Montag, 26. September 2016

Young bloods

Ein Beispiel für Rekrutierungspotential in einer postmodernen Gesellschaft


The young bloods of the South; sons of planters, lawyers about towns, good billiard players and sportsmen, men who never did any work and never will. War suits them.. They are splendid riders, first rate shots and utterly reckless. These men must all be killed or employed by us before we can hope for peace.
-  William Tecumseh Sherman


Es ist cool geworden für die Feinde der eigenen Zivilisation zu kämpfen, weil die eigene Gesellschaft schwach und verrottet ist und der Feind etwas bieten kann, was Wohlstand und Bequemlichkeit nicht bieten können: Eine Sache für die man sterben kann.
Wie ich schon mehrere Male ausgeführt habe weiß die postmoderne, postheroische Gesellschaft überhaupt nicht wie sie darauf reagieren sollen und kann nur ohnmächtig dabei zusehen, wie die eigenen Söhne die Uniform des Feindes anziehen. Einer dieser Ohnmächtigen ist ein 53 jähriger Unternehmer aus Kassel, dessen beide Söhne zum Islamischen Staat übergelaufen sind.
Ich möchte diesen Fall kurz behandeln, weil er sehr aufschlussreich ist.


Wer das Interview liest und auch nur ein bisschen Ahnung von der Materie hat, der verliert schnell jede Empathie für den Vater. Ein Sohn wäre noch zu erklären mit dem schwarzen Schaf, aber beide Söhne deuten darauf, dass für beide ausschlaggebende Faktoren bestimmend waren, wobei eben ein Faktor den beide mitteinander teilen die Eltern sind.
Ich fand es dabei zuerst sehr überraschend, dass diese beiden Brüder, der eine 23, der andere 19 Jahre alt, anscheinend ein so gutes Verhältnis zueinander haben, dass sie zusammen eine solche Sache unternehmen wie ins fremdsprachige Ausland zu fahren und sich einer bewaffneten Fraktion anzuschließen die mit der halben Welt im Krieg ist. Überraschend daher, dass Brüder in dem Alter nicht unbedingt ein gutes Verhältnis zueinander haben und Eltern eigentlich niemals nur "zwei Söhne" haben, sondern einen Älteren und seinen kleinen Bruder, was zu permanenten Reibereien und eben Konkurrenz führt. Diese beiden gehen sich aber nicht gegenseitig an den Hals, sondern den Ungläubigen.


Im Oktober 2014 reisten Joachim Gerhards 19 und 23 Jahre alte Söhne nach Syrien, um sich der Terrororganisation IS anzuschließen - zum Islam konvertierten sie erst kurz zuvor. Gerhard ist Immobilienunternehmer in Kassel, seinen Kindern fehlte es an nichts, wie er in seinem Buch schreibt: "Wir hatten Liebe, Glück, und wir hatten Geld." Warum brachen seine Söhne mit ihrem alten Leben?
Das ist ein Punkt der immer wieder aufkommt wenn die postmodernen Eltern Ärger mit ihrem Nachwuchs hat. "Wir tun doch alles für dich" oder "du hast doch alles" und blablabla. Es ist diesen Leuten nicht klar, dass materieller Wohlstand und Fortschritt auch zu moralischem Verfall führen kann und damit Lücken in sein eigenes Fundament schlägt. Dazu kommt, dass Menschen für mehr kämpfen als nur materielle Dinge. Menschen kämpfen um Ehre, aus Prinzip und um Status. Es ist diese Mittelklasse der es an materiellen Dingen nicht mangelt, die den Kampf aufnimmt aus ideologischen Motiven. Die beiden Jungs denen es "an nichts fehlt" sind sicher nicht in das Kalifat gegangen weil das Wlan dort besser oder das Angebot an high end Sneakern größer ist.



Nach einer Woche kam das Propaganda-Video, in dem sie sich von mir lossagten.  Kurz darauf meldete sich Manuel, mein jüngerer Sohn, bei meiner Ex-Frau und fragte, ob ich das Video erhalten habe. Sie antwortete, ich wisse, wie ich damit umgehen müsse. Da sagte er: "Mama, dann ist gut, dann weiß ich Bescheid." Das waren die letzten Worte von meinem kleinen Sohn.

Man stelle hier fest, der Vater nennt die Mutter der beiden nicht ihre Mutter, sondern seine Ex-Frau. Er macht das ganze nicht nur über sein Verhältnis, er zeigt auch wie er sich die Mutter der beiden Kinder auf emotionale Distanz halten will. Nicht ihre Mutter, sondern seine Ex-Frau. Wie war das nochmal mit "wir hatten Glück"?

