Samstag, 15. April 2017

Nordkorea

Mindesthaltbarkeit überschritten


Heute, am 15.April, vor 105 Jahren ist nicht nur die Titanic gesunken, es wurde auch der Große Vorsitzende und ewige Parteivorsitzende von Nordkorea Kim Il-Sung geboren. In Nordkorea ist der 15.April der Tag der großen Sonne und es werden Staatsfeiern abgehalten bei denen man die unterernährten Feudalsklaven paradieren lässt und das rationierte Benzin verbraucht sein veraltetes sowjetisches Militärgerät durch die ansonsten ungenutzten Straßen von Pjöngjang zu fahren.


Der amtierende US Präsident Donald Trump hat wiederholt gedroht das Nordkorea Problem zu beseitigen und Carrier Strike Group 1 in das koreanische Meer entsendet. Er hatte angekündigt auch ohne die Hilfe von China gegen Nordkorea loszuschlagen, wobei den Nordkoreanern einer abgeht.

Dieses Land bereitet sich seit 50 Jahren auf einen Atomkrieg vor und erzählt seiner Bevölkerung seitdem Nordkorea wäre die letzte Bastion gegen US Imperialismus von dem sie eigentlich nichts wissen. Alles womit dieses Land zusammengehalten wird ist die Geschichte von Yankee Imperialismus und der Angst der Führungsschicht vor der Rache der Massen.

Was Donald Trump für Plände damit verfolgt Nordkorea auszuschalten, darüber bin ich mir noch nicht ganz klar. Vielleicht traut er sich, wie Reagan davon geträumt hat von einer Welt ohne die Sowjetunion zu träumen, von einer Welt ohne Nordkorea zu träumen. Vielleicht möchte er die Präsidentiale Macht kosten und dabei in die Geschichte eingehen als der Mann der das übelste Land der Erde aus dem Verkehr gezogen hat. Vielleicht will er den Chinesen zuvorkommen die dieses Land als Störfaktor in Asien verwenden wollen. Was auch immer es ist, Nordkorea selbst ist das perfekte Chaos.

Nordkorea ist ein Land mit einer Bevölkerung für die es nur noch im zynischen Sinne Hoffnung gibt. Als die Revolution in Rumänien die Ceaușescus an die Wand gestellt hat, hat der damals amtierende Diktator Kim Jong-Il die Aufnahmen von deren Erschießung seinem Stab und allen Parteiführern in Nordkorea gezeigt. Die Message dahinter war klar: wenn wir die Kontrolle über die Massen verlieren werden wir persönlich alle getötet. Während man früher noch Königen und legitimen Herrschern das Exil angeboten hat, so werden Herrscher der Neuzeit die sich mit Gewalt an die Spitze von Staaten gebracht haben nach deren Sturz hingerichtet und oft auch die Familien getötet. Wir sahen das im Iraq mit Saddam und seinen Söhnen, in Libyen mit Ghaddafi und seinen Söhnen und an anderen Orten auch. Siehe auch Königsmord. Diese Leute sind der letzte Dreck und sie und ihre scheiss Familien sollten auch getötet werden.

Der jetzige Diktator Kim Jong-Un war sich der Instabilität seines Systems im Zeitalter von Smartphones wohl bewusst als er seinen Halbbruder Kim Jong-Nam im Februar dieses Jahres hat ermorden lassen. Die Parteidoktrin in Nordkorea besagt, dass nur ein Blutsverwandter des ewigen Vorsitzenden Kim Il-Sung ein legitimer Nachfahre von diesem sein kann und die Existenz dieses Halbbruders lies die Möglichkeit zu, dass man den jetzigen Diktator stürzt und durch einen liberaleren Akteur ersetzt. Kim Jong-Nam war der Außendienstler des Regimes der in Asien herumgereist ist um für den Staat Waffengeschäfte und dergleichen zu machen. Als er einmal in Japan aufgegriffen und identifiziert wurde erzählte er den Behörden, er wäre nur in Japan um Disneyland dort zu besuchen. Diese Meldung wird gerne aufgegriffen von Leuten die dieses Regime als verrückt und lächerlich brandmarken wollen, wobei der wirkliche Grund übersehen wird. Nordkorea hält sich über Wasser indem es Waffen und Drogen verkauft, genau so wie Sklavenarbeiter nach Russland, oder einfach Falschgeld produziert. Es zeigt was sich ein Rouge State erlauben kann, wenn er Atomwaffen besitzt.

