Mittwoch, 17. August 2016

Die Moral des Raubens

Wenn es richtig ist das ansonsten Falsche zu tun


Das Hauptaugenmerk vieler Menschen die sich mit Krisenvorsorge beschäftigen liegt darauf, wie sie die Dinge die ihnen dabei helfen sollen Krisenzeiten besser zu überstehen gegen die Zugriffe anderer Menschen verteidigen können. Das problematische bei den meisten dieser Leute ist allerdings nicht, dass die Krisenszenarios in ihrem Kopf völliger Blödsinn sind, oder dass ihre Verteidigungsmaßnahmen quatsch sind, sondern dass sie alt und isoliert sind. Kinderlose Päärchen die mitte 30 Jahre alt sind üben auf Kräuterlehrgängen das Überleben im Wald und vielleicht den Stockkampf, anstatt ihre Zeit und ihre Ressourcen und ihr Geld in Dinge zu investieren die sie wirklich weiterbringen, anderen helfen sich zu verbessern und stabile Strukturen aufbauen. Von den 60+ Alten die Kapital in die kanadische Tundra bringen wollen ganz zu schweigen.

Ab hier kommt etwas ins Spiel, das manche jüngere Menschen verinnerlichen müssen:
Die Moral des Raubens.

In manchen Situationen ist es das absolut richtige und moralisch verantwortungsvolle eine Gruppe von Menschen auszuplündern um ihre Ressourcen der eigenen Gruppe zuzuführen, damit diese Gruppe erfolgreicher sein und eine Zukunft aufbauen kann.


Zukunftsfähigkeit
Zuerst muss man klarstellen um welche Gruppen es sich dabei handelt. Wenn die Europäer einen Kontinent besiedeln dessen Bewohner sich immer noch in der Steinzeit befinden um deren Land und deren Ressourcen zu übernehmen, ist dies moralisch zu rechtfertigen. Der Europäer in diesem Fall wird schnell feststellen, dass bspw. die amerikanischen Ureinwohner in den tausenden Jahren ihrer Existenz noch nicht mal das Rad erfunden haben, während der Europäer auf erfolgreiche eigene Projekte verweisen kann mit geringerer Todesrate durch Krankheiten und Gewalt in seinen Gesellschaften. Einem primitiven Indianerstamm Bodenschätze zu stehlen, die sie selbst nicht fördern und verwenden können, ist eine einfache Entscheidung, wenn diese Bodenschätze dafür sorgen werden dass man selbst und die eigenen Kinder es dadurch einfacher haben werden. Da interessiert es nicht für wie lange irgendein kleiner Piss-Stamm schon auf dem immer selben Zivilisationslevel durch den Urwald streift mit Infektionen in den Gliedmaßen und verwurmten Kindern. Und eine Gruppe kinderloser 40+ "Survival" Simulanten die auf ein paar mit jedem Tag schahler werdenden Vorräten hocken ist noch weniger Zukunftsfähig, weshalb auch jede Gruppe jüngerer Leute diesen Fall für sich genau so schnell und klar entscheiden wird, wie die Spanier sich entschieden haben als sie die Indios abschlachteten und ihr Gold und Land stahlen.


Der Wert von menschlichem Leben
In muslimischen Ländern ist eines der immer wiederkehrenden Themen islamischer Prediger die Haustierkultur in westlichen Nationen. Im Westen haben sie Kliniken nur für Hunde, während bei ihnen die Menschen an Tetanus und der Ruhr sterben. Das erzeugt Hass aus Neid, wobei der Prediger hier ein klares moralisches Argument hat. Entweder ist ein Mensch mehr wert als ein Tier oder nicht, oder die Frage wird von Anfang an falsch gestellt und fragt nicht nach um welchen Menschen es sich handelt. Einen von uns? Einen von euch? Diese Frage wird aber nicht gestellt, nicht offen behandelt, sondern nur hin und wieder angedeutet wenn man über Fälle mit wenigen Todesopfern im Westen länger und ausführlicher berichtet als über Fälle mit vielen Todesopfern in Nationen der dritten Welt.

Man kann also nicht mal den jungen muslimischen Männern einen wirklichen Vorwurf machen, wenn sie in die Ruinen westlicher Nationen vordringen mit der Absicht diese selbst zu kolonisieren, während die verrottenden Generationen der Stammbevölkerung lieber Hunde in der Stadt halten, kein tatsächliches Eigentum mehr haben und auch ansonsten keine Anzeichen einer funktionierenden Gesellschaft mehr zu finden sind, was das Eindringen in Land und Weiber erst überhaupt möglich macht.


Der Wert von Dingen
Vor der Industrialisierung war es sehr zeitintensiv und teuer Dinge herzustellen in großen Mengen, was diese seltener und wertvoller machte und somit auch interessant als Raubgut. Auch als die Irakische Armee im August 1990 in das Emirat Kuweit einmarschiert ist haben die irakischen Soldaten alles mögliche an Alltagsgütern geplündert, welche für sie im Irak unerschwinglich waren oder zumindest einen größeren Wert besasen. Auf dem Rückzug nach Basra zerballerte die US Airforce dann die irakischen Konvois, welche zu einem Großteil aus gestohlenen Zivilfahrzeugen bestanden.

Zu Gütern die sich nur schwer reproduzieren lassen zählen auch junge attraktive Frauen, die bisher keine Industrie in ausreichenden Mengen in gewünschter Qualität herstellen kann. Weibliche Gebärfähigkeit stellt daher immernoch eine Sonderrolle und im Konfliktfall, in einem existenziellen Krieg zwischen Zivilisationen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich auch Fraktionen im Westen sagen "schau Hübsche, wir können uns das nicht leisten dass du deine Eierstöcke vertrocknen lässt um Studium zu spielen oder so tust als ob du Karriere machst indem du im Büro mehr laberst als arbeitest, also rapen wir dich jetzt durch und zwingen dich unsere Kinder auszutragen, weil sonst ist alles was wir hier machen bald umsonst gewesen". Das heißt nicht, dass immer gerapet wird und die Leute die das machen auch nie nett sein können oder sowas.


Macht macht Recht
Am Ende des Tages ist es die bloße Erkenntnis, dass moralische Überlegenheit nur im Rahmen einer funktionierenden Gesellschaft existiert die Werte hat welche dieser Moral einen Stellenwert einräumen. Ein empörter Libertärer der fragt "willst du mich etwa zwingen?" kann auch nur in diesem Rahmen darauf hoffen ein moralisches Argument zu machen und landet unter anderen Umständen einfach in der Grube, wenn die Frage nach dem Zwang mit einer kurzen, fokusierten gewaltätigen Handlung und mit kinetischer Energie beantwortet wurde. Wenn eine Moral weiterexistieren soll die dem immer noch einen Wert beimisst, dann muss eine Gesellschaft weiterexistieren die dieser Moral einen Stellenwert einräumt. Und zwar mit allen Mitteln.


Siehe auch:
Raiding
Raubmord
Genozid

1 Kommentar:

  1. Alles ok.
    Räuber verhindern das Herumtranen der potentiellen Opfer.
    Kann ich derzeit bei Rehwild in Konfrontation mit Wölfen beobachten.
    Nix mehr mit "Schonzeit" und schönem Leben. Alle werden aufmerksamer.

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