Was der Typ als nächstes macht ist überhaupt das Dümmste: Ein Buch schreiben.
Ein Buch über was? Dass deine Söhne aus deinem materiellen Schlarafenland abgehauen sind um sich dem Feind anzuschließen? Dass du es nicht schaffst sie zurückzuholen? Wer will ein Buch lesen über einen Typen, der einfach versagt hat. Es gibt hier keine Lektion.

Meine Co-Autorin, die Journalistin Denise Linke, war zweimal bei meinen Reisen dabei und riet mir dazu. Sie sagte: "Du musst darüber ein Buch schreiben und anderen Eltern erzählen, was dir passiert ist, damit sie auf die Kinder aufpassen, damit sie merken, dass das alles eine Lüge ist." Wir wollen den Kindern die Augen öffnen, dass der IS nichts mit Islam zu tun hat. Dass das eine Verbrecherbande ist, denen es nur um Geld und Macht geht.
Here we go again. Der Islamische Staat dessen Kalif promoviert hat in Islamwissenschaften hat nichts mit dem Islam zu tun, ein Immo-Unternehmer aus Kassel der seine Familie nicht zusammenhalten kann klärt uns alle auf, mit Hilfe einer Autistin.
Es kommt ihm nicht in den Sinn, dass "Islam" in der pussyfizierten Form wie ihn sich postheroische Europäer wünschen vielleicht gar nicht die Motivation ist für die jungen Männer und das Argument deswegen völlig unsinnig ist. Vielleicht ist es ja Geld und Macht worum es geht. Vielleicht ist es Geld und Macht weswegen die beiden Jungs zur Waffe greifen. Vielleicht wollen die ja Kopfsteuer von Ungläubigen kassieren und Sexsklavinnen haben.
Dazu kommt, dass der Typ wahrscheinlich wieder ein Opfer von einem weiteren Racket geworden ist, nämlich dass sich seine "Co-Autorin" einen Dummen gefunden hat an dessen trauriger Geschichte sie mitverdienen kann. Witzig, dass diese postmodernen, unabhängigen Frauen am Ende doch von einem Mann leechen oder einfach die Allgemeinheit anbetteln und dass dann Crowdfunding nennen. Die verhurt einfach seine traurige Geschichte und macht mit Mit-leid erzeugen nichts anderes als mehr Leid verbreiten für ein paar Schekel.

....

- Dann gehen Sie davon aus, dass Ihre Söhne nicht in Kämpfe verwickelt waren?
Joachim Gerhard: Kann ich nicht hundertprozentig sagen. Wenn es wirklich so war, dass sie hingegangen sind, um den Leuten im Krieg dort zu helfen, aber ihnen dann befohlen wurde zu kämpfen und ihnen eine Waffe in die Hand gedrückt wurde – dann haben sie vielleicht die Waffe genommen, nur um sich selbst erst einmal zu retten.
Wir haben hier einen Vater der einfach die Realität verleugnet. "Mein kleiner Sohn, der würde nie Menschen töten und Frauen vergewaltigen und als Sexsklavinnen halten", wenn das durch die ganze Geschichte hindurch immer eine große Motivation solche Abenteuer zu unternehmen. Die sind nicht entführt und zwangsrekrutiert worden, die sind da freiwillig hin. Diese Verleugnung der Tatsachen macht das ganze nur noch schlimmer, was dann auch passiert.

Er bot mir an, meinen Sohn rauszuholen. Dafür brauche er 6.000 Dollar für sich und 6.000 Dollar für meinen Sohn. Das habe ich bezahlt. Dann sagte er, er brauche weitere 5.000 Dollar für noch jemanden, der fliehen wolle. Ich habe wieder bezahlt. Als nächstes schickte mir dieser Bekloppte ein Foto von zwei Menschen in orangefarbenen Anzügen mit abgeschnittenen Köpfen. Er behauptete, das seien die Schleuser und das Geld sei weg.
Wen will er hier eigentlich bekloppt nennen? Wäre ich der IS, so würde ich eine Abteilung einrichten, die sich nur damit beschäftigt die Angehörigen ausländischer Kämpfer von denen sich diese losgesagt haben übers Ohr zu hauen.


Eine Beamtin vom Staatsschutz in Kassel sagte, sie fasse nicht, wie schnell sie sich radikalisierten.
Da hast du auch schon deine Antwort, eine Beamtin.

Osama Bin Laden sagte in einem seiner letzten Interviews im Jahr 2001; Wenn die Leute ein starkes Pferd sehen und ein schwaches Pferd, dann werden sie natürlich das starke Pferd bevorzugen.

