Sonntag, 28. August 2016

Limes


Von dort aus siehst du den Anfang vom Ende

Wenn Rom ein Gebiet nicht unterwerfen konnte und zuviele Soldaten verloren hat dies zu versuchen, dann baute man Grenzbefestigungen darum wie den Limes Wall um Germanien, oder den Hadrians Wall in Nordengland an der Grenze zu Schottland. Diese Grenzbefestigungen sind Zeichen dafür, dass Rom nicht länger zu expansionistischen Präventivschlägen gegen die Barbaren jenseits dieser Grenzen in der Lage war. Ist man nicht zu Präventivschlägen und dem Eindringen in feindliches Territorium mehr in der Lage, dann verliert man damit bereits sein wichtigstes Mittel der Abschreckung. Was folgte waren Jahrhunderte von Rückzugsgefechten und Regierungen die ihre Helden ermorden liesen.


Deutschland ist schon lange nicht mehr in der Lage Präventivkriege zu führen und einen Feind auf dessen Territorium zu bekämpfen. Es ist auch nicht in der Lage das Territorium zu halten welches es noch hat. Was wir jetzt sehen, die wieder Thematisierung der Vorratshaltung, Krisenfälle, eine Diskussion um die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht, Bundeswehreinsatz im Inneren, Ausländer als Auxiliari Domestici für die eigene Armee, ein Stresstest für Frontex und das alles sind letzte Versuche das Wenige zu sichern was man noch hat.

Dazu wird sich peinlich darum herum gedrückt wieso und wegen wem man diese Dinge eigentlich unternimmt; wegen Feinden die man an der Grenze nicht nur nicht aufhalten durfte, sondern die man im Mittelmeer auch noch auf halber Strecke abgeholt hat.
Wer der lauthals gepriesenen Gottheit der Fremden nicht umgehend Hochachtung entgegenbringt, wird auf immer als Rassist an den Internet-Schandpfahl gestellt. Wer für die Verteidigung der Heimat gar zur Waffe greift, gilt nicht etwa als Partisan, sondern wird von der eigenen Seite als Gewaltverbrecher festgenommen. Immer geht es darum, liebedienerisch wie Unterjochte zu handeln, ohne bereits besiegt zu sein. Das wirkt so fremd, aber auch grandios, dass Faszination und Schrecken nahe beieinanderliegen.
- Gunnar Heinsohn, AchGut, 4.8.2016

Anstatt dass die Medien Diskussionen über das Für und Wider solcher Vorschläge diskutieren und über den Kauf von Hamstern Witze machen wollen, wäre es notwendig bereits eine Radikaliserungsphase erreicht zu haben die auf die gezielte Rekrutierung von psychopathischen und entbehrlichen Killern in die Armee drängt und ein moralisches Grundgerüst dafür schafft, dass das Leben von Menschen außerhalb der eigenen Gesellschaft weniger wert ist, es Kulturen gibt die einfach schlecht sind und ein Asylrecht niemals für Menschen aus der dritten Welt bestimmt war, sondern für jene die aus dem sowjetisch besetzten Osteuropa vor dem Kommunismus fliehen wollten, wozu eben auch Kriegsverbrecher aus Ungarn und Kroatien gehörten. Oder kurz: West ist the best, fuck the rest.


Ethnische Säuberungen waren noch nie so einfach
Europäische Kulturen sind Kompromisse unter den Stämmen eines Gebietes die genügend Gemeinsamkeiten finden konnten um sich nicht weiter untereinander, sondern nur noch die Nachbarn abzuschlachten, mit denen man nicht genug Gemeinsamkeiten hatte.
Anstatt das westliche Werte von Neuankömmlingen übernommen werden korrumpieren manche westliche Nationen ihre eigenen Werte. Das geht von der Ausweitung staatlicher Befugnisse zur Terrorbekämpfung, die nicht von Extremisten der PC Masterrace oder zündelnder Linksextremer ausgeht, bis zu Gesetzesentwürfen in denen Frankreich über ein Burkaverbot entscheiden will und quasi seine eigenen liberalen Werte zerstört, weil es nicht liberale Ideologie importiert und toleriert hat. Durch Defensive lässt sich dieser Trend unmöglich umkehren, die Initiative verlangt Aggressivität und das Übergehen zum Angriff und weiter anzugreifen um diese Initiative zu halten.

Das Positive daran ist allerdings, das ethnische Konflikte noch nie so einfach zu führen waren wie im Westen des 21sten Jahrhundert, weil die kämpfenden Parteien so extrem unterschiedlich sind und sich bereits selbst ghettosiert haben.

Nonetheless, Germany should round up most of its migrants and send them back to their own countries. That would be a difficult and nasty business. Germans object that they do not want to be concentration camp guards. But that is no excuse; they could hire Ukrainians, just like last time.
- David P. Goldman, Asia Times, 14 April 2016

< Fortsetzung folgt >


Siehe auch:
Danegeld
Sind wir Rom?
Barbarenland


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