Freitag, 12. August 2016

Survival für Arme


Wenn es in verschiedenen Interessensbereichen arme Menschen gibt, dann führte meistens eins zum anderen. Jemand verliert seinen Job, sitzt nur noch vor dem PC, schaut Verschwörungsfilmchen auf Youtube und denkt dann, er müsse jetzt was tun um die Welt zu retten. Manche anderen schaffen es aber auch so auf keinen grünen Zweig, wogegen politische Ideologien die sich um den Untergang des Status Quo drehen dann die passende Erklärungen liefern warum das so ist, oder warum man jetzt auch nichts mehr tun müsse, da ja eh alles bald untergeht.
Diese Dinge sollte man bei dem Thema Survival für Arme beachten.


1. Warum Survival ?
Wenn ich finanziell eingeschränkt bin, habe ich dann nicht wichtigeres zu tun als über Survival und Prepping nachzudenken? Sollte ich nicht versuchen meine momentane Situation zu verbessern? Und warum wäre es gerade wichtig, dass ein armer Mensch der es in funktionierenden gesellschaftlichen Strukturen nicht geschafft hat etwas aus sich zu machen, überlebt und sich weiter verbreiten kann?

Diese philosophischen Fragen zu klären ist wichtig. Zuviele Leute die alt, chronisch krank, erfolglos oder alles zusammen sind bilden sich ein, sie müssten zu den auserwählten Überlebenden gehören, wenn Krisen nur die Funktion haben diese Leute aus dem Genpool zu entfernen. Zuviele können sich das Warum überhaupt nicht erklären und belasten dann ambitionierte Gruppierungen mit ihrer wertlosen Negativität und verlangen mitgezogen zu werden.


2. Jugend - der einzige Faktor von Wert
Wer finanziell eingeschränkt ist und über 35, für den macht das ganze Thema überhaupt keinen Sinn mehr. Der ist sowieso schon tot und sollte mit seinen Mitteln lieber jüngere Gruppierungen unterstützen, bevor diese bei einer Verschlechterung der Lage von ihrem legitimen moralischen Recht Gebrauch machen und sich diese Dinge mit Gewalt holen.

Wer jung und arm ist, der hat noch Zeit seine Lage zu verbessern und kann mit seiner Jugend auch anderen Gruppierungen etwas von Wert anbieten, dass man nicht künstlich herstellen kann.


3. Selbstverbesserung
Materielle Dinge helfen einem nicht unbedingt dabei sich selbst zu verbessern. Wer sich keine Dinge mit einem Preisschild daran beschaffen kann, der muss die Dinge nutzen die umsonst verfügbar sind. Das heißt Feldhandbücher lesen und Sport machen.


4. Kanonenfutter
The most important qualification of a soldier is fortitude under fatigue and privation. Courage is only second; hardship, poverty and want are the best school for a soldier.
- Napoleon I. Bonaparte

Für einen Kampfverband haben junge Menschen die mit Entbehrungen und in Armut gelebt haben einen tatsächlichen, höheren Wert als Altersgenossen die es besser hatten.


5. Petty Crime
Was hast du schon zu verlieren? Allerdings ist dieser Markt mittlerweile auch überlaufen. Bei Drogendealereien verdient man einfach nichts mehr und zuviele Deppen fahren Nullrunden nur um weiter derartige Tätigkeiten auszuüben in der Hoffnung, der große Deal ist gleich um die Ecke.


6. Arbeiten
Kleine Jobs, Blutplasma verkaufen, Regale einräumen. Immer daran denken dass du hier bist für einen Job, für eine temporäre Aufgabe und nichts weiter. Weder ist das Teil deiner Identität, noch ein Platz wo du "lebst" und dich an Details störst.


7. Nichts kaufen
Verzichtet drauf euch selbst teure Langzeitlebensmittel zu kaufen oder irgendwelche taktischen Ausrüstungsgegenstände. Wer jung und arm ist, der muss Verbindungen zu Gruppen aufbauen die diese Dinge für ihn und viel billiger zur Verfügung stellen können als er auf dem freien Markt kaufen könnte.


8. Sparen wo es geht
Wer arm ist, der kann halt nicht ins Kino gehen oder auswärts essen. Wer Umgang mit armen Menschen hat, der weiß in den meisten Fällen warum diese Leute arm sind, weil sie sich dauernt Dinge leisten wollen die sie sich nicht leisten können. Man kann sehr billig leben indem man Sonderangebote im Auge behält und anstatt Muskelfleisch Tierorgane isst. Die Möglichkeit eigene Lebensmittel anzubauen verwerfe ich hier komplett, da die Zielgruppe die ich hiermit anspreche, also jung, männlich und urbanisiert, keine Möglichkeiten dazu hat und durch Versuch und Fehlschlag nur Ressourcen verschwendet werden würden.



Siehe auch.:
Psychologie des Überlebens: Armut und Konsumismus
Sozialhilfe führt zum gesellschaftlichen Kollaps
Kollektivierung von Ressourcen in Krisenzeiten



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