macht, dass es okay ist wütend zu werden und in manchen Situationen auch notwendig sein kann. Dann landen sie auf der Schweineinsel und beginnen in die Stadt der Schweine reinzuballern, wie man es aus dem Flashgame kennt. Dabei wird vorher keine Erklärung an die Stadt geschickt, keine friedliche Übergabe gefordert und beim Beschuss auch kein Unterschied zwischen militärischen und zivilen Zielen gemacht. Die Schweine sind ein existenzieller Feind und werden als solcher bekämpft, keine Einwände vonwegen "es sind ja nich alle so". Und es gibt auch keine Menschenrechtsbeschwerden nachdem die Zivilisation der Schweine in Trümmern liegt.


Fazit:
Angry Birds markiert für mich eine Wende im kulturellen Klima des Westens. Der Film zeigt Kindern nicht nur die Erforderlichkeit von Misstrauen gegenüber Fremden die in ihr Territorium kommen und die Notwendigkeit von Aggressionen, sondern erlaubt es auch wieder über Fettleibigkeit und schwuchteliges Verhalten zu lachen. Der Schweinekönig mit seinem oberlippenfreien Bart und fettem Leib der wirkt wie eine Thobe, erinnert dabei an einen muslimischen Radikalen. Wenn jemand Bomben legt in deinem Territorium und deine Eier stehlen will, dann verfolgt man ihn nachhause und ballert dort alles zu Schrott.
Solche Filme wie Angry Birds sind wichtig im Angebot von Kinderunterhaltung, wo ansonsten linker Dreck dominiert darüber wie tolerant wir alle zueinander sein sollen und wie lesbisch die neuen Disney Prinzessinnen sein können. Für den Niedergang des Westens ist es notwendig dass die jetzige Generationen, angefangen mit den Kindern, Krieg studieren damit die Generation danach vielleicht Politik studieren kann und die danach wieder die Künste. Darum werden wir nicht herumkommen und Angry Birds ist ein guter Anfang dafür.




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