Donnerstag, 29. Juni 2017

PTSD - Teil 1

Ein manipulatives und emotional verklärtes Thema



Wenn es um Kriegseinsätze in der öffentlichen Debatte geht, dann kommt oft das Thema Posttraumatischer Belastungsstörungen auf. Das dumme daran ist, dass 99,9% der Leute die darüber reden, keine Ahnung haben wovon sie reden.



Das Vietnam Trauma
In der amerikanischen Gesellschaft, die durch ihre imense Produktion an Medienmaterial und ihre Datensammlungen jede Debatte anführt, wurde das Thema nach dem Vietnamkrieg populär, als die Medienberichte sich darüber häuften Vietnam Veteranen würden massenweise auf der Straße leben und Verbrechen begehen. Die Anti-Kriegs Bewegung und gerade die sozialistischen Kräfte innerhalb dieser haben sich auf das Thema gestürzt, da sie damit ein weiteres Druckmittel gegen die Verteidigungsbereitschaft der amerikanischen Gesellschaft finden konnten und dieses Druckmittel in eine größere Kulisse einbauen konnten, welche dem Betrachter suggerieren soll, dass gegen eine Bedrohung anzukämpfen, in diesem Fall die Sowjetunion und weltweiter Kommunismus, schlimmer sei als die Bedrohung selbst. Die Debatte wurde seitdem von der Idee geprägt, dass Vietnam Veteranen traumatisierte Opfer oder Babymörder sind und der Hauptfeind des gemeinen Soldaten die US Army selbst ist.

Erst als B.G. Burkett sein Buch ,,Stolen Valor - How the Vietnam Generation was Robbed of its Heroes and its History'' veröffentlichte begann eine kritische Auseinandersetzung mit dieser Vorstellung. Es entspricht nicht der Wahrheit, dass Vietnam Veteranen massenweise auf der Straße gelandet oder in hohen Zahlen traumatisiert sind, während die Suizidraten geringer sind als der US amerikanische Durchschnitt.


Heute
Eine Nummer die heute herumgereicht wird über Selbstmorde ehemaliger Militärangehöriger ist 6500 im Jahr.

Hier wird die Zahl in einem ISIS Video zitiert, für propagandistische Zwecke natürlich[1]

Nur steckt hinter dieser Zahl nicht viel Realität.

While the suicide rate among veterans from operations Iraqi Freedom and Enduring Freedom is still too high, it’s not 22 a day.

Die wenigsten dieser ~6200 bis ~6500 Selbstmorde im Jahr treffen wirklich auf die Gruppe zu auf welche die Medien sich konzentrieren wollen. Die meisten dieser Selbstmorde ist im fortgeschrittenen Alter, haben also keine aktive Dienstzeit in Verbindung zu den jüngsten Konflikten in Afghanistan und Irak. Dazu kommt, dass die meisten ehemaligen Militärangehörigen welche sich suizidieren nie im Einsatz waren.
A more recent study, which surveyed 1.3 million veterans who were discharged between 2001 and 2007, found that “Between 2001 and 2009, there were 1650 deployed veterans and 7703 non-deployed veteran deaths. Of those, 351 were suicides among deployed veterans and 1517 were suicides among non-deployed veterans. That means over nine years, there was not quite one veteran suicide a day,” according to the Washington Post.

Der Hauptgrund warum PTSD überhaupt so oft diskutiert wird ist nicht der, dass man sich mit dem Syndrom wissenschaftlich auseinandergesetzt hat, eine bessere Behandlung anstrebt, oder die Anfälligkeit dafür reduzieren will, sondern der Zweck ein propagandistisches Mittel gegen die Thematik des Konfliktes und jene zu haben, die diese Konflikte auskämpfen. Jeder kleine Waschlappen kann seinen Moment des Triumphes erleben wenn er derjenige ist, der sich in seiner mentalen Verfassung über die trainierten Killer der Regierungsarmee stellen kann und diese zu einem Opferstatus reduziert. Man hat einen scheinbaren Schwachpunkt am Gegner gefunden und nutzt diesen so gut wie möglich für den eigenen Zweck aus. Das macht der linke Aktivist genau so wie der nervige, eierlose Bedenkenträger der eine Entschuldigung braucht vor der Entscheidung für den Konflikt zurückzuschrecken, oder der Islamische Staat in seiner Propaganda.

Weiter im nächsten Teil.




[1] ISIS - No Respite

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