Sonntag, 28. August 2016

Beschlagnahmung


In den letzten Tagen scheint die friedensverwöhnte deutsche Gesellschaft wiederzuentdecken dass es staatliche Maßnahmen für den Krisenfall gibt und Staaten täglich um ihr Überleben kämpfen, wobei sie nur unterschiedlich drastische Mittel anwenden um dieses zu sichern.

Als erstes sei festgehalten, dass eine Beschlagnahmung keine Enteignung ist, es aber durchaus vorkommen dann das Sachen abhanden kommen oder beschädigt werden.


Wer zahlt, schafft an
Problematisch ist hier, dass in Deutschland einem eigentlich nichts mehr wirklich gehört. Man mietet seinen ländlichen Besitz lediglich, zahlt Grundsteuer und wird entfernt und verurteilt wenn man dies nicht mehr tut. Dazu beziehen viele Leute irgendeine Form von staatlicher Subvention bzw. Alimentierung und dann ist es schwer hier ein Argument dagegen zu führen, dass die Regierung im Falle eines Notstandes nicht dieses subventionierte Eigentum beschlagen könnte.


Eine Beschlagnahmung von Betrieben um einen Preisanstieg während einer Krise zu verhindern kann allerdings dazu führen dass der unterbundene Wucher damit den Anreiz nimmt für andere Händler den Markt zu versorgen mit diesen nachgefragten Gütern. Dazu ist es wahrscheinlich, dass während einer Krise eingeführte Regulierungen nach der Krise nicht wieder abgeschafft werden.


In den USA sind Farmen von der Beschlagnahmung durch den Defence Production Act ausgenommen.



Siehe auch:
Bundesleistungsgesetz
Defence Production Act
Notstand für alle - 1960


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