Menschen sind Herdentiere, Mitläufer und suchen nach Stärke von der sie ein Teil sein können. ISIS bzw. Islam ist zwar kein starkes Pferd, sieht aber wie eines aus, denn Europa hat überhaupt kein Pferd. In Europa hat man Angst vor Waffen, lässt sich von den Weibern auf der Nase rumtanzen und zahlt immer noch Rentenversicherung an ein Sozialstaatssystem, welches längst sein eigenes Saatgut aufgefressen hat. Natürlich laufen junge Männer zu ISIS. Wenn man schon stirbt, dann lebt man vorher nochmal wie ein King, ballert ein paar Knarren und vergewaltigt eine 16 Jährige Sklavin durch.
Pazifismus heißt, den geborenen Nichtpazifisten die Herrschaft überlassen, unter denen immer auch Weiße sein werden, Abenteurer, Eroberer, Herrenmenschen, die Zulauf finden, sobald sie Erfolg haben. Wenn heute in Asien eine große Erhebung gegen die Weißen stattfände, würden sich unzählige Weiße ihr anschließen, weil sie des friedlichen Lebens müde sind.
- Spengler, Reden und Aufsätze

Radikale Religiösität ist das einzige was in einer Gesellschaft noch schocken kann wo es Schwulenehe gibt und die Eltern keine moralische Überlegenheit mehr haben ihre Kinder zu maßregeln, weil die Eltern selbst tätowiert und total degeneriert sind. Menschliche Natur ändert sich aber nicht und wenn die Young Bloods in ihren jugendlichen Heißsporn von der Gesellschaft keine Ventile mehr geboten kriegen und es hier eh nichts mehr zu verteidigen gibt was gut und überragend gegenüber dem Anderen ist, fuck it, dann kann man gleich zum Gegner überlaufen und Barbarenkönigreiche schaffen. Dschihadisten sind die neuen Punkrocker. Kein degeneriertes Babyboomer oder Gen-X Elternpaar mit zwei Kindern hat Angst davor wenn ihr Junge sagt "ich trag jetzt nen Iro und nehm Drogen", denn das haben diese Degenerierten selbst schon alles gemacht, die haben Angst davor dass ihr Nachwuchs sich eben lossagt und sie verachtet, weil sie eben moralisch abfällige Sünder sind die weder Familie noch Gesellschaft zusammenhalten können und das wissen die auch. Ich geh jetzt in den Tempel ist das neue thug life.
Zumindest verleugnet der Vater hier einfach nur und läuft nicht rum und gibt allen anderen die Schuld.


Das eigentlich Ärgerliche ist lediglich, dass diese jungen Männer für den Feind kämpfen und nicht vor Ort für ihre eigenen Interessen, bzw. nicht rekrutiert werden von Menschen mit einer besseren Agenda als das Kalifat.


These men must all be killed or employed by us ...



Kommentare:

  1. Es ist halt im Grunde alles nur Biologie. Der Mann will Macht, Anerkennung und Pussy. Je nach Genetik, Kultur und Umfeld verfolgt er diese Ziele auf unterschiedliche Weise. Das ändert auch kein Millionenheer von Sozialarbeitern. In der Schule hieß es immer "Gewalt ist keine Lösung", aber man merkt schnell dass das bullshit ist, wenn man die erste Abreibung auf dem Pausenhof bekommen hat. Und natürlich ist es ein gutes Gefühl, einem Arschloch was aufs Maul zu hauen. Reality is a harsh mistress.

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    1. Ich denke es ist nicht mal Pussy. Dem IS haben sich genug Leute aus dem Westen angeschlossen für die das eine einfache Sache wäre Pussy zu kriegen. Ich denke hier geht es um sehr viel finsterere Motive in der männlichen Natur.
      Wie du gesagt hast, Gewalt kann ein gutes Gefühl sein.

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  2. Ich sah vor kurzem einen Film Trailer
    https://www.youtube.com/watch?v=hCDPl4vLzk0
    der die kommunikation zwischen Vater und seinen sohn in den fünziger jahren darstellt da waren noch andere werte und pflichten im vordegrund und was den Jammerlappen Dad betrifft aus Kassel der ist selber schuld das seine Söhne Headhunters für den IS geworden sind.

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    1. Das Problematische ist, dass diese hardass Väter in vielen Fällen damit die postmoderne Geschlechterrolle geschaffen haben, wo der Mann kein Mann ist und die Frau kein Mann wird, indem sie ihren Söhnen Männlichkeit vermiest haben. Darum geht das Buch "The Forty-Nine Percent Majority: The Male Sex Role". Da haben diese Babyboomer Jungs gesagt "mein Dad war gemein, deswegen ist Männlichkeit doof und ich geh jetzt in mein Zimmer und hör Beatles!". Und ihr seht alle was für F-knechte die Beatles waren.

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