Sonntag, 18. Juni 2017

Schau mal wer da stirbt


Wenn eine Tragödie passiert, dann suchen Menschen nach Schuldfähigkeit. Doch nicht bei sich selbst, sondern bei allen anderen.
It is human nature to seek culpability in a time of tragedy.
It is a sign of strength to cry out against fate, rather than to bow one's head and succumb.
- Captain Angelos, Dawn of War 2: Retribution


Es gibt eine Szene in Ayn Rands Roman "Atlas wirf die Welt ab", in welcher ein Zugunglück mehrere Menschen tötet. Anstatt dieses Ereignis bei dem Angehörige der Gruppe unschuldige Frauen und Kinder zu Tode kommen als Tragödie zu behandeln, als ein Ereignis welches höhere Mächte oder einfach "Unglück" zur Ursache hat, gibt Rand eine Perspektive in welcher wir uns mit den Opfern nicht als Objekte, sondern als Subjekte mit eigenen Motivationen und Aktionen konfrontiert sehen.

The woman in Roomette 10, Car No.3, was an elderly schoolteacher who had spent her life turning class after class of helpless children into miserable cowards, by teaching them that the will of the majority is the only standard of good and evil, and that a majority may do anything it pleases, that they must not assert their own personalities, but must do as others were doing.

Der Leser wird damit konfrontiert, dass auch Menschen die egal welchen Ereignissen zum Opfer fallen immer noch Menschen sind und keine leeren Leinwände auf die der Betrachter seine eigene Vorstellung von Empathie projizieren kann. Es ist auch ein interessantes Experiment im Bezug auf menschlichen Tribalismus, welcher auf der einen Seite Empathie für die Angehörigen der eigenen Gruppe ausdrücken möchte, auf der anderen Seite schnell dabei ist andere Menschen auszubeuten für den eigenen Vorteil.

Ein Beispiel;
The woman in Bedroom D, Car No. 10, was a mother who had put her two children to sleep in the berth above her, carefully tucking them in, protecting them from drafts and jolts; a mother whose husband held a government job enforcing directives, which she defended by saying, 'I don't care, it's only the rich that they hurt. After all, I must think of my children.'
Diese Mutter mit den Kindern welche vom behördlichen Posten des Mannes finanziert und ernährt werden stellt die eigenen Reproduktionsinteressen über die Frage von der Moralität wie diese Finanzierung zustande kommt. Die Identität steht über allem anderen. Man erlebt so etwas auch wenn man in der Familie Angehörige hat welche für den Staat oder die Landesregierung tätig sind und Kritik an dieser Form des Lebensunterhaltes geübt wird. Manche Menschen entgegenen dieser Festellung mit Dingen wie "Du (als Kind o. Partner) hast davon ja profitiert!" und zeigt uns, wie dünn bei vielen Menschen die Grenze zwischen vorgesetzter Moral und tatsächlichem Profitinteresse ist. Moral, die außer Kraft gesetzt wird sobald man selbst davon nicht persönlich profitiert, ist wertlos. Regeln, die gebrochen werden wenn man durch diese nicht profitiert oder sich sogar benachteiligt, sind wertlos. Mehr dazu in Zukunft.
Eine Gesellschaft die so denkt verfügt über keine Kredibilität als Sozialkapital mehr und setzt sich selbst unter den ständigen Enforcer Zwang staatlicher Gewaltorgane. Also welches moralische Prinzip fordert von uns den Tod dieser Menschen zu betrauern?


Opfer oder Freiwilliger
Die Menschen die im Grenfell Tower Sozialbau in London während des Ramadan nach Einbruch der Dunkelheit gebraten, gebacken und gekocht wurden stammten aus allen möglichen Ländern. Sie kamen alle nach London, einer der teuersten Städte der Welt, und haben sich in dem Sozialbauprojekt wieder gefunden, weil sie dies ihren anderen Optionen vorgezogen haben.


Man kriegt wofür man bezahlt und die Bewohner von Grenfell bezahlten für gar nichts. Stattdessen empfanden sie es sogar als lästig, als die Gebäudeverwaltung Feuerschutzsprenkleranlagen installieren wollte. Wenn einem der eigene Wohnraum nicht gehört, dann hat man kein Interesse an dessen Instandhaltung und jede Art von Werktätigkeit wird als Störung der eigenen Komfortzone empfunden. Gerade in Islamischen Gesellschaften herrscht ein so geringes Sozialkapital, dass Frauen nicht unbegleitet auf die Straße dürfen und daher schon gar kein Fremder Mann die Wohnung betreten darf.
Dazu wurde das Gebäude in eine Fassadenverkleidung gehüllt, damit die wohlhabenderen Bewohner der Gegend optisch nicht noch stärker von dieser architektonischen Pestbeule in der urbanen Landschaft belästigt werden, in welcher hoch oben die landfremden Transfergeldempfänger hausen.
Diese Menschen hatten im Angesicht der Faktenlage eine Wahl getroffen und dafür die Konsequenzen getragen. Sie sind als unterqualifizierte Landfremde in eine er teuersten Städte der Welt gezogen um sich dort von den Leistungsträgern behausen und füttern zu lassen, bis sie eines Tages Opfer von Sparpolitik, Kosmetik und ihrer eigenen Pathologie wurden. Keine Opfer hier, nur Freiwillige.

Die jetzt folgenden Protestrufe von "Justice for Grenfell" sind daher schon ziemlich nahe an "Just us" dran, wobei die ausgleichende Gerechtigkeit wäre diese landfremden Leistungsempfänger alle in Abschiebelagern bis zur Heimreise zu konzentrieren, damit die britische Gesellschaft sich nicht mit dem Szenario der Unterbringung und Verpflegung konfrontiert sehen muss und damit auch das Potential für ein derartiges BBQ zum Fastenbrechen einschränkt.
Diese Leute bringen nichts außer mehr Potential für Tragik und Forderungen nach Subventionierung. Wheres ma Money?!



Siehe auch:
Immobilien Teil 3
Killologie: Entmenschlichung des Feindes



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