Jetzt sieht es allerdings so aus als ob diese Reise zu einem Ende gekommen ist. China hat sich abgewendet und ohne China geht in Nordkorea nichts mehr. Die Chinesen verlegen Truppen an die Grenze der Mandschurei mit Nordkorea nicht um einzumarschieren, sondern um die Flüchtlinge im Falle eines Regimekollapses aus China raus zu halten.

Nordkorea hat 24 Millionen Geiseln die unterernährt sind und noch nie einen Computer gesehen haben. Verglichen mit Südkorea, welches das höchste pro-Kopf Einkommen von Asien hat, sprechen sie zudem einen Akzent den wir als, sagen wir einmal "provinziel" wahrnehmen würden. Da sie aus einer militarisierten und paranoiden Gesellschaft stammen tendieren sie zudem zu Gewalt. Südkorea dagegen ist eine so Marktkonkurrenz geprägte Gesellschaft, dass es dort die höchste pro-Kopf Selbstmordrate in Asien gibt, wie auch die höchste pro-Kopf Rate der Welt an Schönheitsoperationen, weil diese Leute alle aussehen wollen wie die weißen Yankee Imperialisten. Die Menschen im Süden wollen keine Wiedervereinigung.

Die Verfolgung von Dissidenten ist selbst für die Standards kommunistischer Systeme extrem und gibt einen Einblick darin, was passiert wenn man die schlimmste Philosophie die der Westen hervor gebracht hat mit der Tyrannei Asiens kombiniert. Nordkorea erinnert einen als eines der letzten Überbleibsel daran, was möglich ist wenn man Kommunisten nicht tötet und aus Helicoptern schmeisst. Kommunisten verwandeln alles in Scheisse was sie anfassen. Zu Beginn des Koreakrieges hatte Nordkorea ein besseres Straßennetz und mehr Industrie als der Süden und nichts ist daraus geworden, weil alles was Kommunisten machen lediglich das Leben aller anderer ruiniert.

Das dieses Monstrum jetzt zu einem Ende kommt ist eine gute Sache, auch wenn das Wie offen bleibt. Ein Militärputsch innerhalb Nordkoreas ist eigentlich unmöglich aufgrund des Bespitzelungssystems. Ein Einmarsch wird mit Atomraketen auf Seol und Tokyo beantwortet. Ein Erstschlag kann einen Konflikt eskalieren, auch schon deshalb weil viele kriegswichtige Einrichtungen sich im Untergrund befinden. Vielleicht wachen wir demnächst eines Morgens auf und es gibt nur noch die Insel Korea. Einen dritten Weltkrieg kann man ausschließen, da kein Akteur das was er hat für Nordkorea riskiert.


Gleichzeitig bedeutet ein Schlag gegen Nordkorea das Ende von isolationistischen Interpretationen von Donald Trumps "America First" Rhetorik und lässt dabei die Träume kleinerer Aasfresser platzen, die sich bereits darauf gefreut haben die Welt neu aufzuteilen. Es ist daher treffend, dass Nordkorea ausgewählt wird um ein Exempel zu statuieren, da es der Koreakrieg war der die USA und westliche Welt überrascht hat mit kommunistischer Aggression und den Konsequenzen von Abrüstung und einer Abkehr von der Abschreckungspolitik.


To show you the war being waged against us. This administration has forbidden us to describe our enemies properly and clearly: they are Radical Islamists. They are not alone, and are allied with countries and groups who, though not religious fanatics, share their hatred of the West, particularly the United States and Israel. Those allies include North Korea, Russia, China, Cuba, and Venezuela.
- Lieutenant General Michael Flynn, The Field of Fight





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