Mittwoch, 13. Juli 2016

Revolutionen - Teil 1


Revolutionen sind, egal wie nobel und ehrenhaft ihre Prinzipien auch sind, mafiöse Angelegenheiten die mit Lüge, Drohungen, Erpressungen, Spionage und Gewalt bewerkstelligt werden. Beispiele anhand der amerikanischen Revolution.


Der Continental Congress unterzeichnete die Unabhängigkeitserklärung von Großbritannien 1776, doch bis dahin war es ein langer Weg aus Agitation, Propaganda und Kriminalität.

Die Gründerväter der USA waren eine bunte Mischung aus wohlhabenden Krawallmachern, Ex-Militärs, Aktivismus-Anwälten, Steuerhinterziehern und Schmugglern die ambitioniert waren ihr eigenes Land haben zu wollen und die Situation in den Kolonien als geeignet vorfanden eine revolutionäre Stimmung zu erzeugen, weit genug entfernt vom direkten Einfluss der britischen Regierung.


Agitation und Propaganda
In den Kolonien wurde Propaganda hauptsächlich durch Pamphlete verbreitet die von Benjamin Franklin und gerade Thomas Pain angefertigt wurden.

Nach dem siebenjährigen Krieg 1763 zwischen England und Frankreich verlor das Königreich Frankreich große Gebiete seiner Kolonien in Nordamerika an das Königreich England. Dieser Sieg über die Franzosen war für England sehr kostspielig, weswegen die Kolonnisten in Nordamerika neue Steuern zahlen sollten(Townshend Acts), die direkt die Profiteure von neuen Landgewinnen in den Kolonien waren.
Agitatoren organisierten immer wieder Demonstrationen und öffentliche Zusammenrottungen gegen die Erhebung dieser Steuern, was 1770 auch zum Ausbruch von Gewalt führte. Auf Post Collapse wurden bereits eher moderne Beispiele für den Einsatz von Agent Provokateuren behandelt und dafür, wie durch eine schnelle Übernahme der Deutungshoheit der Ereignisse versucht wird die Stimmung in der Bevölkerung zu beeinflussen. Unter einem beliebigen Vorwand kann ein einzelner Gewalt gegen die Autoritäten anzetteln um bei einer Reaktion von diesen die Lage weiterhin eskalieren zu lassen.
Dies ist so auch beim Boston Massaker passiert.


Da die Kolonisten sich immer wieder den Steuern widersetzt hatten, wurde am Ende nur die 3% Steuer auf Tee wirklich durchgesetzt, was zu den Steuerunruhen 1773 in Boston führte, die auch als Boston Tea Party bekannt wurden. Die Agitatoren der Sons of Liberty, einer Untergrundgruppierung und Straßengang, verkleideten sich als Mohawk Indianer und stürmten drei Handelsschiffe welche Tee nach England bringen sollten und warfen alle Kisten mit Tee über Bord. Die Verkleidung als Mohawk Indianer war hier nicht nur ein Mittel der Vermummung aufgrund der Illegalität dieser Aktion, sondern hatte auch symbolischen Wert, da die Kolonisten sich eher mit Amerika identifizierten, als mit ihrem Status als Untertanen der britischen Krone.


Ausbruch von Kampfhandlungen
Nachdem die Briten erfahren hatten, dass die Kolonisten Pläne schmieden eine eigene Kampftruppe von 18.000 Mann aufzustellen schickten sie die Armee aus Bosten nach Lexington, wo es ein größeres Waffenlager gab, um dieses zu beschlagnahmen.
Dort versammelte sich die Militia unter ihrem an Tuberkulose erkrankten Captain John Parker um sich der Armee in den Weg zu stellen. Nach mehrmaligen Aufforderungen des britischen Oberbefehlshabers und dem Einlenken von Parker begann die Menge der Milita sich langsam aufzulösen, bis von unbekannter Seite her ein Schuss ausgelöst wurde und zu einem kurzen Feuergefecht führte. Die Propaganda der Patriots machte aus dem zögerlichen Scharmützel allerdings einen heldenhaften Last Stand gegen monarchistische Tyrannei.

Bei Ausbruch der Kampfhandlungen unterstütze lediglich ein Drittel der Kolonisten die Rebellen.


Siehe auch America Was Founded on Secrets and Lies


Siehe auch von Post Collapse:
Insurgency: Demonstrationen
Belagerung Teil 1
Unruhen und Ausschreitungen

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