Donnerstag, 28. Juli 2016

Purge


Y'know, sometimes it's called the Cleansing or the Red Time.
There was this one world that called it just Murder Night. It's a
purge planet. They're peaceful and then, y'know, they just purge.

- Rick Sanchez

Während seines Wahlkampfes für das Präsidentenamt der Republik der Philippinen hat Rodrigo Duterte international für Aufsehen gesorgt, indem er Statements abgab in denen er die Ermordung von Drogendealern befürwortete und nach diesen Regeln auch seinen eigenen Sohn töten lassen würde. Was in den Philippinen großen Zuspruch erhalten hat sorgte in der westlichen Welt für entsetzen, da die Menschen dort glauben ihre postmoderne Weltsicht aus der bequemen Sofaecke heraus müsse überall gelten.


Bodycount
Die Philippinen sind eine sehr junge Nation mit einem Durchschnittsalter von 23,5 Jahren und über 33% der Bevölkerung sind unter 15 Jahren. Das sind über 36 Millionen alleine in dieser Generationsschicht, verglichen mit etwas mehr als 10 Millionen in Deutschland.

Es herrscht in diesem Land extreme Konkurrenz und eine hohe Verfügbarkeit an jungem Blut. Die Drogenkriminalität ist hoch, Armut ebenso, Politiker und ihre Clans massakrieren sich oft gegenseitig, es gibt mehrere aktive bewaffnete Aufstände in denen die aktivste und größte Gruppierung die islamische Moro Island Liberation Front ist(No shit, die haben eine Terrorgruppe die MILF heißt).


Eine solche Gesellschaft hat einen ganz anderen Stellenwert für Menschenleben als eine postmoderne westliche Nation.

Wenn der Präsident nicht nur moralische, sondern auch seine juristische Legitimität ausdrückt dafür Drogenkriminelle zu ermorden, dann wird das von einer Gesellschaft die einem hohen evolutionären Druck ausgesetzt ist und nicht die ökonomischen Sicherheiten besitzt Drogensüchtige auf Kosten der Öffentlichkeit therapieren zu lassen, gerne angenommen.


Die Äußerung seinen eigenen Sohn ebenfalls zu ermorden wenn er ein Drogendealer wäre ist zudem extrem republikanisch. Auch wenn eine tatsächliche Umsetzung bezweifelt werden kann, so drückt es die Notwendigkeit danach aus Politiker nach ihren eigenen Regeln zu bewerten und dass diese sich nicht einfach ausnehmen. Ob die dann tot aufgefundenen Drogendealer dann tatsächlich von Vigilanten oder nur konkurrierenden Gangs ermordet wurden ist dabei egal. Auch dass dabei Unschuldige ermordet werden können ist in Anbetracht der Zahlen für die Regierung eine vernachlässigbare Möglichkeit.



Kommentare:

  1. Wachsame und dynamische Gesellschaft mit klaren Ansagen.
    Selbst vor MC Donalds steht ein Shotgun Schütze.
    Und Loser egal welchen Geschlechtes sind ganz schnell ganz unten.
    Das bedeutet unter anderem extrem stabile Familienverbände.

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  2. Hier im Westen hat sich die kranke Ansicht etabliert, dass wenn jemand böse ist, und ein Guter tut dann etwas "böses" um diesen bösen auszuschalten, der Gute dann durch seine Tat genau so böse ist wie der Böse. Gut zu sehen beim Thema Einbruch, wo Leute vor Gericht kommen, weil sie ihr Eigentum mit Gewalt verteitigen. Das Einzige was der Einbrecher tun muss um nicht zu sterben, ist nicht einzubrechen. Der Badguy hat kein verdammtes Recht auf irgendwas, sobald er mein Land betritt.

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