Dienstag, 27. Juni 2017

Brüder

Man hat nicht einfach nur "zwei Söhne"
 

Ein Elternpaar hat nicht einfach nur zwei, oder mehrere, Söhne. Man hat immer einen Ältesten und seine kleinen Brüder. Diese Söhne, alle verfügen sie über den gleichen genetischen Code, konkurrieren alle miteinander.
Brothers and sisters inherit their genes from the same parents, but birth order can affect behavior. The optimum strategy for first-born children is to uphold their own authority and use their greater strength to defend their position against younger siblings, but it is in the interest of later-born children to question the status quo and to devise innovative strategies to compete with older, stronger siblings.
- Malcolm Potts, Sex and War

Bellum interruptum
Der erste Mord der Bibelgeschichte ist der Fratrizid den Kain an Abel begeht. Dieser Mord geschieht nicht im Affekt, sondern er ist Resultat von summierten Frust der sich in Kain gegen seinen Bruder aufgebaut hat, welcher von Gott immer zu bevorzugt erschien.


Der Aufbau von Frust rührt daher, dass ritualisierte Kräftemessung nicht stattfand. Heute ist es in einer weibisch geprägten Erziehungspraxis quasi unmöglich, dass Brüder direkt ihre Kräfte messen. Es sind immer die Mütter die dazwischen gehen, den Konflikt unterbrechen, aber niemals beenden können. Dieser Konflikt unter Brüdern wird immer existieren wenn er nicht institutionalisiert und vom Inneren der Gruppe, der Familie, nach Außen geleitet wird, dann wird er das soziale Gefüge korrodieren und die größere Gemeinschaft dadurch zerstören, dass nicht einmal die kleine Gemeinschaft intakte Rituale und eine gemeinsame Agenda aufrecht erhalten kann.


Innerhalb der Stammesgesellschaft bilden Brüder ein soziales Sicherungsnetz durch Patenschaft und Levirat, welches bei seinem wegfall durch den Staat ersetzt wird, der dabei gleichzeitig den Nutzen für Familie nullifiziert und sein eigenes Saatgut auffrisst. Dazu kommt, dass der Mangel an Konkurrenz im Kindesalter, die ständige moderation durch weibliche Authorität, einer mentalen Kastration gleich kommt, welche uns nicht nur zu einer Bonobo Gesellschaft macht, sondern auch demografisch entwaffnet, wenn Familien nicht über einen männlichen Nachkommen verfügen dessen Tod sie zwar betrauern werden, doch auch verkraften können. Eine Bevölkerung ohne Nachzucht wird keinen einzigen Gefallenen akzeptieren und selbst wenn, dann wird sie sich schwer tun damit geeignetes Menschenmaterial zu finden, wenn Jungs übersozialisiert und übermoderiert als Einzelkinder heranwachsen ohne nicht nur den evolutionären Druck eines Konkurrenten, sondern auch ohne seine Funktion als Preferenzgruppe die signalisiert dass Verhaltensweisen die typisch männlich sind auch typisch normal sind.



Siehe auch:
Young bloods
Simulierte Elternschaft


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen